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Friedensgebet in Wien


Kardinal Schönborn mit Marija Pavlovic-Lunetti

„Message for You!“ - Friedensgebet im Wiener Stephansdom am 24. September 2013: „Der Friede scheint doch möglich zu sein, heute noch mehr als vor drei Wochen.“

Mit diesen hoffnungsvollen Worten richtete sich der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, an die vielen Tausenden Gläubigen im Wiener Stephansdom, die dieses Jahr wieder der Einladung zum „großen Friedensgebet“ gefolgt waren.

Der Kardinal erinnerte dabei an den Aufruf von Papst Franziskus, der vor drei Wochen einen weltweiten Gebets- und Fasttag für den Frieden in Syrien angeordnet hatte. „Und was ist seither geschehen? Ein machtloser Mann ohne Waffen rief zum Frieden auf, und dieser Aufruf ist in der ganzen Welt gehört worden. Unzählige Menschen haben an jenem Tag für den Frieden gebetet und gefastet, darunter auch viele Muslime.“ Der Kardinal lud die Gläubigen dazu ein, für die Politiker zu beten, „damit sie sich von Gedanken des Friedens leiten lassen mögen“.
Marija Pavlovic-Lunetti, die zur Gruppe jener Menschen aus Medjugorje gehört, die als Seher die Erscheinungen der Muttergottes bis heute bezeugen können, erzählte von ihrem Leben mit der „Gospa“ – so nennen die Menschen in Bosnien-Herzegowina liebevoll die Gottesmutter. Die Gospa habe sie und die anderen Seher all die Jahre in eine „Schule des Gebetes“ genommen. Dabei hätten sie immer mehr erfahren, wie wichtig das Fasten und das Gebet für den Erhalt des Friedens seien. So habe die Muttergottes die Seher immer wieder dazu eingeladen, als „Kinder Gottes“ zu leben und so „den Frieden in unseren Herzen und in unseren Familien“ zu verbreiten. Die Seherin rief auch die anwesenden Gläubigen dazu auf, „für unsere Politiker und unsere Lehrer zu beten, damit eine Kultur des Friedens beginnen kann“. (Komplettes Zeugnis)
Bereits zum sechsten Mal hatten sich Gläubige aus ganz Österreich im überfüllten Dom zu Sankt Stephan in Wien eingefunden, um für den Frieden in der Welt zu beten und das Zeugnis von Menschen zu hören, deren Leben sich aufgrund eines Bekehrungs- bzw. eines Heilungserlebnisses im herzegowinischen Wallfahrtsort Medjugorje grundlegend verändert hat. So berichtete diesmal Pascale Gryson aus Belgien von einer wunderbaren Heilung, die im vergangenen Jahr in Medjugorje an ihrem Körper gewirkt wurde. Aufgrund einer neurologischen Erkrankung war sie seit Jahren gelähmt an den Rollstuhl gebunden. Heute kann sie wieder problemlos gehen.
Georg Schwarz von der Gemeinschaft „Cenacolo“ berichtete von Menschen in seinem Umfeld, die aufgrund des Gebetes von Alkohol und von den Drogen geheilt wurden. In der von Sr. Elvira Petrozzi gegründeten Gemeinschaft „Cenacolo“ finden junge Alkoholiker und Drogensüchtige durch das tägliche Gebet und die Arbeit wieder Halt und den Mut zu einem neuen Leben ohne Drogen.
Andreas Schätzle, Direktor von Radio Maria Österreich, erzählte wiederum, wie sehr ihn der Gnadenort Medjugorje während seiner Jugend geprägt hat und wie dort seine Berufung zum Priestertum gereift ist. (Der bekannte Musiker spielte daraufhin auf seiner Gitarre ein berührendes selbst komponiertes „Berufungslied“.)
Magnus MacFarlane-Barrow, Gründer der internationalen Hilfsorganisation „Mary’s Meals“, erzählte von der ergreifenden Begegnung mit Papst Franziskus diesen Sommer in Rom. Außerdem berichtete er, wie er mithilfe seiner Organisation, die in 16 der ärmsten Länder der Welt tätig ist, täglich über 800.000 Kindern eine warme Mahlzeit und den Zugang zu einer Schulausbildung ermöglicht. Unter anderem wird auch seit einigen Monaten eine Schule für taubstumme Kinder in Liberia mit täglichem Schulessen unterstützt.
Das „große Friedensgebet“, das unter dem Motto „Message for you“ auch diesmal wieder ganz im Zeichen der Muttergottes, der „Königin des Friedens“, stand, ist bereits ein fester Bestandteil des Glaubenslebens in der Erzdiözese Wien und darüber hinaus geworden. Organisiert wurde der Gebetsabend von mehreren Gemeinschaften, wie u.a. der „Oase des Friedens“ und der „Johannesgemeinschaft des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens“. So sieht Christian Stelzer, einer der Verantwortlichen des Gebetstreffens, das Friedensgebet als eine „Fortsetzung des Betens und Fastens für den Frieden, zu dem Papst Franziskus aufgerufen hat, und als eine Antwort auf die Einladung der Gottesmutter, an ihrer Hand den Weg des Friedens, der Christus selbst ist, zu gehen.“

M. Czernin
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