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37. Internationales Jugendfestival 2026 in Medjugorje

Das 37. Jugendfestival findet vom 01. bis 06. August 2026 in Medjugorje statt und steht unter dem Thema


"Ad fontem! Zur Quelle"
 

Eine Zusammenfassung des 36. Jugendfestivals 2025 findet Ihr ►hier.


 

Heilige Messen, beeindruckende Katechesen und Glaubenszeugnisse, Gebet vor dem Kreuz mit Kerzen, Prozession mit der Statue der Muttergottes, eucharistische Anbetung, Beichtgelegenheit im sogenannten „Beichtstuhl der Welt“ - Lobpreis, Gemeinschaft, Freude am Glauben, Begegnung mit dem lebendigen Gott und der Muttergottes und vieles mehr...

Das alles erwartete Dich. Vor Ort oder im Stream kannst Du dabeisein.

 

Das Jugendfestival, auch Mladifest genannt, gilt als eine der größten katholischen Veranstaltungen und findet jeweils im Sommer im Wallfahrtsort Medjugorje, in Bosnien und Herzegowina statt. Jedes Jahr zieht es Zehntausende Jugendliche verschiedenster Nationen an diesen besonderen Ort. Im vergangenen Jahr folgten etwa 70.000 Jugendliche aus 80 Ländern und hunderte Priester dem Ruf der Muttergottes. 2021 verfolgten mehr als 4 Millionen Zuschauer die täglichen Live-Übertragungen des Abendprogramms. Das Festival wurde in 18 Sprachen übersetzt. (Quelle: Die Tagespost; medjugorje aktuell)

"Medjugorje ist seit vielen Jahren eine wahre Schule des Friedens und der Brüderlichkeit für die ganze Welt. Maria, die Königin des Friedens, versammelt in diesem Heiligtum [...] Millionen ihrer Kinder, besonders junge Menschen, wie euch, und sie lehrt sie, wo sie die Quelle des wahren Friedens und den Sinn im Leben finden können."

Msgr. Evelio Menjivar-Ayal, Weihbischof der Erzdiözese Washington  - JF24

Programm - Mladifest 2026

18:00 UhrRosenkranzgebet
19:00 UhrFeierliche Eröffnung des Mladifestes
 Eucharistiefeier
21:00 UhrAnbetung des Allerheiligsten

06:00 UhrRosenkranz auf dem Erscheinungsberg (Podbrdo) bei der Statue der Muttergottes
 Am Vormittag - Hl. Messen nach Sprachgruppen
16:00 UhrKatechese
17:00 UhrZeugnisse
18:00 UhrRosenkranz
19:00 UhrEucharistiefeier
20:30 UhrProzession mit der Muttergottesstatue; dann Anbetung des Allerheiligsten

 

09:00 UhrGebet
09:30 UhrKatechese
10:30 UhrZeugnisse
12:00 UhrAngelus
PAUSE 
16:00 UhrZeugnisse
18:00 UhrRosenkranz
19:00 UhrEucharistiefeier
20:30 UhrKerzenmeditation, anschl. Gebet vor dem Kreuz

09:00 UhrGebet
09:30 UhrKatechese
10:30 UhrZeugnisse
12:00 UhrAngelus
PAUSE 
16:00 UhrZeugnisse
18:00 UhrRosenkranz
19:00 UhrEucharistiefeier
20:30 UhrFilm/ Bühnenspiel der Gemeinschaft Cenacolo

09:00 UhrGebet
09:30 UhrKatechese
10:30 UhrZeugnisse
12:00 UhrAngelus
PAUSE 
16:00 UhrZeugnisse
18:00 UhrRosenkranz
19:00 UhrEucharistiefeier
20:30 UhrAnbetung
21:30 UhrMissio, Abschied mti Liedern

05:00 UhrEucharistiefeier auf dem Kreuzberg
ENDE
  • Bitte bringe Folgendes mit - insofern Dir eine Teilnahme vor Ort in Medjugorje möglich erscheint: Kleines Radio mit Kopfhörern mit FM Frequenz, eine Bibel und Regen- bzw. Sonnenschirm.
  • Gruppen, die am Jugendfestival teilnehmen, werden gebeten, keine anderen Termine oder Programme während dieser Woche zu planen.
  • Während des gesamten Jugendfestivals (außer am Sonntag) wird es keine Pilgermessen am Vormittag geben. Alle Pilger nehmen an der Abendmesse mit den Jugendlichen teil.
  • Während der ganzen Woche wird das Programm simultan übersetzt in die folgenden Sprachen: Hrvatski, English, Italiano, Deutsch, Français, Español, Portugues, Polski, Slovensky SK, Slovenski SLO, Magyar, Română, Ruski, Česky, Korean, Arabic, Chinese Mandarine, Chinese Cantonese.

© Informationszentrum MIR Medjugorje (www.medjugorje.hr

Heute Abend beginnt das 37. Jugendfestival in Medjugorje. Unser Hl. Vater, Papst Leo XIV. hat einen Brief an die Jugendlichen geschickt, die Msgr. Aldo Cavalli, der Aposolische Visitator mit besonderem Charakter für die Pfarrei Medjugorje, verlas. Der Hl. Messe stand Erzbischof Francis Assisi Chullikatt, der Apostolische Nuntius in Bosnien und Herzegowina sowie von Montenegro, vor.

Soooo viele Jugendliche sind nach Medjugorje gekommen, um in diesen Tagen gemeinsam ihren Glauben zu bezeugen. So viel Hoffnung und Freude ist spürbar. Seid dabei und lasst euch von dieser Freude anstecken!

Nach der Eröffnung des Jugendfestivals mit dem Lied „Hosanna“, das in verschiedenen Sprachen gesungen wurde, begrüßte der Pfarrer von Medjugorje, P. Zvonimir Pavičić, OFM, die Jugendlichen mit folgenden Worten:

„Liebe Jugendliche, herzlich Willkommen in Medjugorje. Herzlich Willkommen bei der ‚Königin des Friedens‘. Herzlich Willkommen zum 37. Jugendfestival.

Dann begrüßte er die Abgesandten der 73 Länder, die sich mit ihren Fahnen vorstellten, und sagte: "Morgen erwarten wir noch mehr Länder!" 

Nach dem Einzugslied "Halleluja" verkündete P. Zvonimir, dass unser Hl. Vater, Papst, Leo XIV., einen Brief zum Jugendfestival gesandt hat.

 

 

Der Apostolische Visitator von Medjugorje, Msgr. Aldo Cavalli, verlas den Brief von Papst Leo XIV., den uns sein Staatsekretär Pietro Kardinal Parolin weitergeleitet hat: 

"Papst Leo XIV. grüßt alle Teilnehmer in seiner Botschaft zum Jugendfestival. Er ermutigt zur wahren Quelle des Lebens und der Freude, zu Christus, zurückzukehren. Lädt ein, durch das Gebet, das Hören des Wortes Gottes und die Sakramente die Schönheit der persönlichen Begegnung mit dem Herrn zu entdecken, die Wahrheit zu suchen und sich nicht vom vergänglichen Glück verführen zu lassen. Er bittet die Jugendlichen, sich vom Hl. Geist führen zu lassen und sich der Gottesmutter anzuvertrauen, um leuchtende Zeugen der Frohen Botschaft zu werden, Brüderlichkeit zu fördern und Baumeister des Friedens in der Gesellschaft zu werden. Papst Leo verspricht sein Gebet für alle und erteilt seinen Segen."

Kurzer Auszug des Briefes von Papst Leo XIV. andie Jugendlichen des Jugendfestivals

BOTSCHAFT DES HL. VATERS PAPST LEO XIV.

an die Teilnehmer des Jugendfestivals

Medjugorje, 01. - 06. August 2026


Liebe Jugendliche,

Anlässlich des Medjugorje-Jugendfestivals richtet Papst Leo XIV. allen Teilnehmern seinen herzlichen Gruß aus und ermutigt sie, zum ad Fontem zurückzukehren, das heißt zu Christus, der Quelle des neuen Lebens und der wahren Freude. Er lädt sie daher ein, von neuem durch Gebet, das Hören des Wortes Gottes und die Sakramente die Schönheit der persönlichen Begegnung mit dem Herrn zu entdecken, der den Durst jedes Herzens stillt und die Kraft eines immer neuen Anfangs schenkt.

Seine Heiligkeit ermutigt die Jugendlichen ferner, die aufrichtige Wahrheit zu suchen, die sie befreit, ohne sich von den Verführungen vergänglichen Glücks verführen zu lassen. So kann jeder in der Nachfolge Jesu selbst die schwersten Fragen und Herzunruhen als Gelegenheiten zur Unterscheidung und zum Wachsen im Glauben annehmen.

Der Heilige Vater bittet zudem, dass die Jugendlichen sich vom Heiligen Geist führen lassen und dass sie sich der Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche, anvertrauen, damit sie zu leuchtende Zeugen der Frohen Botschaft, der Förderung der Brüderlichkeit und Baumeister des Friedens in der Gesellschaft werden.

Während er seine Gebetsunterstützung zusichert, erbittet der Oberste Priester auf die Fülle der Gnade Gottes, indem er einen von Herzen kommenden apostolischen Segen erteilt.

 

Vatikan, 07. Juli 2026.

Pietro Kardinal Parolin

Staatssekretär Seiner Heiligkeit

 

Paps Leo XIV. sichert den Jugendlichen seine Gebetsunterstützung zu und erteilt einen von Herzen kommenden apostolischen Segen.

Nur Jesus stillt unseren Durst"

Dem Eröffnungsgottesdienst stand Erzbischof Francis Assisi Chullikatt, der Apostolische Nuntius in Bosnien und Herzegowina sowie von Montenegro, vor. Es konzelebrierte unter anderem Erzbischof Aldo Cavalli.

Erzbischof Francis Assisi Chullikatt dankte dem Apostolischen Visitator Msgr. Aldo Cavalli für seine Einladung, begrüßte ebenso herzlich die Geistlichkeit und die Ordensleute, namentlich den Apostolischen Nuntius von Kroatien, Msgr. Leopoldo Girelli, wie auch alle Anwesenden.

In seiner Predigt sagte Erzbischof Msgr. Francis Assisi Chullikatt, dass Jeremia, Johannes der Täufer und Alfons Maria von Liguori treue und wahrhaftige Zeugen des Glaubens sind. Weil sie Gott an die erste Stelle in ihrem Leben gesetzt haben, hatten sie tiefen Frieden im Herzen. Herodes legte Wert auf alle irdischen Werte und verlor dadurch die Freiheit seines Gewissens. Der Erzbischof sagte, wie auch der Hl. Vater in seiner Botschaft, die Nachfolge Christi im Glauben bedeute nicht, Schwierigkeiten auszuweichen, sondern die Gewissheit, dass Gott uns niemals verlasse. Er forderte, ebenso wie der Papst, dazu auf, zurück zur Quelle zu kehren – zu Christus, denn nur Er stille den inneren Durst und gebe Kraft. – Abschließend bat er den hl. Alfons von Liguori um seine Fürsprache, wie auch die Muttergottes. 

Nach der feierlichen Hl. Messe, bei der 521 Priester konzellebrierten, folgte die Eucharistische Anbetung.

Nur Jesus kann unseren Durst stillen

Predigt von Erzbischof Francis Assisi Chullikatt, dem Apostolischen Nuntius in Bosnien und Herzegowina sowie von Montenegro

Medjugorje, 01. August 2026


Liebe junge Leute, Brüder und Schwestern,

die heutige Liturgie stellt uns drei große Glaubenszeugen vor Augen:
den Propheten Jeremia, den heiligen Johannes den Täufer und den heiligen Alfons Maria von Liguori. Sie gehören verschiedenen Epochen der Geschichte an, aber sie sind vereint durch die gleiche Überzeugung: Gott an die erste Stelle zu setzen bedeutet, wahrhaftig frei und zutiefst glücklich zu werden.

Jeremia wird verurteilt, weil er eine unangenehme Botschaft verkündet hat. Er sucht keinen Kompromiss und verwässert die Botschaft, die er empfangen hat, nicht. Er sagt einfach: „Der Herr hat mich gesandt.“ Und dann fügt er mit tiefem inneren Frieden hinzu: „Siehe, ich bin in euren Händen; tut mit mir, was euch gut und recht erscheint.“ Dies ist der Friede eines Menschen, der weiß, dass sein Leben in erster Linie Gott gehört.

Und der heilige Johannes der Täufer bezahlt den Preis für seine Treue. Er sagte Herodes, dass Macht nicht über Gottes Gesetz steht. Deshalb wurde er eingekerkert und schließlich enthauptet. Auf den ersten Blick scheint Herodes zu siegen. Doch das Evangelium offenbart das genaue Gegenteil: Herodes ist, obwohl König, ein Sklave seiner eigenen Leidenschaften, seines Stolzes und der Meinung anderer, während Johannes, obwohl er sein Leben verliert, innerlich frei bleibt.

