Betrachtung der Botschaft
vom 25. März 2025
Liebe Kinder, in dieser Zeit der Gnade, in der ihr zur Bekehrung aufgerufen seid, rege ich euch an, meine lieben Kinder, mir eure Gebete, eure Leiden und eure Tränen darzubringen, zur Bekehrung der Herzen, die fern vom Herzen meines Sohnes Jesus sind. Betet mit mir, meine lieben Kinder, denn ohne Gott habt ihr keine Zukunft, auch nicht das ewige Leben. Ich liebe euch, aber ohne euch kann ich euch nicht helfen, deshalb sagt 'Ja' zu Gott. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid. (Mit kirchlicher Erlaubnis)
an Seherin Marija Pavlović-Lunetti
Ein Leben im Gebet führt mich in die Zukunft!
Betrachtung zur Botschaft der Muttergottes vom 25. März 2025 von P. Marinko Šakota, OFM
„Liebe Kinder, in dieser Zeit der Gnade, in der ihr zur Bekehrung aufgerufen seid, rege ich euch an, meine lieben Kinder, mir eure Gebete, eure Leiden und eure Tränen darzubringen, zur Bekehrung der Herzen, die fern vom Herzen meines Sohnes Jesus sind. Betet mit mir, meine lieben Kinder, denn ohne Gott habt ihr keine Zukunft, auch nicht das ewige Leben. Ich liebe euch, aber ohne euch kann ich euch nicht helfen, deshalb sagt 'Ja' zu Gott. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.“
(Mit kirchlicher Erlaubnis)
„... in dieser Zeit der Gnade, in der ihr zur Bekehrung aufgerufen seid …“.
Warum sind wir erneut zur Bekehrung aufgerufen?
Weil wir oft andere und die Welt verändern wollen. Wir beschäftigen uns mit anderen Menschen, wir zeigen mit dem Finger auf sie, wir reden über sie, wir wissen alles, was anderen passiert ist, was in der Welt passiert ist ...
Natürlich muss es nicht unbedingt schlimm sein, mit jemandem über eine dritte Person oder ein Ereignis zu sprechen, denn es kann ein Zeichen dafür sein, dass uns das, was anderen passiert, nicht gleichgültig ist. Aber wir müssen vorsichtig sein, denn wir könnten uns zu sehr auf andere konzentrieren und die Notwendigkeit unserer eigenen Bekehrung vergessen.
Die Frauen von Jerusalem klagten und weinten um Jesus, der unschuldig leidet. „Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich; weint über euch und eure Kinder!“ (Lk 23, 28)
Die Versuchung besteht darin, über andere zu sprechen und zu glauben, dass für sie eine Bekehrung notwendig sei, während man sich gleichzeitig aus der „Geschichte“ heraushält und sich nicht herausgefordert sieht. Paulus schreibt: „Das aber geschah an ihnen, damit es uns als Beispiel dient; uns zur Warnung wurde es aufgeschrieben, uns, die das Ende der Zeiten erreicht hat.“ (1 Kor 10, 11).
Als einmal einer der Brüder in der sketischen Wüste einen Fehltritt getan hatte, wurde Moses, der Äthiopier, zur Beratung über eine geeignete Strafe, eingeladen. Moses nahm einen leckenden Krug mit Wasser und trug ihn auf seiner Schulter. Als er den Ort des Treffens erreichte, kamen die Mönche heraus und fragten ihn, warum er den Krug tragen würde. Er antwortete: „Meine Sünden laufen hinter mir aus mir heraus und ich sehe sie nicht; aber heute komme ich, um über die Fehler eines anderen zu richten.“ Als sie das hörten, vergaben die versammelten Brüder dem irrenden Mönch und konzentrierten sich auf ihre eigenen Fehler.
„... rege ich euch an, meine lieben Kinder, mir eure Gebete, eure Leiden und eure Tränen darzubringen, zur Bekehrung der Herzen, die fern vom Herzen meines Sohnes Jesus sind.“
Hören wir den Ruf der Mutter? Spüren wir den Schmerz der Mutter für diejenigen, die fern vom Herzen Jesu sind?
Die Muttergottes bittet uns, ihr zu helfen, weil sie wegen solcher Menschen leidet. Warum leidet sie, wenn sie im Himmel ist? Sie leidet, weil sie liebt. Wer nicht liebt, leidet nicht. Es ist ihm egal, was mit anderen passiert. Solch ein Mensch denkt nur an sich selbst.
Aus den Worten der Muttergottes, dass die Herzen der Menschen fern vom Herzen Jesu sind, können wir erkennen, dass es viele gibt, die ohne Gott leben und sich nur auf ihre eigene Kraft und nur auf materielle Sicherheit verlassen. Viele haben Jesus und die Heilige Messe vergessen,sie sind kalt geworden und haben sich von Seinem Herzen entfernt.
Lasst uns in den Anliegen der Muttergottes beten, für die Bekehrung der Herzen derer, die fern vom Herzen Jesu sind.
