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Kirchenbau in Alta, Nordnorwegen – 69° 57′ Nord

Mit Unterstützung von "Kirche für den Osten e.V.", der aus dem Verein Medjugorje Deutschland e.V. entstanden ist, entsteht eine katholische Kirche nördlich des Polarkreises.

Bauausführung

Im September 2018 war es soweit. Freiwillige Helfer und Mitarbeiter der „Erich Bundschuh Holzbau GmbH“ aus Walldürn im Odenwald begaben sich nach Norwegen um die Holzkirche aufzubauen, was in diesem Video festgehalten wurde:

Kirchenbau in Alta

Die Einweihung ist für Juni 2019, Fest Peter und Paul, geplant.

Anfänge und Geschichte

Während in Deutschland der Frühling schon Einzug gehalten hat, liegt in anderen Teilen Europas noch meterhoch Schnee, so auch in Alta in Nordnorwegen. Bekannt dürfte die aufstrebende Stadt 350 km nördlich des Polarkreises vor allem bei Liebhabern des Lachsangelns und bei den Jägern des Nordlichts sein. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass dort eine neue katholische Kirche entstehen soll, und dass dieses Vorhaben durch tatkräftige Hilfe aus Bayern verwirklicht wird.

Eine katholische Kirche in Norwegen?
Die Anfänge der katholischen Mission im reformierten Norwegen gehen bis in das Jahr 1855 zurück. Die Stadt Alta wurde zum Ausgangspunkt der Missionierung aller Gebiete, die nördlich des Polarkreises liegen, auserwählt. Knapp 50 Jahre später, im Jahr 1902, musste die Mission aufgegeben werden. Seuchen wie die Cholera, bittere Armut und starke Auswanderungswellen in die USA führten zu einem so starken Bevölkerungsschwund, dass eine Mission nicht mehr möglich schien. Die Patres zogen sich in andere Regionen zurück.
Erst 2001 erwarb die katholische Pfarrei Hammerfest, zu der Alta gehört, wieder ein Haus, um der wachsenden Zahl Gläubigen eine Kirchstätte bieten zu können. Jetzt nach über 15 Jahren platzt diese aus allen Nähten, deshalb beschloss der zuständige Bischof Berislav Grgic aus Tromsø, zusammen mit seinen Priestern, das Wagnis eines Kirchenneubaus einzugehen.

Die Planungen
Nach zweijährigen Planungen ist es heuer so weit. Die Kirche wird kommen, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bereits Mitte Mai 2018 werden auf zwei Sattelschleppern die in Deutschland vorgefertigten Leimholzbinder samt Seitenwänden aus Massivholz mit der notwendigen Isolierung über 3500 km in den äußersten Norden Europas transportiert und an Ort und Stelle aufgebaut. Für die Planungen ist die „Erich Bundschuh Holzbau GmbH“ aus Walldürn im Odenwald verantwortlich, die Montage geschieht unter der Federführung des Vereins „Kirche für den Osten e.V.“, der seinen Sitz in Schamhaupten im Landkreis Eichstätt hat.
Herr Hubert Liebherr von „Kirche für den Osten e.V.“, gemeinsam mit dem Geschäftsführer Herrn Bernhard Thoma haben eine langjährige Erfahrung im Holzkirchenbau. Schon über 30 Kirchen ließen sie in den vergangenen 25 Jahren immer mit der Unterstützung freiwilliger und ehrenamtlicher Helfer in vielen Ländern, vor allem Osteuropas, entstehen.
Doch dieses Mal wird es anstatt in den weiten Osten in den Hohen Norden gehen.

Aufruf zur Mithilfe
Wer mehr Interesse an diesem Projekt hat, oder sogar für zwei Wochen bei der Montage Ende August/Anfang September mithelfen möchte kann über die Webseite „www.kirchen-fuer-den-osten.de“ Kontakt mit Herrn Thoma aufnehmen.

Die Prognose
Wenn alles gut läuft wird der Bischof der nördlichsten Diözese der Welt gemeinsam mit einer jungen und wachsenden Gemeinde noch im Oktober, bevor der erste Schnee fällt, die Einweihung der Kirche vornehmen. Für die Bewohner am Rande der Zivilisation ein wichtiges, sichtbares Zeichen des Aufbruchs im Glauben. Es wird die Menschen dort zukünftig auf ihrem Weg durchs Leben begleiten und stärken.

Quelle: Kirche für den Osten e.V.
2018