Papst Leo XIV. rief Ende September bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz vor Zehntausenden Pilgern dazu auf, im Monat Oktober täglich den Rosenkranz zu beten und Gott um Frieden in der Welt zu bitten. Die katholische Kirche begeht den Oktober traditionell als „Rosenkranzmonat“. In dieser Zeit sind die Gläubigen eingeladen, das Rosenkranzgebet besonders häufig zu pflegen. Dem Aufruf des Heiligen Vaters folgten auch die Gemeindemitglieder von Medjugorje sowie zahlreiche Pilger aus aller Welt.

Medjugorje im Rosenkranzmonat

„Möge der Oktober ein Monat des Rosenkranzgebets in der Familie sein. Beteiligt euch am Gebetsprogramm der Pfarrei sowie an den Gebeten auf dem Erscheinungsberg und dem Kreuzberg. Lasst diese Zeit eine Zeit des Gebets für den Frieden sein“, hieß es im Aufruf des Pfarrbüros von Medjugorje am Vorabend des Marienmonats Oktober.

Auch die Muttergottes selbst ermutigte die Gläubigen zu intensiverem Gebet. In ihrer Botschaft vom 25. September 2025, übermittelt durch Marija Pavlović-Lunetti, sagte sie: „Liebe Kinder! Lasst diese Zeit eine Zeit des Gebets für den Frieden sein. Danke, dass ihr meinem Aufruf gefolgt seid.“

Wie jedes Jahr wurde im Oktober in Medjugorje täglich um 17:00 Uhr vor der Hl. Messe am Außenaltar der Rosenkranz gebetet, sowie sonntags ab 14:00 Uhr auf dem Erscheinungsberg.

Dem geistlichen Aufruf folgend, kamen in diesem Monat erneut Tausende von Pilgern aus aller Welt nach Medjugorje. Das Informationsbüro verzeichnete Gruppen aus der Ukraine, Rumänien, Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Spanien, Portugal, Belgien, Polen, Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich, England, Irland, Brasilien, Trinidad und Tobago, Südafrika, Eritrea, Guatemala, Vietnam, den Philippinen, Indien, China, den USA, Australien, Kanada, Argentinien, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Uruguay, Hongkong, Malaysia, dem Libanon, Lettland, Korea, der Schweiz, den Niederlanden, Albanien, Montenegro, Serbien (Vojvodina), Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina.

„Gott sei Dank, es kommen viele neue Pilger“

Im Oktober wurden in Medjugorje täglich zwischen 15 und 20 Hl. Messen gefeiert. Zahlreiche Priester standen regelmäßig für Beichten zur Verfügung, und etwa hundert von ihnen konzelebrierten jeden Abend die Abendmesse. Die höchste Zahl an Konzelebranten – 109 Priester – wurde am 7. Oktober erreicht, als der Weihbischof von Olomouc in Tschechien, Monsignore Antonín Basler, die Heilige Messe zelebrierte. In seiner Predigt sprach er über die Bedeutung des Rosenkranzgebetes und zitierte zahlreiche Päpste und Heilige, die dieses Gebet besonders empfahlen. Auch das Fest des heiligen Franz von Assisi wurde im Oktober gefeiert; am Vorabend fand eine Gedenkfeier zu seinem Tod statt.

Bereits im September hatte Medjugorje den ersten Jahrestag der Verleihung des Status Nihil Obstat durch den Vatikan gefeiert. Seitdem hat sich die Zahl der Pilger deutlich erhöht – ebenso die Zahl der Priester, die nach Medjugorje kommen. Besonders auffällig ist die wachsende Zahl jener, die diesen Gnadenort zum ersten Mal besuchen.

„Es gibt viele neue Pilger – Gott sei Dank!“, sagte Pfarrer Zvonimir Pavičić. „Das Profil der Pilger hat sich etwas verändert. Viele kommen zum ersten Mal und kennen das Gebetsprogramm noch nicht. Manche wissen auch nicht, dass in den Gebetsräumen und auf dem Kirchhof Stille herrschen soll, weshalb wir sie immer wieder darauf hinweisen müssen. Es sind wirklich sehr viele, doch leider gibt es zu wenige Priester für die Beichte. Wir bemühen uns, so viele wie möglich bereitzustellen, aber die Zahl der Pilger wächst schneller. Trotzdem danken wir Gott für jeden Einzelnen, der kommt. Wir hoffen, dass sie geduldig sind und dem Programm sowie den Anweisungen der Pfarrei folgen, um das Beste aus Medjugorje mitzunehmen.“

„Die Gegenwart Gottes ist in Medjugorje spürbar“

Wir sprachen auch mit zahlreichen Pilgern aus aller Welt, die in den vergangenen Tagen Medjugorje besucht hatten. Bei der kürzlich in Zagreb stattgefundenen Buchvorstellung „Königin des Friedens – Eine Betrachtung der spirituellen Erfahrung in Medjugorje“ trafen wir den Bischof von Sisak, Msgr. Vlado Košić, einen langjährigen Medjugorje-Pilger.

Er erklärte, dass er Medjugorje stets in zwei Rollen besuche – als Bischof und als Pilger –, wobei ihm die Rolle des Pilgers besonders am Herzen liege. Zudem erläuterte er, welche Bedeutung das kirchliche Urteil Nihil obstat für Medjugorje und seine Besucher hat:

„Das Nihil obstat ist ein großes Geschenk für Medjugorje. Es ermutigt alle, die diesen Ort bereits besucht haben, und auch jene, die noch kommen werden. Für mich ist Medjugorje ein Ort tiefer Spiritualität. Ich komme immer wieder gerne hierher, denn die Gegenwart Gottes und seine Gnade sind in Medjugorje spürbar gegenwärtig“, sagte Bischof Košić.