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Vorwort zur Zeitschrift Oase des Friedens von Dr. Christian Stelzer

Der 39. Jahrestag der Erscheinungen der Königin des Friedens in Medjugorje ist Anlass zu einem Rückblick in großer Dankbarkeit.

Historisch gesehen hat sich das Bild der großen Weltbühne seit dem 24. Juni 1981 weitreichend verändert – es vollzog sich der Sturz des Kommunismus und damit die Wiedererlangung von Freiheit und politischer Mündigkeit für Millionen Europäer. Weltweit kam es zu einer wirtschaftlichen Globalisierung, in deren Folge die Zahl der Menschen, die hungern und in absoluter Armut leben, halbiert werden konnte – auch wenn es nicht tolerierbar ist, dass heute noch immer über 60 Millionen Kinder wegen Hunger nicht zur Schule gehen können. Und es ereignete sich eine digitale Revolution durch die Computer und neuen Medien, welche die Lebensbedingungen im privaten und öffentlichen Bereich, die Wirtschafts- und Arbeitswelt grundlegend verändert hat. Die Zahl der Kriegstoten ist weltweit in dieser Zeit zurückgegangen, wobei die Ereignisse in Ruanda als Genozid nicht dazugerechnet werden. In diesem afrikanischen Land und in Ex-Jugoslawien hat die Gottesmutter eindringlich zu Frieden und Versöhnung aufgerufen!

Bei all den Veränderungen in Welt, Kirche und im persönlichen Leben hat uns die Zusicherung der Nähe der Königin des Friedens stets begleitet. Der Rosenkranz, die Verbindungsschnur zu ihr, war uns in all diesen Jahren ein Rettungsanker, der uns in den Stürmen innere Ruhe, Frieden und Zuversicht im Vertrauen auf Gott vermittelt hat.

Als derzeit letzter Tornado gilt die Coronapandemie, die uns als Kehrseite unserer weltweiten Vernetztheit gezeigt hat, wie schnell auch Krankheiten globalisieren und wie verletzlich wir als immunologische Schicksalsgemeinschaft sind: Eine Infektion, die beim Verzehr eines Wildtieres von einem Markt der chinesischen Stadt Wuhan erstmals auf den Menschen übergesprungen ist, breitete sich in Windeseile aus und tötete in nur fünf Monaten weltweit an die 370.000 Menschen.

Freiheit und Globalisierung, die uns heute so selbstverständlich geworden sind, verlangen offenbar von jedem einzelnen ein noch höheres Maß an Verantwortungsbewusstsein und Achtsamkeit. Denn: Unsere Taten haben erstaunliche Folgen, wie wir heute in beeindruckender Weise erkennen, manchmal sogar für die ganze Welt.

In ihrer Botschaft vom 25. Mai 2020, mit der wir uns auf den 39. Jahrestag ihrer Erscheinungen in Medjugorje vorbereiten, sagt uns die Gottesmutter: „Betet mit mir für ein neues Leben für euch alle. In euren Herzen, meine lieben Kinder, wisst ihr, was ihr ändern müsst: Kehrt zu Gott und zu seinen Geboten zurück, damit der Heilige Geist euer Leben und das Angesicht der Erde verändere, die der Erneuerung im Geiste bedarf.“

Im Gebet werden wir Gottes Gebote begreifen. Wie eine gute Gärtnerin die fruchtbare Erde aufbereitet, wird Maria unser Herz verwandeln, damit es Gottes Wort bereitwillig aufnehmen und sich danach ausrichten kann. In ihr selbst ist der Himmel auf Erden aufgeblüht und hat reichlich Frucht gebracht, die auf ewig nicht vergeht und den Hunger der Menschen nach dem neuen Leben in Fülle zu stillen vermag.

In ihrem Hirtenwort zu Pfingsten 2020 sprechen die österreichischen Bischöfe vom Geist der Dankbarkeit und der Lebensfreude. Wörtlich heißt es: „Dankbarkeit gibt ein Gespür für das rechte Maß und befähigt zum Staunen. Zuerst möchten wir Gott danken, dessen Gegenwart Ruhe und Hoffnung verleiht… Ausdrücklich danken wir den Familien und Hausgemeinschaften, die in der Ausnahmesituation viel Ungewissheit abgefangen und emotionalen Halt gegeben haben.“
Und weiter: „Wir dürfen uns die Freude nicht in der Härte der notwendigen Auseinandersetzungen zertrampeln und auch nicht im Gestrüpp der alltäglichen Sorgen ersticken lassen. Am Vorhandensein von Freude erkennt man bereits das Wirken des pfingstlichen Geistes, der von einer falschen Traurigkeit und Verzagtheit befreit.“

Beten wir mit Maria um diesen pfingstlichen Geist der Freude und des Friedens für uns und für die ganze Welt!

In dieser OASE lädt uns Diakon Mag. Zlatko Saravanja ein, mit ihm die Worte der Königin des Friedens zu betrachten.

Pfarrer Josef Gratzer aus Neumarkt im Hausruckkreis berichtet von seiner Berufung in Medjugorje und wie er als Computerpionier am Aufbau der digitalen Medien mitgewirkt hat, durch die heute Millionen Menschen mit Medjugorje verbunden sind.

Das Ehepaar Adelinde und Manfred Schitter pilgert seit 1984 regelmäßig mit Gruppen aus der Steiermark nach Medjugorje. Über ihr besonderes Apostolat für Mary`s Meals, zu dem sie über Medjugorje gefunden haben, berichten sie im Interview mit Mag. Klara Heidlberger in dieser OASE.

Viel Freude am Lesen und einen gesegneten Herz-Jesu-Monat wünscht Ihnen

Christian Stelzer

Oase des Friedens Juni 2020