Das Wort Gottes stellt uns daher heute eine entscheidende Frage: Was macht unser Leben wirklich frei? Erfolg? Anerkennung? Wohlstand? Das Bild, das andere von uns haben? Oder die Treue zum Evangelium? Dies ist eine besonders wichtige Frage für euch, liebe junge Menschen, die ihr zu diesem Festival versammelt seid. In seiner Botschaft an euch zu diesem Anlass erinnert Papst Leo XIV. an das Motto des diesjährigen Festivals: Ad fontem – Zurück zur Quelle. Und diese Quelle ist Christus. Der Heilige Vater lädt euch daher ein, die Freude einer persönlichen Begegnung mit Jesus neu zu entdecken, dem Einzigen, der den Durst des menschlichen Herzens stillen und immer Kraft für einen Neuanfang geben kann.

Liebe junge Menschen, wir leben in einer Kultur, die viele scheinbare Quellen des Glücks bietet: schnellen Erfolg, mediale Präsenz, Besitz, flüchtige Vergnügungen und die ständige Suche nach neuen Nervenkitzeln. Das sind verführerische Versprechen, doch sie lassen das Herz oft noch dürstender zurück. Deshalb ermutigt euch der Papst, euch nicht mit vergänglichem Glück zufriedenzugeben, sondern aufrichtig nach der Wahrheit zu streben, die allein euch frei macht. Es ist, als würde er mit diesen Worten das soeben gehörte Evangelium auslegen.

Johannes der Täufer hätte lieber sein Leben verloren, als die Wahrheit zu verleugnen. Herodes hingegen zog es vor, seinen Ruf vor den Menschen zu wahren, verlor dabei aber den Frieden seines Gewissens. Und der heilige Alfons Maria von Liguori traf eine ebenso mutige Entscheidung.
Er war ein angesehener und erfolgreicher Anwalt und hätte eine beneidenswerte Karriere machen können. Doch er verstand, dass es eine höhere Gerechtigkeit gibt als die menschlicher Gerichte – die Gerechtigkeit des Reiches Gottes. Deshalb verließ er alles, folgte Christus und widmete sein Leben den Ärmsten und Verlassensten.

Was für ein kraftvolles Vorbild für euch, ihr jungen Menschen! Ich bin überzeugt, dass viele von euch, wie schon so viele vor euch, gerade während dieser Pilgerreise nach Medjugorje die Stimme des Herrn hören werden, die euch zum Priestertum, zum geweihten Leben oder zu einem großzügigen christlichen Zeugnis in der Welt ruft. Brüder und Schwestern, der heilige Alfons lehrte als Beichtvater und Hirte, dass Gott nicht vor allem ein strenger Richter ist, sondern ein barmherziger Vater. Deshalb ehrt ihn die Kirche als Lehrer der Barmherzigkeit. Er sagte immer wieder gern: „Gott liebt die, die auf seine Barmherzigkeit vertrauen.“ Dieses Vertrauen macht das Evangelium nicht weniger anspruchsvoll; im Gegenteil, es gibt Kraft, es zu leben.

Denselben Aufruf richtet Papst Leo XIV. (der Vierzehnte) an die jungen Menschen: Christus nachzufolgen bedeutet nicht, den schwierigsten Fragen des Lebens auszuweichen, sondern sich ihnen gemeinsam mit ihm zu stellen. Der Glaube beseitigt nicht die Unruhe des menschlichen Herzens, sondern erhellt es. Er verspricht kein Leben ohne Prüfungen, aber
die Gewissheit, dass Gott uns niemals verlässt. Vielleicht ist keiner von ihnen der beste Beweis dafür, dass Gott uns niemals verlässt.
Wir werden nicht wie Johannes der Täufer oder wie Jeremia zum Martyrium berufen sein oder die Verfolgung erleiden müssen.

Doch täglich wird von uns ein kleines Martyrium der Beständigkeit gefordert: die Wahrheit in Liebe zu verkünden, ein reines Gewissen zu bewahren, ehrlich zu sein, wo Kompromisse leichter wären, zu vergeben, wo es leichter wäre, in Bitterkeit zu verharren, und Christus zu wählen, selbst wenn das Evangelium dem Zeitgeist zu widersprechen scheint.
Diese Treue wird umso notwendiger, wenn der Glaube verspottet, religiöse Symbole geschändet und Gotteshäuser Ziel von Gewalt und Sakrileg sind.
Solche Taten verletzen nicht nur die Gefühle der Gläubigen, sondern auch universelle menschliche Werte wie die Religionsfreiheit, die Achtung vor dem Heiligen und die Würde des Menschen. Wir haben dies in den jüngsten Akten der Zerstörung und Schändung, die hier in Medjugorje verübt wurden, schmerzlich erfahren müssen.

Gerade in solchen Situationen ist der Christ aufgerufen, nicht mit Hass oder Rache zu reagieren, sondern mit der sanften Kraft des Evangeliums, indem er in Liebe die Wahrheit, in Gerechtigkeit die Vergebung und in Frieden die Hoffnung bezeugt. Liebe junge Menschen, Brüder und Schwestern, die Botschaft der heutigen Liturgie und die Botschaft des Heiligen Vaters vereinen sich schließlich zu einem einzigen Aufruf: zur Quelle zurückzukehren. Zu Christus zurückzukehren, denn nur er kann den tiefsten Durst unserer Herzen stillen. Zu seinem Wort zurückzukehren, das unseren Weg erleuchtet. Zu den Sakramenten zurückzukehren, der unerschöpflichen Quelle der Gnade. Zum Gebet zurückzukehren, ohne das der Glaube langsam schwächer wird und schließlich erlischt. Bitten wir daher den heiligen Alfons Maria von Liguori um seine Fürsprache, damit er uns einen festen Glauben, ein von der Wahrheit erleuchtetes Gewissen und ein Herz schenkt, das offen ist für die Barmherzigkeit Christi. Und möge die allerseligste Jungfrau Maria, Königin des Friedens, die von diesem Ort aus die Welt unablässig zur Umkehr, zum Gebet und zur Versöhnung aufruft, den Weg eines jeden von uns begleiten, damit wir wahre Jünger ihres Sohnes werden, Baumeister der Brüderlichkeit und unermüdliche Förderer des Friedens.

Amen.

 

„Gerade in solchen Situationen (wie der ist der Schändung in Medjugorje) ist der Christ aufgerufen, nicht mit Hass oder Rache zu reagieren, sondern mit der sanften Kraft des Evangeliums, indem er in Liebe die Wahrheit, in Gerechtigkeit die Vergebung und in Frieden die Hoffnung bezeugt."

Zitat von Erzbischof Francis Assisi Chullikatt

Der Tag begann mit dem Rosenkranzgebet auf dem Erscheinungsberg bei der Muttergottesstatue.  Am Vormittag fanden die Hl. Messen in kroatischer Sprache statt. 

Um 16.00 Uhr startet das Nachmittagsprogramm mit einer Katechese von P. Alojzije Slavko Anđelić, der über den Hl. Franziskus und die Bundelade sprach. Dann folgte das beeindruckende Zeugnis von Jurij Holotick aus der Ukraine, der mittlerweile Priester ist. Um 18.00 Uhr begann das Rosenkranzgebet um 19.00 Uhr die Hl. Messe. Im Anschluss daran folgt die Prozession mit der Gottesmutter, sowie die Eucharistische Anbetung. 

Rosenkranz auf dem Erscheinungsberg!
 

Der Morgen begann bereits um 6:00 Uhr mit dem Rosenkranz auf dem Erscheinungsberg, zu dem so viele Jugendliche gekommen waren, um sich um die Muttergottes zu versammeln und gemeinsam zu beten. Es wurde auch ein Sühnegebet gebetet, um für die Schändung der Statue der Gottesmutter Wiedergutmachung zu leisten.

Am Vormittag fanden dann die Hl. Messen in den jeweiligen Sprachgruppen statt. Um 16:00 Uhr begann das Programm des Jugenfestivals.

"Mit Maria werden wir siegen!"

Nach einem Lied gab P. Alojzije Slavko Anđelić, ofm, eine Katechese. Er sprach über die Bundeslade. Wenn die Israeliten die Bundeslade bei sich hatten, siegten sie. So sollen auch wir, wie es auch der Hl. Franziskus getan hat, die Muttergottes als jene wählen, die uns führt, dann werden auch wir siegen. 

Danachgab Jurij Holotiuk aus der Ukraine Zeugnis.Jurij wandte sich nur anGott, wenn er etwas brauchte - ansonsten hatte er nichts mit Ihm zu tun. Sein Leben drehtesich um seine Freunde, Arbeit, Musik und Geld. Durch Freunde ermutigt nahm er an einer Castingshow teil. Leider ging der Auftritt schief - und er wurde als Freak dargestellt. Er war Professor an einer Schule und durch diesen Auftritt und seine Folgen war er Stadtgespräch. Er machte Gott Vorwürfe und suchte Trost indem, was die Welt zu bieten hat. Schwer gesundheitlich mitgenommen wollte er nur noch sterben. In dieser Zeit besuchte ihn seine Mutter und betete für ihn. Zum ersten Mal nach langer Zeit konnte er schlafen und spürte Frieden. Als ihm seine Mutter dann von Medjugorje erzählte, fuhr er hin. Durch den Frieden, den er dort spürte und die Begegnung mit Gott und der Muttergottes, wurde alles, was ihm bis dahin wichtig erschien, unbedeutend. Ganz verändert kam er nach Hause. Nach einigen weiteren Wallfahrten nach Medjugorje und dem Mitleben in einer Gemeinschaft spürte er den Ruf zum Priestertum. Er sagt, dass er als Priester nur den Dienst im Krieg kennt - da während seiner Diakonen und Priesterweihe schon Krieg herrschte - und er betete abschließend mit den Jugendlichen für die Jugendlichen in der Ukraine. 

„In dieser Zeit, in der Gott mich zu meinem Dienst berufen hat, hat er mir verständlich gemacht, dass die Größte Gabe meines Priestertums nicht darin besteht, dass ich etwas für Gott tue, sondern darin, dass er mir erlaubt, hier auf Erden seine Hand zu sein, die segnet, seine Augen, die mit Barmherzigkeit schauen, seine Füße, die sich den Verlorenen zuwenden. Und vor allem sein liebendes Herz, das unaufhörlich nach den leidenden Menschen sucht."

Zitat von P. Jurij Holotiuk

Um 18:00 Uhr begann das Gebet des Rosenkranzes, um 19.00 Uhr die Hl. Messe der der Ortspfarrer, Pater Zvonimir Pavičić, ofm, vorstand. Die Predigt hielt P. Alojzije Slavko Anđelić, ofm. Im Anschluss daran folgte die Prozession mit der Gottesmutter, sowie die Eucharistische Anbetung.

Legen wir unser Leben in die Hände Mariens

Predigt am Festtag Portiunkula, Medjugorje, 2. August 2026

Ad fontem! Gehen wir, liebe Brüder und Schwestern, zurQuelle! Denn an der Quelle finden wir klares und erfrischendes Wasser. Dort ist nichts Trübes, nichts Unreines, kein Schlamm. Dort begegnen wir der Stille, dort finden wir den Frieden.

Das Jahr, das unserem seraphischen Vater Franziskus gewidmet ist, ist für uns alle in der franziskanischen Familie ein Ruf zurück zur Quelle: zu den Anfängen des Ordens, zum anfänglichen Eifer, zur ursprünglichen Glut, zum seraphischen Feuer der Liebe.
Unser seraphischer Orden wurde auf einem kleinen Stück Erde geboren. Auf einem bescheidenen Stück Erde, aber auf einem Ort, den die allerseligste Jungfrau Maria in besonderer Weise liebt. Unser Vater Franziskus sagte, dass an diesem Ort viele himmlische Geister wohnen – die Engel Gottes – und die kleine Kirche wurde Santa Maria degli Angeli, die heilige Maria von den Engeln, genannt. Der heilige Johannes Klimakos sagte einst: „Den Mönchen sind die Engel ein Licht, den Weltmenschen aber ist das Ordensleben ein Licht.“
So lernten an diesem Ort, in der Schule der heiligen Maria von den Engeln, die ersten Minderbrüder von den Engeln, Gott zu dienen, ihn zu lieben und vor seinem Angesicht vor Liebe zu brennen. Die himmlischen Geister waren ihnen ein Licht, damit sie selbst durch ihr heiliges Ordensleben der ganzen Welt zum Licht würden.
Dieses kleine Stück Erde, diese Portiunkula, war für den seraphischen Vater Franziskus der liebste Ort. Nicht weil er den Stein oder die Erde liebte, sondern weil er seine Herrin liebte, die heilige Maria von den Engeln, die allerseligste Gottesmutter.

