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Die Liebe verleiht allem Wert

1. "Liebe Kinder, Heute möchte ich euch zur Mitarbeit in der Kirche einladen. Euch alle liebe ich in gleicher Weise, und ich wünsche, daß alle von euch mittun, soviel sie können. Liebe Kinder, ich weiß, daß ihr es könnt, aber nicht wollt, weil ihr euch in diesen Dingen gering und unbedeutend haltet. Es ist notwendig, daß ihr mutig seid und mittels kleiner Blümchen (etwas) beitragt für die Kirche und für Jesus, damit alle zufrieden sein können. - Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!" (31.10.1985)

2. Niemand hat für seine Passivität eine gültige Ausrede, denn jeder wird in gleicher Weise geliebt, wird unendlich geliebt. Die Liebe ist die Quelle der Lebens- und Wirkungskraft. Wer sich geliebt weiß, fühlt sich frei, mutig und ist voll Tatendrang. Er füchtet werder seine eigene Schwäche noch die Fehler der anderen. Während der Hochmut nur zum äußeren Schein handelt, sucht die Liebe nicht nach Ausflüchten, sondern handelt auch tatsächlich. Wer liebt und geliebt wird, fühlt, daß sein Handeln von immenser Wichtigkeit ist. Die Liebe verleiht jedem Werk Größe - sowohl vor den Menschen als auch vor Gott. Es ist besser zu handeln, und dabei Fehler zu begehen, als aus Trägheit zu versuchen, Fehler zu umgehen. Wer nie die Liebe erfahren hat, die über alles Gute und Böse erhaben ist, sondern für das Gute stets belohnt und für das Böse lieblos bestraft wurde, wird immer unsicher, angespannt und unter Zwang handeln. Jedes Tun wird von Erfolg gekrönt sein müssen, koste es, was es wolle. Freude und Frieden wird der Mensch aber dabei nicht erfahren. Das eigene Tun und auch das Tun der anderen wird nur daran gemessen werden, wieviel sichtbaren Erfolg und äußere Anerkennung es eingebracht hat. Das Herz wird dabei von Aggressivität und Mutlosigkeit erfaßt werden. Hier liegt also die Wurzel dessen, was unseren Lebensrhytmus so negativ beeinflußt und was so viele Leiden verursacht.

3. Maria ist unsere Mutter. Sie liebt alle ihre Kinder in gleicher Weise, und daher ist auch jedes Kind aufgerufen, im Rahmen seiner Möglichkeiten bewußt und aktiv im kirchlichen Leben teilzunehmen. Kirchliches Leben bedeutet ein Leben in der Gemeinschaft und jedes Mitglied hat darin seinen angestammten Platz. Niemand kann durch einen anderen ersetzt werden und niemand kann für einen anderen lieben. Große und Kleine, Alte und Junge, Gesunde und Kranke, Reiche und Arme, Gebildete und Ungebildete - sie alle können und müssen zum lebendigen Wirken der Gemeinschaft beitragen. Jede Blüte eines Blumenstraußes  hat ihren Stellenwert. Es gibt keine wichtigere oder minder wichtige Blüte, denn jede einzelne trägt auf ihre Weise dazu bei, daß der Strauß schön wird. Wer das begriffen hat, muß voll Freude erfüllt sein. Wenn uns das bewußt geworden ist, wird die Bitterkeit aus unseren Herzen verfliegen, die bösen Zungen werden verstummen, und viele werden vom Irrglauben, minderwertig zu sein, geheilt werden. Erst dann werden wir unsere Talente voll entfalten können.

4. "Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: er bewirkt alles in allem. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt...Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus." ( 1Kor 12, 4-7 u.12)

Durch die Liebe werden Grenzen überwunden

1. "Liebe Kinder! Ich lade euch ein zur Liebe gegenüber dem Nächsten, zur Liebe gegenüber dem, von dem euch Böses kommt. So werdet ihr mit Liebe die Absichten des Herzens erkennen können. Betet und liebt, liebe Kinder! Mit Liebe seid ihr imstande, auch das zu vollbringen, was euch als unmöglich erscheint. - Danke, daß ihr meinem Ruf gefoglt seid!" (7.11.1985)

2. Wir alle wissen aus Erfahrung, daß jedes Wesen geliebt werden will. Nicht nur der Mensch, auch die Tiere und die Pflanzen sehnen sich nach Liebe. Lieben und geliebt werden gehört zu den Grundprinzipien des Lebens. Wo es keine Liebe gibt, herrscht der Haß, das heißt, es herrschen Tod und Verderben. Wer liebt und geliebt wird, trägt das Licht in seinem Herzen und in diesem Licht vermag der er Menschen und Ereignisse zu sehen und zu erkennen. Wenn jedoch das menschliche Herz von Haß erfüllt wird und auf menschliche Schwächen und Sünden nicht mehr mit Liebe reagiert, sondern mit Ablehnung und Verurteilung, kann der Tod seinen Siegeszug antreten. Der Tod herrscht in erster Linie über jene, die hassen, selbst wenn ihr Haß aus menschlicher Sicht begründet ist. Die Menschen verfahren immer nach dem Prinzip: Liebe den, der dich liebt und hasse den, der dich haßt. Das heißt, Gleiches mit Gleichem zu vergelten: Zahn um Zahn, Wunde um Wunde, Tod um Tod. Das ist das Gesetz des Todes, und dieses Gesetz ist im Menschen leider tiefer verankert als das Gesetz des Lebens.

