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Betrachtung der Botschaft

vom 25. April 2026

Liebe Kinder! Ich bete für euch und ermutige euch zu einem neuen Leben, einem Leben in Freude und Gebet. Möge der Heilige Geist, meine lieben Kinder, euch mit Freude erfüllen, damit ihr wie eine Quelle reinen, trinkbaren Wassers seid. Damit ihr, meine lieben Kinder, in Gott und mit Gott Missionare der Liebe und des Friedens seid. Euer Leben hier auf Erden ist kurz, und deshalb bin ich bei euch, um euch zum Himmel zu führen. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid." (Mit kirchlicher Erlaubnis)

an Seherin Marija Pavlović-Lunetti

Seid Missionare der Liebe und des Friedens

Betrachtung zur Botschaft der Muttergottes vom 25. April 2026 von P. Marinko Šakota, OFM

 

1. „Ich bete für euch und ermutige euch zu einem neuen Leben, einem Leben in Freude und Gebet.“

Bevor die Muttergottes uns zu einem neuen Leben aufruft, tritt sie für uns im Gebet ein.
Ähnlich ist es mit der Reaktion Jesu, als Petrus auf dem Meer zu sinken begann. Jesus tadelte ihn nicht zuerst, sondern reichte ihm die Hand: „Jesus streckte die Hand sofort aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“ (Mt 14,31)
Wie handeln wir, wenn wir jemanden zurechtweisen oder zur Veränderung bewegen wollen?
Stehen bei uns an erster Stelle der Tadel, der Anstoß – oder das Gebet?
Warum ist das wichtig?
Unterscheiden wir zwischen Absicht und Weise.
Gewiss haben wir eine gute Absicht, wenn wir jemanden wegen eines falschen Weges in seinen Gedanken, Worten und Taten zurechtweisen und ihn ermutigen wollen, auf den rechten Weg zurückzukehren. Doch die Art unseres Handelns kann falsch sein, wenn wir es im Zorn, in Unruhe oder in einem ungeeigneten Moment tun. Darum ist das Gebet notwendig, damit wir in rechter Weise ermahnen oder ermutigen. Das Gebet soll unsere Beweggründe reinigen und unser Herz so ausrichten, dass wir so handeln, wie es am besten ist.

Die Muttergottes ruft uns zu einem neuen Leben. Warum?
Anstatt zu blühen – anstatt dass Freude, Zufriedenheit, Friede und Gemeinschaft in der Familie, unter Verwandten, Freunden und Nachbarn wachsen – wird das Leben schwächer und verwelkt.
Ist das Leben dort nicht „gealtert“, hat es nicht seine Qualität verloren? Ist dort nicht eine Art Tod eingetreten – Leblosigkeit, Wüste?

Das Leben in der Natur im Frühling ist ein Bild des neuen Lebens. Alles erwacht und blüht. Doch im Winter war es anders. Die Ursache der Veränderung ist die Sonne, deren Wärme auf die Pflanzenwelt wirkt. Das neue Leben in der Natur ist Frucht der Wirkung der Sonne und der Antwort der Schöpfung. Dasselbe gilt für uns: Wenn wir uns Jesus nähern, unserem „Sonnenlicht“, werden die Strahlen Seiner Liebe unser Herz berühren, und die Frucht wird ein neues Leben in uns sein. Die Muttergottes lehrt uns in Medjugorje die Wege, uns Jesus und Seiner Liebe zu nähern: Eucharistie, Anbetung, Beichte, tägliche Betrachtung des Wortes Gottes, Fasten, Rosenkranz …

Wie sieht dieses neue Leben aus? Die Muttergottes sagt: Es ist ein „Leben in Freude und im Gebet“. Im neuen Leben dürfen Freude und Gebet nicht fehlen – beides. Wo Freude und Gebet sind, da ist Leben in uns und unter uns. Warum ist nicht allein die Freude das Kriterium des neuen Lebens? Weil der Mensch ohne Gebet – natürlich ohne das rechte Gebet – sich auch am Unglück anderer freuen kann (Schadenfreude). Warum nicht allein das Gebet? Weil die Frucht des Gebets Freude sein soll. Wenn im Leben eines Gläubigen die Freude fehlt, ist das Gebet nicht richtig ausgerichtet.

 

2. Möge der Heilige Geist, meine lieben Kinder, euch mit Freude erfüllen, damit ihr wie eine Quelle reinen, trinkbaren Wassers seid. Damit ihr, meine lieben Kinder, in Gott und mit Gott Missionare der Liebe und des Friedens seid.

