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Vorwort zur Zeitschrift Oase des Friedens von Dr. Christian Stelzer

„Der Rosenkranz ist ein großartiges Geschenk Gottes an die Menschheit, denn durch dieses Gebet erlangen wir außerordentliche Gnaden.“, hat Mutter Elvira einmal gesagt. „Vielleicht mag es dem einen oder anderen altmodisch und monoton erscheinen, wir aber können euch bezeugen, dass es Heilung und Befreiung, Frieden und Versöhnung bewirkt.“, so die Gründerin der Gemeinschaft Cenacolo, in der tausenden jungen Menschen in oft ausweglos scheinenden Situationen ein Neubeginn geschenkt wurde.

Papst Franziskus hat die Gläubigen weltweit aufgerufen, im Oktober täglich den Rosenkranz zu beten. Dabei sollten sie vor allem um den Schutz der Kirche gegen den Teufel bitten, heißt es in einer vom Vatikan veröffentlichten Mitteilung. Denn Satan versuche, die Menschen von Gott zu trennen und untereinander zu spalten.

In seiner Erklärung verweist der Vatikan auf eine Predigt des Papstes vom 11. September, in der Franziskus vom „Großen Ankläger“ sprach, wie der Satan in der Bibel auch genannt wird, „der in der Welt umherzieht und schaut, wen er anklagen kann“. Weiter heißt es, die Kirche müsse sich ihrer Fehler, ihrer Schuld sowie vergangenen und gegenwärtigen Missbrauchs bewusst werden. Dagegen müsse sie ohne Ausnahme kämpfen, damit das Böse nicht siege.

Zum Rosenkranzgebet schlug der Papst zwei Ergänzungen vor. Die erste wendet sich an die Gottesmutter: „Unter deinem Schutz suchen wir Zuflucht, heilige Mutter Gottes. Missachte nicht unsere Bitten, die wir in Versuchung sind, sondern befreie uns aus jeder Gefahr, du gesegnete und glorreiche Jungfrau.“

Die zweite, die auf Papst Leo XIII. (1878-1903) zurückgeht, richtet sich an den Erzengel Michael, dessen Fest die Kirche am 29. September feiert: „Gegen die Bosheit und Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz.“

Die Einladung des Papstes ist ganz konkret – wir mögen den Rosenkranz zur Hand nehmen. Der Rosenkranz wird gleichsam zum Erkennungszeichen all jener, die nicht in erster Linie verurteilen wollen, sondern der Kirche Gutes tun und um Schutz für sie beten wollen.
Auch die Worte der Gottesmutter vom 25. August 2018 waren konkret, die sie uns einen Tag, bevor der Tsunami an Anschuldigungen gegen die Kirche in einzigartigem Ausmaß losging, schenkte: „Meine lieben Kinder, betet mehr, redet weniger und überlasst Gott, dass er euch auf dem Weg der Bekehrung führt.“, heißt es in der Botschaft der Gospa.
Vielleicht beginnen wir jetzt besser zu verstehen, warum uns die Gottesmutter bereits zu Beginn der Erscheinungen in Medjugorje aufgerufen hat, die Hälfte unseres Betens und Fastens für den Papst, die Bischöfe, Priester und die Kirche aufzuopfern.
Auch in der letzten Botschaft vom 25. September sind die Worte der Gottesmutter konkret, wenn sie uns ermutigt: „Es ist nicht spät, entscheidet euch für die Heiligkeit und für das Leben mit Gott in Gnade und Frieden!“

Das Friedensgebet im Wiener Stephansdom am 20. September war gleichsam ein Auftakt zu diesem Gebetssturm für die Kirche: Kardinal Christoph Schönborn feierte gemeinsam mit dem Apostolischen Visitator für Medjugorje, Erzbischof Henryk Hoser, und zwei weiteren Bischöfen als Höhepunkt des Gebetsabends die Heilige Messe. Dabei übersetzte er persönlich die Predigt, die Erzbischof Hoser in französischer Sprache hielt, und gestaltete nach dem Gottesdienst gemeinsam mit ihm die Eucharistische Anbetung. Es war die Erfahrung von Einheit und Frieden in der Kirche, die die Gläubigen an diesem Abend mit nach Hause nahmen, eine große Freude, die im Gebet ständig neu geschenkt wird.

In dieser OASE berichten wir ausführlich vom 11. Friedensgebet im Wiener Stephansdom. Wir geben die Worte von Ivan Dragicevic und Erzbischof Henryk Hoser im Wortlaut wieder. Und auch den Dankesbrief von Magnus MacFarlane-Barrow, der an diesem Abend nicht dabei sein konnte.
Die Worte von Mutter Elvira auf Seite 18 laden uns zum Gebet des Rosenkranzes ein: „Warum beten wir den Rosenkranz in der Gemeinschaft – einen am frühen Morgen, einen am Nachmittag und einen am Abend? Weil dieses Gebet den Morgen, den Nachmittag und den Abend unseres Lebens – unsere gesamte Existenz – prägen soll.“

Viel Freude am Lesen und einen gesegneten Rosenkranzmonat wünscht Ihnen
Christian Stelzer

OASE des Friedens – Oktober 2018