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20. Todestag von Pater Slavko

Pater Slavko Barbarić war Franziskanerpater, hat 18 Jahre in Medjugorje gewirkt und ist am 24. November 2000 auf dem Berg Krizevac verstorben. Er war so vielen Pilgern eine Hilfe und ein Vorbild und hat für sich die tiefe Bedeutung der Erscheinungen in Medjugorje verstanden und in jeder Konsequenz angenommen. Er hat die Botschaften der Gottesmutter gelebt und auch den Pilgern geholfen, sie tiefer zu verstehen und anzunehmen. Er hat zahlreiche Bücher geschrieben, gründete das Mutterdorf (inklusive Altenheim, Kindergarten, Franziskanergarten, Zahnarztpraxis, Physiotherapie u.v.a.m.) und die Gemeinschaft „Barmherziger Vater“ sowie zwei Stiftungen um Jugendliche zu unterstützen. Aus dem Leben und Annehmen der Botschaften heraus entwickelte er das Abendprogramm in Medjugorje – wie wir es heute kennen.

In den kommenden Wochen möchten wir an ihn und sein Lebenswerk, das eng mit Medjugorje verknüpft ist, erinnern.

Jeden Tag bis zum 24. November 2020 könnt Ihr auf dieser Seite neue Geschichten, Worte, Kurzclips uvm. über Pater Slavko Barbarić lesen!

Sein Leben

Pater Slavko Barbarić wurde am 11. März 1946 als Sohn von Marko und Luca geborene Stojic in Dragicina (Pfarrei Čerin) geboren. Er besuchte die Hauptschule in Čerin und das Gymnasium in Dubrovnik.  Am 14.  Juli 1965 trat er in den Franziskanerorden in Humac ein. Seine feierlichen Gelübde legte er am 17. September 1971 ab. Zum Priester wurde er am 19. Dezember 1971 geweiht.  Er studiert in Sarajevo, Graz und Freiburg. Sein Studium schloss er 1978 in Graz mit der Magistratur ab. Nach fünf Jahren pastoraler Tätigkeit in der Pfarrei Čapljina in der Provinz Herzegowina nahm er sein Studium in Freiburg wieder auf, wo er 1982 den Doktortitel auf dem Gebiet religiöser Pädagogik und den Titel des Psychotherapeuten erwarb.

Seine Primiz

Ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder.
Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch,
sondern dient einander in Liebe!
(Gal 5,13)

Zum Gedenken an die Primizmesse

Cerin-Dragicina, 2.1.1972

SLAVKO BARBARIC
Herzegowinische Franziskanerpater

Worte von Pater Slavko

"Gib nicht auf! Fange jetzt an! Fange jetzt an zu beten! Fange jetzt an zu fasten! Gehe jetzt auf den Podbrdo und den Krizevac! Lass die Vergangenheit los! Lass alles los, was geschehen ist, alle Misserfolge und Erfolge! Jetzt ist ein neuer Moment, jetzt wird dir eine neue Gelegenheit geboten, jetzt ist die Gelegenheit für den Neuanfang!"
- Pater Slavko Barbarić

Quelle: Radio Mir


"Wenn der Priester sagt, dass wir in Frieden hingehen sollen – dann beginnt unsere Messe für die anderen."
- Pater Slavko Barbarić


"Ein Christ kann beten und fasten, zur Messe gehen und beichten, Gutes tun, aber dennoch Gott nicht mit Liebe suchen."
- Pater Slavko Barbarić

Anbetung in der Pfarrkirche Medjugorje

Pater Slavko war wirklich ein Mann des Gebetes. Unvergessen sind uns v.a. die eucharistischen Anbetungsstunden, die er in der Kirche von Medjugorje gehalten hat.

Hier ein kurzer „Blick“ in eine seiner Anbetungsstunden, aus dem Film „Im Auftrag der Gospa“ von Filmemacher Michael Mayr. Hier wird nochmals deutlich, wo für P. Slavko die wahren Werte liegen – in der Demut gegenüber der Größe Gottes. „Bei seiner Anbetung wurde seine unendliche Bereitschaft spürbar, sich ganz in den Dienst Gottes zu stellen – direkt und kompromisslos!“ (Zitat aus dem Film) 

Aus den vielen tiefgehenden Betrachtungen von P. Slavko ist auch ein eigenes Buch entstanden: „Betet meinen Sohn mit dem Herzen an“, das bei der Gebetsaktion Wien (www.gebetsaktion.at) oder beim Deutschen Buchladen in Medjugorje – Tiberias – (www.tiberiasmedjugorje.com) erhältlich ist. Das Buch wird jeweils zu EU-Portopreisen verschickt.