Zu Beginn seines Dienstes für Gott restaurierte Franziskus aus Liebe zur Gottesmutter diese kleine Kirche, die verfallen war. Später ließ er sich selbst dort nieder und legte dort die Grundsteine des Ordens.
Dieser Ort ist unsere Quelle, aber noch mehr ist es seine Herrin, die Quelle, aus der die Gnaden strömen.
Während Franziskus die kleine Kapelle äußerlich mit seinen Händen wiederherstellte und aufbaute, richtete die Königin der Engel Franziskus innerlich wieder auf, indem sie die Fülle der Gnaden ihres Sohnes über ihn ausgoss. Während die Brüder um diese Kirche herum die ersten Behausungen errichteten, baute sie durch ihre Fürsprache die geistliche Festung des seraphischen Ordens. Seraphisch – das heißt: wie jener himmlische Seraph, der vor dem Angesicht Gottes vor Liebe brennt. Darum verlangte unser Vater Franziskus, dass diesem Ort besondere Sorge getragen werde. Er wollte, dass dort die frömmsten Brüder leben. Er wollte, dass sie dort täglich den heiligen Gottesdienst mit größter Feierlichkeit und Frömmigkeit vollziehen – dass sie vor dem Angesicht Gottes stehen und vor Liebe brennen. Er wollte, dass dort Buße getan werde. Er wollte, dass dort die heilige Stille gepflegt werde. Er wollte, dass dieser Ort ein Ort des Friedens sei.

Noch bevor ein Bruder in unseren Orden eintrat, hatte er eine wunderbare Vision von diesem kleinen Stück Erde: „Er sah, wie alle Menschen dieser Welt blind waren und wie sie rings um die Kirche der heiligen Maria in der Portiunkula auf den Knien lagen. Ihre Hände waren gefaltet und ihre Gesichter zum Himmel erhoben. Mit lauter Stimme baten sie unter Tränen den Herrn, er möge sich in seiner Barmherzigkeit würdigen, allen das Augenlicht zurückzugeben. Während sie so beteten, sah man einen großen Glanz vom Himmel herabsteigen, sich auf sie niederlassen und allen durch ein heilbringendes Licht das Augenlicht zurückgeben.“
Später verstanden die Brüder, dass diese Vision ankündigte, dass dieser Ort zu einem Ort des vollkommenen Ablasses werden sollte – und zwar zu einer Zeit, in der der vollkommene Ablass nur selten gewährt wurde und gewöhnlich mit großen Unternehmungen verbunden war, wie etwa mit einer Pilgerfahrt ins Heilige Land.
Der Herr selbst bewegte Franziskus dazu, zum Heiligen Vater zu gehen und um die Gnade des vollkommenen Ablasses für dieses heilige Stück Erde zu bitten.

Gerade weil es der Wille des Herrn war, entsprach der Papst, obwohl dies nicht üblich war, dem Wunsch des Franziskus und gewährte, dass alle, die am zweiten Tag des Monats August diese Kirche besuchen und beichten, den vollkommenen Ablass empfangen können. Das war eine Neuheit, die Franziskus mit großer Freude verkündete, indem er predigte, dass an diesem Ort bis ans Ende der Zeiten der Ablass erlangt werden könne. Schon bald begannen Gläubige aus allen Himmelsrichtungen herbeizuströmen, und die Vision jenes Bruders erfüllte sich: Viele knieten um Maria von den Engeln nieder und erhielten das geistliche Augenlicht zurück. Dieses besondere Privileg, das der Portiunkula geschenkt worden war, wurde später von den Päpsten auf alle franziskanischen Kirchen und schließlich auch auf alle Pfarrkirchen ausgeweitet.

Heute haben auch wir, die wir hier um diesen Ort der Gegenwart Mariens knien, die Möglichkeit, den vollkommenen Ablass zu empfangen und sehend zu werden. Und genau das sollen wir tun.
Nehmen wir die Barmherzigkeit an, die der Herr uns durch die Hände Mariens schenken möchte.
Doch ich meine, dass die Portiunkula und die Liebe des seraphischen Vaters zu ihr nicht nur heute, am 2. August, unsere Aufmerksamkeit verdienen. Sie ist keine Wirklichkeit für einen einzigen Tag, sondern für das ganze Leben.

Franziskus sagte den Brüdern, sie sollten niemals die heilige Maria von den Engeln verlassen – und wenn man sie durch die eine Tür hinausjage, sollten sie durch eine andere wieder zurückkehren.
So ist auch dieser heilige Ort ein kleines Stück Erde, das Maria von den Engeln besonders lieb ist.
Und auch hier möchte der seraphische Vater Franziskus, dass die Brüder die heiligsten und frömmsten seien, dass sie die Liturgie mit größter Feierlichkeit feiern, dass sie vor dem Angesicht Gottes brennen.
Auch hier möchte er, dass wir die heilige Stille pflegen, denn auch dies ist ein Ort des Friedens.
Hier beugen viele ihre Knie, und ihre Augen werden geöffnet. Und auch dieser Ort ist für viele Seelen eine Portiunkula, die sie nicht verlassen können.

Wenn Franziskus den Brüdern sagte, sie sollten die Portiunkula nicht verlassen, dann sprach er zwar von einem Ort, von einer bescheidenen Kapelle, von einem kleinen Stück Erde, doch noch mehr sprach er von seiner Herrin, von seiner Mutter, von der Königin der Engel. Darum ruft auch uns die Vision jenes Bruders dazu auf, an diesem heiligen Ort, aber ebenso an jedem anderen Ort dieser Erde, vor unserer unbefleckten Mutter niederzuknien und von ihr die leuchtenden Gnaden des geistlichen Sehens zu empfangen.
Und die Worte des Franziskus rufen uns dazu auf, niemals ihre Gegenwart zu verlassen, niemals ihre Umarmung, niemals den Schatten ihres Mantels. Deshalb ermuntert uns die heilige Mutter Kirche seit Jahrhunderten, den heiligen Rosenkranz zu beten. So bleiben wir ständig bei unserer Mutter. So kämpfen wir unablässig an der Seite unserer Herrin. So lernen wir unter der Führung der Königin der Engel ein Leben nach dem Vorbild der Engel.

Beten wir den Rosenkranz, beten wir den Rosenkranz in seiner ganzen Fülle.
Warum sollte nicht jeder von uns jeden Tag den ganzen Rosenkranz beten können und so den ganzen Tag bei Maria bleiben? Stunden können wir mit leeren und nichtigen Gesprächen verbringen. In der Gegenwart der Technik können wir uns unbegrenzt aufhalten. Aber das wird uns nicht retten. Darum müssen wir vor unserer himmlischen Mutter niederknien. Niederknien bedeutet, unsere Sündhaftigkeit anzuerkennen, anzuerkennen, dass wir nicht vollkommen sind, anzuerkennen, dass wir unsere Tage oft vergeblich verstreichen lassen, anzuerkennen, dass wir lau und mittelmäßig sind.
Niederknien bedeutet, Reue zu zeigen, zu beichten und für unsere Sünden Buße zu tun.
Niederknien bedeutet auch, den Herrn anzubeten, Ihn an die erste Stelle zu setzen.
Niederknien bedeutet, die Haltung Mariens einzunehmen – die Haltung des Gehorsams gegenüber Gott.
Niederknien bedeutet zu beten: beharrlich Geist und Herz zum Herrn und zu seiner Mutter zu erheben.
Wollen wir immer bei Maria bleiben und uns nicht aus ihrer Umarmung vertreiben lassen, dann wollen wir den Anregungen vieler Heiliger folgen – etwa des heiligen Ludwig Maria Grignion de Montfort, des heiligen Maximilian Kolbe und des heiligen Johannes Paul II. – und die vollkommene Weihe an die Unbefleckte vollziehen. Legen wir in einem vollkommenen Akt des Vertrauens unser ganzes Leben in ihre Hände. Sie wird uns zu ihrem Sohn führen. Sie wird uns wunderbare Gnaden vermitteln, die unser Herz reinigen und den Schleier der Welt, des Fleisches und des Bösen von den Augen unserer Seele nehmen.
Sie wird bewirken, dass wir sehend werden, und sie wird uns zur seligen Schau Gottes führen.

Die Lebensbeschreibung des heiligen Franziskus sagt:
„Die Mutter Jesu überschüttete er mit unaussprechlicher Liebe (...). Ihr erbat er besondere Lobpreisungen, an sie richtete er Bitten, ihr brachte er seine Empfindungen dar, soweit und wie es die menschliche Sprache überhaupt auszudrücken vermag.“ 
Das bedeutet, in der Portiunkula zu bleiben.
Das bedeutet, in Medjugorje zu bleiben.
Das bedeutet, unter dem Mantel der Gottesmutter zu bleiben, ganz gleich, an welchem Ende der Welt wir uns befinden.

Vor achthundert Jahren, „am Sonntag, dem 4. Oktober des Jahres der Menschwerdung des Herrn 1226, in der vierzehnten Indiktion, in der Stadt seiner Geburt, Assisi, bei Santa Maria in der Portiunkula, wo er den Orden der Minderbrüder gegründet hatte, nachdem sich zwanzig Jahre erfüllt hatten, seit er – auf vollkommenste Weise mit Christus verbunden – ihm wie ein Apostel nachgefolgt war, wurde unser seliger Vater Franziskus – nachdem er vollkommen vollendet hatte, was er begonnen hatte – aus dem Gefängnis des Leibes befreit und überaus glücklich in die Wohnung der himmlischen Geister aufgenommen.“

Ad fontem! Gehen wir, liebe Brüder und Schwestern, auch heute zur Quelle.
Gehen wir zu Santa Maria degli Angeli, zur heiligen Maria von den Engeln.
Dort wird sie uns das frische Wasser der himmlischen Gnaden schenken, die unsere Augen öffnen werden.
Und eines Tages, wenn unsere Stunde gekommen ist, wird sie, die Königin der Engel, uns in die Wohnung der himmlischen Geister führen. Dort werden wir mit den Engeln und allen Heiligen in seraphischer Liebe vor dem Angesicht des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes brennen und ihn loben in alle Ewigkeit.
Amen.
Dignare me laudare te, Virgo sacrata! Würdige mich, dich zu loben, heilige Jungfrau!

Der Tag begann mit dem Morgengebet, das P. Zvonimir Pavičić, der Ortspfarrer, leitete. Danach folgte die Katechese mit P. Ljubo Kurtović über das Geschenk des Fastens. Nach schwungvollen Liedern folgten die Zeugnisse von "Marys Meals" und Jugendlichen eines Gebetskreises aus Südkorea.
Am Nachmittag folgten die Zeugnisse von Michal Libant aus der Slowakei, der im Gefängnis einen Gebetskreis gründete und von Lenita Schimitt aus Brasilien, die in der Filmbranche tätig war. Am Abend fand nach der Hl. Messe das Gebet mit den Kerzen vor dem Kreuz statt. 

Der 3. Tag des Jugendfestivals begann mit einem musikalischen Potpourri des internationalen Chores mit Orchester, der die Jugendlichen gleich zum mitsingen und mittanzen animierte. 

Pater Zvonimir Pavičićder Ortspfarrer, begrüßte die Teilnehmer, indem er sie zum Morgengebet einlud. Die geistlichen Impulse beinhalteten wertvolle Gedanken für den konkreten Alltag aus dem Gebetsschatz der Kirche, der Hl. Schrift und den Botschaften der Gottesmutter, die seit September 2024 mit kirchlicher Erlaubnis veröffentlicht werden dürfen. Ermutigend und wohltuend zitierte P. Zvonimir Jesus Christus: Habt Vertrauen!Ich bin es! Fürchtet Euch nicht!“ So ermutigte Jesus Seine Jünger, als Er sich ihnen auf dem See näherte. 

Hört gerne das Morgengebet nach - es ist eine Hilfe dabei, unseren Herzen Frieden und ein tieferes Vertrauen auf Gott zu schenken.

Katechese & Zeugnisse 

Im Anschluss an das Morgengebet folgte die Katechese von Pater Ljubo Kurtović, OFM über das „Fasten“ und das Motto des Jugendfestivals „Ad fontem – zurück zur Quelle“. Er zeigte den Weg auf, wie man mit Hilfe des christlichen Fastens zu Gott finden kann. Jesus hat uns gesagt: „Sucht zuerst das Reich Gottes Davon ausgehend erläuterte Pater Ljubo, dass das Fasten ein Mittel dazu ist, das Reich Gottes zu finden. Es führt uns zur Quelle. Die Kirchenväter lehrten die drei Säulen des christlichen Lebens: Gebet, Fasten und Opfergabe. „Sinn des Fastens ist, dass es uns in der Hoffnung und im Glauben stärkt.“

Video zur Katechese

Danach folgten zwischen erfrischend-fröhlichen Liedern des internationalen Chors und Orchesters verschiedene Zeugnisse. Ein Beitrag gab Einblicke in die Arbeit von Marys Meals, einer Frucht des Gnadenorts Medjugorje. Ehrenamtliche Jugendliche aus vielen Ländern Europas stellten ihre erfolgreiche Arbeit für die Kinder in Not vor. Als Beispiel für ein hungerndes Kind, das durch die kostenlose Schulspeisung von Marys Meals sogar erfolgreich ein Studium für Journalismus absolvieren konnte und nun selbst Marys Meals durch ihr Engagement unterstützt, wurde die nun 25-jährige Lettie Saidi aus Malawi vorgestellt. Dann stellte eine Gruppe von Jugendlichen aus Südkorea ihren Jugendgebetskreis vor. Sie erzählten aus ihrem alltäglichen Leben und ihre Schwierigkeiten, vor denen sie immer wieder standen und gaben Zeugnis darüber, wie das Gebet der Gruppe und die Pilgerfahrten nach Medjugorje positive Veränderungen in ihrem Leben gebracht haben! Über den Livestream (auf unserer Seite rechts oben) könnte ihr dabei sein oder auch das Programm nachhören.

