Betrachtung der Botschaft
vom 25. Februar 2025
Liebe Kinder! Möge euch diese Frühlingszeit Anregung zur persönlichen Umkehr sein, damit ihr mit eurem Leben betet; und liebt Gott über alles, für all jene, die in Not sind. Meine lieben Kinder, seid meine Hände des Friedens und des Gebets, seid Liebe für jene, die nicht lieben, nicht beten und nicht den Frieden wollen. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid! (Mit kirchlicher Erlaubnis)
an Seherin Marija Pavlović-Lunetti
Die persönliche Umkehr soll in unserem Leben sichtbar werden
Betrachtung zur Botschaft der Muttergottes vom 25. Februar 2025
von P. Marinko Šakota, OFM
Die Umkehr am Beispiel der Natur
- „Liebe Kinder! Möge euch diese Frühlingszeit Anregung zur persönlichen Umkehr sein, damit ihr mit eurem Leben betet; und liebt Gott über alles, für all jene, die in Not sind.“
Von Jesus, aber auch von der Muttergottes erfahren wir, dass die Natur eine Schule ist, in der wir viel über Spiritualität lernen können.
Wenn Jesus Seinen Zuhörern das Reich Gottes erklären möchte, bedient Er sich Bildern aus der Natur. Die Muttergottes tut das Gleiche, indem sie in dieser Botschaft zu uns über die Umkehr spricht. Wenn wir möchten, dass in unserem Leben eine Umkehr geschieht und wenn wir verstehen möchten, was Umkehr ist, dann schauen wir auf die Natur.
Konkret: Lasst uns die kommenden Frühlingszeit betrachten.
Der Monat März ist die Zeit der „Umkehr“, d.h. der Veränderungen.
Die Jahreszeit befindet sich im Umbruch, sie verändert sich.
Das kalte Winterwetter wird weniger und die Frühlingswärme wird stärker.
Diese „Verwandlung“ ist an den Bäumen und Wiesen sichtbar. Die Leblosigkeit des Winters verwandelt sich in neues Leben.
Die Muttergottes betont das Wort persönlich, weil ich die Umkehr brauche, nicht andere.
Wir denken oft das Gegenteil: Dass ich mich nicht ändern muss, aber andere schon.
Eine solche Denkweise verhindert eine Umkehr.
Und wenn jemand nicht das Bedürfnis nach Umkehr verspürt, verschließt er sich der „Sonne“, dem Wirken Gottes und damit der Entstehung neuen Lebens.
Stellen wir uns vor, die Natur würde im Frühjahr keine Veränderung wünschen?
Was wäre, wenn sie „nein“ zur zunehmenden Wärme der Sonne sagen würden?
Ist es nicht so, dass sich im Frühling alle Lebewesen in der Natur öffnen, wenn die Voraussetzungen gegeben sind? Und der Mensch? Wann sind alle Voraussetzungen für den Menschen erfüllt?
Die Ziele der Umkehr
Die Muttergottes nennt die Ziele der Umkehr:
- a) damit wir mit unserem Leben beten und Gott über alles lieben
- b) für all jene, die in Not sind.
Wenn sich jemand bekehrt, wenn sich sein Leben verändert, dann verändert sich auch seine Einstellung zu Gott und den Menschen.
Er ist nicht mehr nur mit sich selbst, seinen Sorgen und Freuden beschäftigt, sondern denkt viel mehr an Gott und an die Menschen in Not.
Gott ist ihm so wichtig geworden, dass er Ihm mehr Zeit und Aufmerksamkeit widmet, als zuvor.
Er beginnt und beendet seinen Tag nicht nur mit einem Gebet, sondern sein Gebet ist auch tiefer geworden, es kommt von ganzem Herzen.
Er liest und hört das Wort Gottes nicht mehr als etwas, das ihn nichts angeht, sondern erkennt sich darin, wie in einem Spiegel, wieder.
Sein Blick ist aufmerksamer gegenüber Menschen in Not und sein Herz ist offener und hilfsbereiter. Von einem oberflächlichen und gleichgültigen Gläubigen wird er zu einem, der aktiv und engagiert ist.