>>> ZUM FILMAUSSCHNITT <<<

Gedanken zu seinem 20. Todestag

Dass sich Pater Slavkos Heimgang nun schon zum 20. Mal jährt, ist für uns, die wir ihn kannten, kaum zu glauben, denn er ist für viele von uns so präsent als wäre er noch unter uns. In unseren Herzen hat er nicht nur unauslöschliche Fußabdrücke hinterlassen, sondern er dient uns als Leitstern in den schwierigen und dunklen Momenten unseres Lebens, denn eines seiner Grundmotive im Leben war, sich allem, was Gott in unserem Leben zulässt, zu stellen, nicht aufzugeben, und stets darauf zu vertrauen, dass sich am Ende alles zum Guten wenden wird. Er hat uns das vorgelebt und ich finde es immer noch faszinierend, wie man allem, auch wenn es nach Unheil aussieht, etwas Gutes abgewinnen kann.

Und so ist es vielleicht kein Zufall, dass die Erde sich in P. Slavkos 20. Todesjahr in einer Situation befindet, die fast apokalyptische Züge trägt, und uns zwingt, uns unserer Endlichkeit bewusst zu werden und über die wahren Werte und den Sinn unseres Daseins nachzudenken. Denn einer der auffallendsten Charakterzüge von P. Slavko war es, die uns von Gott zur Verfügung gestellte Zeit gut zu nutzen – viele der uns täglich in Anspruch nehmenden Nichtigkeiten waren für ihn reine Zeitvergeudung und man hatte bei ihm stets das Gefühl, dass er seine Zeit genau nach dem Maßstab der Notwendigkeit eingeteilt hat. So waren Gespräche mit ihm nie ausufernd, sondern immer so kurz wie möglich und zielführend. Die große Ausnahme waren Beichtgespräche, in denen er eine unnachahmliche Langmut und Ruhe bewies, und natürlich die wunderschöne, von Ehrfurcht erfüllte Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes.    

Uns die Botschaften der Muttergottes näher zu bringen und uns zu erklären, wie wir sie in unserem täglichen Leben umsetzen können, das war Pater Slavkos Herzensanliegen und das lebte er uns auch vor; er tat es in unermüdlicher Weise, ohne Rücksicht auf sein eigenes Wohlbefinden, sein Augenmerk war stets ausschließlich auf das Wohlergehen anderer gerichtet. 

Viele von uns sehen ihn noch vor unseren geistigen Augen, wie er mit großen für ihn typischen Schritten die Wege in Medjugorje entlang ging, stets den Rosenkranz in einer Hand und betend – so die Zeit nutzend. Auch auf Reisen, ob im Auto oder Flugzeug, immer war der Rosenkranz in seiner Hand zu sehen. Wer von uns zeigt seinen Glauben auf diese Weise? Verstecken wir nicht eher den Rosenkranz in unserer Jackentasche und beten heimlich? Gerade in dieser gottfernen Zeit, sollten wir uns P. Slavko als Vorbild nehmen und uns nicht schämen, unseren Glauben zu zeigen. Sicherlich ist es leichter, in Medjugorje als anderswo den Glauben zu leben, aber P. Slavko hat immer betont, dass die Muttergottes überall ist, und genau das sollte uns jetzt, da es uns nicht möglich ist dort zu sein, ein Ansporn sein, der Muttergottes zu zeigen, dass wir von P. Slavko gelernt haben.       

Ich bin sicher, dass P. Slavko die Zeit, in der wir jetzt leben, nicht als eine Zeit auferlegter Einschränkungen sehen würde, sondern als eine Zeit der Gnade, eine Prüfung und Zulassung Gottes, in der wir unseren Glauben und unser Vertrauen in Gott, in seine Weisheit und Barmherzigkeit unter Beweis stellen können. Pater Slavko hätte es sicher als eine Chance für uns gesehen, umzukehren und uns auf den schmalen und steilen Weg der Heiligkeit zu begeben, den er uns vorgelebt hat, den Weg, der uns auf unserer Himmelsleiter schneller zu Gott führt.

Schwani Heintschel-Heinegg
Im November 2020

Bilder von Pater Slavko

Einige Bilder aus dem Leben von Pater Slavko.

Pater Slavko

Fotostrecke mit 11 Bildern

Erinnerungen

Alfred Heck ist Pilgerleiter mit „Leib und Seele“. Unzählige Menschen hat er schon nach Medjugorje gebracht. Über viele Jahre hat er P. Slavko gekannt. An seinem reichen Erfahrungsschatz lässt er uns im Folgenden teilhaben:

Mach, was du kannst!

