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Die Beichte - Medjugorje, der größte Beichtstuhl der Welt

Ohne Vergebung kein Friede

Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer aus Innsbruck betont: "Was ich bei Menschen, die nach Medjugorje pilgern erfahre, ist ein intensives sakramentales und geistliches Leben im Sinne der Umkehr, auch der persönlichen Beichte, im Sinne der Anbetung, im Sinne der Liebe zur Eucharistie und in der Liebe zu Jesus und auch zur Gottesmutter.

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Grundsätzliches zur Beichte

Eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche ist das Bußsakrament oder kurz die Beichte, auch Sakrament der Versöhnung genannt. Wir Christen benötigen die Beichte um die Taufgnade wieder herzustellen um als neuer Mensch vor Gott und der Kirchengemeinschaft zu stehen. 
Um vom Priester die Lossprechung zu erhalten, müssen wir
1. unser Gewissen erforschen
2. unsere Sünden und Fehler mit Reue erkennen
3. den Vorsatz der Besserung haben
4. für Buße und Wiedergutmachung bereit sein und
5. persönlich vor dem Priester unsere Sünden bekennen.
Um die Beichte ablegen zu können nehmen wir entweder die Beichtgelegenheiten in den Pfarreien im Beichtstuhl an oder vereinbaren mit einem Priester einen Termin zu einem Beichtgespräch, das in einem Beichtzimmer stattfindet.

Nachfolgende Bibelstellen aus dem Neuen Testament weisen auf die Beichte hin:
"Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." (Joh 20,21–23)
"Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein." (Mt 16,19)
"Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein." (Mt 18,18)

Die Beichte

Viele Priester bezeichnen Medjugorje als den größten Beichtstuhl der Welt. Wir können nicht beurteilen ob dies richtig ist. Aber sicher ist, dass dort so viele Menschen für sich persönlich dieses einzigartige Sakrament der Liebe, der Versöhnung und der Barmherzigkeit Gottes - die Beichte - wiederentdecken. Eines müssen wir uns dabei immer vor Augen führen: diese Menschen stehen freiwillig zur Beichte an - niemand zwingt sie.

Was macht es nun aus, dass gerade in Medjugorje besonders viele Menschen das Sakrament der Buße, die Beichte suchen? Niemand kann dazu eine letztgültige Antwort geben. Aber es scheint, dass besonders dort Gott vielen Menschen eine Erkenntnis über ihre eigenen Verfehlungen schenkt.

Eine junge moderne Frau schilderte ihre Erfahrung folgendermaßen: Eigentlich hätte sie mit Wallfahrten überhaupt nichts am Hut. Ihre beiden Freundinnen hätten sich zu einer Wallfahrt nach Medjugorje angemeldet und eine davon sei erkrankt. So sei sie eben eingesprungen um ihrer Freundin einen Gefallen zu tun nicht wegen der Wallfahrt und schon gar nicht um dort beichten zu gehen. Wenn sie zu sich selbst ehrlich gewesen sei, wusste sie genau was sie falsch gemacht hatte in ihrem Leben. Aber sie hätte nichts anderes, sie könne es nur verdrängen. Teppich auf, alles drunter und Teppich zu. Aber am zweiten Tag in Medjugorje begann das unter dem Teppich an zu riechen - und am fünften Tag konnte ich mich selbst nicht mehr riechen und musste zum Beichten gehen.

Link zu den Auslegungen von Pater Slavko Barbaric zur Beichte.

Das Geschenk der Beichte neu entdecken

Pfarrer Leo Tanner ist von der Sehnsuch erfüllt, den Menschen die befreiende Botschaft des Evangeliums zu bringen und ihre Herzen für die unendliche Liebe Gottes zu öffnen. Er brachte eine Schrift heraus, mit der er die Menschen "auf einem konkreten Weg der Beichtvorbereitung mitnehmen" möchte. Aufbauend auf der Heiligen Schrift bietet er in einer zeitgerechten und leicht verständlichen Sprache Hilfen für einen fruchtbaren Empfang des Bußsakraments an. Hier das zentrale Kapitel über die Beichte.

