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Warum bei Brot und Wasser fasten?

Warum bei Brot und Wasser fasten?

In Medjugorje hat uns die Muttergottes um die Rückkehr zum Fasten gebeten. Als Antwort auf die Frage: «Welches ist die beste Art des Fastens?», sagte die Heilige Jungfrau: «Natürlich bei Brot und Wasser.» Wir begreifen, dass Brot und Wasser nicht die einzigen Möglichkeiten des Fastens sind, aber sie sind der beste Weg, gemäss der Muttergottes. Man muss in das Fasten bei Brot und Wasser hineinwachsen. Wenn jemand noch nie gefastet hat, so kann es sehr entmutigend sein, das Fasten nur bei Brot und Wasser zu beginnen, falls er nicht vom Herrn den Aufruf erhält. Es gibt auch andere Arten des Fastens, die in uns denselben Zweck erfüllen und zugleich helfen, uns in die Richtung des besten Fastens zu begeben. Zum Beispiel die Ablehnung bestimmter Speisen oder das Essen ungewürzter Speisen oder das Essen von Speisen, die wir nicht gerne essen, oder das Auslassen von Nachspeisen oder ganz einfach weniger essen. Das sind nur einige wenige Wege des Fastens, die mit dem Essen in Zusammenhang stehen. Das Wichtige ist, dass wir überhaupt in irgendeiner Weise zu fasten beginnen – und zwar jetzt. In Medjugorje liegt das Schwergewicht jedenfalls auf dem Fasten bei Wasser und Brot, und das hat eine tiefe Bedeutung. Brot ist die Nahrung der armen Menschen. Brot zu haben oder nicht zu haben, das ist eine essentielle Frage unserer Existenz. Die Bibel spricht oft vom Brot. Gott sandte Brot (Manna) für sein Volk während seines Marsches durch die Wüste herab. (vgl. Ex 16) In seinen Lehren spricht Jesus vom Brot, das vom Himmel herabkam. Ein Engel brachte dem Propheten Elias Brot und einen Krug voll Wasser, als dieser vor Erschöpfung geschwächt war (vgl. 1 Kön 19,5ff). Nach Speis und Trank bekam Elias wieder neue Kräfte und setzte seinen Weg fort.

      Die Seher fragen, welches Fasten das beste sei. «Ein Fasten bei Wasser und Brot. (31.08.1981)

Ist es nicht bezeichnend, dass andererseits, nach dem Evangelium, immer die Armen Jesus am nächsten waren? Sie aßen mit Ihm, folgten Ihm und hörten Seine Worte. Nachdem Er zur Menge gesprochen hatte, die nicht nur nach seinen Worten, sondern auch nach körperlicher Nahrung hungrig war, vermehrte Jesus die Brotlaibe (vgl. Mk 8, 1-10 und Mt 15, 32-39). Durch die Vermehrung des irdischen Brotes bereitete Jesus die Leute auf das himmlische Brot vor.

Indem man einen Tag nur von Brot und Wasser lebt, zeigt man die Bereitschaft, vor Gott arm zu sein, bereit zu sein, seinem Willen zu folgen. Das heisst, den Spuren seiner Propheten und derer zu folgen, die geprüft worden waren, um ein Zeugnis des Glaubens abzulegen.

Brot ist die Hauptnahrung seines Volkes und gleichzeitig ist das Brot Symbol des Lebens. Wasser ist für unser Leben ebenfalls unersetzlich. Wasser ist ein Zeichen der geistigen Reinigung. In diesen beiden Wahrheiten ist folgende Botschaft ausgedrückt: zum Leben zurückzukehren und zu leben. Komme heraus aus deiner Unreinheit und sei rein. Wir sind eingeladen, zweimal in der Woche von Brot und Wasser zu leben. Wie die Muttergottes sagte, sind Brot und Wasser das beste Fasten. Der Mensch, der zweimal wöchentlich so lebt, tut zweifellos etwas Gutes für seinen Körper, seinen Geist und seine Seele. Die Muttergottes hat uns in voller Freiheit eingeladen. Und deshalb können wir, wenn wir sehr müde sind oder hart gearbeitet haben, oder wenn wir nicht gesund sind, ohne Furcht auch einen Tee oder Kaffee trinken oder eine Kleinigkeit essen.

Quellenangaben: Text aus dem Buch "Fasten" von Pater Slavko Barbric
(Buch kann bei der Gebetsaktion Wien unter www.gebetsaktion.at)