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In Medjugorje ist für mich die Beichte das Wichtigste

Am 25. Juni 2006 konnten wir Pater Tomislav Pervan, welcher Jahrelang in Medjugorje Pfarrer war, und Besonders die Ereignisse von Anfang an Intensiv miterlebt hat, einige Fragen stellen. Auszüge aus dem Gespräch möchten wir hier veröffentlichen:
Pater Pervan, 25 Jahre sind seitder ersten Erscheinung vergangen. Wie würden sie das Phänomen Medjugorje nach all den Jahren beurteilen?
Medjugorje ist ein großes Zeichen Gottes und ein ganz klares Wort vom Himmel, eine Offenbarung. Die Geschehnisse durch all die 25 Jahre sprechen eine klare Sprache und der gläubige Mensch kann sich dem nur schwer widersetzen. Der Himmel spricht durch die Gospa über die Seher zu uns und wir alle sind aufgefordert, diesem Aufruf, dieser Einladung zu folgen. Wir alle sollen dem Aufruf der Gospa zum Gebet und zur  Umkehr mit unserem Leben verantworten. Der Ortsbischof versucht noch immer das ganze Phänomen als etwas menschlich Gemachtes darzustellen, aber das Volk folgt dem Herzen. Maria ist da, für mich ist das ein klares Zeichen des Glaubens. Was von Anfang an geglaubt wurde, sieht man heute ganz klar. Medjugorje ist ein Ort geworden, wo sich Pilger, Suchende aus der ganzen Welt treffen, um Gott wieder zu finden. Medjugorje ist heute in der Welt fast mehr präsent und bekannt geworden, als die anderen großen Marienwallfahrtsorte, wie Lourdes oder Fatima. Hier sieht man täglich, besonders jetzt im Sommer, tausende suchende Pilger, welche die Antwort auf ihre Lebensfragen im Gebet beider Gospa finden.

Gestern am 24. Juni 2006 wurde bei der Abendmesse das Evangelium in sehr vielen Sprachen vorgelesen. Die Vielfalt der Sprachen war für mich beeindruckend...
Das Evangelium wurde gestern in 17 Sprachen vorgelesen und für mich ist das ein Zeichen aus der Apostelgeschichte, da hat sich der hl. Paulus auch an die 16 Nationen gewandt, - das spricht für das Katholische in Medjugorje. Man sieht hier, dass die Kirche lebt.

In einem Interview hat ein liberaler Journalist gesagt, er hat nur Angst vor einer vitalen Kirche, nicht vor einer traditionellen Kirche. Ist gerade diese traditionelle Kirche schuld, dass im Westen die Kirchen leerer geworden sind?
Nach all dem, was ich in den letzten Jahren erfahren habe, bin ich der Meinung, dass es eine Volkskirche, wie wir sie von früher kannten, nicht mehr gibt; weder in Deutschland, noch in Österreich, und auch nicht in der Schweiz. Heute entwickeln wir uns erneut zu einer Entscheidungskirche. Der einzelne Mensch, der einzelne Gläubige muss sich immer von neuem für die Kirche, für Christus entscheiden. Der Gläubige muss ein klares Ja sagen zu Gott, zu Jesus und zu Maria. Es muss dies ein lebendiges Ja sein. Dieses Ja erfahre ich hier in Medjugorje jeden Tag. Für mich ist die Beichte in Medjugorje das Wichtigste und wenn man sieht, wie sich die Menschen hier ändern, wie sie eine Kursänderung, eine totale Wende in ihrem Leben vornehmen, so Beeindruckt mich das. Die Rückmeldungen von den Leuten sind sehr positiv und viel versprechend. Viele Pilger kommen, nachdem sie Medjugorje besucht haben, erst wieder nach ein paar Jahren zurück. Manche sagen, ich war hier vor einigen Jahren und da habe ich bei ihnen gebeichtet und seither ist alles anders geworden. Für mich persönlich  ist gerade dies das Entscheidende. Der Mensch findet durch Medjugorje zu Gott, durch die Umkehr, durch ein klares Ja, durch ein Ja zu Jesus, ein Ja zu Gott, und ein klares Nein zum Ungeist.

