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Medjugorje ist ein Wunder und eine Gnade für uns alle

Medjugorje ist ein Wunder und eine Gnade für uns alle

P. Jozo, heute erinnern wir uns an den ersten Tag der Erscheinungen der Gospa in Medjugorie. Können Sie uns sagen wie Sie persönlich die ersten Tage der Erscheinungen erlebt haben?
Ich war  an jenem Tag, am 24. Juni, in Zagreb in einem Kloster, in dem wir geistliche Exerzitien hatten. Während der Mittagszeit bekam ich einen sehr interessanten Brief von einem Priester, einem Mitglied des Dritten Ordens, der aus Amerika gekommen war. Er erzählte mir, dass er einen Traum hatte und dass er diesen Traum im Brief beschrieben hat. Im Traum ist ihm die Gospa erschienen und er beschrieb meine Pfarre Medjugorje und die ganze Welt. Das erste, was ich dachte, war, warum dieser Priester überhaupt das Bedürfnis hatte, seinen Traum aufzuschreiben. Ich nahm den Brief mit nach Hause und als ich nach Medjugorje kam, legte ich ihn auf den Tisch. Später nahm die Polizei diesen Brief mit. Es tut mir bis heute leid, dass ich nicht besser darauf aufgepasst habe. Für mich war das ein großes Zeichen im Hinblick auf alles, was später geschehen sollte. Am 25. Juni 1981 brach ich von Zagreb nach Medjugorje auf. Ich übernachtete in Posusje, aber niemand sagte mir etwas über die Erscheinungen. Erst in Mostar, wo ich eine Frau aus der Pfarre traf, erfuhr ich, dass die Gospa in Medjugorje erscheint. Das mit dem Brief und mit der Frau habe ich nicht sofort miteinander in Verbindung gebracht. Als ich nach Medjugorje kam, traf ich mich mit den Kindern und begann mit ihnen zu sprechen. Ihre Sprache war sehr einfach, aber so stark, dass ich zur Schlussfolgerung kam, dass sie so etwas nicht aus sich selbst sagen konnten. Trotzdem fühlte ich bei alldem Angst und Bedrängnis. Was ist, wenn es nicht wahr ist, was ist, wenn sie jemand dazu überredet hat, sie manipuliert hat oder ihnen Drogen gegeben hat? Als die Kinder zu Fachleuten nach Mostar zur Untersuchung gebracht wurden, freute ich mich, als ich hörte, dass sie vollkommen gesund sind. Danach kam der Bischof ins Pfarrhaus und sprach mit ihnen. Dann sprach er mit einem Menschen, der in Medjugorje geheilt worden war. Der Bischof war begeistert, glücklich. Alle waren glücklich -  nur ich nicht, denn ich wollte alles zu genau herausfiltern und es nicht einfach so annehmen. Ich spürte, dass ich keine Sensationen brauchte, sondern Gebet, Menschen, die auf das Evangelium Antwort geben. Und siehe da, der Herr und die Gospa hatten Geduld mit mir.

