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Fasten mit Brot - Fasten vor der Eucharistie

Alles, was Jesus im Zusammenhang mit dem Brot sagte und tat, zielte auf die Vorbereitung Seiner Zuhörer zu einem neuen Mahl ab, auf das Brot des Himmels, in dem Er selbst gebrochen und geteilt werden würde für die Erlösung und Rettung der Menschheit. Obwohl Jesus all dies sagte und tat - eben um Seinen Zeitgenossen zu verstehen zu geben, dass Sein Leib und Sein Blut gleichnishaft geopfert werden müssen, wurde Er nicht verstanden. Seine Hörerschaft wies Seine Botschaft zurück, indem sie behauptete, das sei ein hartes Wort und außerdem völlig unverständlich. (vgl. Joh.6, 52-59)

Indem wir uns entscheiden, an bestimmten Tagen nichts als Brot zu essen, können wir durch persönliche Erfahrung verstehen, welchen wirklichen Sinn die Botschaft Jesu hat. Uns wurde die Möglichkeit gegeben, durch Vernunft und durch das Herz die volle Größe der uns von Jesus gegebenen Botschaft zu verstehen, da Er es ist, der im Brot gegenwärtig ist. Indem wir zu sehr auf die Zutaten unseres Mahls bedacht sind, riskieren wir, die Grundnahrung außer acht zu lassen, in der sich Gott selbst in einer besonderen Weise anbietet. Um uns des kleinen Stückchens Brot bewusst zu werden, das wir in uns aufnehmen, müssen wir den Willen haben, physischen Hunger zu erdulden. Sonst laufen wir Gefahr, die Krümel zu verschmähen. Wenn wir an die Praktiken der frühen Kirche denken, die unsere orthodoxen Brüder noch heute ausüben, werden wir leichter das oben Gesagte verstehen, besonders, wenn wir an die Verpflichtung denken, vor der Kommunion einige Stunden zu fasten. Wenn wir indes mehrere Tage fasten, wird sich die Wahrheit noch klarer zeigen.

Vielleicht haben die Armen, welche die Bedeutsamkeit und den Wert des täglichen Brotes kennen, am besten den Wert des Brotes des Himmels begriffen. Wie oft wurde das Herz der Reichen für dieses "kleine" Geschenk, das aber unendlichen Wert besitzt, nicht geöffnet. Eine Frau aus der Gemeinde vertraute mir an, dass die Kommunion für sie ein ernsteres Ereignis geworden sei, seitdem sie freitags bei Brot und Wasser faste. Sie ist erstaunt über die physische Freude, die sie verspürt, wenn sie das kleine Stück Brot in der Kommunion erhält. Jedes Mal ist sie tief bewegt, weil sie sich sofort bewusst wird, dass durch dieses Brot Jesus näher zu ihr kommt.

Marias Botschaft über die Eucharistie
Fasten reinigt unser Herz, um es weiter aufzumachen, sowohl für Gott als auch für die Menschen. Das Fasten macht die Bereitschaft, das Wort Gottes in uns aufzunehmen, in uns größer und regt uns zum Empfang der Kommunion an. Neue Wege erschließen sich für uns in der Feier und in der Teilnahme an der heiligen Messe und in der Anbetung Gottes und Jesu in der Eucharistie. Es kommt der Moment, in dem die Tatsache, dass wir das Mysterium der Eucharistie nicht verstehen können, nicht länger wichtig ist. Was hingegen wichtig ist, ist das Faktum, dass die Eucharistie in uns zu leben beginnt und aktiv wird. In einer Botschaft ruft die Muttergottes uns alle auf: "Die heilige Messe soll euch das Leben sein!" (Botschaft vom 25.4.1988) Dann hat der Fortschritt zu einer neuen Beziehung, die mit Freundschaft zwischen Gott und uns gesegnet ist, begonnen.

Text aus dem Buch "Fasten" von Pater Slavko Barbaric
(Buch kann bei der Gebetsaktion Wien unter www.gebetsaktion.at)