Auf diese Weise zeigen wir sowohl unsere Liebe zur Mutter als auch unsere Liebe zu diesen Menschen. Das Gleiche gilt, wenn wir wegen etwas leiden oder weinen.
So erkennen wir welchen Sinn unser Leiden und unsere Tränen haben. Für uns wird es einfacher sein und – so glauben wir – auch für andere besser.
„... Betet mit mir, meine lieben Kinder ...“
Die Muttergottes betet auch. Warum betet die Muttergottes wenn sie im Himmel ist? Sie betet, weil sie liebt, weil wir ihr am Herzen liegen.
Wenn wir überprüfen möchten, ob wir Liebe haben, ob wir Menschen lieben, ob uns andere am Herzen liegen, ob uns der Frieden in der Welt am Herzen liegt, sollten wir uns die Frage stellen: Bete ich für andere?
Bete ich für Frieden in den Herzen der Menschen, in den Familien, in der Welt, für die Bekehrung der Sünder? Wenn ich nicht bete, gibt es keine Liebe in mir.
Mit anderen Worten: Wenn Liebe in mir ist, ist sie sehr schwach.
Entscheiden wir uns jetzt, für andere, für den Frieden und für die Bekehrung der Menschen zu beten. So wird die Liebe in uns erwachen. Und noch etwas: Wenn wir von nun an beten, tun wir dies in dem Bewusstsein, dass wir im Gebet nicht allein sind, sondern dass wir mit unserer Mutter Maria beten.
„... denn ohne Gott habt ihr keine Zukunft, auch nicht das ewige Leben.“
Warum verbindet die Muttergottes das Gebet, Gott, die Zukunft und das ewige Leben? Ist das Gebet so wichtig? Entscheidet das Gebet über die Zukunft und das ewige Leben?
Wenn wir das Gebet so verstehen, dass wir uns – meist kurze – Zeit nehmen, um Gott um etwas zu bitten, um unsere Interessen zu verwirklichen, dann werden wir diese Worte der Muttergottes nicht verstehen.
Beten ist viel mehr als das – es ist eine Lebensweise. Die Muttergottes sagt: „Ohne Gott habt ihr keine Zukunft...“, und beten bedeutet, mit Gott zu leben. Nicht allein.
Das Gebet ist eine Zeit, in der ich nachdenke, Gottes Gedanken lausche und mich frage, wie Jesus das sieht und was Jesus an meiner Stelle tun würde.
Beten – ist die Art und Weise, wie ich mein Leben organisiere. Handle ich, wie Jesus es von mir erwartet, wie ich mit Geld umgehe, mit Menschen kommuniziere, Probleme löse, Geschöpfe wahrnehme…
Wenn ich bete, bedeutet das: Ich möchte nicht alleine leben, sondern mein Leben aus der Beziehung zu Gott heraus gestalten. Deshalb brauche ich Zeit zum Beten, zur Eucharistie gehen, in der Anbetung zu Jesus kommen, vor dem Kreuz zu beten, in der Beichte Gottes Barmherzigkeit zu erfahren, Gottes Wort zu lesen, zu fasten …
Ein solches Leben hat Zukunft und ein solches Leben führt zum ewigen Leben, weil ich auf Gott vertraue.
„Ich liebe euch, aber ohne euch kann ich euch nicht helfen.“
Wahre Liebe erduldet alles. Die Muttergottes liebt uns, sie möchte uns helfen, aber aufgrund unseres freien Willens ist sie machtlos. Ebenso wie jene Eltern, dessen Kind einen falschen Weg einschlägt. Sie leiden darunter, aber sie können ihm nicht helfen.
Erinnern wir uns daran, was die Muttergottes über die Freiheit sagt: „Ich liebe euch unermesslich und wünsche, dass jeder von euch mir gehöre! Aber Gott hat jedem die Freiheit gegeben, die ich in Liebe achte und vor der ich mich in Demut verneige.“ (25.11.1987)
Die Muttergottes möchte uns helfen, aber sie möchte uns nicht zwingen, weil sie unsere Freiheit achtet: „Ich möchte euch gerne Tag für Tag immer mehr im Gebet führen, jedoch will ich euch nicht zwingen.“ (14.08.1986)
Also es kommt auf uns an!
„.. deshalb sagt 'Ja' zu Gott.“
Wie kann uns Mutter Maria helfen? Vor allem durch ihr eigenes Beispiel. Sie sagte „Ja“ zu Gott: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn! Mir geschehe nach deinem Wort!
Diese Worte kamen aus ihrem Herzen und öffneten die Tür für Gottes Ankunft in der Welt. Maria kann dir nicht helfen, und du kannst ihr nicht helfen, wenn du zu Gott nicht sagst: „Ja, Gott, hier bin ich!“
Das Deutschsprachige Informationszentrum für Medjugorje dankt P. Marinko Šakota OFM für seine Betrachtung, die uns helfen soll, die Botschaften der Gottesmutter zu leben.