„Eines der Mittel, das Reich Gottes zu finden, ist das Fasten. Es möchte uns zur Quelle führen“.

Zitat von P. Ljubo Kurtović

Der Nachmittag startete mit dem Lied „Alle-alle-alle-luja" und „Siamo La Gente Che Loda Il Signor". Dann folgte das Zeugnis von Michal Libant aus der Slowakei. Durch Medjugorje hat er sich dem Ruf Gottes geöffnet, an seiner Arbeitsstelle - einem Gefängnis - eine Gebetsgruppe, zu gründen, durch die viele Verurteilte zu Jesus fanden. In seinem spannenden Lebenszeugnis erzählte er über einige Lebensbeispiele von Strafgefangenen, deren Leben eine positive Wendung durch die Gebetsgruppe genommen hat. Manche erkannten diese große Chance, die Gott ihnen schenkte und bekannten: „Herr Lehrer, wir sind froh, dass wir im Gefängnis sind, denn sonst hätten wir Jesus nicht kennen gelernt!“ Michail motivierte die Jugendlichen, eine Gebetspatenschaft für einen Verurteilten zu übernehmen. Die Kontaktdaten könnt Ihr im Video sehen!

"Unsere Identität liegt in der Liebe Gottes"

Dann gab Lenita Schimitt aus Brasilien ihr Zeugnis. Bereits bei ihrer problematischen Geburt weihte ihre Mutter sie der Muttergottes. Mit 16 Jahren durchlebte sie eine persönliche Krise. Sie spürte eine große Leere in sich und war sogar suizidal. Nach außen hin war dies jedoch nicht sichtbar. Sie schilderte auch ihre berufliche Laufbahn als Schauspielern und Journalistin, in der sie zwar sehr erfolgreich, jedoch innerlich nicht erfüllt war. An Höhepunkt ihrer beruflichen Karriere vor der Kamera erlitt sie einen schweren Autounfall. Dadurch erkannte sie ihren inneren Wert durch die Gnade Gottes, was weit mehr zu schätzen sei als äußerlicher Erfolg. Danach ging sie entschlossen ihren Glaubensweg - trotz Rückschlägen. Wie sie zu ihren Mann fand und die großen Herausforderungen des Lebens – u. a. zwei Vergewaltigungen unter Narkose und einen Raubüberfall - bestehen und vergeben konnte, erfährst Du im Video zu diesem Zeugnis, das wir Euch sobald als möglich einstellen.

„Hier in Medjugorje fühle ich mich wie zu Hause - hier habe ich tiefe Stille, wahren Frieden erlebt – hier habe ich angefangen, meine Lebensgeschichte mit den Augen Gottes zu sehen - hier begann meine tiefe Bekehrung“

„Unsere Identität liegt nicht in dem, was wir erreicht haben – unsere Identität liegt in der Liebe Gottes!

 

Wie gewohnt begann um 18.00 Uhr das Abendprogramm mit den freudenreichen und schmerzhaften Geheimnissen des Rosenkranzes. Um 19:00 Uhr begann die Hl.  Messe, der P. Jozo Grbeš, OFM, der Provizinal der Franziskanerprovinz Herzegowina vorstand. 673 Priester waren in Konzelebration.

„Wähle das Evangelium - es schenkt Dir Sinn"

In seiner Predigt betont P. Jozo Grbeš, OFM, dass Gott den Menschen die Freiheit geschenkt hat, damit sie sich aus eigener Entscheidung für Wahrheit, Liebe und das Gute entscheiden können, denn wahre Freiheit besteht nicht darin, alles tun zu können, sondern das Richtige zu wählen. Er warnt davor, dass moderne Abhängigkeiten – etwa von sozialen Medien, Konsum, Anerkennung oder Macht – die Freiheit einschränken und zu Leid führen, während echte Freiheit Verantwortung und Selbstlosigkeit erfordert. Abschließend rief P. Jozo dazu auf, dem Evangelium und dem Vorbild des heiligen Franziskus zu folgen, weil nur Liebe und Freiheit gemeinsam ein erfülltes Leben und eine bessere Welt ermöglichen.

Die Freiheit und die Liebe


Liebe Brüder und Schwstern, liebe Jugendliche. Als das, was existiert hat sein Fundament - ohne Fundament kann nichts bestehen. Auf den Fundamenten steht der Mensch und indem wir die Texte des Hl. Evangeliums lesen, sehen, wir, dass Jesus die meiste Zeit mit den zwei Wirklichkeiten verbrachte, über die ich mich euch nachdenken möchte: Die Freiheit und die Liebe. Gott hat die Menschen frei erschaffen, denn die Liebe ohne die Freiheit ist unmöglich! Die Freiheit ist der schönste und gefährlichste Teil des menschlichen Daseins. Die wahre Freiheit ist nicht nur die Fähigkeit, alles zu tun, was man will; sie ist die Fähigkeit, die Wahrheit und die Liebe zu wählen - und dass man immer das im Leben wählt, was die Wahrheit ist, das Bessere. Ich glaube, dass von diesen Wirklichkeiten auch die Tiefe des menschlichen Glücks abhängt. Jesus hat die Menschen von allem befreit und Er hat gesagt, dass es nur ein Gebot gibt, und das ist die Liebe. 

Das Geschenk Gottes


Die Freiheit ist ein Geschenk. Ohne sie hat das Leben keinen Sinn! Nichts hat ohne sie einen Sinn. Der Mensch ist ständig der Versuchung ausgesetzt, auf die Freiheit zu verzichten. Christus sagt uns: „Die Wahrheit wird euch befreien!“ Das gilt immer. Auch für uns gilt es heute. Deshalb ist die Wahrheit das Wesen der Freiheit selbst. Und ich glaube, dass die wahre Freiheit immer diesem Weg der Wahrheit folgt: Schwer, mühsam und oft auch gefährlich – aber einzig richtig. Beide sind Teil desselben Kreises, desselben Daseins. Die Wahrheit ist mehr als die Macht, weil sie von Dauer ist. Und ich glaube, dass viele von uns das auch wissen, dass Macht, Herrschaft und Gewalt von kurzer Dauer sind, egal, wie groß und mächtig sie wirken. Durch all unsere christlichen Jahrhunderte ermahnt uns der heilige Paulus, als würde er aus seiner ganzen Seele aufschreien, indem er sagt. „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen!“ Wie auch immer der Name der Knechtschaft ist. 

Die Freiheit und die Abhängigkeit

Liebe Jugendliche, deshalb, bitte ich euch heute Abend: Verkauft an niemanden euer Leben. Seid Originale. Originale der Liebe Gottes. In dieser Welt und in dieser Zivilisation in der wir sind, gibt es viele verkaufte und abhängige Seelen. Unsere Zeit ist zu einer Zeit der Abhängigkeiten geworden. Abhängigkeiten von all dem, was unter Anführungsstrichen, Freiheit verspricht“. Aber der Mensch ist dadurch immer weniger frei. Es sind lügenhaften Versprechen – und es sind die schlimmsten Versprechen und Worte. Es gibt so viele Abhängigkeiten in unserer Welt.
Die Abhängigkeit von der digitalen Welt – das ständige Bedürfnis nach sozialen Netzwerken und einem ununterbrochenen Informationsfluss, das fortwährende verfolgen von Nachrichten, als das, was um uns herum ist und geschieht, sodass wir morgen Nachmittag schon vergessen haben, was gestern war. 

  • Die Abhängigkeit von sich selbst – die übermäßige Beschäftigung mit dem eigenen Aussehen und dem eigenen Ego.
  • Die Abhängigkeit von der Anerkennung anderer – das Bedürfnis, von anderen angenommen, gelobt oder bestätigt zu werden. Egal wo und wie wir eigentlich sind. 
  • Die Abhängigkeit von der Bequemlichkeit – das Vermeiden jedes Opfers, jeder Anstrengung und jeder Unannehmlichkeit.
  • Die Abhängigkeit vom Konsum – die Überzeugung, dass man sich das Glück mit neuen, immer wieder neuen und anderen Dingen kaufen könne.
  • Die Abhängigkeit von Unterhaltung und Zerstreuung – die Unfähigkeit zu Stille, Einsamkeit und innerer Sammlung; das Bedürfnis, ständig mit etwas beschäftigt zu sein.
  • Die Abhängigkeit von Macht, Korrpution und Kontrolle – das Bedürfnis, Menschen, Umstände und Ergebnisse kontrollieren zu wollen. Auch das große Bedürfnis nach der eigenen Kontrolle und dass der Herr nirgendwo ist.
  • Die Abhängigkeit von Pornografie – dieses falsche Verstehen der eigenen Sexualität, eine der am weitesten verbreiteten Abhängigkeiten unserer Zeit, die den Blick auf die Liebe und die Würde des Menschen verändert und in dem die Beziehungen zerstört werden. Und in dem die menschliche Seele zerstört wird. Es ist schwer, sich davon zu befreien. 

So wurde die Freiheit von Abhängigkeit, Macht, Politik, Geld, Ruhm und Versprechungen verschlungen und erkauft. Ich möchte mit euch zusammen nur diesen Wunsch aussprechen: Bei euch soll es nicht so sein. Es möge mit euch nicht so sein! Erlaubt euch anders zu sein. Christus spricht in unseren Seelen, wenn wir ein wenig in die Stille unseres eigenen Herzens eintreten. Dort hören wir dann Seine Stimme. Es gibt jene, die dieses und jenes Leben (in Abhängigkeiten) – möge es bei euch nicht so sein. Wenn es bei euch nicht so ist, dann werdet ihr ein Zeichen von Ihm sein, das erkennbar ist. Diese reine Liebe Gottes. 

Die Freiheit und das Leiden

Liebe Freunde, dieses Verstehen der Freiheit ist in dem verwurzelt, an den wir glauben – in Christus! Und Christus sagt: „Wer mir nachfolgen möchte, verleugne sich selbst. Er nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“ Wer bei Euch groß sein will, der soll euer Diener sein. Und das Gegensätzliche, der ganzen Logik, der Welt, in der wir sind - und das ist, so denke ich die Hauptfrage - wenn Jesus sagt: „Wer möchte, wer will?“ Diese Frage geht auch an Dich: „Willst Du?“ – „Wer will?“
Liebe Freunde, der Missbrauch der Freiheit führt zum Leiden. Das menschliche Böse entsteht aus der missbrauchten Freiheit und nicht aus der Freiheit selbst. Jeder Mensch, jede Person, ist nicht nur für sich selbst, sondern auch für alle anderen verantwortlich. Jene, die dieser Person anvertraut wurden. In dem bekannten Werk „Die Brüder Karamasow“ schreibt Dostojewski, dass die Menschen oft bereit seien, ihre Freiheit gegen Folgendes einzutauschen: gegen das Brot – die materielle Sicherheit – gegen die Autorität – jemand anderes trifft die Entscheidungen. Und er sagt weise: „Wenn man dem Menschen die Freiheit nimmt, nimmt man ihm den einzigen Weg, auf dem die Menschen glücklich werden können.“ 

Ja, liebe Freunde, der Mensch ist nur glücklich, wenn er frei ist. Das ist die ewige Wahrheit – immer - auch für uns, heute.  Die nächste Wirklichkeit ist das Gebot unseres Herrn. Und das ist die Liebe.

DIE LIEBE - Der Weg des heiligen Franziskus

Wir erinnern uns in diesem Jahr an das große Jubiläum: 800 Jahre des heiligen Franziskus. Seit 800 Jahren wird eine Hausaufgabe immer wiederholt, die lautet: Die Liebe hat vor allem anderen Vorrang! Sie öffnet die Türen der Erde und des Himmels! 800 Jahre des Aufrufs zur Einfachheit in einer komplizierten Kirche und in einer verwirrten Welt. 800 Jahre der Regel des Franziskanerordens, deren erster und wichtigster Satz lautet: „Regel und Leben der Minderbrüder ist dieses: das heilige Evangelium unseres Herrn Jesus Christus zu befolgen …“
DIE REGEL eines Menschen und von so einem Orden sieht so aus: (Er hält ein kleines Heft in die Höhe). Es ist ein kleines Büchlein, ganz dünn. Liebe Freunde, all das große und Erhabene ist in einem kleinen Inhalt in den Worten und in der Einfachheit der Worte – und das ist das Evangelium. Das Evangelium und nichts anderes! Das genügt uns allen. Ja, das genügt!

