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"Seid frohe Zeugen des Wortes und der Liebe Gottes und mit Hoffnung im Herzen, die alles Böse besiegt."

Monatsbotschaft vom 25. Juli 2022

Auszug aus dem Buch "Der Gottmensch" von Maria Valtorta

Die Niederschriften der Visionärin Valtorta beschreiben das gesamte Leben und Wirken Jesu aus einer menschlichen Perspektive und helfen somit die Geschehnisse in der Heiligen Schrift besser zu verstehen.

Diese Niederschrift dient der persönlichen Erbauung. Es ist dem Leser überlassen, sie als übernatürlichen Ursprungs anzuerkennen.

Aus dem 696. Kapitel, Band XII, "Der Gottmensch" von Maria Valtorta
Jesus auf dem Tabor – Abschnitt II

„Und ihr wisst nicht, welchen Schmerz mein Herz im Laufe der Jahrhunderte leiden wird wegen eines jeden unbußfertigen Sünders und einer jeden Häresie, die mich leugnet, wegen eines jeden Gläubigen, der mir abschwört, und eines jeden – o Qual der Qualen – jeden schuldigen Priester, der zur Ursache von Ärgernis und Verderben wird. Ihr wisst nicht! Ihr wisst noch nicht! Ihr werdet es nie vollständig wissen, solange ihr nicht mit mir im Licht des Himmels seid. Dann werdet ihr verstehen ... 

Wenn ich an Judas denke, denke ich an die Auserwählten, deren Berufung ihnen zum Verderben wird wegen ihres verderbten Willens ... Oh! Ihr, die ihr treu seid, ihr, die ihr die zukünftigen Priester formt, denkt an meinen Schmerz und bemüht euch, immer heiliger zu werden, um meinen Schmerz zu trösten, bemüht euch, heilige Priester aus ihnen zu machen, damit sich, soweit möglich, dieser Schmerz nicht wiederholt. Ermahnt, überwacht, belehrt, bekämpft und seid sorgsam wie Mütter, unermüdlich wie Lehrer, wachsam wie Hirten, stark wie Krieger, um die Priester zu stützen, die von euch ausgebildet werden. 

Die Sünde des zwölften Apostels, oh, sorgt dafür, dass sie sich in Zukunft nicht allzu oft wiederholt ... Seid so, wie ich zu euch gewesen bin, wie ich zu euch bin. Ich habe zu euch gesagt: ‚Seid vollkommen wie der Vater im Himmel.‘ Und eure Menschlichkeit zittert vor diesem Befehl. Heute noch mehr als damals, als ich es euch sagte, denn nun kennt ihr eure Schwäche. 

Nun gut, um euch zu ermutigen, werde ich euch sagen: ‚Seid wie euer Meister. Ich bin der Mensch.‘ Also könnt ihr tun, was ich getan habe. Auch Wunder wirken. Ja, auch das. Damit die Welt erkennt, dass ich es bin, der euch sendet, und wer leidet, nicht untröstlich weint bei dem Gedanken: ‚Er ist nicht mehr unter uns, um unsere Kranken zu heilen und uns in unseren Schmerzen zu trösten.‘ In diesen Tagen habe ich Wunder gewirkt, um die Herzen zu trösten und sie davon zu überzeugen, dass Christus nicht vernichtet ist, da er getötet wurde, sondern mächtiger als zuvor, ewig mächtig und stark. 

Aber wenn ich nicht mehr unter euch sein werde, werdet ihr tun, was ich bis jetzt getan habe und auch weiterhin tun werde. Doch nicht so sehr um eurer Wundermacht willen, sondern eurer Heiligkeit wegen wird die Liebe zur neuen Religion wachsen. Und über eure Heiligkeit, nicht über die Gabe, die ich euch übertrage, müsst ihr sorgsam wachen. Je heiliger ihr seid, desto teurer werdet ihr meinem Herzen sein, und der Geist Gottes wird euch erleuchten, und die Güte Gottes und seine Macht werden eure Hände mit himmlischen Gaben füllen. 

Das Wunder ist kein gewöhnliches Werk, und für ein Leben im Glauben ist es nicht nötig. Vielmehr! Selig, die im Glauben verharren ohne außergewöhnliche Mittel als Stütze dieses Glaubens! Doch ist das Wunder auch nicht so ausschließlich besonderen Zeiten vorbehalten, dass es mit dem Ende dieser Zeiten aufhört. Wunder wird es immer auf der Welt geben. Immer. Und umso zahlreicher werden sie sein, je zahlreicher die Gerechten in der Welt sind. Wenn die wahren Wunder selten werden, wird man wissen, dass es an Glauben und Gerechtigkeit fehlt. Daher habe ich gesagt: ‚Wenn ihr glaubt, könnt ihr Berge versetzen.‘ Deshalb habe ich gesagt: ‚Die Zeichen, die jene begleiten, die wahren Glauben an mich haben, werden der Sieg über die Dämonen und die Krankheiten, über die Elemente und die Nachstellungen sein.‘ Gott ist mit dem, der ihn liebt. Das Zeichen dafür, wie sehr meine Gläubigen in mir sind, wird die Anzahl und die Macht der Wunder sein, die sie in meinem Namen und um Gott zu verherrlichen wirken. Von einer Welt ohne wahre Wunder kann man ohne zu lügen sagen: ‚Sie hat den Glauben und die Gerechtigkeit verloren. Sie ist eine Welt ohne Heilige.‘ 

