Newsletter
Kontakt
Login

Die Ereignisse unserer Tage im Lichte Mariens betrachtet

Jesus hat mit Seinem Kommen nicht Krankheit und Kreuz aus der Welt weggeschafft, sondern deren tiefen Sinn eröffnet. Dies kann durch das Gebet verstanden und angenommen werden.

Die Botschaft vom 25. Dezember 1991.
Die Muttergottes sagt in dieser Botschaft unter anderem, wir sollen Gott in unseren Familien den ersten Platz geben; dann werde Er uns nicht nur vor dem Krieg, sondern - auch in Zeiten des Friedens - vor jeglichem satanischen Angriff beschützen.

 Diese Botschaft hat vielen Menschen neue Hoffnung gegeben. Aber die Erfahrungen der vergangenen Monate im politischen Leben des kroatischen Volkes sind so bitter gewesen, daß niemand - GOTT verzeihe uns - viel von dieser Hoffnung zum Ausdruck gebracht hatte.

 Eine Woche später, am 2. Januar 1992, wurde in Sarajevo der 15. Vertrag unterschrieben, daß die Kämpfe aufhören würden. Neue Meinungen und neue Ängste, daß es auch ein fünfzehntes Mal fehlschlagen könnte - wie alle vierzehn Mal davor, und dies in kurzer Zeit nacheinander!

 Am 3. Januar um 18 Uhr haben schließlich doch viele todbringende Waffen zum Stillstand gefunden. Tag für Tag Hoffnung und Angst; und es ist jetzt schon die vierte Woche, und der Stillstand hält an - GOTT sei gepriesen! Aus der Botschaft vom 25. Dezember 1991 kann man klar herauslesen, daß Maria die neue Möglichkeit des Waffenstillstandes vorausgesagt hat. Aber nicht nur in dieser Botschaft, sondern auch in allen anderen seit dem zehnten Jahrestag der Erscheinungen in Medjugorje kann man die Vorgänge im nachhinein - aber doch ganz klar - sehen.

 So kann man sagen: In den zehn Jahren zuvor ist kein Krieg angekündigt worden, weil Maria als KÖNIGIN DES FRIEDENS zu Gebet und Fasten für den Frieden aufgerufen hat, um eben den Krieg zu verhindern! Es ist sehr schwer zu sagen oder zu erraten, was geschehen wäre, wenn das ganze kroatische Volk in den vergangenen Jahren auf diesen Ruf geantwortet hätte. Der Glaube sagt uns und die Botschaften bestätigen es uns: Es ist möglich, den Krieg durch Gebet und Fasten zu verhindern!

Die Situation in Medjugorje. Bis jetzt ist Bosnien-Herzegowina noch ohne Krieg und Zerstörung geblieben. Die Situation ist sehr gespannt. Es wird sehr schwer sein - politisch gesehen - eine Lösung für die entstandenen Probleme zu finden. Aber es sind viele Menschen - besonders in den letzten Monaten -, die sich jetzt viel bewußter im Gebet und Fastenbefinden. Dies ist die Hoffnung, von der wir in dieser Gegend jetzt getragen werden.

 In Medjugorje selbst geht das Gebetsprogramm jeden Tag intensiv weiter, obwohl die Zahl der Teilnehmer stark abgenommen hat. Jeden Sonntag nachmittag wird auf dem Erscheinungsberg der Rosenkranz gebetet, und von Zeit zu Zeit wird eine Kreuzwegandacht auf den Krizevac organisiert.

 Flüchtlinge gibt es in Medjugorje selbst und in der näheren Umgebung keine, weil diese Gegend, wie schon erwähnt, noch immer unsicher ist. Wir sind uns aber erst jetzt bewußt geworden, wieviele echte Freunde das kroatische Volk in den Pilgern von Medjugorje erhalten hat. Dies wurde auf zwei Ebenen ersichtlich:

- Die Situation, in der sich das kroatische Volk befindet, hat vielen Pilgern einen neuen Impuls zum Beten und Fasten gegeben. Wohl noch nie in der Geschichte ist ein Krieg von so vielen Gebetsgruppen und betenden Menschen umgeben gewesen.

- Andererseits kommt große Hilfe an materiellen Dingen, ohne die viele bis jetzt verhungert wären. Ich will bei dieser Gelegenheit allen Freunden ein herzliches Vergelt´s Gott sagen und unser Gebetsversprechen geben.

 Ein Pilger sagte: "GOTT hat gewollt, daß wir euch durch die KÖNIGIN DES FRIEDENS kennengelernt und zu lieben begonnen haben, und so leiden wir mit euch".
 GOTT segne alle, die auf irgendeine Weise geholfen haben!

Die Botschaft vom 25. Januar 1992. Sie ist - so hoffen wir, GOTT gebe es! - wiederum eine Nachkriegsbotschaft: Maria ruft unsere Familien auf, das Gebet zu erneuern. So werden sie zu Familien des Friedens und der Liebe werden, und sie werden eine Freude für JESUS sein.

