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In Medjugorje auf intensive Weise berührt

Aus einer lockeren Gruppe entwickelte sich nach und nach eine verbindliche Gemeinschaft. Auf verschiedenen Wegen der Evangelisation durften wir, durch die Führung Gottes und Mariens, erleben, wie unsere Arbeit und Gemeinschaft zunehmend konkrete Formen angenommen haben.

Alles begann im Jahre 1988, wie Leon Dolenec berichtet: "Früher bestand der Sinn unseres Lebens darin, möglichst reich zu werden und sich zu vergnügen. Im Herbst 1988 las meine Frau Birgit ein Buch von Anna Katharina Emmerick über das Leiden Jesu, worauf sie anfing, wieder in die Kirche zu gehen und sich immer mehr für den Glauben zu interessieren. Als wir im darauffolgenden Sommer mit der Clique an der kroatischen Küste Urlaub machten, überredete mich Birgit, für einen Tag nach Medjugorje zu fahren. An diesem Ort wurden wir auf intensive Weise von der Muttergottes berührt, so dass ich meinen bisherigen Lebenswandel hinterfragte. Zu Hause begannen wir nach und nach, gemeinsam zu beten, lernten den Sinn der Sakramente neu kennen und fanden wieder Kontakt zur Pfarrgemeinde.
Nach einigen Monaten gründeten wir einen kleinen Gebetskreis. Im gemeinsamen Gebet verspürten wir immer mehr den Wunsch, den vielen Jugendlichen in Deutschland, die weit von Gott entfernt sind, zu helfen, eine Erfahrung des Glaubens zu machen. So entschlossen wir uns im März 1994, eine Wallfahrt für Jugendliche nach Medjugorje zu organisieren."

Diese erste Fahrt mit 70 jungen Menschen, die größtenteils mit der Kirche nicht mehr viel zu tun hatten, war der Auslöser für viele weitere Wallfahrten mit wachsenden Teilnehmerzahlen. Aus diesen Fahrten heraus haben sich in mehreren Städten Gebetskreise entwickelt. Im Laufe des Jahres 1994 erwuchs daraus eine Gruppe, die den Wunsch hatte, sich für Gott und die Anliegen der Königin des Friedens einzusetzen. Diese Gruppe war der Grundstein für die spätere Gründung der Gemeinschaft Totus Tuus.

Birgit Dolonec berichtet:

Am 19. März 1994 startete unsere erste Wallfahrt für junge Leute nach Medjugorje. Nachdem mein Mann Leon und ich 1989 unsere Bekehrung in Medjugorje erlebt hatten, kamen wir im darauffolgenden Jahr wieder an diesen Gnadenort.
Dieses Mal war mein Bruder dabei. Als wir auf dem Erscheinungsberg italienische Jugendliche trafen, die sangen, tanzten und begeistert von Gott waren, dachten wir: „So etwas müsste es in Deutschland auch geben!“ Seit diesem Zeitpunkt hatten wir eine richtige Sehnsucht danach, gemeinsam mit anderen Jugendlichen zu beten und den Glauben zu teilen. Ich malte mir in Gedanken aus, wie schön das werden würde. Wieder zu Hause erzählten wir voller Eifer allen unseren Freunden von unseren Erfahrungen. Leider hielt sich die Begeisterung unserer Freunde sehr in Grenzen! So versuchten wir in der Pfarrgemeinde Anschluss an die Jugend zu finden, wurden jedoch ebenfalls abgelehnt. Ich war enttäuscht! So hatte ich mir das nicht vorgestellt! Trotzdem wollten wir auf die Botschaften der Muttergottes hören und bemühten uns, sie ins Leben umzusetzen. Einmal in der Woche trafen wir uns in der Wohnung eines alten Pfarrers zum Rosenkranzgebet.
Nach einiger Zeit eröffneten wir einen Gebetskreis in der Krankenhauskapelle. Es kamen nur ältere Leute – von Jugendlichen war keine Spur! So machten wir Woche für Woche weiter. Über verschiedene Kontakte, unter anderem zu einem Medjugorje-Jugendgebetskreis, entstand die Idee eine Fahrt für Jugendliche zu organisieren. Obwohl Anfang 1994 noch Krieg in Kroatien herrschte, war bereits nach kurzer Zeit ein „Doppeldecker“ voll! Viele der jungen Menschen hatten mit der Kirche nicht mehr viel zu tun und fuhren nur aus Neugierde mit! Ich konnte bei dieser Fahrt am 19. März, dem Fest des Hl. Josef, nicht mitfahren und brachte Leon zum Bus.
Am Herner Bahnhof sah ich viele skeptische, teilweise auch traurige Gesichter von Leuten, die in den Bus stiegen. Ich dachte nur: „Was wird das wohl werden?!“ Viele Zeugnisse, die teilweise veröffentlicht wurden, bekennen das mächtige Wirken Gottes auf dieser ersten Wallfahrt! Als dann eine Woche später der Bus wieder in Herne vorfuhr und eine ganze Gruppe von glücklichen, lachenden, jungen Menschen heraussprang, die spontan ein Lobpreislied anstimmten, musste ich fast weinen, denn man spürte den Hl. Geist und die Freude so stark, dass bei dem Gesang sogar einige Männer aus der Bahnhofskneipe kamen und angerührt wurden!
Danach war klar: Es musste weitere Fahrten nach Medjugorje geben!

Quellennachweis:www.totus-tuus.de/