Also, um zum Anfang zurückzukehren: Ihr habt gut daran getan, jene zurückzuhalten, die wie von weither klingender Musik oder einem trügerischen Schein verführte Kinder dem, was sicher ist, den Rücken gekehrt haben und davongelaufen sind. Seht ihr? Sie haben ihre Strafe, denn sie müssen auf meine Worte verzichten. Aber auch ihr habt einen Fehler begangen. Ihr habt euch zwar daran erinnert, dass ich gesagt habe, nicht hierhin und dorthin jeder Stimme zu folgen, die euch meinen angeblichen Aufenthaltsort nennt; aber ihr habt euch nicht erinnert, dass ich auch gesagt habe, dass Christus bei seiner zweiten Ankunft einem Blitz gleichen würde, der von Osten aufzuckt und bis zum Westen leuchtet in kürzerer Zeit als ein Augenaufschlag. Nun, diese zweite Ankunft hat im Augenblick meiner Auferstehung begonnen. Sie wird ihren Höhepunkt erreichen in der Erscheinung des Christus als Richter aller Auferstandenen. Vorher aber werde ich noch sehr oft erscheinen, um zu bekehren, zu heilen, zu trösten, zu unterweisen und Befehle zu erteilen! 

Wahrlich, ich sage euch: Ich kehre zu meinem Vater zurück. Doch die Welt wird meiner Gegenwart nicht beraubt sein. Ich werde Hüter und Freund, Lehrer und Arzt sein, dort, wo Körper oder Seelen, Sünder oder Heilige mich brauchen oder von mir auserwählt werden, um meine Worte anderen mitzuteilen. Denn die Menschheit, auch dies ist eine Wahrheit, wird einen ununterbrochenen Akt der Liebe meinerseits nötig haben, da es ihr so schwerfällt, sich zu beugen, da sie so leicht erkaltet, so rasch vergisst und den Abstieg dem Aufstieg vorzieht. Wenn ich sie also nicht mit meinen übernatürlichen Mitteln zurückhalten würde, dann würden das Gesetz, das Evangelium und die göttlichen Hilfen, die meine Kirche verwalten wird, nicht ausreichen, um die Menschheit in der Erkenntnis der Wahrheit zu erhalten und in dem Willen, den Himmel zu erwerben. Und ich spreche von der an mich glaubenden Menschheit, die immer nur einen kleinen Teil der großen Masse der Erdenbewohner ausmachen wird. 

Ich werde kommen. Wer mich hat, soll demütig bleiben. Wer mich nicht hat, soll nicht begierig darauf sein, mich zu haben, um gelobt zu werden. Niemand soll das Außergewöhnliche wünschen. Gott weiß, wann und wo er es gewährt. Es ist nicht notwendig, das Außergewöhnliche zu haben, um in den Himmel zu kommen. Das Außergewöhnliche ist sogar eine Waffe, die, falsch angewandt, die Hölle anstelle des Himmels öffnen kann. Und ich will euch sagen, wie. Der Hochmut kann erwachen. Ein Gott nicht wohlgefälliger geistiger Zustand kann eintreten, der der Trägheit gleicht, bei der man es sich mit dem geschenkten Schatz bequem macht und sich schmeichelt, schon im Himmel zu sein, weil man dieses Geschenk erhalten hat. Nein. In diesem Fall wird die Gabe statt zu Flamme und Flügeln zu Kälte und Felsen, und die Seele stürzt in die Tiefe und stirbt. 

Und außerdem kann der falsche Gebrauch einer Gabe die Gier nach mehr hervorrufen, um noch größeres Lob zu erhalten. In diesem Fall könnte anstelle des Herrn der Geist des Bösen die Unklugen mit falschen Wundern betören. Bleibt den Verführungen aller Art immer fern. Flieht sie. Gebt euch zufrieden mit dem, was Gott euch gewährt. Er weiß, was euch nützt und auf welche Art. Und denkt immer daran, dass jede Gabe nicht nur ein Geschenk, sondern auch eine Prüfung ist, eine Prüfung eurer Gerechtigkeit und eures Willens. Ich habe euch allen dasselbe gegeben. Doch was euch besser gemacht hat, ist Judas zum Verderben geworden. War also die Gabe schlecht? Nein, der Wille dieser Seele war böse ... Dies für jetzt. 

