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Vorwort zur Zeitschrift Oase des Friedens von Dr. Christian Stelzer

„Warst Du schon auf Urlaub?“, werde ich in diesen Tagen oft gefragt. Österreicher lieben den Urlaub. Fast sieben Millionen Reisen verzeichnete die Statistik Austria im vergangenen Jahr für Juli bis September – die Hälfte davon im Inland, die übrigen ins Ausland. “Aktivurlaube” liegen dabei hoch im Kurs – Wandern, Städte besichtigen, Schwimmen, Tauchen, Klettern, Segeln…. „Aktive Erholung“ würde nicht „auspowern“, sondern fit für neue Herausforderungen machen, so das Versprechen.
Nicht alle wollen im Urlaub Leistungen erbringen, und eigentlich ist es auch nicht nötig. Das „Dolcefarniente“, das süße Nichtstun, wie die Italiener es so schön sagen, sollte auch in unserer Leistungsgesellschaft keiner Legitimation bedürfen.
Wie aber können wir unsere leere Batterie wieder aufladen, und vor allem unser Herz erfüllen lassen? Die Bibel selbst gibt uns Anweisungen, ja Gott selbst gibt uns ein Beispiel: „Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte.“ (Gen 2,3).
Ruhe, die gesegnet ist! In welcher Weise aber ruhte Gott aus? Von Cenacolo wissen wir, dass Erholungstage für junge Menschen, die Probleme haben, eine besondere Herausforderung sind. Und auch für zwischenmenschliche Schwierigkeiten ist es erfahrungsgemäß nicht gut, sie für den gemeinsamen Urlaub aufzuheben.
Ein bekannter Theologe schreibt über den „siebenten Tag“: „Gott fühlte an diesem Tag die Welt und war empfänglich für das Glück, das Leid und den Lobpreis seiner Geschöpfe.“ Wie geht es uns selbst an freien Tagen? Erleben nicht auch wir unsere Umwelt, unsere Familie anders als sonst? Am „siebenten Tag“ ermutigt uns Gott, auf unsere Arbeit zu blicken und uns mit Dank erfüllen zu lassen über das, was wir in seinem Namen vollbringen durften. Vielleicht könnte die Einhaltung des „siebenten Tages“ uns auch vor mancher Erschöpfung und Bum-Out, einem Leiden unserer Zeit, bewahren.

„Im Gebet werdet ihr euch ausruhen.“, sagt uns die Gospa am 5. Juli 1984. Jesus selbst lädt uns ein: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt 11,28).
Das „angenehme Leben“, von dem die Botschaft vom 25. Juli 2017 spricht, meint im geistlichen Sinn jenes Leben, das erträglicher und schöner wird, wenn wir uns Gott im Gebet öffnen, „denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.“ (Mt 11,30).

Immer wieder darf ich erleben, dass es heute, ganz ähnlich der „Generation Johannes Paul II.“, auch eine „Generation der Gospa“ gibt, Priester und geistliche Schwestern, die in Medjugorje ihre Berufung erfahren haben, Ehepaare, die sich auf dem Erscheinungs- oder Kreuzberg das Jawort versprochen haben und heute bereits mit ihren Kindern an den Wallfahrtsort pilgern.
Von einigen solcher Menschen berichten wir in dieser OASE: Nicola aus der Schweiz, der schon im Mutterleib nach Medjugorje kam und seit einigen Jahren am Mladifest, dem Gebetstreffen der Jugend, teilnimmt. Georg, dessen Mopedunfall vor mehr als 15 Jahren eine Gebetsbewegung ausgelöst hat, und Chiara, die ihren späteren Ehemann auf einer Wallfahrt nach Medjugorje kennen gelernt hat, die heute eine Fürsprecherin für junge Familien ist und deren Kanonisierung als Selige am 13. Juni begonnen hat. Gemeinsam mit vielen anderen gehören sie der „Generation der Gospa“ an, junge Menschen, denen der Wunsch ins Herz gelegt wurde, zu Gebet und Widerschein der Liebe Gottes für all jene zu werden, die fern der Liebe Gottes und seinen Geboten sind.

In dieser OASE lädt uns der Arzt und Priester Ignaz Hochholzer ein, mit ihm die Worte der Gottesmutter vom 25. Juli 2017 zu betrachten.

Wir bringen in dieser OASE ein Interview mit P. Dr. Tomislav Pervan OFM über die aktuelle Situation von Medjugorje in der Kirche.

Anlässlich des 20. Jahrestages der Eröffnung des Hauses „Mutter der Guten Hoffnung“ lädt die Gemeinschaft Cenacolo herzlich zu einem Fest am 2. und 3. September nach Kleinfrauenhaid ein.

Einen schönen Sommer,
und viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

Christian Stelzer

Oase des Friedens August 2017