Ich erinnere mich: 09. Juni 1989. „Medjugorje-Deutschland-Treffen“ in Hainzell bei Fulda. Als „junger Pilgerleiter“ durfte ich mit dabei sein. Ein Kaplan aus dem Bistum Augsburg berichtet sinngemäß:

Ich bin nach Medjugorje gereist, weil dort verschiedene Gebetsgruppen gegründet wurden und solche Gebetsgruppen hätte ich auch gerne in meiner Pfarrei gegründet. Ich versuchte Pater Slavko anzusprechen. Er sollte mir möglichst genau beschreiben, wie diese Gruppen in Medjugorje vorgehen und was bei der Gründung einer solchen Gruppe alles vorzubereiten, zu beachten und zu berücksichtigen sei. Um dies alles zu erfahren hatte ich die weite Reise unternommen.
Doch dann, Pater Slavko, den ich nur auf dem kurze Weg zwischen Pfarrhaus und Kirche ansprechen konnte, antwortete; kaum dass ich die Frage an ihn gestellt hatte:  „Mach (tu) was du kannst!“ – und schon war er, ganz entsprechend seiner Art, wieder weg.
Ich war am Boden zerstört! Sollte ich, ein Diözesanpriester aus dem Bistum Augsburg, diese weite Reise gemacht haben, nur um diese 4 Worte gesagt zu bekommen: „Mach was du kannst“?
Doch dann wurde mir klar: Genau diese 4 Worte von Slavko im Vorbeigehen gesagt, waren wertvoller als ein mehrseitiges theologisches Rezept bzw. Konzept, nebst „Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten.“
„Mach was du kannst“ – und lass das sein, was du nicht kannst. Ahme niemand nach, dessen Fähigkeiten du ohnehin nicht besitzt und vergleiche deine Situation (hier: Gebetsgruppe) nicht mit einer ganz anderen, mit einem anderen Umfeld.
Mach (tu) was du kannst, aber tu es!
Diese 4 Worte von Pater Slavko; vor über 30 Jahren von einem Augsburger Priester wiedergegeben, helfen mir auch heute beim Dienst „im Auftrag des Herrn und seiner Mutter.“

Alfred Heck, Köln

Radegunde Jung bringt seit vielen Jahren Pilger aus Deutschland nach Medjugorje. Sie lässt uns im Folgenden an ihren Erfahrungen mit P. Slavko teilhaben:

In meinem Bericht von meiner ersten Pilgerfahrt nach Medjugorje August 1986 schrieb ich von der ersten deutschen Messe, die ich miterlebte und die Pater Slavko feierte: "Man merkt ihm an, dass er aus ganzem Herzen Seelsorger und Priester ist. In seiner Predigt spricht Pater Barbaric klar, überzeugend und eindrucksvoll auf dem Hintergrund der Hauptbotschaften der Gottesmutter über die zentrale Bedeutung der Eucharistie als Gotteserlebnis". Ein Wort aus seiner damaligen Predigt: "...Wenn uns die Eucharistie wieder zur tiefen Gottesbegegnung wird, haben wir alles verstanden, wozu uns Gott hier durch Maria einlädt..." Diese Gottesbegegnung mit dem lebendigen, eucharistischen Herrn vermochte P. Slavko bei den Heilungsgebeten und eucharistischen Anbetungsstunden herzergreifend zu vermitteln, besonders intensiv, wenn er mit dem Allerheiligsten segnend durch die Menge der Gläubigen ging. In der zweiten Predigt, die ich bei dieser ersten Pilgerfahrt von ihm hörte, schloss er mit den Worten: "Mögen wir Kraft des Kreuzes Christi und der Anwesenheit der Gottesmutter erfahren, dass wir bedingungslos von Gott geliebt sind."
Ich habe an ihm vor allem seine Katechesen, Informationsstunden und Predigten geschätzt. Er war für mich der lebendige pastorale und theologische Geist von Medjugorje. P. Slavko pflegte uns Pilgern zu sagen: 'In Medjugorje wird aufgetankt - zu Hause Auto gefahren'. Also: wir müssen jetzt "Auto fahren", d.h. hier und jetzt geistlich leben. Medjugorje ist da, wo man den Glauben der Kirche lebt, Jesus und Maria liebt, die Sakramente feiert und Nächstenliebe übt. So muss es jetzt sein, wo wir nicht nach Medjugorje kommen können: die Eucharistie, das Wort Gottes und die Botschaften der Gospa in der Kirche leben - beten, arbeiten, lieben und so Zeugnis geben für Christus, an der Neuevangelisation in Kirche und Welt mitwirken.

Liebe Grüße
Radegund Jung

Silvia Keller ist eine Medjugorje-Pilgerleiterin aus der Schweiz. Hier lässt sie uns an einem Erlebnis teilhaben, dass sie kurz vor dem Tode P. Slavko‘s mit ihm machte.

Liebe Medjugorje-Freunde, 

es war anfangs November im Jahre 2000, als ich mit einer kleinen Pilgergruppe in Medjugorje weilte. Es hatte wenig Pilger, wir hatten genügend Platz in der Kirche und es war überall sehr ruhig.
Ich nutzte diese ruhige Zeit, um jeweils früh auf dem Erscheinungsberg zu beten. Ich mag mich sehr gut erinnern, wie ich an einem Morgen bei der Tafel des vierten Geheimnisses vom schmerzhaften Rosenkranz stand, als mich plötzlich ein Geräusch aufschreckte. – Dazu muss ich sagen, dass ich an diesem Morgen keinem Menschen begegnet bin. – Als ich den Kopf drehte und leicht auf den Weg nach oben schaute, meinte ich, einen alten Mann mit einem Stock zu sehen. Als er aber näher kam, erkannte ich Pater Slavko Barbarić. Er trug normale Kleidung, keinen Habit, und ging tatsächlich an einem Stock. Er wirkte für mich so alt und war mit den «normalen» Kleidern so dünn, dass ich echt erschrak. Er fühlte sich allein auf dem Weg und es schien mir, dass er sich so richtig gehen ließ. Sofort hielt ich die Hände vor meine Augen und tat, als ob ich ihn nicht sehen würde – ich wollte ihn einfach nicht spüren lassen, dass ich ihn beobachtet hatte. Das Bild von diesem «müden, alten Mann» habe ich noch heute vor Augen.