Ich bin vielen erschienen. Nicht nur, um sie zu trösten und ihnen Gutes zu erweisen, sondern um euch zufriedenzustellen. Ihr hattet mich gebeten, das Volk zu überzeugen, dass ich auferstanden bin, da das Synedrium versucht, es vom Gegenteil zu überzeugen. Ich bin Kindern und Erwachsenen erschienen, am selben Tag und an verschiedenen, oft so weit voneinander entfernten Orten, dass mehrere Tagesmärsche nötig wären, um sie alle zu erreichen. Aber für mich gibt es keine irdischen Entfernungen mehr. Und dieses gleichzeitige Erscheinen hat sogar euch verwirrt. Ihr habt euch gesagt: ‚Sie haben Gespenster gesehen.‘ Ihr habt also einen Teil meiner Worte vergessen, nämlich, dass ich von nun an gleichzeitig im Osten und Westen, im Norden und Süden sein kann, wo es mir gefällt, schnell wie der Blitz, der über den Himmel fährt, und dass nichts mich daran hindern kann. 

Ich bin wahrer Mensch. Hier sind meine Glieder und mein Körper, fest, warm, beweglich, und er atmet und spricht wie ihr. Aber ich bin wahrer Gott. Und wenn auch zu höheren Zwecken die Gottheit dreiunddreißig Jahre lang in der Menschheit verborgen war, so hat nun die Gottheit, obwohl verbunden mit der Menschheit, die Vorherrschaft, und die Menschheit genießt die vollkommene Freiheit der verherrlichten Leiber. Die Menschheit ist nun Königin mit der Gottheit und keinen menschlichen Beschränkungen mehr unterworfen. Hier bin ich. Ich bin hier bei euch und könnte, wenn ich wollte, in einem Augenblick an den Enden der Erde sein, um eine Seele zu gewinnen, die mich sucht. 

Und welche Früchte wird dieses mein Erscheinen bei Cäsarea Maritima und im oberen Cäsarea, auf dem Kerit und in En-Gedi, bei Pella, in Jutta und anderen Orten Judäas, in Bozra, auf dem Großen Hermon, in Sidon und an den Grenzen von Galiläa wohl bringen? Nun, ich habe ein Kind geheilt, einen kurz zuvor Gestorbenen wieder ins Leben gerufen, eine Not gelindert, eine Seele in meinen Dienst berufen, die sich in harter Buße verzehrte, und einen Gerechten zu Gott geführt, der mich darum gebeten hatte. Ich habe unschuldigen Kindern meine Botschaft mitgeteilt und einem treuen Herzen meine Anweisungen gegeben. Wird dies die Welt überzeugen? Nein. Jene, die glauben, werden auch weiterhin glauben, mit größerem Frieden in der Seele, aber nicht mit größerer Überzeugung, denn sie hatten schon den wahren Glauben. Jene, die nicht mit wahrem Glauben zu glauben vermochten, werden weiterhin im Zweifel bleiben. Und die Böswilligen werden sagen, dass die Erscheinungen Einbildung und Lüge sind, und dass der Tote nicht tot war, sondern nur geschlafen hat ... 

Erinnert ihr euch an das Gleichnis vom reichen Prasser? Ich habe gesagt, dass Abraham dem Verdammten antwortete: ‚Wenn sie Mose und den Propheten nicht glauben, dann werden sie auch nicht glauben, wenn einer von den Toten aufersteht und ihnen sagt, was sie tun müssen.‘ Haben sie etwa mir, dem Meister, geglaubt, und meinen Wundern? Was hat das Wunder an Lazarus bewirkt? Meine umso raschere Verurteilung. Was hat meine Auferstehung bewirkt? Eine Vermehrung ihres Hasses. Auch meine Wunder in dieser meiner letzten Zeit unter euch werden die Welt nicht überzeugen, sondern nur jene, die nicht mehr von der Welt sind, da sie das Reich Gottes mit seinen jetzigen Mühen und Leiden und seiner künftigen Herrlichkeit gewählt haben. Aber ich freue mich, dass ihr im Glauben bestärkt und meinen Befehlen gehorsam gewesen seid, dass ihr hier auf diesem Berg auf mich gewartet habt und nicht menschliche Eile hattet, euch an zwar guten, aber doch nicht meinen Weisungen entsprechenden Dingen zu erfreuen. 

Der Ungehorsam gibt ein Zehntel und nimmt neun Zehntel. Jene sind gegangen und werden die Worte von Menschen hören, nur diese. Ihr seid geblieben und habt mein Wort gehört, das immer gut und nützlich ist, auch wenn es schon Gehörtes wiederholt. Dies möge euch allen, und auch den anderen, als Lehre für die Zukunft dienen.“

Wir danken dem Parvis Verlag für die Bereitstellung des Textes zur Veröffentlichung!

Maria Valtorta: Der Gottmensch - Leben und Leiden unseres Herrn Jesus Christus. Parvis-Verlag
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Die einzelnen Kapitel der Niederschriften von Maria Valtorta sind auch kostenlos als Hörbuch hier anzuhören! Jeden Tag wird ein neues Kapitel dieses umfassenden Werkes auf YouTube veröffentlicht.