Teil 2: Mächtiger als jede Waffe ist der Rosenkranz


Der Rosenkranz ist ein wichtiges Gebet der Kirche, zu dem uns die Gottesmutter an vielen Wallfahrtsorten einlädt. Dass es sich lohnt, diesen Schatz der Kirche neu zu heben, zeigt uns dieser Artikel, in dem wir staunen dürfen, wie machtvoll Gott eingreift, wenn wir vertrauensvoll den Rosenkranz beten.

 

Große Rosenkranzbeter

Alle Päpste des 20. Jahrhunderts waren ausnahmslos große Rosenkranzbeter, angefangen bei Pius X. bis hin zum hl. Johannes Paul II. In einer Zeit unvergleichlich starken geistigen Kampfes, hat das gelebte Beispiel der Päpste immer die stärkste Überzeugungskraft auf die Gläubigen ausgeübt. Von Papst Pius XI. wissen wir z.B., dass er einmal einen französischen Bischof beauftragte: “Sagen Sie Ihren Priestern, sie sollten viel beten. Sagen Sie Ihnen, dass der Papst jeden Tag den Rosenkranz betet. Solange er den Rosenkranz noch nicht gebetet hat, ist der Tag des Papstes noch nicht zu Ende.“

Dasselbe hätte auch Paul VI. sagen können, der als erster Papst zur Rosenkranzkönigin nach Fatima pilgerte, wo Maria im Jahr 1917 bei jeder ihrer Erscheinungen eindringlich zum Beten des Rosenkranzes aufgerufen hatte, um dadurch das Ende des Ersten Weltkrieges zu erlangen und einen zweiten, noch schlimmeren Krieg zu verhindern. Papst Johannes Paul I., bekannter als "Papa Luciani", der nach einer einmonatigen Amtszeit eines plötzlichen Todes starb, bezauberte die Welt nicht nur durch seine Einfachheit und Natürlichkeit, sondern auch durch seine geradezu zärtliche Liebe zur Gottesmutter. “Der Rosenkranz - ein langweiliges Gebet?”, fragte er einmal. “Je nachdem. Es kann auch ein Gebet voll Freude und Frohsinn sein. Wenn man den Rosenkranz richtig betet, kann er zu einem Blick auf Maria werden, der immer inniger wird, je länger man betet. Er ist wie ein Kehrvers, der aus dem Herzen quillt und durch die ständige Wiederholung die Seele befriedet wie ein Lied. Ein dürftiges Gebet - der Rosekranz? Und was wäre dann ein volles, richtiges Gebet? Der Rosenkranz besteht aus einer Reihe wichtiger, inhaltsschwerer Gebete: dem Vaterunser ... dem Ave Maria ... und dem Ehre sei dem Vater. ... Hättet ihr lieber hochgestochene theologische Spitzfindigkeiten? Die wären nicht passend für die Armen, die Alten, die demütigen und schlichten Seelen.”

Kein Geringerer als sein Nachfolger, der hl. Papst Johannes Paul II., bezeichnete den Rosenkranz als sein “Lieblingsgebet”. Er betete ihn täglich, und solange es ihm seine Kräfte erlaubten, betete er ihn jeden ersten Samstag im Monat sogar öffentlich über das Radio vor. Am 1. Oktober 1997 schrieb er: “Liebe Brüder und Schwestern! Betet jeden Tag den Rosenkranz! Ich bitte die Seelsorger eindringlich darum, den Rosenkranz zu beten und ihn in den christlichen Gemeinden beten zu lehren, damit es dem Einzelnen möglich sein wird, seine menschlichen und christlichen Pflichten treu und mutig zu erfüllen. Helft dem Volk Gottes, zum täglichen Rosenkranzgebet, zu diesem innigen Zwiegespräch der Kinder mit ihrer Mutter zurückzukehren, die sie in ihrem Haus aufgenommen haben.“ Er sagte auch: „Der Rosenkranz ist eine tägliche Begegnung bei der weder ich noch die Gottesmutter fehlen. Wenn ihr für einige Augenblicke dem Herzen des Papstes näher sein wollt, so empfehle ich euch die Zeit des Rosenkranzes. In dieser Zeit vertraue ich euch alle der Gottesmutter an, und ich wäre glücklich, wenn auch ihr mich auf gleiche Weise dieser Mutter anvertrauen würdet.”

Es gibt kein Problem, das man nicht durch den Rosenkranz lösen kann! 

Warum ist das Gebet des heiligen Rosenkranzes so wirkungsvoll? Weil es alle Demut und Schlichtheit in sich trägt; weil es die Herzen zur Demut und Sanftmut führt. Das Rosenkranzgebet ist gerade das Gegenteil des Hochmutes. Es bildet in seiner Schlichtheit, eine dünne Schnur, mit dem die Muttergottes Satan fesseln will. Das Rosenkranzgebet ist dann am wirksamsten, wenn Maria dazu eingeladen wird mitzubeten. Ihre Stimme wird unsere Stimme. Ihr Gebet wird unser Gebet. Ihre Gedanken unsere Gedanken. Maria verbindet uns mit dieser "Telefon-Schnur" mit dem Himmel. Unsere Bitten gelangen sicher zu Jesus. Sie verstärkt sie und legt sie Christus dar, und dazu kann Er niemals Nein sagen. Maria ist ja die fürbittende Allmacht am Throne des Allerhöchsten. Auf dieser Schnur des Hl. Rosenkranzes fädelt sie alle unsere Gebete, unsere Bitten, unseren Dank zusammen und zieht uns an das Herz Gottes. Darum ist das Rosenkranzgebet niemals ein rein privates Gebet. Maria betet mit uns. „Gott hat mich unter euch gesandt, damit ich euch helfe. Wenn ihr das wollt, so nehmt den Rosenkranz. Schon allein der Rosenkranz kann in der Welt und in eurem Leben Wunder wirken,“ so sagt die Gottesmutter in der Botschaft vom 25.01.1992 in Medjugorje.

Sr. Lucia von Fatima sagt 1958: “Seit die Jungfrau Maria dem Rosenkranz eine solche Macht verliehen hat, gibt es weder ein materielles noch ein geistiges, weder ein nationales noch ein internationales Problem, das man nicht mit dem Rosenkranz und unseren Opfern lösen könnte.”

Lassen wir uns aber nicht entmutigen, wenn unsere Bitte nicht sofort erhört wird. Auf einer Votivtafel in der Gnadenkapelle in Altötting ist zu lesen: „Dank, heilige Mutter Gottes, weil du mich 18 Jahre lang nicht erhört hast und mich durch die vielen Prüfungen und Enttäuschungen  beten gelehrt hast.“

Ein herzliches Vergelt`s Gott an die Gemeinschaft “Familie Mariens” für die Möglichkeit der Verwendung einiger Auszüge aus der Zeitschrift “Triumph des Herzens” Nr. 51 “Die Macht des Rosenkranzes”


Quelle:Medjugorje aktuell
Foto: Media Mir Medjugorje und Rudi Baier