- Sr. Elvira Petrozzi, Gemeinschaft Cenacolo -

Sr. Elvira (+2023) ist die Gründerin der Gemeinschaft Cenacolo. Es gibt wohl wenige Menschen, die wie sie, voll übersprudelnder Freude, die Auferstehung Jesu verkündet haben. Sie war unzählige Male, bei „ihren“ „Jungs“ und „Mädels“ der Gemeinschaft, Zeugin vom Sieg des Lebens über den Tod. Heute ermutigt sie dich und mich, daran zu glauben, dass Jesu Auferstehung auch unsere Auferstehung bewirkt.

Ein Ereignis, das den Sieg verkündet

Der auferstandene Jesus ist das Herz der Welt, der das ganze Universum belebt; Er ist ein Lichtglanz, der vom leeren Grab ausgeht und die ganze Menschheit – der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – umstrahlt. Jesus ist auferstanden. Das ist ein besonderes und einzigartiges Ereignis, das den Sieg verkündet: den Sieg des Lebens über den Tod, des Lichtes über die Dunkelheit, der Liebe über die Sünde. Das Osterfest ist das Fest der „eilenden Schritte“. Müde, traurig und enttäuscht kommen alle am Grab an, aber im Laufschritt brechen sie von dort wieder auf. Der Auferstandene bewirkt in uns die Dynamik, den Elan und den Eifer der Verkündigung. 
 

Wir müssen die Freude der Erlösung weitergeben! 

Wo sind heute diese Apostel, Petrus und Johannes, die aufbrechen und in die Welt ziehen? Wo sind die „Magdalenas“, die – mit Gott versöhnt und von der Sünde befreit – allen verkünden, dass Jesus lebt? Wir sind es, die Getauften! Wir sind das Volk Gottes, das allen die Freude der Erlösung weitergeben müsste. Durch die Taufe und die anderen Sakramente wird die Welt unseres Herzens gründlich gereinigt und erneuert. Wir werden von bloßen Geschöpfen zu Kindern Gottes! Das ist etwas Außergewöhnliches: Der Himmel kommt auf die Erde herab, um in unseren Herzen etwas ganz Besonderes zu vollbringen, das wir nicht nur für uns behalten dürfen, sondern verkündigen müssen. Zu viele Menschen wissen noch nicht, dass es einen Erlöser gibt, der gekommen ist, um uns die Barmherzigkeit und Liebe Gottes zu bringen. Noch immer ist die Welt dunkel und bedrückt, voller Angst und Finsternis, weil wir Christen für andere Dinge leben und uns nicht mehr des wertvollen Schatzes bewusst sind, den wir in Händen tragen. Wir sprechen über belangloses Zeug und halten unnütze Dinge für wichtig. Unser Kopf „raucht“, weil wir uns zu viele Sorgen machen, anstatt unsere eigentliche Mission auf dieser Erde zu erfüllen; die Selbstsucht macht uns traurig und unsere Ängste werden größer. 
 

Wir sind zur Verkündigung gerufen und lassen uns die Füße anketten

Obwohl wir durch unsere Berufung zur Familie Gottes gehören, versinken wir oft im Sumpf des Egoismus dieser Welt. Wir sind gerufen, die Höhen der freimachenden Verkündigung zu erklimmen, aber wir lassen uns die Füße von der Oberflächlichkeit des Lebens anketten. Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Dies ist die Erfahrung, die ich seit Jahren täglich mache, die ich mit meinen Augen betrachte, mit meinen Händen berühre und mit meinen Ohren höre: die Toten stehen auf, die Gefangenen werden frei, die Blinden sehen – die Kraft Seiner Auferstehung bewirkt unsere Auferstehung. Jeden Tag gibt es tausend Gelegenheiten, das zu bezeugen und sichtbar zu machen, was der Herr für uns getan hat: in einem Lächeln; in einem Moment der Vergebung; in einer Umarmung; in einer Tat der Nächstenliebe; in einer Arbeit, die aus Liebe und mit Liebe getan wird… größer. 
 

Der Tod hat nicht das letzte Wort

Maria Magdalena und die Apostel sollen uns Vorbild sein, damit wir wieder zu laufen beginnen, um allen die Frohe Botschaft zu bringen: Der Tod hat nicht mehr das letzte Wort – er ist besiegt durch das Leben Christi!


Quelle: medjugorje aktuell Nr. 137 / 2024
Foto:
 Comunita Cenacolo