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Die Erscheinungen erfüllen mich mit großer Freude!

Die Erscheinungen erfüllen mich mit großer Freude!

Interview der Gebetsaktion Wien mit Ivan Dragicevic.

Ivan, Du erlebst täglich die Erscheinung der Gospa. Würdest Du uns etwas über die ersten Erscheinungen erzählen?

Im Jahre 1981, als mir die Gospa zum ersten Mal erschien, war ich 16 Jahre alt, also fast noch ein Kind. Ich brachte der Gospa keine besondere Frömmigkeit entgegen. Ich ging zwar in die Kirche und betete mit den Eltern, doch oft konnte ich es gar nicht erwarten, daß dieses Gebet beendet wird, damit ich mich mit meinen Freunden treffen könnte. Nicht im Traum hätte ich daran gedacht, daß mir einmal die Gospa erscheint. Als sie mir dann doch erschien, war ich zutiefst verblüfft. Am ersten Tag war ich mir gar nicht so sicher, daß es tatsächlich die Gospa ist, denn ich sah sie nur aus großer Entfernung. Erst in den folgenden Tagen wurde ich mir dessen immer sicherer, denn wir konnten uns ihr immer mehr nähern und sie deutlicher sehen.

Worüber sprach die Gospa bei diesen ersten Erscheinungen?
Die Gospa stellte sich uns als Königin des Friedens vor. Sie sagte, sie sei von ihrem Sohn gesandt worden, damit sie uns den Frieden bringe und dazu beitrage, daß Friede auf der ganzen Welt, Friede zwischen den Menschen und Friede zwischen Gott und den Menschen herrscht. Sie sagte auch, daß die Welt Gefahr laufe, sich selbst zu vernichten. Das waren die Worte, die sie bei den ersten Erscheinungen an uns richtete. Aufgrund dessen, was sie uns damals und auch später sagte, habe ich erkannt, daß sie eine fürsorgliche Mutter ist, die von ihrem Sohn zu uns, seinen Kindern, gesandt worden war.

Wie hast Du Dich in diesen ersten Tagen gefühlt?
Der Beginn der Erscheinungen war überschattet von Unsicherheit. Wir waren noch Kinder, für die solche Worte fremd und fast unverständlich waren. Besonders was das PHÄNOMEN GOSPA betraf, hatten wir Kinder in der Zeit des Kommunismus große Angst. Doch nicht nur wir waren von Angst erfüllt, sondern auch unsere Eltern. Sie wußten, daß die Kommunisten uns, die Minderjährigen, zwar nicht allzu sehr unter Druck setzen konnten, daß es ihnen jedoch nicht erspart bleiben würde. Der Beginn der Erscheinungen war für uns fast wie ein Schock, und ich frage mich auch noch heute immer wieder: Warum gerade ich? Warum hat Gott Seinen Finger gerade auf mich gerichtet? Warum habe ich nicht die Flucht ergriffen? Übersteigt das nicht meine Kräfte? Werde ich diese große Verantwortung tragen können, dieses große Geschenk, das mir der Herr entgegenbringt? Doch im Laufe dieser siebzehneinhalb Jahre habe ich in der Schule der Gospa eine Antwort darauf gefunden und die nötige Sicherheit gewonnen. Ich habe meinen inneren Frieden erlangt.


Was bedeuten für Dich die Erscheinungen der Gospa?

Sie erfüllen mich mit großer Freude. Sie sind ein Geschenk Gottes, das ich gar nicht richtig begreife, und ich weiß nicht, ob ich es überhaupt jemals begreifen werde. Gott hat mir ein großes Geschenk dargebracht, und durch dieses Geschenk fordert er täglich mehr und mehr von mir. Ich bin mir dessen bewußt und ich will die Botschaften der Gospa in die Welt tragen und sie durch meine Lebensweise bezeugen. Die Gospa gesteht jedem von uns seine Freiheit zu und keiner von uns wird in seiner Freiheit beschränkt. Ich versuche das, wozu uns die Gospa aufruft, in meine Familie einzubringen und es in meiner Familie zu leben. Ich bemühe mich so gut ich kann, ein Instrument in den Händen Gottes zu sein. Jedem Menschen, sei er Theologe, Philosoph, Wissenschafter oder ein einfacher Arbeiter, sind Grenzen gesetzt, die er nicht überschreiten kann.

Was ist Deiner Meinung nach der stärkste Beweis für die Erscheinungen?
Ich habe die ganze Welt bereist. Ich bin den verschiedensten Menschen begegnet, Menschen verschiedenster Religionen und verschiedenster Gesinnung. Aufgrund all dieser Begegnungen kann ich sagen, daß die geistige Erneuerung der Welt und der Menschheit den größten Beweis für die Erscheinungen der Gospa erbringt. Alle Menschen, die mit der Botschaft der Mutter Gottes in Berührung kommen, erlangen den Frieden, bekehren sich durch das Gebet und erleben in ihren Familien eine geistige Erneuerung. Sie beginnen ihren Glauben in einer anderen Weise zu leben, mit einem Wort, sie erleben ihre Umkehr, und das ist es im Grunde auch, wozu wir in den Botschaften aufgerufen werden.