3. Maria will uns auf einen anderen Weg führen - den Weg Christi den Weg der Kinder Gottes und den Weg ihrer Kinder. Sie will uns lehren, daß die Liebe den Haß besiegt, das Licht die Finsternis vertreibt und die Vergebung den zugefügten Schmerz vergessen läßt. Hier hat die Liebe Christi ihren Ausgangspunkt und damit auch die Liebe jedes Christen. Wer liebt, der steht im Licht. Das Licht der Liebe beleuchtet daher auch das Tun der anderen. Die Liebe bildet sich ihr Urteil, aber sie verurteilt nicht, sie versucht zu verstehen und zu akzeptieren, aber nicht abzuweisen. Sie vermag daher naiv und schwächlich erscheinen, tatsächlich jedoch ist sie allmächtig. Wer liebt, trägt das Feuer der göttlichen Allmacht und der göttlichen Allwissenheit in sich. Wer aber nicht liebt, der lebt im Dunkeln, denn der Haß verbreitet nur Finsternis. Er straft sich somit selbst, denn er steht seiner eigenen Entwicklung im Wege, er schöpft seine Möglichkeiten nicht voll aus und setzt seinem Lebensraum nur enge Grenzen. Maria will uns die richtigen Lebensregeln beibringen und darum fordert sie uns auf, zu lieben und unsere Liebe über alle menschlichen Erwägungen und die menschliche Logik zu stellen. Nur so können wir die Gesetze des Friedens befolgen und den Weg des Friedens beschreiten.

4. "Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, läßt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf!" ( 1 Kor 13. 4-8a)

Die Liebe überwindet Müdigkeit und Entfernung

1. "Liebe Kinder! Ich, eure Mutter, liebe euch und möchte euch zum Gebet aufmuntern. Liebe Kinder, ich bin unermüdlich und rufe euch auch dann, wenn ihr weit von meinem Herzen seid. Ich bin Mutter. Wenn ich auch Schmerz empfinde über jeden, der auf Irrwege geraten ist, verzeihe ich leicht und freue mich über jedes Kind, das sich bekehrt. - Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!" (14.11.1985)

2. Wer liebt, sucht unermüdlich die Nähe des Geliebten. Menschliche Gefühle wie Haß, Neid, Eifersucht, Kränkung, Ungerechtigkeit, Ablehnung oder auch andere negative Einflüsse werden dem, der im christlichen Sinne und durch die Kraft Christi liebt, nichts anhaben können. Seine Liebe wird sich nur neu beweisen und weiter festigen. Die rein irdische Liebe dagegen ermüdet rasch und versiegt. Enttäuschte Liebe läßt Rachegelüste aufkeimen, und unerwiderte Liebe hinterläßt Leere, in die sich der Haß einnistet. Diese Liebe lebt nur vom irdischen Brot. Sie heischt nach Anerkennung, sie stellt Bedingungen und erwartet Gegenliebe. Diese Liebe ist nur seicht und erzeugt Unmut. Genau das wäre aber für den Menschen der Ansatzpunkt, um seine Beziehung zu den Mitmenschen zu hinterfragen. Wenn unsere Liebe enttäuscht wird, steigen Unmut und Ruhelosigkeit ini uns auf und wir schieben die Schuld anderen zu. Wir meinen, die Menschen wären schlecht, dabei erwarten wir von ihnen nur zuviel, weil unsere Liebe eben nur von menschlichen Motiven geleitet wird.

3. Maria, die Mutter der reinen Liebe, will uns zur christlichen, bedingungslosen, heißen und unermüdlichen Liebe erziehen. Sie selbst geht mit gutem Beispiel voran. In dieser Botschaft bekennt sie ihren Schmerz, aber sie äußert nicht ihren Unmut. Aus Liebe leidet sie für uns und verläßt uns dennoch nicht. Sie ruft uns unermüdlich und liebt uns auch dann, wenn ihre Liebe keinen Widerhall findet. Sie liebt uns, auch wenn wir weit von ihrem Herzen entfernt sind, und sie empfindet Freude, wenn wir zu ihr zurückfinden. Nichts und niemand könnte ihre Liebe unterbinden, und niemand steht so ferne, daß ihn ihre Liebe nicht erfassen könnte. Maria will ihren Kindern nahe sein, und die Liebe öffnet ihr alle Grenzen und läßt sie alle Hindernisse überwinden. Die göttliche Liebe hat im Herzen Mariens ihre wahre Heimstätte gefunden. Wenn wir unser selbst, der Familie, der Gemeinschaft, der Gesellschaft, des Gebets oder der guten Taten überdrüssig sind, so ist auch das ein Ausdruck unserer Liebe. Diese Überdrüssigkeit und Müdigkeit, die sich heute in der ganzen Welt in Form von Drogensucht, Alkoholismus, Verbrechen, Selbstmord oder Ehescheidungen äußert, ist der beste Beweis dafür, daß es an der Zeit wäre, daß jeder einzelne, jede Familie, die Kirche und die ganze Welt endlich das Böse überwindet. Das ist die Botschaft des Friedens, und der Friede kann nur durch die Liebe verwirklicht werden.

4. "Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm! Stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen. Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn." ( Hld 8, 6-7)

Quellenangaben: Text aus dem Buch "Schule der Liebe" von Pater Slavko Barbaric. Das Buch können Sie gerne bei der Gebetsaktion Wien bestellen.