Heute ist ein Tag des Dankes der Gospa gegenüber für all das, was sie während dieser 26 Jahre getan hat, Was möchten Sie ihr heute sagen?
Heute bin ich glücklich und ich bin der Gospa dankbar für jede ihrer Botschaften, für jede Seele, die sie bewegt hat und die nach Medjugorje gekommen ist, trotz aller Schwierigkeiten und Versuchungen. Ich danke ihr heute auch für jede Träne, für alle, die barfuss gehen, für jede Beichte und für jeden Beichtpriester, für jedes reumütige Gebet und für jede Bekehrung. Dankbar bin ich vor allem, dass sich der Himmel geöffnet hat und Gott hier groß, mächtig, allmächtig in der heutigen Welt wurde. Heute, nach 26 Jahren, wenn tausende Pilger zu mir kommen: lm Jahr 1981 hätte ich nicht einmal im Traum denken können, dass Russen, Chinesen, Indianer, Philippiner kommen werden, dass die Leute aus den entferntesten Teilen der Welt nach Medjugorje kommen werden. lch bin glücklich, dass die Pfarrangehörigen ganz fest glauben, trotz aller Schwierigkeiten, die uns von Anfang an bis zum heutigen Tag begegnet sind. Es zahlt sich aus, Zeuge für die Gospa zu sein. Und wenn eines Tages die Kirche ihr Urteil zu allem abgibt, wird es all jenen Leid tun, die ihren Glauben nicht zur rechten Zeit bekannt haben. Mir tut es leid, dass heute hier bei dieser hl. Messe nicht der größte Mensch auf Erden, Papst Benedikt XVl. oder einer der Kardinäle aus unserem Volk Hauptzelebrant ist. Sie alle brauchen keine Angst zu haben, denn hier wird Gott gefeiert, hier sind so viele Früchte, hier geschehen so viele geistliche Bekehrungen und körperliche Heilungen. Es braucht keine Beweise mehr, um glauben zu können, denn hier ist das Evangelium auf besondere Weise lebendig geworden. Hier ist die Gospa gegenwärtig als Mutter, als Dienerin und sie lädt uns alle ein, zu kommen und ihren Sohn anzubete.

Es war schön, Sie heute am Außenaltar gemeinsam mit den Sehern zu sehen, die am Ende der hl. Messe da waren, um das Magnifikat zu beten...
Ich fühle mich so glücklich, dass mir die Tränen kamen. Ich dankte für alle Gnaden, die Gott durch die Gospa über uns ausgegossen hat und die er auch weiterhin ausgießen wird. Die Welt, die Menschen, können heute Gott nicht genug danken, denn es gibt keine Worte, mit denen man danken könnte, aber die Erde kann den Samen empfangen und dann reiche Frucht bringen. Alle diese Menschen hier, die bunten Hautfarben, schwarze, weiße, gelbe, alle ihre Sprachen loben heute Gott. Wer all das nicht erkennt und nicht sehen will, dem bleibt etwas vorenthalten. Wenn jemand hier nicht die Verherrlichung Gottes, des Namens Gottes, des Erlösergottes und seiner Mutter sehen kann, der ist wirklich behindert, es fehlt ihm etwas. Deshalb sind wir verpflichtet, zu beten und bei diesem Gebet ausdauernd zu sein, damit einmal alle glauben können und das annehmen, wozu uns die Gospa während all dieser Jahre einlädt.

Warum bleibt die Gospa so viele Jahre bei uns?
Deshalb, weil es für sie nicht leicht ist, die Menschenherzen aus Stein zu erwärmen, Herzen, die übersättigt wurden, manipuliert von vielen Propheten und von den Sünden der Gegenwart. Aber ich bin glücklich und ich bin auch wegen der Seher glücklich, die seit 26 Jahren unermüdlich über die Gospa und ihren Aufruf sprechen. Heute Abend preisen sie die Gospa mit Recht und singen ihr hier beim Altar, sie singen ihr Gebet, das, Magnifikat. Die Seher sind hier die Mittel und das Zeichen, die Instrumente, auf denen der bekannteste und der größte Künstler aller Zeiten und aller Erdteile spielt, nämlich Gott selbst. Die Seher sind das sichtbare Zeichen, man kann sie anfassen, durch ihre Stimme und durch ihr Gebet empfangen wir alle die Gnade von Gott. Sie sind Menschen, die auf besondere Weise von Gott und von der Gospa erwählt sind. Durch sie strömen alle Segnungen und Gnaden auf uns alle. Wir alle empfangen durch sie Gnaden wie in den ersten Tagen. Hätten sie nicht durchgehalten, wären auch wir heute nicht hier. Hätten sie in Augenblicken der Versuchungen und der Nachstellungen einen Fehltritt gemacht und wären sie ihrer Aufgabe untreu geworden, wäre auch für uns nicht möglich in diesem Umfang dies in Medjugorje zu erfahren, die Gott während dieser Zeit der Gnade auf uns alle ausgießt. Die Seher nämlich sind das lnstrument der Gospa und sie spricht durch sie, sie kündigt an, überbringt die Botschaften. Deshalb ist das wunderschön, dass sie mitten unter einem Volk sind, das gekommen ist, um die Gospa zu sehen und zu erleben. Sie sagen uns heute, dass sie die jenigen sind, die die Gospa mit eigenen Augen gesehen haben, deshalb sagen sie uns heute, hier: "Habt keine Angst, ihr irrt euch nicht, ihr sündigt nicht, wenn ihr die Gospa hier sucht". Denn sie haben auch heute mit ihr gesprochen. Die Seher sind die Garanten der Erscheinungen der Gospa und jeder Gnade, die hier geschieht. So bin ich immer glücklich und dankbar für jeden von ihnen.

