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Freudenreiche Geheimnisse

Maria, Geist-begnadet,schön Jungfrau makellos,erhabenste der Mütter,das Jesuskind im Schoss.

1. Geheimnis: Den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast

Der Stern ging auf aus Jakob,ein Licht im finstern Tal. Gott hörte auf das Seufzen des Volkes Seiner Wahl. Denn in der Zeiten Fülle macht der Erbarmer wahr, was damals ER verheissen dem ersten Menschenpaar. Gott sprach zur Satans schlange:«Verflucht bist du im Staub!Die Frau zertritt im Sohn dir den Kopf» – O Sünder, glaub!

ln stiller Kammer betet die Jungfrau auserwählt. Da tritt zu ihr der Engel, durch Gottes Kraft gestählt:
«Gegrüsst seist du, Maria, der Höchste ist mit dir!Du bist die Gnadenvolle, des Judenvolkes Zier.»
«Was soll der Gruss bedeuten?», denkt staunend sie und zagt. An die erhab’nen Worte sie kaum zu glauben wagt.

«Nicht fürchte dich, Maria, ich tu’ aus Gottes Mund»,sagt Gabriel, der Engel, «dir freud’ge Botschaft kund:Du wirst ein Kind empfangen – Sohn Davids – Gottes Sohn. Sein Nam’ soll Jesus heissen: ER erbt den ew’gen Thron!»«Wie kann dies nur geschehen? Kein’ Mann erkenne ich!» «Der Geist wird überschatten, lässt Mutter werden dich.»

«JA», – spricht Maria gläubig – «ich bin des Herren Magd: Sein Wort an mir geschehe, so, wie Du mir gesagt!»O göttlich’ Liebeswunder: Der Geist zur Braut sich neigt...Gott Sohn ist Mensch geworden. Die Satansschlange weicht.

2. Geheimnis: Den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast

ln jenen Tagen eilte auf Geistes Antrieb hin,ins rauhe Bergland Juda die zarte Pilgerin. Verborgen vor den Menschen, so wie es Gott gefällt, die Jungfrau trägt im Schosse den Retter aller Welt. Maria geht zur Base Elisabeth hinauf,die Gott- und Menschenliebe beflügelt ihren Lauf.

Im Alter noch – ein Wunder – hat Gott die Bitt’ erfüllt und Zacharias Sehnen nach einem Sohn gestillt.
«Fried’, Heil, von Gott gesegnet! ER schenk’ dir Geistes Licht!»Maria bei der Ankunftzu ihrer Base spricht. Elisabeth voll Freude im Heil’gen Geist verkünd’t:«Vor allen Frau’n gepriesen bist DU und auch DEIN Kind!

Wer bin ich, dass die Mutter des HERRN bei mir zu Gast? O, selig bist du, Liebste, die du geglaubet hast,was Gott durch Seinen Engel dir gnädig sagen liess. Der Retter ist gesendet,wie ER dem Volk verhiess!Es hüpfte auf voll Freud ein meinem Leib das Kind,als an mein Ohr geklungen die Segensgrüsse sind!»

Johannes, gottbegnadet, erfüllt vom Heil’gen Geist,weil Jesus durch Maria ihm erste Huld erweist. Die Jungfrau-Mutter preiset: «Die Allmacht hat’s getan!Mein Geist im Heiland jubelt, gelobt sei Jesu Nam’!»Maria – um zu helfen,blieb bei Elisabeth,bis ihre Stund’ gekommen. «MARIA HILF!» – so fleht!

O freudigste Adventszeit: Lieb’ Herold Jesu Christ, Johannes, der Prophet schon im Mutterschosse ist!

3. Geheimnis: Den du, o Jungfrau, geboren hast

Vom Kaiser war verordnet: Das Volk zu steuern hat!Ein jeder soll sich melden in seiner Vaterstadt! –
Auch Josef musste ziehen nach Betlehem hinaus, denn dem Geschlechte Davids entstammt er und sein Haus. Maria – hochgesegnet – erwartet jetzt ihr Kind;in Betlehems Gedränge ein’ Stall nur Josef find’t.–

«Im Schmerz sollst du gebären», sprach Gott zur sünd’gen Frau. Maria – ohne Makel – gebar in sel’ger Schau:Es wird ihr Geist erhoben‚ getaucht in reines Licht. Der Stall wird zum Palaste da ihre Stund’ anbricht. Gleich lichtem Sonnenstrahle, der ein’ Kristall durchscheint,verlässt das Kind die Mutter; es dann vor Kälte weint.