Hier haben wir die Antwort darauf, wie wir Freude haben und wie unser Leben neu wird: wenn wir dem Heiligen Geist erlauben, in unser Leben einzutreten. Jesus sagt, dass der Heilige Geist der Tröster ist. Wenn wir zum Heiligen Geist beten, können wir zwar Schwierigkeiten und Kreuze im Leben haben, doch der Heilige Geist wird uns trösten. Wie sieht Sein Trost aus? Wenn wir uns mitten in Schwierigkeiten und Kreuzen befinden – die manchmal wie eine Nacht, wie ein Tunnel und wie Traurigkeit sind –, überzeugt uns der Heilige Geist, dass es Licht gibt, einen Ausweg, einen Sinn. Sein Trost erleichtert das Herz.

Wie schön wäre es, in diesen Gedanken über ein freudiges Leben zu verweilen! Es ist wirklich schön, vom neuen Leben und von der Freude zu sprechen – wäre da nicht ein weiterer Aufruf der Muttergottes: dass wir Missionare sein sollen. Manche werden vielleicht denken: Warum musste uns die Muttergottes diesen schönen Traum „stören“? Warum spricht sie von Missionaren?
Doch wie sollte sie uns nicht dazu aufrufen, wenn „Missionar zu sein“ zum Wesen der christlichen Berufung gehört? Was bedeutet Missionar? Ist das nur etwas für Missionare in Afrika oder betrifft es jeden Christen?

Sehen wir, was Jesus nach Seiner Auferstehung sagt: „Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater …“ (Joh 20,17) Jesus will also, dass Maria Magdalena Missionarin wird – dass sie zu Seinen Jüngern geht und ihnen die Botschaft bringt. Hätte Maria Magdalena sagen sollen: Warum ich? Oder: Ich will nicht, mir ist es lieber, bei dir zu bleiben? „Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was Er ihr gesagt hatte.“ (Joh 20,18)
Das wäre selbst dann die logische Folge gewesen, wenn Jesus es ihr nicht ausdrücklich gesagt hätte – denn wie könnte man die Freude (den auferstandenen Herrn gesehen zu haben) für sich behalten und sie nicht mit den Jüngern teilen?
Danach kommt der auferstandene Jesus selbst zu den Jüngern und gibt ihnen denselben Auftrag:
„Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ (Joh 20,21)

Der Sinn unseres christlichen Lebens ist nicht nur zu empfangen, sondern weiterzugeben, was wir empfangen haben. Und genau das bedeutet es, Missionar zu sein – ein Gesandter. Warum aber vergessen viele Christen die anderen und leben nur für sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse?
Der Grund liegt im Herzen. Die Muttergottes sagt, im Herzen soll eine Quelle sein. Eine Quelle ist aber nicht für den denjenigen da, in dem sie ist – sie ist immer für andere da.

Warum führt uns die Muttergottes zum Heiligen Geist, wenn sie will, dass wir Missionare sind? Das erkennen wir in den Worten des heiligen Paulus: „Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“ (Röm 5,5) Aus diesen Worten verstehen wir, warum manche Christen keine Missionare sind, keine Spender der Liebe und des Friedens Gottes: Der Grund liegt im Herzen. Wenn ein Christ kein Missionar ist oder sein will, ist das ein Zeichen, dass sein Herz ausgetrocknet ist, dass keine Quelle mehr in ihm ist – und Wasser ist ein Bild für die Liebe. Denn wo Liebe ist, da wird der Mensch zum Missionar. Er kann nicht untätig bleiben, nicht nur für sich selbst leben in seinem Frieden bleiben, sondern „heilige Unruhe“ treibt ihn an, zu den anderen zu gehen und ihnen Wasser zu bringen – die Liebe und den Frieden Gottes. Denn wie könnte man Liebe und Frieden für sich behalten? Das liegt in der Natur der Liebe.