Die Liebe schafft die Freiheit!

Franziskus hat uns nur daran erinnert, was wichtig ist. Man muss kein Franziskaner sein, um dies zu verstehen, anzunehmen und zu leben. Diese Einfachheit, die über die Liebe spricht, in dem er sagt: „Im Geben empfängt der Mensch am meisten!“ Daran erinnert uns der Hl. Franziskus. Wenn wir nur diesen Satz richtig verstehen, werden wir gut leben! Er führt uns zu den Anfängen, zu den Grundlagen und zu dem zurück, was das Thema dieses Mladifests ist: die eigenen Grundlagen zu kennen und Christus neu kennenzulernen! Er war ein freier Mensch. Frei in der Entsagung und frei in dieser Nähe Christi. Frei in sich selbst und deshalb konnte er diese Freiheit und diese Einfachheit in wenige Worte fassen. Wenige Worte, mit denen er dann sein ganzes Leben füllt. Liebe Freunde, ich glaube, dass die Liebe die Freiheit schafft. Dass die Menschen, die die Liebe leben, die Freiheit formen und dass es für sie dann auch klar ist. Denn die Freiheit ohne Liebe wird zur Vernichtung. Freiheit ohne Liebe wird wird zur Dominanz und die Liebe 
Ein unfreier Mensch kann keine bessere und keine neue Welt schaffen. Oder wie ein weiser Mann sagte:„In der Gefangenschaft bringen die Menschen keine Kinder zur Welt!“ Mit anderen Worten: Ein gefangener, unfreier Mensch kann nichts Neues schaffen. Nichts Besseres. Nur die Liebe ist schöpferisch. 

Die Zerstörung der Liebe in unserer Zivilisation

Unsere Zivilisation hat den Aufstieg und den Triumph des modernen Ichs erlebt. Und dieses moderne ich, dieses moderne Ego, das in sich ganz durcheinander ist. Wenn der Mensch das Geheimnis vergisst, es aus seinem Leben streicht und wenn er das Leben nicht als ein Geheimnis der Liebe Gottes erkennt, dann werden der Mensch und seine gesamte Zivilisation vulgär, leer, verloren, egoistisch. Wir sehen das in der Kultur, in der Musik, im Sport, in der politischen Korrektheit und in der Politik, die oft nur ein anderer Name für die Prostitution und für den Handel sowohl mit den Menschen als auch mit den Werten ist. O Gott, wie oft sehen wir das in unserer Gesellschaft. Unter uns Christen dürfte es nicht so sein. Unter uns Christen müsste es anders sein.

Habt keine Angst nein zu sagen

Daher, liebe Jugend, habt keine Angst aufrecht und würdevoll zu stehen und auch nein dazu zu sagen, wo nicht die Freiheit, wo nicht die Liebe ist. Was nicht gut ist. Und all das, was nicht durch den „Test Christi“ durchkommen würde. Seid Sauerteig einer besseren Welt. Seid besser als die Generation vor euch. Wählt die Freiheit und die Liebe und ihr werdet immer glücklich sein. Wählt die Wahrheit. Sie ist göttlich! Wählt das Evangelium! Es schenkt euch Sinn. Nur ein freier Mensch kann wahrhaft lieben. Die Liebe wird uns immer und überall den Weg zeigen.
Ich glaube, wenn wir diese zwei Wirklichkeiten als unser Fundament annehmen, dann werden wir niemals im Leben Angst haben. Wir werden nicht traurig sein, wegen etwas, was gestern war. Möge es so sein. Amen.

 

Shine your light on me, Jesus
 

Im Anschluss an die Eucharistiefeier folgten die Segnung der Andachtsgegenstände und das Gebet vor dem Kreuz. Nach einer Zeit wurde das Licht der Kerzen - beginnend von der Osterkerze - an die Jugendlichen weitergeben. Wie wunderschön, wenn sich der ganzes Platz erhellt - und Jesus im Licht zu jedem Einzelnen komm. Währendessen wurde das Lied „Shine your light on me, Jesus“ gespielt. 

Nach dem Morgengebet, das P. Zvonimir Pavičić, der Ortspfarrer, leitete, folgte die Katechese von Pater Ante Vučković, OFM, der die Jugendlichen ermutigte, das Evangelium in unseren Worten und Taten widerzuspiegeln. Dann folgte das Zeugnis von Sr. Michaela Sicilian aus Italien. Von einer angestrebten Karriere beim Militär wurde sie zur "Braut Christi", deren Waffe der Rosenkranz ist. Danach stellte Pater Ivan Hrkać, OFM, die Franziskanerjugend vor, die ebenfalls Zeugnis gaben. Am Nachmittag folgten die Zeugnisse von Kim Zember aus den USA, die aus einem Leben in Sünde zu Jesus fand, und von P. Jason Lewis dessen ganze Familie durch Medjugorje Heilung fand.

Das Abendprogramm begann um 18:00 Uhr mit dem Rosenkranz und der Hl. Messe um 19:00 Uhr, der Msgr. Aldo Cavalli, der Apostolische Visitator, vorstand. Im Anschluss an das Abendprogramm war das Bühnenspiel der Gemeinschaft Cenacolo.

"Open the eyes of my heart, Lord" 

 

Der Morgen begann mit freudigem Lobpreis und Tanz, bevor P. Zvonimir Pavičić im Morgengebet den Heiligen Geist einludt, als Tröster zu kommen. Er möge die Herzen reinigen und dazu befreien, alles aus Liebe zu tun. Er bat Jesus um die Gnade, dass alles, was wir tun, allein aus Seiner Gnade hervorgeht und nicht aus unserem egoistischen menschlichen Wesen.

Anschließend beteten alle Anwesenden gemeinsam das Vaterunser, bevor das Morgengebet in den Lobpreis mit der Bitte „Open the eyes of my heart, Lord“ mündete.

"Vom Wort zur Begegnung"

Nach dem Morgengebet folgte die Katechese von Pater Ante Vučković. 
„Was kann mich wirklich erfüllen? Was für ein Mensch möchte ich sein?“, fragte Pater Ante Vučković, OFM, zu Beginn seiner Katechese zum hl. Franziskus. In der Begegnung mit einem Aussätzigen erfuhr der hl. Franz von Assisi echte Veränderung. Christus selbst berührte ihn. Christus, der ihm die Worte „Baue meine Kirche wieder auf“ gegeben hatte und der selbst das Wort ist, kannte ihn! Er war ihm ganz nahe. In dieser eindrücklichen Begegnung mit dem lebendigen Gott lernte er, was echte Freiheit bedeutete. „Denn frei ist der, der weiß, dass er geliebt ist“, so Pater Ante. Geliebt von Gott als lebendiger Person. Jesus Christus, das lebendige Wort, hat den heiligen Franziskus Zeit seines Lebens geformt. Er hat ihn gereinigt, befreit und in Begegnung geführt. Und das konnte man ihm auch ansehen. Man konnte es nicht nur in seinen Stigmata, sondern auch in seinem Handeln erkennen. Auch jedem von uns möge man das Evangelium ansehen. Man möge es in unseren Taten, in unseren Worten und Wegen erkennen. So wie Jesus den hl. Franziskus geformt und in echte Begegnung geführt hat, so möge er auch uns formen, so wünschte es Pater Ante allen Anwesenden abschließend.

 

„Wer ist frei? Frei ist der, der weiß, dass er geliebt ist!“

Zitat von P. Ante Vučković , OFM

"Von der "Kriegerin" zur "Braut Christi "

Es folgte das Zeugnis von Sr. Michaela Sicilian aus der Gemeinschaft der Barmherzigkeit Gottes. Ursprünglich strebte sie eine Karriere beim italienischen Militär an. Doch dann wurde sie statt einer „Kriegerin“ eine Braut Christi. Früher hielt sie weltliche Waffen in Händen, heute ist der Rosenkranz ihre Waffe. Immer schon hatte sie den Traum von Gerechtigkeit in ihrem Herzen. Heute weiß sie, dass er einen Namen trägt: Jesus Christus. Gott liebt es, gemeinsame Träume mit euch zu haben“, so Sr. Michaela zu den Jugendlichen. „Habt den Mut „Hier bin ich“zu sagen, dorthin, wo Gott euch ruft. Seid Missionare des Wortes und der Wahrheit! Und tragt die Liebe zum Gebet in euch. Eure Waffe ist der Rosenkranz. Denn nur das Gebet kann die Weltverändern.“

"Geht hinaus und verkündet das Evangelium"

Anschließend stellten Pater Ivan Hrkać und die Regionalpräsidentin die Franziskanerjugend Herzegowinas vor, die 1.700 Jugendliche umfasst und seit ca. 30 Jahren besteht. Weltweit zählt die Franziskanerjugend 50.000 Menschen in 60 Ländern auf 5 Kontinenten. Herzegowina treffen sich die Jugendlichen wöchentlich zum Gebet und zur Gemeinschaft. Im „Domus Pacis“, dem „Haus des Friedens“, finden regelmäßige Seminare und Versammlungen statt, während gemeinsame Pilgerfahrten und Campingausflüge ebenso zu ihrem Programm gehören wie eine Zeitschrift, die sie herausgeben.

In einem persönlichen Zeugnis berichtete dann eine junge Frau aus Mostar, wie sie in der Franziskanerjugend ihren heutigen Mann kennenlernte. Die beiden sind Mitglied des weltlichen Drittordens der Franziskaner und haben drei Kinder. Das Leben ihrer dritten Tochter verdanken sie einem Wunder und der Fürsprache der hl. Veronika, nach der sie benannt wurde. Ganz nach dem Motto des hl. Franziskus ist das Motto der jungen Ehefrau und Mutter: „Geht und predigt das Evangelium!“

„Gott liebt es, gemeinsame Träume mit euch zu haben“

Zitat von Sr. Michaela Sicilian (Gemeinschaft der Barmherzigkeit Gottes)

Das Nachmittagsprogramm begann - wie in den letzten Tagen - mit Lobpreis und Tanz. Im Anschluss daran teilte Kim aus den USA ihr beeindruckendes Zeugnis mit den Teilnehmern des Jugendfestivals. Sie berichtete von zehn quälenden Jahren ihres Lebens, in denen sie sich zu Frauen hingezogen fühlte. Sie wusste, dass ihre homosexuellen Neigungen nicht dem Willen Gottes entsprachen und konnte sich weder ihrer Familie noch Freunden anvertrauen. So lebte sie mit ihren Neigungen im Verborgenen. Sie war verängstigt, beschämt und fühlte sich nicht geliebt. Es war eine sehr einsame Zeit. Auch als sie beschloss, ihre Homosexualität ganz offen auszuleben, fand sie und wusste: Das ist nicht okay. Vor 12 Jahren flehte sie dann völlig verzweifelt und weinend Gott um Hilfe an. Sie bat um eine Begegnung mit Ihm und Er zeigte sich! Sie wusste, Er existiert und sie spürte Seine Güte. Plötzlich war der Wunsch nach Nähe zu Gott viel größer als der nach der Nähe zu Frauen. „Gott hat mir gezeigt, wie Heiligkeit aussieht“, so sagt sie heute. „Ich war tot in meiner persönlichen Sünde, aber Jesus gibt mir das Leben in Fülle“. Durch Christi Liebe ist sie heute nicht mehr mit Frauen zusammen. Da ist keine Verurteilung mehr. Keine Scham. Kein Verstecken. Mit der hoffnungsvollen Botschaft „Jesus hat Freiheit für euch“ schloss Kim ihr Zeugnis.

 

 

„Jesus ist mir am tiefsten Punkt meines Lebens begegnet - und Er hat mir geholfen, wieder aufzustehen, als ich selbst das nicht aus eigener Kraft schaffte!"

Zitat von Kim Zember

"Die Gospa brachte unserer Familie Frieden"

Nach Kim legte Pater Jason Lewis, Kaplan für die englischsprachigen Pilger in Medjugorje, Zeugnis für Gottes Wirken ab. Er berichtete von seinem Weg zum Glauben, auf dem die Gospa eine entscheidende Rolle gespielt hatte. Atheistisch aufgewachsen wurde er auf Drängen der Großmutter als Kleinkind katholisch getauft. Seine Eltern hatten jung geheiratet - in der katholischen Kirche - und sich wieder scheiden lassen - dann kamen sie wieder zusammen - aber es hielt auch diesmal nicht. In der Pubertät bewegte sich Jason zunächst in der Rapper-, dann in der Hippie-Szene und liebte Sport, Partys und Freundinnen über alles. Trotzdem sah er keinen Sinn mehr im Leben und betete verzweifelt zu Gott - dabei spürte er deutlich Frieden in sich. Nach Jahren der Abwesenheit meldete sich sein Vater mit einem Buch über Medjugorje bei ihm. Nur aus Trotz und Stolz las er es und wurde von Gottes Gegenwart überwältigt! Die Gospa hatte ihn zu Gott geführt. Nach und nach ging seine ganze Familie täglich zur Kirche und nach einigen Jahren der Annäherung heirateten seine Eltern tatsächlich ein drittes Mal! Ein Werk der Muttergottes. P. Jason schloss mit den Worten, dass in Medjugorje eine offene Quelle der Gnade ist und dass die Gospa will, dass wir kommen und aus ihr trinken. Sie will uns Frieden bringen. Weil sie uns liebt. Weil Jesus uns liebt.