Wieder zu Hause erzählte ich dies meinem Mann und sagte dazu: «Ich weiß nicht, wie lange Pater Slavko noch lebt, so wie er aussieht». Als aber zwei Wochen später, am 24. November, die Meldung wie ein Lauffeuer durch die Welt ging, dass Pater Slavko gestorben sei, waren wir dann doch recht geschockt.
Er starb, wie eine seiner Sekretärinnen jeweils sagte: «Am Freitag, einem heiligen Tag; zwischen 15 und 16 Uhr, in einer heiligen Stunde; auf dem Kreuzberg, auf einem heiligen Berg.»
Pater Slavko wurde in der Anbetungskapelle aufgebahrt und dort erhielt die Seherin Marija Pavlović am Samstag, 25. November 2000 folgende Botschaft: «Liebe Kinder! Heute, da der Himmel euch in einer besonderen Weise nahe ist, rufe ich euch zum Gebet auf, damit ihr durch das Gebet, Gott auf den ersten Platz stellen könnt. Meine lieben Kinder, heute bin ich euch nahe und ich segne jeden von euch mit meinem mütterlichen Segen, damit ihr Stärke und Liebe für alle Menschen habt, denen ihr in eurem irdischen Leben begegnet, und damit ihr die Liebe Gottes weitergeben könnt. Ich freue mich mit euch, und ich möchte euch sagen, dass euer Bruder Slavko in den Himmel geboren wurde und für euch Fürsprache hält. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!» 

Eine schöne, tröstliche Botschaft und, was noch nie vorkam, dass die Muttergottes in ihren Botschaften einen Menschen beim Namen nennt. Am Sonntag, 26. November, dem Christkönigsfest, fand unter großer Beteiligung der Auferstehungsgottesdienst für diesen großen Diener der Muttergottes statt. Seither gehört es fast selbstverständlich dazu, als Pilger auch einen Besuch am Grab des lieben Heimgegangenen zu machen. Und  er ist wirklich ein großer Fürbitter für uns Pilger geworden.
Warum ist er für die Pilger so wichtig geworden? Die Anfangszeiten in Medjugorje waren für die Pilger nicht einfach, da es noch kein Informationsbüro gab, keine Übersetzungen, keine Pilgerleiter vor Ort usw. Pater Slavko beherrschte mehrere Sprachen, so hat er jeweils die Pilger versammelt und Vorträge gehalten. Er erklärte dann die neueste Botschaft, erzählte, was die Seher zurzeit machen und beantwortete Fragen.
Ein weises Wort von ihm hat uns Schwani Heintschel zur Verfügung gestellt. Es stammt aus einem Beichtgespräch im Juni 1995: «Kratze nicht an den Wunden der Vergangenheit. Was geschehen ist, ist geschehen, das kannst du nicht mehr ändern. Hab keine Angst vor der Zukunft, es kommt meistens ganz anders, als man befürchtet. Verplane nicht deine Zukunft, denn dann lässt du den Willen Gottes nicht zu. Der wichtigste Augenblick in deinem Leben ist die Gegenwart – nur da kannst du was verändern, und der wichtigste Mensch in deinem Leben ist der Mensch, der dir im Moment gegenübersteht.» 

Möge uns dieses Wort trösten und täglich begleiten, ganz besonders in dieser außerordentlichen Zeit. 

Sylvia Keller
Quelle: Zeitschrift „Medjugorje“ Schweiz, November 2020

Alfred Heck bringt seit vielen Jahren Pilger nach Medjugorje. Im Folgenden erzählt er uns eine Begebenheit, die er mit P. Slavko erlebt hat:

Ohne Rast und Ruh!

