Medjugorje hat sich seit dem 24. Juni 1981 zu einem der bekanntesten und am meisten besuchten Wallfahrtsorte der ganzen katholischen Welt entwickelt. An diesem Tag erschien die Muttergottes zum ersten Mal am Podbrdo (dem Erscheinungsberg) in Bijakovići, einem Dorf der Pfarrei Medjugorje.

Festtag des hl. Johannes des Täufers

Wie bezeichnend, dass die Muttergottes genau am Festtag des hl. Johannes des Täufers kam. Johannes der Täufer hatte die Aufgabe, das Volk Gottes auf das erste Kommen Christi vorzubereiten und die Menschen zur Umkehr aufzurufen – „Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! …“ (Jesaja 40,3) Und genau an diesem Tag, vor 43 Jahren, kommt die Muttergottes, um die Welt erneut zur Umkehr einzuladen.

Erinnern wir uns nochmal an die Geschichte

Ivanka Ivanković und Mirjana Dragicević gingen spazieren. Mirjana beschreibt es in ihrem Buch „Mein Herz wird triumphieren“, so: „Ungefähr gegen fünf oder sechs Uhr abends setzten wir uns, müde vom langen Spazieren, auf einen schattigen Fleck unter dem Hügel. Inmitten unserer Konversation rief Ivanka auf einmal: ‚Ich glaube, da ist die Muttergottes auf dem Hügel.“‘ Sie starrte zum Podbrdo hinauf. Da ich davon ausging, dass sie scherze, sah ich erst gar nicht hin. […] Als Ivanka jedoch nicht damit aufhörte, mir zu erzählen, wen sie angeblich sah, wurde ich zunehmend verärgert. Unsere Eltern hatten uns gelehrt, den Glauben zu respektieren und den Namen des Herrn niemals zu missbrauchen. Als es so schien, als spottete Ivanka über die Gottesmutter, fühlte ich mich unwohl und verängstigt. ‚Ich gehe‘, sagte ich, und steuerte den Rückweg an. Aber als ich das Dorf erreichte, wurde ich von einem unglaublich kraftvollen Gefühl ergriffen. Etwas rief mich zurück. Das Gefühl wurde derart stark, dass ich gezwungen war, anzuhalten und umzukehren. Ich fand Ivanka an demselben Ort, an dem ich sie zurückgelassen hatte. Sie starrte auf den Hügel. Noch nie hatte ich sie so aufgeregt erlebt. […]  ‚Jetzt schau doch, bitte!‘, bat sie mich. […] Langsam drehte ich mich um und sah zum Hügel hinauf. Niemand hatte je zuvor diesen Hügel bestiegen, aber was ich sah, war unverkennbar: Dort, zwischen den Felsen und Sträuchern, stand eine junge Frau. […]“

Inzwischen waren weitere Kinder dazu gekommen: Ivan Ivankovic* (Vickas Cousin), Milka Pavlović* (Schwester von Marija Pavlović), Ivan Dragicević und Vicka Ivanković. Alle sahen eine unglaublich schöne junge Frau, mit einem kleinen Kind in ihren Armen, welches sie ihnen zeigte. Sie bedeutete den Kindern mit der rechten Hand näher zu kommen, aber diese waren überrascht, hatten Angst und liefen davon.
 

Der Wunsch der Muttergottes

An diesem ersten Tag hat die Muttergottes – obwohl sie noch nicht gesprochen hat – alles gesagt.
Sie hat den Kindern Jesus auf ihrem Arm gezeigt. Er ist es, um den sich in Medjugorje alles dreht. Der einzige Wunsch der Muttergottes ist es, dass wir Jesus erkennen und Ihn lieben. Am 27. Juni 1981 gab die Muttergottes dazu die Botschaft: „Ich bin gekommen, um euch zu sagen, dass Gott existiert!“ Er ist der Grund, warum sie gekommen ist und zu Ihm möchte sie uns führen.

 

 


(* Ivan Ivanković und Milka Pavlović sahen die Muttergottes nur am ersten Tag. Mehr dazu könnt ihr morgen auf unserer Seite lesen).