Um 18.00 Uhr begann das Abendprogramm mit den freudenreichen und schmerzhaften Geheimnissen des Rosenkranzes. Um 19:00 Uhr begann die Hl.  Messe, der Msgr. Aldo Cavalli, der Apostolische Visitator mit besonderem Charakter für die Pfarrei Medjugorje, vorstand. 6 Bischöfe und 645 Priester waren in Konzelebration.

"Medjugorje ist ein Garten voller Gnade"

In seiner Predigt beschieb Msgr. Aldo Cavalli, der Apostolische Visitator, Medjugorje als einen Ort der Gnade, des Friedens, des Glaubens und des neuen Lebens, an dem Maria die Gläubigen zu Jesus führt. Der Apostolische Visitator betont, dass die Rückkehr zu Jesus vor allem durch das Evangelium, die Eucharistie und das Sakrament der Beichte geschieht, weil Christus darin gegenwärtig ist. Maria begleitet und unterstützt die Menschen auf diesem Weg und lädt sie ein, Medjugorje als einen geistlichen „Garten“ zu erleben, der Freude, Frieden und Glauben schenkt.

 

 

Medjugorje ist ein Garten voller Gnade

Msgr. Aldo Cavalli, Apostolischer Visitator

Medjugorje, 04. August 2026


Medjugorje ist ein Garten voller Gnaden. Medjugorje ist ein Garten voller Frieden. Ein Garten voller Glauben. Ein Garten voll neuen Lebens. Medjugorje ist der Garten des Herrn Jesus, in dem Maria, die Mutter Jesu, die Muttergottes, wirksam wohnt. Die Mutter Jesu, die Muttergottes.

„Denke an Jesus Christus, den Auferstandenen, aus dem Geschlecht Davids“, schrieb der heilige Paulus an seinen Schüler Timotheus. „Denke an Jesus, vergiss Ihn nie. Jesus ist auferstanden, Jesus lebt, Jesus ist immer gegenwärtig!“ Denke an Jesus, vergiss Ihn nie. Kehrt zu Jesus zurück“, schrieb Papst Leo in seiner Botschaft: „Kehrt zu Jesus, dem Sohn Gottes, zurück!“

Wie kehrt man zu Jesus zurück?

• Das Evangelium;

• Die Eucharistie;

• Das Sakrament der Beichte.

Jesus ist im Evangelium gegenwärtig: Das Evangelium ist sein Wort, das Wort Gottes, der einer von uns wurde, weil Er dich liebt, weil Er möchte, dass du treu und standhaft bist, weil Er möchte, dass du heilig bist. Das Evangelium ist die Verkündigung des Lebens Gottes. In Jesus von Nazareth selbst, dem Sohn Gottes, dem sichtbaren Bild des unsichtbaren Gottes.

Eucharistie

Jesus ist in der Eucharistie gegenwärtig: Er selbst wollte in der Eucharistie gegenwärtig sein: „Das ist mein Leib.“ - „Das ist der Kelch meines Blutes.“ Durch den Heiligen Geist und durch die Worte Christi werden dieses Brot und dieser Wein verwandelt: Sie sind nicht länger gewöhnliche Dinge, sondern die wahre, wirkliche und wesentliche Gegenwart Christi – Sein Leib und Blut, Seine Seele und Göttlichkeit – unter den Gestalten von Brot und Wein. Auch wir bekennen unseren Glauben, wenn wir sagen: „Amen“, was bedeutet: „Ich glaube“ und ich halte mich ganz an Dich, mein Herr und mein Gott.

Sakrament der Beichte

Jesus ist auch im Sakrament der Versöhnung gegenwärtig, wenn Er sagt: „Ich spreche dich los von deiner Schuld“ und: „Geh hin in Frieden und sündige nicht mehr.“ Auf diese Art und Weise verwirklicht sich deine persönliche Begegnung mit Jesus Wirklichkeit, wie uns Papst Leo in seiner Botschaft schrieb. In dieser Atmosphäre wahren und authentischen Lebens betet Maria für dich und gemeinsam mit dir. Die selige Jungfrau Maria begleitet dich. Die selige Jungfrau Maria beschützt dich. Die selige Jungfrau Maria verlässt dich nie. Die selige Jungfrau Maria ist immer in deinem Leben gegenwärtig, anwesend, wie sie im Leben Jesu anwesend und gegenwärtig war: unaufdringlich, treu und wirksam. „Vertraue dich der Fürsprache der seligen Jungfrau Maria an“, schreibt Euch der Heilige Vater. Der Herr Jesus und Maria, Seine Mutter, wollten, dass Medjugorje ihr Garten wird, aber auch dein Garten – ein Garten voller Früchte: Gnade, Frieden, Glauben, neuem Leben und einer Fülle von Kreativität und Freude.

Herzlich willkommen in diesem wunderschönen Garten, den Jesus und Maria für euch bereitet haben. Jesus und Maria, Maria und Jesus für euch bereitet haben. Amen

Im Anschluss an das Abendprogramm führte die Gemeinschaft Cenacolo ihr Bühnenspiel auf - das für die Jugendlichen immmer sehr beeindruckend ist. 

Heute ist schon der letzte ganze Tag des Jugendfestivals.
Nach dem Morgengebet, das wie gewohnt vom Ortspfarrer, P. Zvonimir Pavičić, gestaltet wurde, folgte die Katechese von P. Bojan Rizvan, OFM. Darauf folgte das Zeugnis von Sr. Mariana Kovačić, MC, die als Innendesignerin und Fotomodell bei den Missionarinnen der Nächstenliebe eintrat. Draženka Čutura gab Zeugnis über das Leben ihres Sohnes Stipe, der jung starb, aber der Welt ein Zeugnis wahren christlichen Lebens hinterließ. Am Nachmittag folgen die Zeugnisse der Gemeinschaft Cenacolo, die Sr. Elvira Petrozzi gegründet hat, um Drogenabhängigen zu helfen. Die Abendmesse hielt Msgr. Petar Palić, der Bischof von Mostar-Duvanj. Danach folgt die Eucharistische Anbetung und die Missio (Sendung).

"Mögen auch wir Jesus erkennen und Ihn lieben!"


Der 5. Tag des Jugendfestivals startete, wie bereits an den vergangenen Tagen, mit Tanz und Lobpreis. Im Morgengebet betonte Pater Zvonimir Pavičić den großen Glauben der kanaanäischen Frau (siehe Tagesevangelium, Mt. 15,21–28). Sie ging nicht weg. Sie ließ sich von Jesu Schweigen nicht entmutigen. Sie wusste und glaubte, dass Gott sie sah und liebte.

Dann folgte die Katechese von P. Bojan Rizvan, OFM, in der er die Liebe zu Jesus Christus in den Mittelpunkt stellte. Der hl. Franziskus war verliebt in Christus! Er „lebte sein Verliebtsein“. Und zwar nicht auf Basis von Gefühlen, sondern tief verwurzelt im Willen Gottes. Gott hatte Priorität in seinem Leben. Nicht die persönlichen Gefühle oder eigenen Pläne. Ausdruck von Franziskus’ Liebe zu Gott war die Buße. „Herr, was möchtest Du, dass ich tue?“ stand für ihn an erster Stelle. Selbst Diener sein und nicht Gott zum Diener machen, das sei wichtig, so P. Boyan. Franz von Assisi hat Christus und Seine große Liebe in den Sakramenten und in den Priestern erkannt. So mögen auch wir Ihn erkennen und über alles lieben!

 

 
 

Sr. Mariana Kovačić, MC, trat nach Jahren des Betens, Fastens und der Stille als im Innendesign tätige junge Frau, die auch als Fotomodell gearbeitet hatte, in den Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe ein. Ihr fiel dieser Schritt nicht leicht. Vor allem wollte sie ihre Heimat nicht verlassen. „Wenn aber die Muttergottes etwas will, dann es kein Flüchten“, so die junge Schwester schmunzelnd. „Denn Liebe ist Liebe, egal, wo du bist.“ Voller Freude sprach sie davon, dass es eine Ehre sei, Gott und den Mitmenschen dienen zu dürfen.

Im Anschluss hörten die Jugendlichen ein Zeugnis von Draženka Čutura.. Sie ist die Mutter von Stipe, einem bekannten Wasserballspieler, der mit 17 Jahren an Darmkrebs erkrankte und nur wenige Jahre später, im Juni 2022, nach vielen OPs und Chemo-Therapien in tiefem Glauben starb. „Danke, dass nach Karfreitag Ostern kommt“, sagte er in einer mit OPs vollgepackten Karwoche kurz vor seinem Tod und in seinem Tagebuch schrieb er: „Ich möchte, dass andere Menschen diese christliche Freude in mir erkennen und vielleicht wegen mir in die Kirche zurückkehren.“ Und er sagte: „Ich möchte anders sein als die Welt.“ - „Ich möchte die Gebote Gottes so gut wie möglich erfüllen.“

 

 

„Ich möchte, dass andere Menschen diese christliche Freude in mir erkennen und vielleicht wegen mir in die Kirche zurückkehren.“ 

Zitat von Stipe Čutura (+2022)

Das Nachmittagsprogramm wurde mit „fetziger“ Musik und Tanz der Gemeinschaft Cenacolo „eingeläutet“. Dann gaben einige Jugendliche und Erwachsene der Gemeinschaft ihr Zeugnis, von innerer Heilung, über Heilung von Computersucht, Minderwertigkeitskomplexen, Alkohol und Drogensucht. Im folgenden ein paar der Beispiele - die jeweils nur ein kurzer Zusammenschnitt des Zeugnisses sind.

Sr. Jennifer: "Vor vielen Jahren war mein Leben, ich, innerlich zerstört. Ich kam dann nach Medjugorje und langsam veränderte ich mich. Ich hatte innere Wunden, aber die Barmherzigkeit Gottes und die Liebe Gottes, durch meine Brüder und Schwestern, hat mich gereinigt und geheilt."

Pierre aus dem Libanon: "Ich habe in täglichen Situationen, mit meinen Mitgeschwistern im Cenacolo, so viele Veränderungen in meinem Leben erfahren. Ich war dem Glücksspiel verfallen. In Medjugorje bekam ich Frieden im Herzen."

Klara aus Spanien: "In der Familie war ich sehr gewollt und geliebt. Trotzdem war in meinem Herzen eine Leere. Ich dachte, Beziehungen würden diese Leere beseitigen, was nicht der Fall war. Äußerlich scheinst du völlig
o. k. zu sein, aber im Inneren weißt du, wie du wirklich bist. Der Barmherzigkeit Gottes bin ich bei den Schwestern und in der Beichte begegnet. Ich sage mir immer: „Öffne dich, öffne dich der Muttergottes und dem Herrn.

 

 

Die Zeugnisse sind gekürzt. Hört euch gerne alle Zeugnisse an

Benjamin aus Sarajevo: "Ich wäre niemals in die Gemeinschaft eingetreten oder geblieben, wenn ich nicht alles in meinem Leben verloren hätte. Heute verstehe ich: Gott ist mit uns, egal, wie wir sind. Ich habe verstanden, dass das ganze Leben ein Kampf ist, egal, wo wir gerade sind. Vor Schwierigkeiten bin ich immer geflohen. Ich wuchs bei meinen Großeltern auf und dachte deshalb, dass mich niemand haben wollte (meine Eltern). Ich hatte Schulprobleme und war sehr verschlossen. Ich versuchte, die Ängste durch Drogen, Alkohol zu verdecken. Mit Hilfe meiner Mutter trat ich in die Gemeinschaft ein. Sie hat mir so oft verziehen und mir eine Chance gegeben. Wenn ich heute meine Geduld anderen gegenüber verliere, erinnere ich mich an die Geduld meiner Mutter. Ich wollte so gerne jemandem angehören. Ich fühlte mich wie lauwarmes Wasser; war nicht hier und nicht dort. Ich floh vor Gott und jedes Mal rief Er mich wieder. Vor ein paar Wochen wurde ich in der Gemeinschaft getauft."

Loovre aus Kroatien: "Ich fand eine falsche Quelle, mit der ich mein Leben füllen wollte …. Diskotheken, Drogen, Zigaretten. Ich war bei Gelegenheiten auf der Straße gewalttätig. Ich bin also kein Heiliger, spüre nichts beim Beten. Aber ich spüre, es ist besser, mich an diese Quelle zu halten. Die Gemeinschaft half mir, mein Leben und das Leben meiner Familie zu retten. Ich habe gelernt, das Gute anzuschauen – in mir anzuschauen. Heute lebe ich mit meinen Stärken und Schwächen und bin glücklich."

