Am 19. Januar 1969 wurde die Pfarrkirche St. Jakobus in Medjugorje feierlich geweiht. Bereits nach der Gründung der Pfarrei im Jahr 1892 entstand 1897 in Bijakovići die erste Pfarrkirche, die für damalige Verhältnisse als groß und eindrucksvoll galt. Doch schon bald zeigte sich, dass der Baugrund instabil war: Risse durchzogen die Mauern, das gesamte Gebäude begann abzusacken.

Die Geschichte der Pfarrkirche St. Jakobus in Medjugorje

Aus diesem Grund entschloss man sich unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg zum Bau einer neuen Kirche. Die Bauarbeiten erstreckten sich über viele Jahre – von 1934 bis zur Weihe am 19. Januar 1969. Auch danach wurde weitergebaut: Der Innenraum war noch nicht vollständig gestaltet, und die Glockentürme fehlten zu diesem Zeitpunkt ebenfalls. Erst nach einer umfassenden Renovierung war die Kirche im Jahr 1980 bereit, alle zukünftigen Ereignisse in der Pfarrei Medjugorje aufzunehmen.

Pfarrer Robert Jolić berichtet in seiner Monografie „Die Pfarrei Medjugorje“, dass unmittelbar vor der Weihe auch der Križevac mit seinem Kreuz feierlich beleuchtet wurde. Zu diesem Zweck wurden rund 700 Meter Kabel aus dem Dorf herbeigeschafft. Auch die Zeitung „Glas Koncila“ berichtete ausführlich über die Feier anlässlich der Kirchweihe am 19. Januar 1969 in Medjugorje.

Ende Juni waren die beiden Glockentürme vollendet, und vor der Kirche wurde eine Betonplattform gegossen. In diesem Zuge überführte man die Glocke der alten Kirche in den Neubau. Die Arbeiten standen unter der Leitung von Pater Hadrijan Sivrić, einem bekannten Bauunternehmer und damaligen Schatzmeister der Kirchenprovinz. Im Juli 1969 erhielt die Kirche einen Blitzableiter, im August desselben Jahres wurden die Arbeiten an den Glockentürmen und an der Fassade abgeschlossen. Im Juni 1974 folgte die Anbringung der pyramidenförmigen Spitzen auf den Glockentürmen, die anschließend mit Kupfer verkleidet wurden, berichtet Pater Robert Jolić. Parallel dazu wurde die Innenausstattung der Kirche kontinuierlich weitergeführt.

„Das äußere Erscheinungsbild der Pfarrkirche hat sich seit ihrer Fertigstellung im Jahr 1980 nicht wesentlich verändert. Zahlreiche kleinere Eingriffe wurden jedoch vorgenommen, die sie erheblich verschönert haben“, schreibt Pfarrer Robert Jolić. Als bedeutendste bauliche Maßnahme hebt er den Bau des Außenaltars hervor, der am 9. April 1990 abgeschlossen wurde. Auch die Gestaltung der Außenanlagen schritt weiter voran: Wege wurden angelegt, die Landschaft gestaltet und Bänke für die Pilger aufgestellt. Laut der Monografie „Die Pfarrei Medjugorje“ waren sämtliche Arbeiten rechtzeitig zum Jahrestag der Marienerscheinungen im Jahr 1990 vollendet.

 


Quelle: Radio Mir Medjugorje
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ICMM