Buchtitel: Gottes Umarmung annehmen

Beichten in Medjugorje

Persönliche Erfahrungen mit der Beichte

„Die Beichte war eines meiner tiefsten Erlebnisse in Medjugorje"
Zeugnis von Christine

Die Beichte selbst war eines meiner tiefsten Erlebnisse, und das Bewusstwerden über das Geheimnis der Beichte dauerte eine Weile. Ich kam aus dem Beichtstuhl, die Sonne in ihrem Niedergang blickte mir entgegen und ich wollte nur noch lachen. Und zwar so, dass die wartenden Mädchen mir dieses Lachen, trotz aller Anspannung, zurückgaben. Es war eine Freude, die so endlos schien, und ein Lachen aus der Tiefe, es fühlte sich an, als käme es direkt vom Herzen. Ich fühlte mich so unbeschreiblich zeitlos, so frei und leicht. Ich lachte der Sonne entgegen und schlenderte, fast "schwebend" zur Menschenmenge, die eben Eucharistie feierte. Ich wurde gerne Teil dieser in allen Farben und Worten betenden Menschen, und freute mich nur noch, so dass mir die Tränen über das Gesicht rannten. Ich war erfüllt von einer Schönheit, die ich in allem um mich herum wiedererkannte. Ich betete voller Inbrunst, und lachte und weinte!

"Nach der Beichte kann Gottes Gnade mich wieder neu berühren"
Zeugnis von Irmgard

Wenn es mal wieder soweit ist, daß mich alles und jeder aufregt, ich Gott anklage, ich nicht mehr wirklich beten kann, und am liebsten alles hinschmeißen möchte, kann mir meist nur noch die Beichte helfen. Sogar, wenn der Priester was sagt, was mich irgendwie wieder belastet merke ich, wie ein Gnadenstrahl dann doch durchkommt. Ich kann mich wieder besser zu Jesus hinwenden, kann wieder beten und spüre wie die Gnade Gottes wieder wirkt.  Es kommt dann wieder die Freude, der Frieden und v.a. kann ich Umstände die schwer sind besser tragen.

Die 10 Gebote

  1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!
  2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren!
  3. Gedenke, dass du den Sabbat heiligst!
  4. Du sollst Vater und Mutter ehren!
  5. Du sollst nicht töten!
  6. Du sollst nicht ehebrechen!
  7. Du sollst nicht stehlen!
  8. Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten!
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau!
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut!

Die Gebote der Kirche

  1. Du sollst am Sonntag und an den andereren gebotenenen Feiertagen der heiligen Messe andächtig beiwohnen und die Arbeiten ruhen lassen.
  2. Du sollst deine Sünden wenigstens einmal jährlich beichten.
  3. Du sollst wenigstens zur österlichen Zeit die heilige Kommunion empfangen.
  4. Du sollst die von der Kirche gebotenenen Fast- und Abstinenztage halten.
  5. Du sollst der Kirche in ihren Erfordernissen beistehen.

Die sieben Hauptsünden

  1. Hoffart
  2. Geiz
  3. Unkeuschheit
  4. Neid
  5. Unmäßigkeit
  6. Zorn
  7. Trägheit

Beichthilfen

Allgemeiner Gewissensspiegel
Der allgemeine Gewissensspiegel berücksichtigt alle wesentlichen Lebensgebiete. Er ist besonders geeignet für diejenigen, die längere Zeit nicht mehr gebeichtet haben oder sich über einen längeren Lebensabschnitt prüfen möchten. Als Christ soll ich nicht nur das Böse meiden, sondern vor allem Gutes tun. Mein ganzes Leben muß mehr und mehr Ausdruck meiner Liebe zu Gott und dem Nächsten werden. Daher darf ich nicht nur nach dem Bösen fragen, das ich getan, sondern muß auch an das Gute denken, das ich unterlassen habe.