In der katholischen und auch in der weltlichen Presse wurde in der letzten Zeit einige Male berichtet, dass bei dem Ad-limina-Besuch des Bischofs Peric in Rom der Papst über Medjugorie, „gelächelt“  hätte, was sagen sie dazu?
Es schmerzt in ganz Europa, dass diese Schadenfreude den Bischof weltweit begleitet. Wir wissen auch nichts über die Hintergründe von all dem. Auch hier bei der Firmung in Medjugorje  hat der Bischof vor dem Volk seine negative Meinung über Medjugorje ganz öffentlich bekannt. Bei einem persönlichem Gespräch nach dem Mittagessen habe ich ihn daraufhin angesprochen und gesagt, Herr Bischof, bei ihren negativen Äußerungen sollten sie auch die tausendfachen Bekehrungen einbeziehen. Sie als Hirte sollten beim Volk sein und die guten Früchte beobachten. Sie sollten sich in den Beichtstuhl setzen und die veränderten Herzen der Pilger sehen, die durch Medjugorje wieder zu glauben begonnen, haben. Herr Bischof, habe ich zu ihm gesagt, sie sollten auch auf die Meinung der Wissenschaftler, der Ärzte hören, welche bezeugen, dass die Seher nicht krank sind, dass sie sich während der Erscheinung in keiner Hypnose befinden und dass sie von niemandem manipuliert werden, sondern dass hier etwas geschieht, was in der Form noch nie so lange geschehen ist, so einem gigantischen Phänomen kann man sich doch nicht mit einer a priori kategorisch negativen Meinung verschließen.
Die Seher sind kein Medium, sie sind ganz frei, sie freuen sich täglich auf die Begegnung mit der Muttergottes. Sie können den Zustand der Ekstase nicht simulieren, sie erleben die Begegnung n einer für uns nicht sichtbaren Art.

Wir haben gestern am Abend am Altar sehr beeindruckend die Seher nach der Abendliturgie erlebt. Sie vermitteln einen sehr gereiften Eindruck. Wie sehen sie die Seher?
Bei den Sehern handelt es sich um normale Persönlichkeiten. Sie haben in all den 25 Jahren bewiesen, dass sie aufopfernd im Dienst der Botschaften von Medjugorje stehen. Es war sicher auch für sie oft nicht einfach, diesen öffentlichen Druck auszuhalten. Aber wie wir heute sehen, sind es erwachsene Menschen, welche im Leben stehen, und noch immer jeder auf seine Art versuchen, die Botschaften von der Gospa, weiter zu geben.

Jetzt rückblickend auf die 25 Jahre: Hätten sie sich je gewünscht, dass die Mutter Gottes nicht erscheint? Dass sie euch nicht diese große Aufgabe auferlegt hätte?
Dies auf keinen Fall. Ich bin froh, dass uns die Gospa diese Aufgabe anvertraut hat. Wir haben im Jahre 1981 als die Erscheinungen begonnen haben, nicht wissen können, dass daraus eine so große Bewegung entstehen wird. Jeder von uns ist ein kleiner Baustein in diesem großen Mosaik, welches die Muttergottes uns allen schenkt. Auch die Seher haben sich damals gewundert- warum die Erscheinungen so lange andauern. Man hätte sich doch vor 25 Jahren ein leichteres Leben wünschen können, aber jetzt nach all den Erfahrungen und vor allem im Beichtstuhl von Medjugorje erlebt man die großen Gnaden, welche jedem Einzelnen geschenkt werden. Der Papst hat das letzte Mal gesagt, dass man Kirchen und Häuser bauen kann, aber es beibt nur das, was man sät, nur das wächst und bleibt. Und auch in Medjugorje hat die Muttergottes die Saat  ausgestreut und man sieht die Ernte ist groß.

Was würden sie unseren Lesern zum 25-jährigen Jubiläum von Medjugorje wünschen und was wünschen sie sich selbst?
Ich persönlich wünsche mir nach all den Jahren heilig zu werden. Dies ist wahrlich mein einziger Wunsch, dass ich ein heiliges Leben führe und den Botschaften der Mutter Gottes entspreche. Ich wünsche auch jedem, der nach Medjugorje kommt und die Botschaften der Gospa vernimmt, dass er sich bekehrt und versucht mit ihrer Hilfe auch diesen Weg der Heiligkeit zu gehen.

Quellenangaben:  Gebetsaktion Wien 3. Quartal 2006