Ende Oktober 1993; der Balkankrieg ist noch nicht beendet: Wir fliegen mit unserer Medjugorje-Pilgergruppe montagnachmittags über Split zurück nach Deutschland. Mit dabei: Pater Slavko. Locker, freundlich; ganz unscheinbar in Cordhose und Anorak (den Habit in der Reisetasche), nimmt er sich bei der Ankunft in Düsseldorf noch Zeit für ein Foto mit Maren und Markus, den Zwillingen einer Mitpilgerin.
Doch kaum 1 Stunde nach der Landung in Düsseldorf kniet Pater Slavko bereits, ganz ins Gebet versunken, in der übervollen Salvatorkirche in Köln, vor dem Eucharistischen Allerheiligsten und gestaltet das Gebet mit den Pilgern, die bis spät in die Nacht mit ihm Gottesdienst feiern und seiner Katechese lauschen.
Früh am nächsten Morgen bereits ein Gespräch mit dem Kölner Kardinal und ein ausführliches Interview mit der Kirchenzeitung. In vollen 2 Seiten bringt die Kirchenzeitung anschließend alles, was Pater Slavko über Medjugorje dargelegt hat: Knapp, präzise, sachlich und schlüssig: Das ganze Medjugorje-Geschehen auf den Punkt gebracht.
Am gleichen Tag noch Weiterreise in das 3 Std. entfernte Den Haag, wo kroatische Soldaten vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagt sind. Pater Slavko kommt zu Ihnen, um ihnen die Beichte abzunehmen. Rückkehr wiederum erst spät in der Nacht.
Am nächsten Vormittag, noch ehe ihn das Flugzeug von Frankfurt aus zurück nach Split bringt, Gespräch mit hochrangigen amerikanischen „Militärs“ im Raum Frankfurt. Er setzt sich für einen Einhalt des Blutvergießens in seinem Land ein.
Am gleichen Abend schon wieder kniet Pater Slavko in Medjugorje in der überfüllten Kirche und gestaltet von 21 – 22 Uhr die Eucharistische Anbetung.

3 Tage seines pausenlosen Einsatzes „im Dienste der Gospa“, die ich hautnah miterleben konnte. Jede sich bietende Gelegenheit, jede Stunde sinnvoll im priesterlichen Dienst ausgenutzt! Kein Wunder, das knapp nach knapp 30-Priesterjahren, davon 18 Jahre in Medjugorje, der Akku leer, aufgebraucht war. Nun dürfte ihm die „ewige Ruhe“ vergönnt sein.

Alfred Heck, Köln

Meditation

Unzählige Male führte uns P. Slavko ins Gebet. Gerade seine Anbetungsstunden sind vielen Pilgern in besonderer Erinnerung. Hier findet Ihr eine seiner Meditationen. Möge sie uns ins Gebet führen und uns zeigen, wie sehr Gott uns liebt, dass Er uns Heilung und Befreiung schenken möchte.

Ich bete Dich an, Jesus. Ich glaube, dass Du hier anwesend bist, wahrer Gott und wahrer Mensch. Ich danke Dir für Deine Liebe, welche Dich inspiriert hat, Brot zu nehmen und zu sagen: «Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.» Danke, dass Dein Herz sich nach dem Moment sehnt, für uns hingegeben zu werden. Danke für Deine Anwesenheit. Auf diese Weise verwirklichst Du Dein Versprechen an die Apostel: «Ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt.» 

Nun bitte ich Dich, Jesus, erwecke in meinem Herzen eine tiefe Sehnsucht und Liebe zu Dir, damit mein Herz beginnt, mit derselben Liebe zu Dir zu brennen. Ich bitte Dich um die Gnade und Gabe der Sehnsucht und Liebe zu Dir. Ich gebe zu, dass mein Herz oft weit weg ist von Dir und dass meine Pläne, meine Interessen und meine Sorgen mich leicht von Dir trennen. Ich bekenne, dass mein Herz für die Welt und für ihren Geist offen ist und dass falsche Götter und Angebote dieser Welt allzuleicht den ersten Platz in meinem Herzen einnehmen. Mein Hochmut und meine Selbstsucht hindern mich so leicht auf dem Weg zu Dir. 

Jesus, ich bitte Dich, sende mir jetzt Deinen Heiligen Geist, damit er mich von allem befreie, was mich daran hindert, Dich mit meinem ganzen Herzen, mit meiner ganzen Seele und meinem ganzen Sein anzubeten. Möge Dein Geist mein Herz reinigen, damit Du den ersten Platz in meinem Leben einnehmen kannst. Möge Dein Geist mich befähigen, Dich als meinen Weg, meine Wahrheit und mein Leben anzunehmen, damit ich von diesem Moment der Anbetung an durch Dich mit dem Vater und dem Heiligen Geist in jedem Moment meines Lebens sein kann.

Maria, danke, dass Du mir sagst, dass Du mit mir bist, wenn ich Deinen Sohn anbete. Ich bitte Dich, dass Du mir mit Deiner mütterlichen Fürbitte hilfst, ihn anzubeten, so wie Du Ihn anbetest. Hilf mir, dass ich mich in diesem Moment der Anbetung ganz hingebe, damit Jesus das Zentrum meines Lebens sein kann, so wie er das Zentrum Deines Lebens war. Ich bitte Euch alle, ihr Heiligen und Engel, mir zu helfen, dass ich mit ganzem Herzen ewiglich zu Jesus Lieder der Dankbarkeit und des Lobpreises singe. 