Racelli aus Spanien: "Gott hat uns das Leben gegeben, damit wir es leben. Ich habe studiert, hatte einen Freund und ich dachte, mein Leben wäre vollkommen. Aber es waren auch Ängste in mir und ich wollte nicht leiden. Ich war innerlich tot. Ich spürte weder Schmerz noch Freude. Ich hätte nicht ertragen, wenn mich jemand hätte weinen sehen. Mein Freund trennte sich von mir, weil er sich meiner nicht würdig fühlte. Er ging in die Gemeinschaft und begann das neue Leben kennenzulernen. Wenn ich meinen Freund ansah, bemerkte ich auch, dass unsere Beziehung nicht gut gewesen war. Auch ich trat in die Gemeinschaft ein und öffnete mein Herz. Jetzt lerne ich, was es bedeutet, zu leben."

Ivana aus Bosnien: "Ich wuchs in der Schweiz auf. Wenn wir meinem Opa in Bosnien besuchten, beteten wir jeden Abend den Rosenkranz. Ich dachte, wenn ich die Erwartungen meiner Eltern erfülle, werde ich glücklich. Ich hatte eine Wohnung, ein Auto, einen guten Job, doch meine innere Leere wurde immer größer. Vor vier Jahren kam ich zum Jugendfestival und sah das Bühnenspiel vom Cenacolo. Vor 1 ½ Jahren spürte ich tief in meinem Herzen, dass ich länger in Medjugorje sein wollte. P. Marinko begleitete mich (in der Schweiz), wofür ich ihm sehr dankbar bin. Ich dachte, ich müsste perfekt sein, damit Gott mich liebt. Was in meinem Innersten los war, habe ich mit Sport verdeckt. Ich suchte so sehr die Bestätigung von anderen, wurde im Herzen immer trauriger und ging in die Gemeinschaft. Nach 40 Tagen dort, fragte ich mich tatsächlich, wer ich bin. Es gibt einen Grund, weshalb ich hier bin. Gott hat noch einen größeren Plan mit mir."

Giulio: "Was ich hier gelernt habe, ist die Wahrheit. Ich hatte Angst, heute hier zu sprechen, aber die Gemeinschaft hat mir geholfen. Meine Familie schien vollkommen. Mit 20 Jahren fühlte ich mich verloren, hasste mich, das Leben, die anderen und war wütend auf Gott; gab Ihm für alles die Schuld. Im Cenacolo wollte ich nach ein paar Wochen fliehen. Wegen des „JA“ von Mutter Elvira ist so viel in Medjugorje, aber auch anderen Orts geschehen. Heute kann ich danken und Lächeln, denn inzwischen liebe ich mein Leben."

Alexandra aus Polen: "Wir alle hatten, denke ich, im Leben Situationen, in denen wir gelitten haben. Bei mir war es der Tod meiner Mutter. Ich habe mir viel Böses angetan. Ich wurde drogenabhängig; Marihuana gab mir ein gutes Gefühl. Ich hatte so große Ängste, nicht angenommen zu sein. Anfänglich, wenn mich jemand fragte, wie es mir ginge, konnte ich nur weinen. Jetzt kann ich mich öffnen und frei kommunizieren."

Genry: "Ich hatte viele Minderwertigkeitsgefühle und dachte, ich würde in der Klasse nicht angenommen. Sie sagten, dass ich erwachsener, reifer aussehen würde, als ich tatsächlich war. Als mein Vater einen Verkehrsunfall hatte, verschloss ich mich in meinem Leiden. Über kurz oder lang ich völlig unregelmäßig, fühlte mich innerlich leer, isolierte mich sozial. In der Gemeinschaft halfen sie mir, mein Innerstes anzuschauen, nicht mehr nach den Wünschen anderer zu sprechen und zu handeln. Dafür bin ich dankbar. Heute ist Gott bei mir, der mir das Leben geschenkt hat."

Mauritio, 65 Jahre alt, verheiratet, 16 Kinder: "Vor 38 Jahren trat ich in die Gemeinschaft ein. Ich kam nicht freiwillig, sondern gerade aus dem Gefängnis. Ich heiratete Pauletta und wir entschlossen uns 1 Jahr nach Brasilien zu gehen, um Straßenkindern zu helfen. Daraus wurden dann 21 Jahre. Die Straßenkinder haben uns das wahre Leben gezeigt." - Dann gaben zwei seiner Söhne Zeugnis. Einer der beiden möchte Priester werden. Er sagte, dass die Familie wunderbare Werte hatte, aber das Leben ihn davon weggezogen hat, bis er für sich merkte: "Wir müssen stehen bleiben und in uns hinein hören." Der andere Sohn wird im nächsten Jahr heiraten. Er lebt das Leben im Glauben. "Man muss Gott jeden Tag neu wählen, sich jeden Tag für Ihn entscheiden."

Sr. Lorenza: "Ich kann mit meinem Leben bezeugen, dass ich dem lebendigen Herrn begegnet bin. Mit 17 Jahren kam ich zur Gemeinschaft Cenacolo, wo ich meinen Bruder besuchte. Da dort alle innerlich so ‚schön‘ waren, beschloss ich, drei Monate dort zu bleiben. Gott rief mich und ich konnte nicht ‚nein‘ sagen."

Wie gewohnt begann um 18.00 Uhr das Abendprogramm mit den freudenreichen und schmerzhaften Geheimnissen des Rosenkranzes. Um 19:00 Uhr begann die Hl. Messe, der Msgr. Petar Palić, der Bischof von Mostar-Duvanj, vorstand.

"Ad fontem – Christus als Quelle des Glaubens und der Hoffnung"

In seiner Predigt erklärte Bischof Petar Palić  den Jugendlichen, dass sich im heutigen Evangelium das Wort Gottes und das Motto des diesjährigen Mladifests begegnen: Ad fontem – Zur Quelle oder An die Quelle.

Er verband  die Verheißung aus dem Buch Jeremia („Mit ewiger Liebe liebe ich dich“) mit dem Glauben der kanaanäischen Frau, die Jesus trotz Schweigen und Prüfung vertrauensvoll um Hilfe bat. "Die Kanaanäerin die Jesus begegnete, wusste nicht, wie diese Begegnung ausgehen würde, aber sie wusste, wem sie ihren Schmerz anvertrauen kann. Genau das ist Glaube. Er nimmt nicht alle Fragen weg, aber er gibt dem Menschen Halt, durch sie hindurchzugehen." Dann lud er die Jugendlichen ein, Christus als die wahre Quelle des Lebens zu suchen, besonders in der Eucharistie, und sich dabei von Maria und dem Vorbild des heiligen Franziskus leiten zu lassen. "Oft denken wir, dass wir uns auf den Weg gemacht haben, um Gott zu suchen. Mit der Zeit entdecken wir, dass Er schon auf dem Weg zu uns war. "Abschließend rief er dazu auf, aus dem Glauben heraus Frieden zu stiften, Hass zu überwinden und immer wieder zu Christus zurückzukehren, der die unerschöpfliche Quelle von Hoffnung und Leben ist.

 

 

Gottes Wort öffnet den Weg dort, wo der Mensch ihn nicht mehr sieht

Predigt von Petar Palić, Bischof von Mostar-Duvno und Apostolischer Administrator von Trebinje-Mrkan

Medjugorje, 05. August 2026


Liebe Brüder im bischöflichen Dienst, liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst, Brüder und Schwestern, liebe Jugendliche!

In diesen Tagen haben wir gemeinsam gebetet, das Wort Gottes gehört und den Herrn gesucht. Am Ende dieser Begegnungen legt uns die Kirche erneut die Heilige Schrift vor Augen. Sie ist nicht der Abschluss dieser Tage, sondern der Schlüssel zu ihrem Verständnis. Deshalb lade ich euch ein, auch heute Abend unser Herz dem Sprechen Gottes zu öffnen.

Mit ewiger Liebe liebe ich Dich

Der Prophet Jeremia verkündet heute das Wort, das das Volk Gottes über Jahrhunderte getragen hat: „Mit ewiger Liebe liebe ich dich.“ Es wurde in einem Augenblick ausgesprochen, als es schien, dass alles verloren sei. Jerusalem war zerstört, das Volk zerstreut, und viele fragten sich, ob der Bund noch eine Zukunft habe. Gerade dann spricht Gott. Sein Wort öffnet den Weg dort, wo der Mensch Ihn nicht mehr sieht. Deshalb verkündet Jeremia die Hoffnung, die sich nicht auf menschliche Kraft stützt, sondern auf Gott, der Seinen Verheißungen treu bleibt. Mit diesem Wort im Herzen hören wir auch das heutige Evangelium.
Jesus kommt in die Gegend von Tyrus und Sidon. Der Evangelist beschreibt nicht den Weg, den er gegangen ist. Sein Blick richtet sich sofort auf eine Frau, die Jesus entgegenkommt. Er nennt sie Kanaanäerin. Schon dieses Wort erinnert an die lange Geschichte der Distanz zwischen ihrem Volk und Israel. Vor Jesus steht eine Frau, von der niemand erwarten würde, dass sie ein Beispiel des Glaubens wird. Sie kommt und trägt im Herzen den Schmerz ihrer Tochter und fasst ihr ganzes Gebet in wenige Worte zusammen: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.“
In diesem kurzen Gebet spricht ihr ganzes Herz. Indem sie Jesus Herr und Sohn Davids nennt, erkennt sie in Ihm den verheißenen Messias. Während viele um Ihn herum noch versuchen, die Frage zu beantworten, wer Jesus ist, tritt diese Frau mit Glauben zu Ihm. Dann nimmt das Gespräch einen unerwarteten Verlauf. Matthäus vermerkt nur einen Satz: „Er aber gab ihr keine Antwort.“ Vor diesem Schweigen Jesu bleibt fast jeder Leser dieses Evangeliums stehen. Auch wir würden in unserem Leben wünschen, dass die Antwort auf unsere Bitte sofort kommt. Matthäus führt uns nicht zu einer schnellen Lösung. Er hält uns in diesem Schweigen Jesu fest, denn gerade in ihm wird sich die Größe des Glaubens dieser Frau zeigen, aber auch das, was Jesus im Herzen Seiner Jünger tun will.

Herr, hilf mir

Die Jünger jedoch bleiben nicht abseits. Während die Frau weiterhin nach Jesus ruft, bitten Ihn die Jünger, ihr zu helfen, denn ihr Rufen wird ihnen zur Last. Als ob sie mehr ihre Stimme hören als den Schmerz sehen, den sie in ihrem Herzen trägt. Jesus antwortet und erinnert an den Weg, auf dem Gott Sein Volk geführt hat. In diesem Gespräch zeigt sich bereits die Weite Seiner Sendung, die nach der Auferstehung alle Völker umfassen wird.

Die Frau versucht nicht, Jesus zu überzeugen oder sich etwas zu erkämpfen. Sie tritt zu Ihm, wirft sich vor Ihm nieder und spricht Worte aus, die ihr ganzes Gebet zusammenfassen: „Herr, hilf mir!“ Dann bleibt sie vor Ihm und wartet auf eine Antwort mit einem Vertrauen, das nicht erlischt. Jesus fährt mit einem Bild fort, das nicht leicht anzunehmen ist. Die Frau bleibt nicht bei diesen Worten stehen. Sie nimmt sie an und antwortet, dass auch die Hunde von den Brotresten essen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Sie schaut nicht mehr auf sich selbst noch auf die Hindernisse, die zwischen ihr und Jesus stehen. Vor ihr ist nur der Herr, von dem sie Barmherzigkeit erwartet. Dann spricht Jesus die Worte, die die ganze Begegnung erhellen: „Frau, dein Glaube ist groß! Was du willst, soll geschehen.“ Jesus ist nicht bei ihren Worten stehen geblieben, sondern hat in ihr Herz geschaut. Er erkannte einen Glauben, der weder im Schweigen noch in der Prüfung noch angesichts dessen, was sie nicht sofort verstand, ins Wanken geriet. Deshalb bleibt diese Frau ein bleibendes Zeugnis dafür, dass der Herr den Menschen, der mit Vertrauen zu ihm kommt, niemals ohne Antwort lässt.

Ad fontem – Zur Quelle oder An die Quelle

Liebe Jugendliche! Hier begegnen sich das heutige Wort Gottes und das Motto des diesjährigen Mladifests: Ad fontem – Zur Quelle oder An die Quelle. Die Kanaanäerin wusste nicht, wie die Begegnung mit Jesus ausgehen würde, aber sie wusste, wem sie ihren Schmerz anvertrauen kann. Genau das ist Glaube. Er nimmt nicht alle Fragen weg, aber er gibt dem Menschen Halt, durch sie hindurchzugehen. Deshalb spricht Jesus am Ende nicht von ihrem Einfallsreichtum oder von ihrer Beharrlichkeit. Er spricht von ihrem Glauben.
Auch der Prophet Jeremia führt uns zu demselben Geheimnis des Wortes: „Mit ewiger Liebe liebe ich dich“. Sie gehen jeder unserer Antworten voraus. Gott hat als Erster das Wort der Liebe ausgesprochen. Deshalb ist jeder menschliche Glaube Antwort auf das Geschenk, das uns schon gegeben wurde. Oft denken wir, dass wir uns auf den Weg gemacht haben, um Gott zu suchen. Mit der Zeit entdecken wir, dass Er schon auf dem Weg zu uns war. Das ist die Erfahrung des Propheten Jeremia, der Frau aus dem heutigen Evangelium, das ist besonders die Erfahrung des heiligen Augustinus und eines jeden, der sein Herz aufrichtig Christus öffnet.