Auch Sie sind während diese ganzen Zeit auf dem Weg geblieben, zu dem uns die Gospa einlädt…
Ich bin zu allem bereit, wenn nur der Name Gottes und der Name der Gospa verherrlicht werden. Für einen einzelnen Pilger bin ich bereit, wieder in das Gefängnis, in die Sklaverei zu gehen, angespuckt zu werden, verspottet und abgelehnt zu werden. Diese Gnade, die hier fließt, ist unaufhaltbar und für sie zahlt es sich aus, sein eigenes Leben zu geben. Ich spüre, dass man zu dieser Gnade durch Leiden und Mühen einen Beitrag dazugeben soll. Wenn die Gospa sagt, Mein Mit -euch- Sein ist eine Gnade für euch alle, deshalb nutzt die Zeit der Gnade, dann muss jeder Gläubige, jeder Pilger, der barfuss geht, diese Gnade begreifen. Tausende Leute werden heute Nacht mit dem Rosenkranz in der Hand zu Fuß herkommen, von wer -weiß woher, sie werden barfuss auf den Berg gehen und ihr Herz öffnen, damit der Segen Gottes hineinströmen kann. Man muss für den Pilger beten, man muss den bösen Geist von ihm entfernen und ihn befreien, damit er auf den rechten Weg findet, und das geht nur mit Gebet und Fasten. Medjugorje muss Gegner haben und solche, die es verurteilen, denn Medjugorje ist das Werk Gottes. Medjugorje muss die Taktiker haben, es muss Menschen wie Pilatus und wie Herodes haben. Medjugorje muss die Auszeichnung haben wie sie Jesus selber und das Evangelium hatten. Es muss verfolgt oder angenommen werden, abgelehnt und gepriesen werden. Medjugorje ist kein Phänomen für den Applaus. Medjugorje ist nicht auf der Bühne, sondern Sauerteig, der von Tag zu Tag immer mehr bewirkt. Dem Bischof ist es nicht bewusst, dass heute gebetet wird, dass heute gefeiert wird und dass es keine größere Versammlung auf der Welt gibt, keine tiefere, keine besser vorbereitete, als es hier die Novene war. Wichtig ist, dass wir die Pilger als lebendige Kirche Medjugorje verstehen und annehmen. Liebe Gospa und Jesus, dank sei Euch für diesen Tag und für diese Gnaden, die ihr in all diesen Jahren ausgegossen habt! Medjugorje ist ein Wunder und eine Gnade für uns alle. Medjugorje ist nicht da, um von uns beurteilt und bewertet zu werden. Es gibt keine Waage. mit der wir heute messen könnten, was Medjugorje alles getan hat. Die Werke Gottes kann man nicht richten, wir können sie nicht wägen, wir können sie nur bewundern und Gott kniend danken. Medjugorje ist das Werk Gottes und es lädt uns ein, niederzuknien, um Ihm zu danken, zu singen und Ihn zu preisen. Medjugorje ist eine Gnade, die in unsere Herzen ausgegossen wird, und wir alle gehen von hier froh und glücklich nach Hause.

Gebetsaktion Wien Nr.86 - 2007