Jesus, ich bete Dich an, ich liebe Dich und ich vertraue Dir. Du bist der König des Friedens. Du bist gekommen, um der Welt den Frieden zu geben. Am Kreuz hast Du bewiesen, dass Du der König des Friedens bist, als Du für jene gebetet hast, die Dich gekreuzigt haben und Du den Vater gebeten hast, ihnen zu vergeben. Ich lobe Dich, ich danke Dir und preise Dich, dass Du uns durch Dein Beispiel zeigst, wie man den Frieden erhält. Wer den Frieden möchte, muss sich für die günstigen Bedingungen für den Frieden entscheiden. Das sind die bedingungslose Liebe und Vergebung, Barmherzigkeit und Güte, Demut und Liebe zur Wahrheit und Gerechtigkeit.

Ich bitte Dich, Jesus, dass Du mir die Gnade der bedingungslosen Liebe schenkst, damit ich all jenen vergeben kann, die mich beleidigt und verletzt haben. Gib, dass ich all jene, die ich beleidigt und verletzt habe, um Vergebung bitten kann. Möge Deine Liebe jetzt alle Wunden meiner Kindheit heilen. Möge sie mich von allen negativen Erfahrungen befreien, die mich daran hindern, mich Deiner Liebe zu öffnen.

In Deinem Namen widersage ich jedem Hass und jedem Mangel an Freundschaft, jedem Geist der Gewalt und Ungerechtigkeit, jedem Geist der Lüge und des Betrugs. Ich entscheide mich jetzt für alle Bedingungen, durch die ich in Frieden leben kann. Ich bete auch zu Dir, Jesus, für alle Menschen, die mich verletzt haben und für jene, die ich verletzt habe. Möge Deine Liebe ihre Herzen und Seelen heilen, damit Dein Friede zwischen uns sein kann. Ich bete auch für jene, die jetzt die Versöhnung ablehnen, weil die Wunden noch frisch und tief sind.

Ich glaube, dass Du uns zu Zeugen Deiner Liebe und Deines Friedens machen wirst, so wie Deine Mutter uns in ihrer Botschaft aufruft: «Liebe Kinder, ich lade Euch ein, meine lieben Kinder, ohne Unterlass zu beten. Wenn ihr betet, seid ihr Gott näher und er wird Euch auf den Weg des Friedens und des Heiles führen. Deshalb lade ich Euch heute ein, anderen den Frieden zu geben. Nur in Gott ist der wahre Friede. Öffnet Eure Herzen und werdet Geber des Friedens und andere werden neu und durch Euch den Frieden entdecken. So werdet Ihr Gottes Frieden und Liebe, die er Euch gibt, bezeugen. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.» Wir verbleiben in der Stille und bringen alles Gott dar, was in unserem Herzen ist. 

Jesus, ich bete Dich an. Ich möchte Dir jetzt für Deine Familie danken. Du warst gehorsam und Josef und Maria liebten und respektierten Dich. Sicherlich gab es keinen Streit in Deiner Familie. Ihr habt einander geliebt und respektiert und in Frieden und Freude gelebt. Du hast gebetet und versucht, den Willen des Vaters vollkommen zu erfüllen. So bist Du an Weisheit und Wissen vor Gott und den Menschen gewachsen. Danke, dass Du an unsere Familien gedacht hast, als Du zu Deinen Aposteln gesagt hast: «Wenn ihr in eine Stadt oder ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen. Bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden.»

Ich bringe Dir jetzt meine Familie dar, meine Eltern, meine Brüder und Schwestern und alle Mitglieder meiner Familie. Mache meine Familie Deines Friedens würdig. Gib uns die Kraft, einander zu lieben und zu respektieren. Ich danke Dir für alles Gute, das in meiner Familie ist, für die Liebe und den Frieden.

Du kennst auch alle Schwächen, unsere Sünden und Fehler. Du kennst alle Wunden und alles, was in meiner Familie schlecht ist. Du kennst jeden Moment, wenn wir zusammen gestritten haben, einander beleidigt haben, wenn wir böse aufeinander waren und unser Verhalten Unruhe in den Herzen von anderen verursacht hat.

Ich bitte Dich, das Gute zu festigen. Möge es stärker sein als alles Böse. Heile die Wunden in den Herzen der Mütter, der Väter und Kinder, die durch den Mangel an Liebe und Verständnis entstanden sind. Ich bringe Dir die Familien dar, wo Gewalt, Alkohol, Drogen, Untreue, Ungehorsam und Mangel an Vertrauen herrschen. Heile sie, Jesus!

Ich bringe Dir auch alle getrennten Familien und deren Kinder. Möge niemand jemals wieder trennen, was Du zusammengeführt hast. Sei barmherzig mit den Kindern, die auf Grund der Unordnung und des Mangels an Frieden in den Familien leiden. Jene Kinder, die keine glückliche Kindheit haben und in geistiger und materieller Armut leben, heile sie und gib ihnen die Gnade, an Weisheit und Wissen zu wachsen. Ich bringe Dir auch alle Familien, in denen es Abtreibung und Selbstmord gegeben hat. Befreie sie von allen Folgen der Sünde und lasse sie in Frieden leben. Jesus, gib, dass unsere Familien Deines Friedens würdig sein mögen.

