Friedensmarsch


Wie jedes Jahr seit 1992 wird am 24. Juni,  Festtag des heiligen Johannes des Täufers, der „Friedensmarsch“ vom Franziskanerkloster in Humac bei Ljubuški zur Pfarrkirche in Medjugorje stattfinden. Der Marsch wird um 6 Uhr morgens vor dem Heiligtum des Hl. Antonius in Humac mit einem Gebet und dem Pilgersegen beginnen.

Die Welt sehnt sich weiterhin nach Frieden, und die Muttergottes ruft in ihren Botschaften seit 43 Jahren zum Gebet für den Frieden auf. Die Pfarrei Medjugorje lädt auch in diesem Jahr alle Pilger, insbesondere die Einheimischen, ein, diesem Friedensmarsch beizutreten, indem sie die Flaggen ihrer Länder tragen und so symbolisch die ganze Welt vereinen.

Vorgeschichte des Friedensmarsch

Aufgrund eines Versprechens führten wir, der Verein Medjugorje Deutschland e.V., zwischen 1989 und 1991 eine Fußwallfahrt von der Gebetsstätte Marienfried nach Medjugorje durch. In vier Etappen zu je 14 Tagen und etwa 400 Kilometern gelang es uns, zum 10. Jahrestag in Medjugorje anzukommen. Dabei erlebten wir den Ausbruch des Krieges im ehemaligen Jugoslawien hautnah. In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag 1991 fielen im Plitvicer Nationalpark nahe unserem Lager die ersten Toten. Im Frühjahr 1992 erreichten serbische Truppen die Pfarreigrenze von Medjugorje und beschossen umliegende Ortschaften. Die meisten Familien flohen an die Küste, während die Männer blieben, um Wache zu halten.

„In dieser ohnmächtigen Situation ging uns auf, dass wir im Rosenkranz - unserer Davidsschleuder - die viel stärkere Waffe in der Hand haben. Wir erinnerten uns an den Satz der Gospa: ‚Ihr habt vergessen, dass man mit dem Rosenkranzgebet Kriege verhindern kann!‘“

- Hubert Liebherr

Entstehung des Friedensmarsches

Der Friedensmarsch wurde im Jahr 1992 mitten im Krieg von Medjugorjegruppen aus der ganzen Welt begonnen. Als Zeichen der Verbundenheit mit den Völkern des Balkans, denen die jugoslawische Armee mit militärischer Gewalt den Weg in die Unabhängigkeit verwehrte. Die Einwohner von Medjugorje waren an die Küstenstädte evakuiert. Mit dem ersten Friedensmarsch kamen die Einheimischen wieder zurück nach Medjugorje. Seit diesem Tage wurde das abendliche Gebetsprogramm wieder eingeführt, das wegen der Kriegsgefahr unterbrochen worden war.

Betet, betet, betet ...

"(...) Frieden soll herrschen zwischen Gott und den Menschen und auch unter den Menschen." Das ist die Botschaft, die die Gospa ganz zu Beginn der Erscheinung gegeben hat. Beten wir auch heute für den Frieden zwischen Gott und den Menschen und unter den Menschen. In Medjugorje hat Maria gesagt, dass durch Fasten sogar Kriege verhindert werden können. Lassen wir uns wieder neu von der Gospa zum Gebet und Fasten für den Frieden einladen.

Worte aus Medjugorje - Hubert Liebherr


Der Friedensmarsch, welcher in den damaligen Wirren des Bosnienkrieges von Hubert Liebherr initiiert wurde, ist bis heute ein fixer Programmpunkt zu den Feierlichkeiten zum Jahrestag in Medjugorje geworden. Hubert Liebherr berichtet in dem Video über die Entstehung des Friedensmarsches.