Weitere Beichthilfen:

Gewissenserforschung der Pfarrei Medjugorje - Jugendfestival 2012

http://www.beichten.info/Beichtspiegel_3.htm

Auszüge aus dem katholischen Katechismus

Der katholische Katechismus bietet ausführliche Antworten in allen Glaubensfragen. Er ist eine systematische Zusammenstellung der Glaubens- und Sittenlehre als Grundlage für die religiös-sittliche Unterweisung.

ARTIKEL 4 DAS SAKRAMENT DER BUSSE UND DER VERSÖHNUNG
VI Das Sakrament der Buße und der Versöhnung
1440 Die Sünde ist vor allem Beleidigung Gottes und Bruch der Gemeinschaft mit ihm. Gleichzeitig beeinträchtigt sie die Gemeinschaft mit der Kirche. Darum führt die Bekehrung zugleich die Vergebung Gottes und die Versöhnung mit der Kirche herbei. Das Sakrament der Buße und der Versöhnung bringt das liturgisch zum Ausdruck und bewirkt es [Vgl. LG 11]. 
Kanon 1441 - 1449 

ARTIKEL 4 DAS SAKRAMENT DER BUSSE UND DER VERSÖHNUNG
VII Die Akte des Pönitenten

1450 „Die Buße treibt den Sünder dazu an, alles willig auf sich zu nehmen:
in seinem Herzen ist Reue, im Munde das Bekenntnis, im Tun ganze Demut oder fruchtbringende Genugtuung" (Cat. R. 2, 5, 21)1.
Kanon 1451 -1460   

Gebet zur Beichtvorbereitung

OH GOTT, UNSER VATER IM HIMMEL!
Ich bereite mich vor, im Sakrament der Beichte vor Dich hinzutreten, um Dich durch Jesus Christus um die Vergebung meiner Schuld zu bitten. Durch meine Sünden – das will ich nicht vergessen – habe ich meinen Mitmenschen, mir selbst und auch der Schöpfung geschadet und das Wirken Deiner Erlösung gehemmt. Im Gebet bringe ich jetzt alle jene vor Dich hin, denen ich Leid verursacht habe. Ich bitte Dich durch Jesus Christus, auch sie teilhaben zu lassen an der Fülle Deiner vergebenden Gnade und Barmherzigkeit, die Du mir jetzt im Sakrament der Buße schenken wirst.
Bevor ich zur Vergebung meiner Schuld vor Dich, oh Vater, hintrete, bitte ich Dich, mir zu helfen, damit auch ich all jenen, die an mir schuldig geworden sind, aufrichtig vergeben kann.
Erfülle mich mit Deinem Geist, oh Gott, und ich werde Frieden finden!
Ich bin zur Versöhnung mit den Menschen bereit, denn ich weiß, dass nur so der Friede wachsen kann, den alle ersehnen.
Oh Gott, unser Vater im Himmel! Schenke mir und allen, denen ich mich verbunden weiß, diesen Frieden, denn nur Du zu geben vermagst.
Darum bitte ich Dich durch Jesus Christus, unsern Herrn.
Amen

Aus „Handbuch für Medjugorje-Pilger“

Buchvorstellung

Beichte: Gib mir dein verwundentes Herz
Wie der Kranke den Arzt und die richtige Medizin benötigt, um gesund zu werden, so bedarf auch unsere Seele der Heilung durch Jesus Christus. Der Arzt und Heiland unserer Seele ist Gott allein - sein Stellvertreter ist der Priester. Wenn die Beichte in diesem Sinne aufgefaßt wird, wird sie viel einladender. Dieses Büchlein über die Beichte von Pater Slavko Barbaric, das den berührenden Titel „Gib mir dein verwundetes Herz" trägt, ist ein verläßlicher Wegweiser zu einer solchen Beichte, aber noch viel mehr. Es ist eine unverfälschte Frucht eines warmen Herzens, das Liebe ausstrahlt und zur Liebe aufmuntert.
144 Seiten

Preis 3,60 Euro
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