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Vorwort zur Zeitschrift Oase des Friedens von Dr. Christian Stelzer

Was wird das Neue Jahr bringen?

Trotz aller Unruhen, Kriege und terroristischer Attentate, mit denen 2016 zu Ende ging, startete die Kirche mit einem Weltfriedenstag ins Neue Jahr. „Gewaltfreiheit: Stil einer Politik für den Frieden“ wurde als Motto für den 1. Jänner 2017, den 50. Weltfriedenstag, ausgegeben.
„Alle ersehnen wir den Frieden; viele Menschen bauen ihn täglich mit kleinen Gesten auf; viele leiden und nehmen geduldig die Mühe auf sich, immer wieder zu versuchen, Frieden zu schaffen.“, so Papst Franziskus in seiner Botschaft. Und er zitiert Mutter Teresa, die 1979, beim Empfang des Friedensnobelpreises, gestand: „In unserer Familie haben wir keine Bomben und Waffen nötig und brauchen nicht zu zerstören, um Frieden zu bringen, sondern wir müssen nur zusammen sein und einander lieben. Und so werden wir alles Böse, das es in der Welt gibt, überwinden können.“ Denn „während die Waffenhändler ihre Arbeit tun, gibt es die armen Friedensstifter, die ihr Leben hingeben, nur um einem Menschen und noch einem, noch einem, noch einem zu helfen.“
Für Mutter Teresa war jeder Mensch wertvoll, und ihr Einsatz für den Schutz des menschlichen Lebens – des ungeborenen wie des verlassenen und ausgesonderten – kannte keinen Unterschied.
Durch die Geburt des Gotteskindes in der Krippe erfährt der Mensch mehr über seine Berufung. Alles ist durch das Wort, durch Gottes Leben, geworden, wie der Apostel Johannes schreibt, und das Leben in der Krippe von Bethlehem ist das Licht der Menschen. (vgl. Joh 1,4). So sind auch wir selbst, jeder von uns, aus Gottes Leben hervorgegangen und berufen, Licht zu sein, oft in der Dunkelheit. Wie sehr wird uns diese Erfahrung beim Anblick eines neugeborenen Kindes bewusst, das so viel Hoffnung in die Welt bringt! Zu Weihnachten durfte ich selbst diese berührende Erfahrung in meiner weiteren Verwandtschaft gleich zweimal machen. Jesus preist das Leben selig: besonders jener Menschen, die arm sind vor Gott, der Trauernden, jener, die keine Gewalt anwenden, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, der Barmherzigen, die ein reines Herz haben, die Frieden stiften, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, die um Jesu willen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werden – ihr Lohn im Himmel wird groß sein. (vgl. Mt 5,3)
„Das Jahr damit zu beginnen, der Güte Gottes im mütterlichen Antlitz Marias, im mütterlichen Antlitz der Kirche, in den Gesichtern unserer Mütter zu gedenken, bewahrt uns vor der zersetzenden Krankheit der ‚spirituellen Verwaisung’ – dieser Verwaisung, welche die Seele erlebt, wenn sie sich mutterlos fühlt und ihr die Zärtlichkeit Gottes fehlt.“, so Papst Franziskus in seiner Homilie beim Gottesdienst am Hochfest der Gottesmutter Maria am 1. Januar in der Petersbasilika.
„Der Himmel ist mit euch und kämpft für den Frieden in euren Herzen, Familien und in der Welt“, sagt uns die Gospa am 25. Dezember, „und ihr, meine lieben Kinder, helft mit euren Gebeten.“
Der Friede wird auch 2017 ein zentrales Thema sein, das uns begleiten und beschäftigen wird. Was kann unser Beitrag sein?
Bei all dem Negativen, das wir tagein und tagaus hören, sagt uns die Gospa, dass wir die Hoffnung nicht verlieren und unseren Blick und unser Herz zum Himmel und zur Ewigkeit ausrichten sollen. So werden wir für Gottes Pläne offen bleiben, was auch geschieht.
Nehmen wir diese Zusage der Gospa als Reiseproviant mit auf den Weg und gehen wir voll Vertrauen ins Neue Jahr. Gott will uns und unserer Zeit den Frieden schenken. Bitten wir ihn inständig, dass sein Reich kommen möge!
In dieser OASE lädt uns der Theologe und Psychotherapeut Dr. Reinhard Pichler ein, mit ihm die Worte der Gottesmutter vom 25. Dezember zu betrachten.
Der außergewöhnliche Bericht des Franziskanerbruders Vincenzo Maria Mazzoleni bezeugt das besondere Wirken Gottes auf die Fürsprache der Gospa in unserer Zeit.
Heilige des Monats ist die Hl. Agnes, die uns Prälat Dr. Johannes Gamperl wieder eindrucksvoll vorstellt
 
Ein gesegnetes Neues Jahr
und viel Freude beim Lesen der OASE wüscht Ihnen
Christian Stelzer

Oase des Friedens Januar 2017