Sucht die Quelle - Jesus

Viele von euch sind in diesen Tagen mit ihren Anliegen nach Medjugorje gekommen. Der eine ist gekommen, um zu danken, der andere, um Frieden zu suchen, wieder ein anderer, um Fragen zu bringen, auf die es noch keine Antwort gibt. Wichtig ist, dass der Weg nicht bei einer schönen Erfahrung dieser Tage stehen bleibt. Das Motto „Ad fontem“ ruft uns auf, weiterzugehen und die Quelle zu suchen, aus der das Leben unaufhörlich hervorströmt.
Diese Quelle hat ein Gesicht. Es ist Jesus Christus. Deshalb versammelt uns die Kirche immer um den eucharistischen Tisch. In der Eucharistie schenkt Christus uns sich selbst und bleibt unter uns. Von dort lebt die Kirche, und von dort beginnt sie immer wieder neu.
Auf diesem Weg begleitet uns auch die selige Jungfrau Maria. Sie richtet den Blick niemals auf sich selbst. Wie in Kana Galiläa weist sie uns immer auf ihren Sohn hin und sagt: „Was er euch sagt, das tut!“ Ihre Sendung ist immer dieselbe: den Menschen zu Christus zu führen, der die einzige Quelle des Lebens ist.
Das hat auch der heilige Franziskus von Assisi tief verstanden. Aus der Begegnung mit Christus in der Eucharistie schöpfte er die Kraft für sein Leben und seine Sendung. Er suchte keine außergewöhnlichen Zeichen. Die Gegenwart Christi in der Eucharistie war ihm genug.

Jesus ist die Quelle und Seine Gnade hört nie auf zu fließen

In diesen Tagen haben wir auch hier erfahren, wie menschliche Schwäche schmerzliche Spuren hinterlassen kann. Doch noch stärker haben wir erfahren, dass nichts die Gegenwart Christi unter seinem Volk überwinden kann. Um denselben Altar hat sich die Kirche erneut versammelt und weiterhin die Eucharistie gefeiert. Das ist die Antwort des Glaubens. Christus ist unsere Quelle, und Seine Gnade hört nicht auf zu fließen.
In diesem Geist möchte ich auch an den heutigen Tag erinnern. Während man in Kroatien heute Gott für das Geschenk der Freiheit dankt und mit Achtung der kroatischen Verteidiger gedenkt, können wir auch die vielen Menschen aus Bosnien und Herzegowina nicht vergessen, die in den schweren Kriegsjahren Kroatien verteidigt haben, ebenso auch jene aus Kroatien, die die Häuser und Leben jener Menschen in Bosnien und Herzegowina verteidigt haben. Ihr Opfer ruft uns nicht dazu auf, von der Erinnerung an den Krieg zu leben, sondern dass wir noch verantwortungsvoller den Frieden bauen.
Liebe Jugendliche, viele von euch kommen aus Gegenden, die die Wunden des Krieges tragen oder noch im Schatten von Konflikten leben. Deshalb lasst nicht zu, dass Hass den Platz in eurem Herzen findet. Papst Leo XIV. erinnert uns oft daran, dass der Friede nicht von selbst entsteht. Er beginnt im Herzen des Menschen, der Christus erlaubt, ihn zu verändern. Seid Friedensstifter. Die Welt braucht heute gerade solche Jünger Christi.
Während wir die Feier der Eucharistie fortsetzen, bitten wir den Herrn, uns den Glauben zu schenken, wie ihn die Frau aus dem heutigen Evangelium hatte: einen Glauben, der auch dann bei Ihm bleibt, wenn er Ihn nicht ganz versteht, einen Glauben, der nicht aufhört, zu Ihm zu rufen, und einen Glauben, der in Ihm immer die einzige Quelle des Lebens erkennt.

So möge das Motto Ad fontem nicht nur das Thema der diesjährigen Begegnung bleiben. Möge es zu einem Weg werden, auf dem wir immer wieder zu Christus zurückkehren, denn nur aus Ihm strömt das Leben, das nicht vergeht. Und möge der Herr eines Tages auch zu uns die Worte sprechen, die er zur kanaanäischen Frau gesprochen hat: „Dein Glaube ist groß.“ Amen.

Zitat

„In diesen Tagen haben wir auch hier erfahren, wie menschliche Schwäche schmerzliche Spuren hinterlassen kann. Doch noch stärker haben wir erfahren, dass nichts die Gegenwart Christi unter seinem Volk überwinden kann. Um denselben Altar hat sich die Kirche erneut versammelt und weiterhin die Eucharistie gefeiert. Das ist die Antwort des Glaubens. Christus ist unsere Quelle, und Seine Gnade hört nicht auf zu fließen.

Zitat von Petar Palić,  Bischof von Mostar-Duvno und Apostolischer Administrator von Trebinje-Mrkan

Die Hl. Messe, bei der  690 Priester konzelebrierten, endete mit dem Segen und dem Gebet der 7 Vaterunser, Gegrüßet seist du Maria und Ehre sei dem Vater. Nach einem Lied zur Muttergottes folgte die Segnung der Andachtsgegenstände und die Aussetzung des Allerheiligsten.

 „Geht in die Welt hinaus!"

Und zum Abschluss des 5. Tages des Jugendfestivals erfolgte die „Sendung“ der Teilnehmer zurück in ihre Länder – MISSIO. 
Dazu bat
 Pater Zvonimir bat die Vertreter aller Länder, die hier beim Jugendfestival anwesend sind, mit den Fahnen und den Schildern vor den Altar zu kommen. Msgr. Petar Palic, Bischof von Mostar-Duvno und Msgr. Aldo Cavalli, Apostolischer Visitator in Medjugorje, überreichen den Vertretern der Länder einen Rosenkranz als Geschenk. P. Zvonimir verlas die Stelle des Evangeliums, wo Jesus Seine Jünger aussendet. Danach richtete er folgende Worte an die Teilnehmer: „Geht in die Welt hinaus und in eure Länder und schenkt ihnen das, was ihr hier empfangen habt. –Gehet hin in Frieden.“

Zum Schluss wurde ein Film gezeigt, bei dem alle Mitarbeiter am diesjährigen Jugendfestival sichtbar wurden. P. Zvonimir dankte allen, die in irgendeiner Art und Weise zum Gelingen des 37. Jugendfestivals beigetragen haben. – Vor allem aber dankte er Gott.

Heute Morgen endete das 37. Mladifest offiziell mit der Hl. Messe auf dem Kreuzberg.
Es war einfach nur ein Geschenk, in diesen Tagen in Medjugorje - oder auch zu Hause über Livestream - dabei sein zu können. Wir sind sicher: Jeder konnte viel mitnehmen, die "Tanks" sind aufgefüllt. Jetzt dürfen wir unseren Glauben im Alltag bezeugen. Hast Du ein kleines Zeugnis von diesen Tagen? Dann schreib uns gerne!

 

"Es ist immer schön, in der Nähe Gottes zu sein!"

P. Zvonimir Pavičić zelebrierte zum Abschluss des 37. Jugendfestivals die Heilige Messe auf dem Kreuzberg. 

Bereits nach der Aussendungsfeier „Missio“ gestern Abend, haben sich viele Jugendliche auf den Weg zum Kreuzberg gemacht. Und auch die ganze Nacht hindurch konnte man sehen, dass viele mit ihren Taschenlampen zu ihrem „Berg Tabor“ aufstiegen, um am Fest der Verklärung des Herrn, mit der Heiligen Messe das  Jugendfestival abzuschließen. In seiner Predigt  erinnerte P. Zvonimir die Jugendlichen daran, dass Jesus auch heute Menschen verwandelt, wenn sie Ihm ihr Herz  öffnen: „Auch uns lädt Er heute ein, Ihm unsere Herzen zu öffnen, damit Er uns zu neuen Menschen macht.“ Er rief die Teilnehmer dazu auf, die Erfahrungen von Gebet, Eucharistie und Anbetung aus Medjugorje mit in den Alltag zu nehmen und so andere zu Jesus zu führen. Abschließend ermutigte er sie, die Tage des Jugendfestivals nicht zu vergessen, denn: „Es ist immer schön, in der NäheGottes zu sein“, weil Gott den Menschen verwandelt und ihn auf seinem Weg begleitet.

Es ist immer schön, in der Nähe Gottes zu sein

„Heute feiern wir das Fest der Verklärung des Herrn. Es ist jenes Ereignis, bei dem Jesus Petrus, Jakobus und Johannes mit sich nahm und vor ihren Augen verklärt wurde. Auch wir sind auf einen Berg hinaufgestiegen. Auf diesem Berg haben viele Menschen ihre eigene Verwandlung erfahren. Jesus hat hier ihr Leben verändert. Sie haben an Jesus geglaubt. Sie haben Ihm ihr Herz geöffnet, und Er hat sie in neue Menschen verwandelt. Auch uns lädt er heute ein, Ihm unsere Herzen zu öffnen, damit Er uns zu neuen Menschen macht. Damit wir wahre Christen sind – Menschen, die Jesus immer suchen und mit Ihm leben wollen. 
In den vergangenen Tagen haben wir in Medjugorje die Nähe Jesu genossen: im Gebet, im Gesang, in der Eucharistie und in der Anbetung. Nehmen wir all das mit uns. Möge alles, was wir hier empfangen haben, bei uns und in uns bleiben, damit auch wir diese Welt verwandeln und alle Menschen zu Jesus führen können. 

Vergesst diese Tage nicht

Vergesst diese Tage nicht. Vergesst diese Augenblicke nicht. Vergesst nicht, wie schön es für uns mit dem Herrn und mit allen war, die am Jugendfestival teilgenommen haben. Es ist immer schön, in der Nähe Gottes zu sein, denn Er macht uns immer zu besseren Menschen. Er verwandelt uns in bessere Menschen. Bitten wir Ihn, uns immer in Seiner Nähe zu halten. Möge Seine und unsere Mutter, die Königin des Friedens, uns stets mit ihrer Fürsprache begleiten und uns so helfen, immer zu Füßen Jesu zu bleiben, Seine Worte zu hören und auf diese Weise den besseren Teil zu wählen, der uns nicht genommen werden wird“.

Nach der Hl. Messe brachen die Jugendlichen in die Welt auf – in die 73 Länder, aus denen sie zum diesjährigen Jugendfestival gekommen waren. Von der Quelle her bringen sie allen Christus und Seine Gnade mit. 

Wir freuen uns auf das nächste Jahr!

Möchtest Du auch ein Zeuge sein ? Dann gib Zeugnis 

Wenn Du eine besondere Erfahrung in diesen Tagen gemacht hast - ob live vor Ort oder über den Livestream - schicke uns gerne Dein Zeugnis an info@medjugorje.de

Du möchtest einen Eindruck vom vergangenen Jugendfestival erhalten?

Kein Problem! In unserer Playlist gibt es die Aufzeichnungen der Zeugnisse, Katechesen, Predigten und vielem mehr vom 36. Jugendfestival 2025!

Zu den Videos

„Das Jugendfestival ist eine Woche des hingebungsvollen Gebets und der Begegnung mit Jesus Christus, insbesondere in seinem lebendigen Wort, in der Feier der Eucharistie, der eucharistischen Anbetung und im Sakrament der Versöhnung. Dieses Ereignis hat – nach der Erfahrung vieler – die Kraft, uns zum Herrn zu führen. [...] Liebe Jugendliche, auf eurer Reise mit dem Herrn Jesus, die auch von diesem Festival inspiriert ist, vertraue ich euch alle der Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, unserer himmlischen Mutter, an und rufe auf euch das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes herab. Möge euch der Blick Gottes, der euch liebt, täglich begleiten, damit ihr in der Begegnung mit anderen Zeugen eines neuen Lebens sein könnt, das ihr geschenkt bekommen habt.

Papst Franziskus in seinem Brief an die Jugend anlässlich des 32. Mladifest

„Wir haben in Medjugorje die Gegenwart Jesu genossen: im Gebet, im Gesang, in der Eucharistie, in der Anbetung... Nehmen wir sie mit nach Hause. Möge alles, was wir hier empfangen haben, bei uns und in uns bleiben, damit auch wir diese Welt verändern können, um alle Menschen zu Jesus zu bringen!"

Pater Zvonimir Pavičić in der Abschlusspredigt auf dem Kreuzberg vom Jugendfestival 2024

Möchtest Du auch dabei sein?

Wir laden Dich herzlich ein, Medjugorje persönlich kennen zu lernen und am 37. Jugendfestival teilzunehmen.
 

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