Im Herzen eines jeden Christen ist zwar die Liebe Gottes ausgegossen, doch wir vergessen, dass diese Liebe versiegen und das Herz verhärten kann. Außerdem ist im Herzen nicht nur Liebe – es schleichen sich auch viele negative Dinge ein (Selbstsucht, Neid, Trägheit, Hass …).
Wenn die Liebe im Herzen nachlässt oder versiegt, gewinnen negative Kräfte leicht die Oberhand und übernehmen die Führung im Leben. Darum erinnert uns die Muttergottes an den Heiligen Geist. Es gibt keine wahre Freude, keinen wahren Frieden und keine wahre Liebe ohne den Heiligen Geist. Er schafft in uns eine Quelle „reinen, trinkbaren Wassers “. Zu ihm sollen wir beten, damit er unsere Herzen reinigt und sie mit der Liebe Gottes erfüllt. Wenn diese Liebe in uns stark wird, werden wir von selbst Missionare.

Warum spricht die Muttergottes von „reinem und trinkbaren Wasser“? Denn nur solches Wasser ist trinkbar und vermag unseren Durst zu stillen. Niemand will verschmutztes Wasser trinken. Andere werden durch uns ihren geistlichen Durst nur dann stillen können, wenn in uns die Liebe rein ist. Wie werden andere erkennen, ob in uns dieses reine Wasser – diese Liebe – ist?
So, wie die Menschen auf der ganzen Welt die Quelle reinen Wassers in Mutter Teresa und ihren Missionarinnen der Nächstenliebe gespürt haben. So wie wir ein Gespür dafür haben, welches Wasser rein ist, so werden wir auch spüren, in wem die Liebe rein ist und den Durst nach Frieden und erfülltem Leben stillt.

Doch wir müssen achtsam sein: Es gibt einen Unterschied zwischen Missionaren nach dem Willen Gottes und solchen, die nur aus menschlicher Kraft handeln. Die Muttergottes hilft uns, zwischen echten und falschen Missionaren zu unterscheiden. Der wahre Missionar ist „in Gott und mit Gott“. Er unterscheidet sich von dem, der nur aus eigenen Motiven handelt. Jemand kann „im Namen Gottes“ handeln, aber nicht „in Gott und mit Gott“ sein. Wie weit ein solcher Mensch gehen kann, sagt uns Jesus selbst: „… ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.“ (Joh 16,2–3)

 

3. Euer Leben hier auf Erden ist kurz, und deshalb bin ich bei euch, um euch zum Himmel zu führen.

Warum erinnert uns die Muttergottes daran, dass es nicht nur die Erde gibt, sondern auch den Himmel, und dass unser irdisches Leben kurz ist? Wissen wir das nicht? Doch, wir wissen es – aber wir verlieren uns so sehr in den irdischen Dingen, dass wir den Himmel vergessen. Wir schauen auf den Staub und arbeiten mit ihm, und vergessen dabei, dass auch wir selbst „aus Staub“ sind. Wir sammeln krampfhaft Dinge, und vergessen, dass nichts davon wirklich unser Eigentum sein kann, denn wir sind nur Pilger auf dieser Erde. Und zwar Pilger auf kurze Zeit, denen der Schöpfer bereits vieles bereitet hat und die für den Weg nur ein gewisses Gepäck brauchen (Nahrung, Getränk, Kleidung, Schuhe…). Doch wenn die Stunde kommt, in der der Weg endet, wenn man an das andere Ufer des Flusses hinübergehen muss, gibt es keine Wahl mehr – das Gepäck fällt von selbst von unseren Schultern und aus unseren Händen.
Aus der Tatsache, dass unser endgültiges Ziel nicht die Erde, sondern der Himmel ist, sollte sich die Schlussfolgerung ergeben, dass wir anders leben sollen – als Pilger. Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht um die irdischen Bedürfnisse kümmern sollen. Keineswegs! Aber die Ordnung der Werte wird anders sein. Nicht die Materie wird den Geist führen, sondern umgekehrt. Nicht Marta wird die Lokomotive sein, sondern Maria. Nicht die Sorge um das Materielle steht an erster Stelle, sondern das Gebet. Nur so werden wir den Himmel nicht vergessen. Nur so wird das Irdische unseren Blick auf den Himmel und die himmlischen Werte nicht verdunkeln oder verhüllen, denn wir werden wissen: Ohne die Sonne vom Himmel gibt es auf der Erde weder Licht noch Wärme…

 

Das Deutschsprachige Informationszentrum für Medjugorje dankt P. Marinko Šakota OFM für seine Betrachtung, die uns helfen soll, die Botschaften der Gottesmutter zu leben.

Zur Verbreitung der Botschaft haben wir für Sie einen Handzettel hinterlegt:

Handzettel zur Botschaft vom 25. April 2026

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