Bringe jetzt Jesus die Situation in Deiner eigenen Familie dar und bete. 

Ich bete Dich an, Jesus. Ich danke Dir für Deine Kirche. Ich möchte Dich zusammen mit der verherrlichten Kirche im Himmel anbeten. Ich möchte Dich zusammen mit all meinen Brüdern und Schwestern anbeten, die Dich auf diesem Lebensweg mit Glauben und Liebe anbeten, indem wir mit Hoffnung Deine glorreiche Wiederkunft erwarten. Ich bete jetzt für alle Christen, damit sie in tiefem Glauben und in tiefer Liebe verstehen mögen, dass Du Emmanuel bist, Gott mit uns, das Lamm Gottes, der uns mit seiner Liebe, durch sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung erlöst und zu seinem Volk gemacht hat.

Möge die gesamte Kirche und jedes ihrer Mitglieder, der Papst, die Bischöfe, die Priester und Ordensleute und Dein ganzes Volk in Freude und Frieden Deine Liebe verkünden und allen Nationen Deinen Frieden bringen. Möge die Liebe zu Dir in der Eucharistie in jedem einzelnen Deines Volkes wachsen. Gib, dass alle Priester das Messopfer mit Liebe feiern und dass alle Gläubigen mit Freude und Liebe an der Feier der heiligen Messe teilnehmen und Dich in der heiligen Kommunion würdig empfangen und möge sie uns alle mit dem Geist der Anbetung erfüllen.

Ich bitte Dich für alle, die sich von Dir entfernt haben. Möge Deine eucharistische Liebe sie berühren und ihren Glauben heilen. Ich bitte Dich auch für alle christlichen Gemeinschaften, die nicht Deine eucharistische Gegenwart verkünden. Möge Deine eucharistische Liebe uns einigen, damit wir eins seien, so wie Du im Vater bist und der Vater in Dir. Sende Deiner Kirche heilige und priesterliche Berufungen. Gib, dass die Jugend Deinen Ruf erwidert.

Ich bringe Dir alles Leid und alle Probleme dar, alle Spaltungen und allen Streit, alle Unruhe und Unordnung, die Deine Kirche verwunden. Danke, dass Du all das zum Guten wendest. Möge die Liebe jener, die Dich anbeten, eine Wiedergutmachung für alle Sünden und Beleidigungen gegen Deine eucharistische Liebe sein. Ich bete Dich an, Jesus, und singe zu Dir mit Deinem ganzen Volk. Du bist mein Gott. Ich bete Dich an und preise Dich.

In der Stille bete für Deine Familie, Deine Pfarrgemeinde, Deinen Pfarrer, Kaplan und für Deinen Bischof und seine Diözese.

Ich bete Dich an, Jesus, und preise Dich. Danke, dass Du Dein Volk liebst. Ich danke für all jene in Deinem Volk, die Dich als Messias angenommen haben. Danke für alle Apostel und Jünger. Ich segne Dich zusammen mit all jenen in Deinem Volk, die Du geheilt hast, deren Sünden Du vergeben hast, die Du durch die Brotvermehrung gesättigt hast und all jene, die Du von Satan befreit hast. Viele haben sich geweigert, Dich anzunehmen. Sie haben Dich abgelehnt und Deinen Tod gesucht. Danke, dass Du ihnen vergeben hast und dass Du für sie betest. Danke für Deine Tränen, die Du vergossen hast, als Du über jene geweint hast, die Dich nicht erkannt oder angenommen haben. Der heilige Lukas schreibt: «Als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sagte: Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir Frieden bringt. Jetzt aber bleibt es vor deinen Augen verborgen. Es wird eine Zeit für dich kommen, in der deine Feinde rings um dich einen Wall aufwerfen, dich einschliessen und von allen Seiten bedrängen.» 

Ich bitte Dich, Jesus, für mein Heimatland. Danke für alle guten Menschen und Familien. Sei gesegnet in all jenen, die versuchen, Deinem Wort zuzuhören und danach zu leben, in all jenen, die Dich erkannt und angenommen haben. Sei gesegnet in den Bischöfen, den Priestern und Ordensleuten meines Landes. Sei gesegnet in all jenen, die zum Dienst in geistlichen Werken berufen werden. Sei gesegnet in all jenen, die wegen ihres Glaubens an Dich und ihrer Treue zur Kirche gelitten haben.

Sei gesegnet in all jenen, die krank und hilflos sind und in all jenen, die sie heilen und betreuen. Sei gesegnet in allen Kindern und Jugendlichen, in all jenen, die in der Armee sind, in der Wissenschaft und in der Medizin. Sei gesegnet in all jenen, die für den Frieden und das Wohl sowohl der einzelnen als auch der ganzen Nation arbeiten.

