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Eröffnung des Jugendfestivals

Das diesjährige 27. internationale Jugendfestival in Medjugorje steht unter dem Wahlspruch: "Seid barmherzig!", (Lk 6,36). Der feierlichen Hl. Messe zur Eröffnung ging das Rosenkranzgebet, vom Außenaltar der Pfarrkirche, voraus, vorgebetet von Fr. Karlo Lovric. Einige Jugendliche aus verschiedenen Ländern stellten sich vor. Um 19:00 Uhr begann die Hl. Messe die Pater Dr. Miljenko Šteko, Provinzial der herzegowinischen Franziskanerprovinz, in Konzelebration mit 320 Priestern feierte.
Zu Beginn der Messe begrüßten die Jugendlichen aus der Pfarrei Medjugorje als Gastgeber die Jugendlichen aus der ganzen Welt, gefolgt von einer Vorstellung von Jugendlichen aus 69 Ländern (Angola, Argentinien, Australien, Österreich, Belgien Benin, Weißrussland, Brasilien Chile, Tschechien, Dänemark Äcuador, Ägypten, Eritrea, Philippinen, Frankreich, La Reunion, Guatemala, Haiti, Honduras, Hongkong, Kroatien, Irland, Indien, Italien, Israel, Süd Afrika, Kanada, China, Kolumbien, Kongo, Kosovo, Litauen, Libanon, Lettland, Ungarn, Malaysien, Malta, Vatikan usw.)

Auch der Pfarrer von Medjugorje, Pater Marinko Šakota, freute sich sehr über die zahlreichen jungen Menschen und sagte: "Willkommen, meine lieben Jugendlichen, willkommen in Medjugorje, willkommen bei uns zum 27. internationalen Gebetstreffen, unter dem Motto: „Seid barmherzig". In diesen Tagen wollen wir Gott um die Barmherzigkeit bitten, offen zu sein, und wir wollen, darum bitten, dass der Herr uns erlaubt, uns zu wandeln, um uns verändern zu können, so dass auch wir untereinander Barmherzigkeit üben. Wir wünschen Allen, die hier sind, dass sie durch diese Tage hier lernen, barmherzig zu sein."
Pater Dr. Miljenko Steko mahnte in seiner Predigt: "Ihr, die ihr immer wieder hierher zurückkommt, weil ihr eure eigene Erfahrung mit der grenzenlosen Liebe Christi gemacht habt und bezeugen könnt. Eine Liebe, die Gnade und Frieden gibt. Ihr Alle, die ihr immer und immer wieder auf die Einladung der Mutter, die zu den Kindern im Chaos dieser Welt spricht, nach Hoffnung sucht, sucht das Licht und die Zeichen der Zeit. Die Mutter von uns Allen hier, an diesem Ort der Gnade und des Friedens, weist jetzt wieder zurück auf ihren Sohn, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist: Jesus! Im heutigen Evangelium wirft er den gleichen mitleidigen Blick wie seine Mutter auf uns, indem er die Wunden dieser Welt sieht und versteht. Seht und erkennt auch ihr sie, die An- und Herausforderungen, mit der die Jugend der Welt täglich bombardiert wird? Im Arbeitsleben, durch die Medien, die eine heile Welt durch leichte Unterhaltung und vermeintliche Freude vorgaukeln. Durch Menschen, von denen sie Verletzung, Täuschung, Betrug und falsches Glück erfahren. Seht die gesamte Illusion der Wirtschaft, in der rasenden Jagd nach Profit und Gewinn. Das Gegenteil des Evangeliums wird dadurch gelehrt, nämlich, dass man ein Leben ohne Verantwortung und Grenzen leben könne. Und das lässt Jesus mitleidig auf diese, unsere verwundete Welt schauen.
Haben wir alle diese Philosophie des Lebens immer noch nicht erkannt, die das Gesicht der Menschheit entstellt? Wie z. B. bei den jungen Menschen, die Arbeit, Anstrengung, und Schweiß ablehnen und verspotten oder als unnötig vorgegeben oder notwendiges Übel betrachten. Wie bei denen, für die es Krankheit, Alter, Leid und Elend nicht gibt, außer als einen lebenslangen Fluch. Und alles ist im Dunst der ewigen Jugend anzuschauen, in der alles in Übereinstimmung mit den erreichbaren Wünschen ist, die möglichst jetzt und sofort erfüllt werden sollen. Bei jedem Schritt argumentieren sie, dass der Verzicht nicht notwendig sei, weil sie den Überfluss, den sie haben, behalten wollen.
Und hier in Medjugorje herrscht eine ganz andere Sprache: Beten, fasten, bitten, ... All diese Jahre, als ob hier wieder und beharrlich der Ruf hallt, dass Jesus sein öffentliches Wirken beginnt - "Kehrt um, und glaubt an das Evangelium"! ( Mk 1,15) Ich weiß, das ist „schwere Kost.“ Ihr seid Zeugen dafür, für eine solche Welt, die ständig auf der Suche, und in Angst ist. Ihr seid Zeugen der Schaffung eines falsches Bildes von der Welt und aller weiterer alltäglichen „Realität“, aus dem die Früchte, die wir ernten nicht Frieden, sondern Terror, nicht Zufriedenheit, sondern Angst sind.
Wie können wir einen Ausweg finden? Was ist die Antwort auf die Wunden dieser Welt? Wohin sollen wir zurück? Wo sind die Wurzeln? Was ist der Ausweg für die Welt und für den Menschen? Wem kann der Mensch vertrauen? Welche Möglichkeiten stehen ihm zur Verfügung? Und was sind die Folgen seiner Wahl? Reines Wasser kann man ohne Furcht nur an der Quelle trinken. Deshalb bist du hier - in dieser Sitzung, in dieser heiligen Messe! Ich höre wieder die Worte: "Kehrt um, und glaubt an das Evangelium" (Mk 1,15). Reines Wasser - reines Herz! In dieser Hl. Messe könnt ihr damit beginnen, die Umwandlung der Realität zu erbitten. Werdet Boten der Hoffnung, werdet eine neue Morgendämmerung, werdet Samen  und Früchte einer neuen Welt. Oder wie in diesen Tagen der Hl. Vater der Jugend von Krakau sagte: "Die Kirche is watching you - Ich würde sagen, sogar noch mehr: Die Welt beobachtet dich und möchte von dir lernen, ihren Glauben an die Barmherzigkeit des Vaters zu erneuern. Wir Christen sind aufgefordert zu handeln. Als Symbol der ewigen Wahrheit in der alltäglichen Gesellschaft, in der wir leben. Wir sind dazu berufen, wie der Vater barmherzig zu sein, ganz nach dem Wahlspruch des Jugend-Festivals", predigte Pater Miljenko aus vollem Herzen.
Nach der heiligen Messe folgte die Anbetung und die Hingabe an Jesus im Allerheiligsten Sakrament des Altares.

Quellennachweis: www.medjugorjeyouthfestival.ba