 Das Wort "Erneuerung" hat vei uns jetzt schon in vieler Munde die Worte "Krieg" und "Zerstörung" abgewechselt. Es wird von der Erneuerung der Fabriken, der Wirtschaft, der Schulen und Krankenhäuser, Brücken und Straßen gesprochen; und mit Recht, weil vieles zerstört worden ist.

 Auch Maria in ihrer Botschaft spricht von einer "Erneuerung", die nicht vergessen werden darf: Es geht um die geistige Erneuerung, welche die Bedingung für alles andere ist. DIE IM GLAUBEN UND IN DER LIEBE ERNEUERTEN FAMILIEN WERDEN AUCH FREUNDE IHRES VOLKES UND IHRER KIRCHE SEIN. - Auch Mutter Teresa sagt: "Eine Familie, die betet, ist eine Familie, die liebt: und eine Familie, die liebt, ist eine Familie, die zusammenbleibt." Solche Familien sind eine Freude für Eltern und Kinder, für Kirche und Volk. Um das geht es Maria, die sehr oft die Familien zur Heiligkeit aufgerufen hat.

 Der Krieg hat viel Leid verursacht. Tausende sind gefallen, Tausende wurden verwundet; viele Frauen mit den Kindern sind als Witwen zurückgeblieben, noch dazu oft ohne Haus, weil es zerstört worden ist. Es wird sehr schwer sein, mit diesem Leid umzugehen.

 Maria zeigt uns einen Weg, das Leiden, dieses ewige menschliche Problem, verstehen und annehmen zu können. Jede menschliche Seele sehnt sich danach. Es scheint ein ganz einfacher Weg zu sein: MEHR ZEIT MIT JESUS VERBRINGEN - mit Ihm, der den Weg des Leidens gegangen ist, auf dem Er allen Menschen das Heil verdient hat. Im Lichte des Lebens JESU ist das Leiden der menschliche Weg, der zu GOTT führt, und das heißt, ins ewige Leben, weil sich das Leben nur verändert und nicht zerstört wird. Sobald sich der Mensch dieser Tatsache im Glaubenslicht bewußt ist, versteht er, und er nimmt Kreuz und Krankheit an. Durch die Vertiefung unserer Beziehung zu JESUS, dem leidenden Herrn, taucht der Mensch in neue Lebensdimensionen ein, nach denen sich das menschliche Herz von Anfang an gesehnt hat.

 JESUS hat mit Seinem Kommen nicht Krankheit und Kreuz aus der Welt weggeschafft, sondern deren tiefen Sinn eröffnet. Dies kann nur durch das Gebet verstanden und angenommen werden! So hat aber nicht nur das leidende kroatische Volk einen lebenswichtigen Rat erhalten, sondern alle Leidenden aller Nationen und aller Völker. Aus Erfahrung wissen wir, daß, auch ohne einen Krieg im klassischen Sinn, sich so viele Menschen zerstören lassen, und damit sich selbst und auch ihren Familien, ihrem Volk und der Kirche Kreuze und Krankheiten bereiten.
Denken wir an die Tausende von Opfern der Drogen, des Alkohols; des Selbstmordes durch den verlorenen Sinn des Lebens. Alles Leiden führt den Menschen zu GOTT, wenn der Mensch JESUS sucht oder wenn er zumindest wegen des Leidens anfängt, Ihn zu suchen.

Maria ist als Mutter mit uns. In dieser dem Bösen ausgesetzten und in vieler Hinsicht auch zerstörten Welt spürt man immer mehr den Mangel an mütterlicher Liebe; den Bedarf nach einer Mutter, die mit ihrer zärtlichen Liebe das Grobe und Rauhe, Verwilderte und Zerstörerische in dieser Welt heilt. Die von Aggressionen und Gewalttätigkeiten bedrohte Welt braucht immer mehr die Vergebung, Versöhnung, Gemeinschaft. Und da ist die Mutter, die KÖNIGIN DES FRIEDENS, und bittet uns, ihr zu erlauben, daß sie uns helfen kann.

 Es klingt fast unglaublich, daß Maria - oder GOTT durch Maria - uns bittet, ihre Hilfe anzunehmen. Dies ist aber verständlich! Im menschlichen Herzen gibt es viel Hochmut und Gottlosigkeit, und daher auch bewußten Widerstand und Abweisung der angebotenen Hilfe und Liebe. Ja, der Mensch in seiner Freiheit kann Gott ein "Nein" sagen, und damit sich selbst viel Leid und Zerstörung verursachen. Es geht um das Geheimnis der menschlichen Seele und um das Geheimnis des Bösen. Maria ist bereit, uns zu helfen, zu beschützen und anzunehmen, aber sie erwartet von uns ein entschiedenes Wort, unserer Entscheidung, unser JA. Diese Möglichkeit sollten der Mensch, die menschliche Familie und die Welt nicht abweisen, und zwar um ihres eigenen Heiles willen.

 Diejenigen, die es verstehen mögen beten und fasten, weil das Heil der anderen auch von uns abhängt. Die Ereignisse in Kroatien sollten allen katholischen Christen helfen, die Botschaften Mariens in dieser Zeit ernstzunehmen und zu leben. Dazu segne und beschütze uns GOTT durch Maria.

Quellenangaben: Gebetsaktion Wien/Nr.24 im Jahr 1992