Nun sah Maria staunend Gott Sohn im Fleischgewand. Mit unsagbarer Ehrfurcht sie Ihn in Windeln band. Mit Liebe sie dem Josef hinreicht das göttlich’ Kind.Er schliesst es in die Arme, anbetend glücklich sind. Auf Fluren wachen Hirten und Engel hochbeglückt besingen den Messias. Die Schäfer sind entzückt.

Bald kommen diese Hirten gesandt durch Engelswort. Sie finden in der Kripp das Kind, welch’ heil’ger Ort! Voll Freude sie erzählen das Engelslied vom Kind, das Gott im Himmel Ehre und Fried’ auf Erden bringt. Sie beten an und danken Gott für die grosse Gnad. Sie’s allen Leut’ erzählen. – Maria hat’s bewahrt.

4. Geheimnis: Den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast

Zu opfern Gott im Tempel, trägst, Jungfrau, süsse Last:Das Kind, das du empfangen und uns geboren hast. O Licht aus wahrem Lichte, gesandt vom Himmelsthron. Gott schaut mit Wohlgefallen auf den geliebten Sohn. «Den Leib mir gabst, o Vater. Dein Will’ ich tu’ bedacht! »Nie hat ein Mensch solch’ Opfer dem Höchsten dargebracht.

Zusammen mit dem Kinde, – lebendiger Altar -Maria bringt Gott Vater auch sich zum Opfer dar. Vom Heil’gen Geist getrieben, zum Tempel Gottes hin,gehn Simeon und Anna mit tief beglücktem Sinn. Und Simeon, der greise, nimmt mit Prophetenblick das Kindlein in die Arme, verkündet Sein Geschick:

«ES ist gesetzt zum Zeichen, das Widerspruch beschert; auch deine Seel’, Maria, durchbohren wird ein Schwert. Nun lass im Frieden scheiden, o Herr, Dein’ glücklich’ Knecht, denn meine Augen sahen das Heil für mein Geschlecht!Das Licht, das alle Völker dereinst erleuchten wird,der Ruhm des neuen Bundes des Gottesvolkes Zierd!»

Phanuels Tochter Anna, prophetisch’, fromme Frau erzählt der Gottesmutter ihre Messias-Schau. Behütend still im Herzen die Worte vom Geschick reist Josef mit Maria nach Nazareth zurück. O glücklicher Sankt Josef Nährvater Jesu Christ, der Jungfrau wahr’ Gemahl du der Kirche Schutzherr bist!

5. Geheimnis: Den du, o Jungfrau, im Tempel gefunden hast

Zwölf Jahre alt war Jesus. ER durfte wiedrum gehn, zum Osterfest im Tempel, Jerusalem zu sehn.
ER trat ins Haus des Vaters mit grosser Dankbarkeit und kindlichem Verlangen, Sein Herz von Liebe weit. «Sieh, Vater Mein, Ich komme, zu tun den Willen Dein! Deshalb bin Ich geboren Zu keltern blut’gen Wein.»

Maria – Ihm zur Seite – begleitet Sein Gebet. Sie kennt das Los des Sohnes, wie’s in den Schriften steht. Nach sieben Tagen treten sie ihren Heimweg an, die Frauen mit den Frauen, die Männer gehn voran. Am Abend dann beim Zelte Maria Jesus sucht - sie glaubte Ihn bei Josef –, er Ihn bei ihr gesucht.

Mit tiefbetrübtem Herzen gehn sie zur Stadt zurück und suchen unter Tränen drei Tag’ nach ihrem Glück. Sie finden Ihn im Tempel, wo ER die Weisen hört;erregt, die Ihn befragen, bestaunend, was ER lehrt.-«Mein Kind, wie tust Du solchesdem Vater an und mir? Wir suchten Dich in Ängsten, welch’ Kummer hatten wir!»

ER sagt zu ihnen staunend,«Ach, wusstet ihr denn nicht, dass Ich in DEM sein musste, was Meines Vaters ist? »Doch – ihnen blieb verborgen, der Worte Sinn verwehrt. Darnach sie froh betraten den Weg nach Nazareth.-Der Jesusknab’ voll Liebe den Eltern folgsam war. Nahm zu an Gnad’ und Weisheit, zum Mann reift’, wunderbar!

Betrachtung von Fanny Balmelli-Sigrist

Quellenangaben: Medjugorje Schweiz/Mai 2017

Rosenkranzgebete ohne Betrachtung.