Ich bitte Dich für all meine Landsleute, für all jene, die sich von Dir entfernt haben und ihren Familien und der Nation geschadet haben. Ich bitte Dich für all jene, die im Gefängnis sind, wie auch für all jene, die unter den Einfluss von Drogen und Alkohol gefallen sind. Befreie sie, Jesus!

Jesus, wir bringen Dir jetzt alle, die am meisten Deiner Gnade bedürfen. 

Jesus, ich bete Dich an. Du bist der König aller Nationen und der ganzen Welt. Du bist der König des Friedens. Der Prophet Jeremia ruft: «Bemüht euch um das Wohl der Stadt, in die ich euch weggeführt habe und betet für sie zum Herrn. Denn in ihrem Wohl liegt euer Wohl.» Jesus, ich danke Dir für alle Einzelnen und alle Bewegungen in der Welt, die versuchen, in Deinem Namen der Welt zu einem gerechten Frieden zu verhelfen. Segne ihre Bemühungen. Mögen sie nicht umsonst sein. Mögen diese Menschen nicht müde werden in ihrer Suche nach diesem gerechten Frieden.

Jesus, König des Friedens, auf der Erde wurde ein gefährlicher Same des Krieges ausgesät und alle Arten der Zwietracht spriessen daraus hervor. Mein Friede und der Friede meiner Nation hängen vom Frieden in anderen Ländern und anderen Nationen der Welt ab. Ich bringe vor Dich all jene, die versuchen, ihren Frieden auf dem Unglück anderer aufzubauen, all jene, die Gewalt, Mord, Krieg und Konflikt durch den Hass in ihren Herzen empfangen. Ich bringe Dir all jene, die die Hilflosen zerstören, weil sie von der Gier nach Ansehen und einem ungebührlichen Machthunger erfasst sind.

Ich bringe Dir all jene, die gegen das ungeborene Leben Krieg führen und die Unschuldigen töten. All jene, die die Wissenschaft missbrauchen und sie gegen die Menschheit und die Welt richten, wodurch sie den Geruch des Todes und der Zerstörung verbreiten. Ich bringe Dir alle Opfer der Kriege und Konflikte und alle Wunden, die in den Seelen der Menschen zurückgeblieben sind.

Jesus, König des Friedens, sende Deinen Heiligen Geist, damit er den ursprünglichen Frieden und die Ordnung in diese Welt der Unordnung und der Unruhe bringe. Ich danke Dir, dass Du uns Maria, deine Mutter, die Königin des Friedens in dieser Zeit sendest. Danke, dass Du uns aufrufst, für den Frieden zu beten und etwas für den Frieden zu tun. Maria, danke für die Botschaft, die Du am dritten Tag deiner Erscheinungen gegeben hast: «Friede, Friede, Friede und nur der Friede. Der Friede muss zwischen den Menschen und Gott und zwischen den Menschen herrschen.» Jesus, König des Friedens, erhöre unsere Gebete während dieser Anbetung und gib allen Deinen Frieden. 

Jesus, ich bete Dich an. Ich glaube an Deine Liebe zu den Kranken, den Schwachen und den Sündern. Du bist in diese Welt gekommen, um die Welt zu retten. Ich bringe Dir jetzt all jene, die an Leib und Seele erkrankt sind, all jene, die ihre innere Unabhängigkeit verloren haben und die Gefangene der Sünde sind und sich selbst und andere zerstören. Ich bitte Dich, nur ein Wort zu sagen, um Leib und Seele zu heilen. Heile alle Wunden, die wir in unseren Herzen seit unserer Kindheit tragen. Heile alle Wunden in den Herzen jener, die wir durch unsere Sünden verwundet haben.

Wir bringen dir all jene mit einer unheilbaren Krankheit. Alles ist möglich für Dich. Heile sie, aber Dein Wille geschehe. Heile unser Herz und unsere Seele, dass sie unsere Kreuze tragen können, so wie Du Deines getragen hast.

Besonders bitte ich Dich, jene Herzen zu heilen, die durch Hass verwundet wurden, durch Zwietracht, Krieg und alle Formen der Gewalt geboren werden. Möge Deine Liebe und Deine Barmherzigkeit jede Seele und jedes Herz, bewusst oder unbewusst, berühren, damit wir von allen Wunden geheilt werden. Heile alle unruhigen Herzen, mögen sie Ruhe in Dir finden.

Jesus, sage ein Wort und befreie jene, die unter dem Einfluss Satans stehen, jene die besessen sind und jene, die sich mit Okkultismus beschäftigen. Führe alle zur Freiheit, die Deine göttliche Liebe schenkt. Maria, danke, dass Du uns aufrufst, für die Heilung zu beten. Danke, dass Du mit uns betest. Möge Dein Sohn Jesus durch Deine Fürbitte die Worte sprechen und uns von jeder Krankheit des Geistes, der Seele und des Leibes heilen, damit wir den Frieden und die Liebe, die wir durch die Kraft Deiner Fürsprache erhalten haben, verkünden können. So möge es sein.

Amen.

Quelle: Zeitschrift „Medjugorje“ Schweiz, November 2020