Was kannst Du uns über die Erscheinungen und Dein Erleben der Gospa sagen?
Wenn ich zurückblicke, dann kann ich nur sagen, daß jede Erscheinung und jede Begegnung mit der Gospa einzigartig war. Am Anfang hatte ich noch Scheu, sie gewisse Dinge zu fragenm, doch im Laufe der Zeit ist diese Angst gewichen. Je mehr ich mich der Gospa genähert habe, desto freier und unbefangener wurde ich. Wenn ich heute mit der Gospa spreche, dann fühle ich mich, ehrlich gesagt, unbefangener als bei diesem Interview. Ich würde sagen, das dies eine Begegnung zwischen Mutter und Kind ist, bei der das Kind unentwegt Fragen stellt, dieses und jenes fordert und sein Interesse bekundet. Die Gospa ist Mutter und zugleich Lehrerin, eine liebende Mutter, die darauf hinweist, was noch besser gemacht werden könnte. Sie ist eine Mutter, die uns alle in ihrem Herzen trägt und um unser aller Heil besorgt ist. Sie ist die MUTTER DER MÜTTER. Ich spreche mit der Gospa einfach über alles. Gespräche rein persönlicher Art sind mehr oder minder geheim und ihr Inhalt wird erst dann preisgegeben werden, wenn die Zeit dafür reif ist.

Jeder der Seher hat bestimmte Aufgaben zugeteilt bekommen. Deine Aufgabe ist es, mit den Jugendlichen zu beten und ihnen zu helfen. Wie sieht das in der Praxis aus?
Ich betrachte es als mein vorrangigstes Ziel, die Botschaften an alle, besonders jedoch an die Jugendlichen, weiterzutragen. Die Zeit, in der wir heute leben, ist eine Zeit der großen Krisen. Altes fällt und Neues wird geboren. Viele sprechen von Finsternis, vom Ende der Welt und von verhängnisvollen Dingen, die sich ereignen würden. Ich aber sage, daß die Gospa nicht gekommen ist, um uns die Finsternis zu bringen und zu kritisieren, sondern als MUTTER DER HOFFNUNG, und sie will diese Hoffnung in die Welt, in alle Familien und zu den Jugendlichen bringen. Die heutige Zeit zwingt uns ein solches Tempo auf, daß die Jugendlichen und die Familien auf ihrem Wege oft straucheln. Sie vermögen den Weg nicht mehr alleine zu gehen und suchen daher nach einem festen Halt. Es mangelt an Liebe zwischen den Ehegatten, zwischen den Eltern und ihren Kindern. Darum ist es auch immens wichtig, daß die Jugendlichen auf ihre Ehe und ihr künftiges Familienleben gut vorbereitet werden. Viele treten in diese eheliche Gemeinschaft ohne den nötigen Ernst, doch mit vielen Illusionen und falschen Vorstellungen und Wünschen, die sich nicht verwirklichen lassen, ein. Die Gospa wünscht, daß ich deutlich darauf hinweise, wie wichtig die Vorbereitung darauf ist. Sie betont auch, welchen Einfluß die Gesellschaft, das Milieu, Drogen und Alkohol, Medien usw. auf die Jugend ausüben. Heute werden den Jugendlichen oft viel zu viele Freiheiten zugestanden, und die Eltern sind sich zumeist gar nicht bewußt, wieviel Schaden sie ihrem Kind damit zufügen. Ich spreche zu den Jugendlichen oft über die Botschaften und all das, wozu uns die Gospa einlädt.
Dabei betont sie besonders, daß die hl.Messe das Zentrum unseres Lebens sein müßte. Sie sagt in einer der Botschaften, wir dürften nicht aus purer Gewohnheit zur hl. Messe gehen, sondern im Bestreben, Gott zu begegnen. In einer anderen Botschaft betont sie: "Wenn ihr vor der Alternative steht, mich oder die hl. Messe zu wählen, so wählt immer die hl. Messe!" Diese Worte machen deutlich, wie sehr die Gospa wünscht, daß die hl.Messe das Zentrum unseres Lebens sei.

Ivan, Du leitest eine Gebetsgruppe. Wie ist diese Gruppe entstanden und wie oft versammelt ihr euch?
Die Gebetsgruppe trifft sich schon seit Jahren hindurch regelmäßig. Sie ist auf Initiative meiner Freunde, die wollten, daß wir uns versammeln und beten, spontan entstanden. Zu Beginn versammelten wir uns dreimal wöchentlich zum Gebet. Damals waren wir noch allein. Ich habe die Gospa gefragt, ob sie nicht zu unseren Treffen kommen und uns leiten wolle. Sie stimmte zu und so führt sie uns bis heute und gibt uns Botschaften. Die Gruppe setzt sich derzeit aus 20 Mitgliedern zusammen. Wir versammeln uns jeden Dienstag und Freitag um zehn Uhr abends an verschiedenen Orten, so am Podbrdo, beim Blauen Kreuz oder in unseren Häusern. Wenn ich nicht in Medjugorje weile, erteilt die Gospa den Betenden Anweisungen, was zu tun sei. Dann erfolgen auch keine Erscheinungen. Es wird nur konzentriert und innig gebetet. Unser Wunsch ist es, uns zu versammeln, zu beten und gemeinsam zu wachsen. Wir wollen mit unseren Gebeten dazu beitragen, daß die Gospa ihre Pläne mit unserer Welt verwirklichen kann. Ich bin von meiner Aufgabe begeistert, und die Gospa ist glücklich über unser Gebet.
Ivan, ich danke Dir für das Gespräch.

Quellennachweis: Gebetsaktion Wien - 1. Quartal 1999