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Seligsprechung Eustachius Kugler im Bistum Regensburg
Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg ist wohl das sichtbarste gute Werk von Eustachius Kugler. Der Mann, der am kommenden Samstag selig gesprochen wird, hat einen ungewöhnlichen Lebenslauf hinter sich: Zuerst war der Bauernsohn Joseph Kugler (1867-1946) Schmied, erlitt einen schweren Arbeitsunfall mit lebenslangen Folgen, wurde Mönch (Ordensname "Eustachius") - und ein bedeutender Bauherrn und Gesundheitsmanager. Schon bald nach seinem Tod verehrten ihn viele Regensburger wie einen Heiligen. Dass er jetzt selig gesprochen wird, hat auch mit einem kirchlich anerkannten Wunder zu tun.
Das Wunder
Im Jahre 2001 hatte ein Handwerker mit seinem voll beladenen Lieferwagen einen schweren Unfall. Er kam von der Straße ab, stürzte die Böschung hinab und überschlug sich. Eigentlich hätte der Fahrer tot sein müssen, stieg aber völlig unversehrt aus seinem Wagen aus. Dieses Wunder schreibt der Handwerker seiner innigen Verehrung von Frater Eustachius Kugler zu. Und dieses Wunder wurde im Januar 2009 auch offiziell von Papst Benedikt XVI. als solches bestätigt.
Vom Schmied zum Mönch
1867 war Joseph Kugler in Neuhaus bei Nittenau geboren worden. Er lernte Bauschlosser, verunglückte während seiner Lehre allerdings schwer. Bei einem Sturz vom Gerüst verletzte er sich derart am Bein, dass er Zeit seines Lebens eine Behinderung hatte. Mit 17 Jahren zog Kugler zu seiner Schwester nach Reichenbach in der Oberpfalz und arbeitete in der Schmiede seines Schwagers mit. Viel zu tun gab es im dortigen Kloster, das die Barmherzigen Brüder zu einer Pflegeanstalt umgestalten wollten.
Kugler fand während der Arbeiten immer mehr Gefallen am Klosterleben und verbrachte viel Zeit in dem Haus. So viel Zeit, dass die Bewohner ihm den Spitznamen "Klostersepp" gaben. Im Alter von 26 Jahren trat er schließlich selbst ins Kloster der Barmherzigen Brüder in Reichenbach ein, und aus Joseph Kugler wurde Frater Eustachius. Dort kümmerte er sich besonders um die Kranken und Behinderten.
Moderner Manager
Schon bald wurde er mit der Leitung verschiedener Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser betraut. Vielleicht war ja seine eigene Behinderung Antrieb für sein starkes soziales Engagements.
1925 wählten ihn seine Ordensbrüder zum Provinzial der bayerischen Ordensprovinz. Als neuer "Chef" beauftragte er den Bau des Regensburger Krankenhauses. Ein gewaltiges Vorhaben, gegen das viele seiner Zeitgenossen Bedenken hatten. Zu teuer, zu aufwendig hieß es. Doch Kugler setzte sich durch und ließ das größte katholische Krankenhaus in Deutschland errichten. Mit Erfolg, denn heute arbeiten in dem Lehrkrankenhaus der Universität rund 2300 Mitarbeiter.
Programm der Feierlichkeiten zur Seligsprechung
Samstag, 3. Oktober: Lichtfeier vor dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
Sonntag, 4. Oktober:
14 Uhr Seligsprechung im Regensburger Dom mit Erzbischof Angelo Amato aus Rom und Bischof Gerhard Ludwig Müller
Ab 15.45 Uhr Prozession in Richtung Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, bei der die Gebeine des Seliggesprochenen in die St. Pius Kapelle überführt werden
Montag, 5. Oktober: Gottesdienst in der Taufkirche Kuglers in Nittenau
19 Uhr Festkonzert im Regensburger Dom mit den Regensburger Domspatzen
Die Seligsprechung wird im Bayerischen Fernsehen live übertragen.
Quellenachweis: BR Bayrisches Fernsehen
Weitere Infos auch unter www.eustachius-kugler.de