Unsere Umkehr sollte für andere sichtbar sein
- „Meine lieben Kinder, seid meine Hände des Friedens und des Gebets, seid Liebe für jene, die nicht lieben, nicht beten und nicht den Frieden wollen.“
Wenn es im Leben eines Gläubigen zu einer Umkehr kommt, verändert sich seine Mentalität, seine Denkweise. Die Umkehr wird bereits in seinem Gebet sichtbar. Ein solcher Mensch betet nicht mehr nur für sich und seine Bedürfnisse. Er liest nicht nur die Botschaften der Muttergottes und legt sie beiseite, sondern er hört anhand ihrer Worte auf ihr Herz, ihre Bedürfnisse und Wünsche.
Diese Botschaft weist beispielsweise auf den Ruf der Mutter hin, sich mit ihr für die Erlösung der Welt einzusetzen. Deshalb liegt es ihm am Herzen, ihr zu helfen, damit ihre Pläne wahr werden. Er weiß, dass er nicht die ganze Welt verändern kann, aber wie Maria glaubt er, dass für Gott nichts unmöglich ist.
Er betrachtet sich als Mitarbeiter Gottes und der Muttergottes. Alles was er tut, tut er nicht allein, aus der Kraft seines eigenen Willens, sondern er lässt zunehmend Gott und die Gottesmutter durch ihn wirken. Und so wird er zu „Händen“ der Muttergottes.
Ein Beispiel aus dem Leben von Mutter Teresa
Einmal versuchte ein Journalist, Mutter Teresa zu provozieren: „Mutter Teresa, Sie sind jetzt siebzig Jahre alt. Wenn Sie sterben, wird die Welt genauso aussehen wie vor Ihnen. Was hat sich in der Welt nach all Ihren Bemühungen verändert?“
Ohne die geringste Ungeduld und mit einem gewinnenden Lächeln antwortete sie: „Wissen Sie, ich wollte nie die Welt verändern. Ich habe nur versucht, ein Tropfen reinen Wassers zu sein, in dem sich Gottes Liebe widerspiegeln kann. Kommt Ihnen das wie eine Kleinigkeit vor?" Wie so oft herrschte Stille im Raum. Keiner traute sich, etwas zu sagen. Mutter Teresa wandte sich erneut an den Journalisten und sagte: „Warum versuchen Sie nicht, ein Tropfen reines Wasser zu sein? Dann wären wir zu zweit. Sind Sie verheiratet?" "Ja." „Erzählen Sie das auch Ihrer Frau. Dann sind wir zu dritt. Haben Sie Kinder?" „Ja, drei.“ „Sagen Sie das auch Ihren Kindern. Dann sind wir zu sechst.“
Sorgen wir nur für uns selbst oder auch für andere?
Wie viele Christen folgen heute nicht der Muttergottes und Mutter Teresa, sondern lassen sich von Menschen inspirieren, die vom Geist dieser Welt überwältigt wurden? Und dieser Geist, insbesondere Individualismus und Egoismus, schleicht sich in ihr Leben ein, sodass sie sagen: Was habe ich mit anderen zu tun? Ich habe mein eigenes Leben. Die anderen interessieren mich nicht. ihre Probleme und Sorgen liegen allein bei ihnen.
Wie viele Christen hat dieser Geist der Welt verführt und erobert? Wie viele haben sich in ihren Wohnungen eingeschlossen, wollen nichts mit anderen zu tun haben und sind zu Werkzeugen der Selbstsucht geworden? Wie viele Menschen sind vom „Winter“, von der Kälte gegenüber anderen geprägt?
Es ist gut, an die eigene Gesundheit zu denken, doch wie viele Menschen widmen ihrer Gesundheit zu viel Zeit und geben zu viel dafür aus und kümmern sich zu detailliert um ihren Körper?
Wir brauchen Frieden in uns selbst und in unseren Familien, aber wie viele Menschen sorgen sich nur um ihren eigenen Frieden?
Es ist notwendig, für die Familie zu sorgen, zu arbeiten und Geld zu verdienen, aber wie viele Menschen kümmern sich nur darum, dass sie selbst genug Geld haben?
Die Muttergottes möchte uns vor diesem Geist bewahren, der dem Geist Jesu völlig widerspricht, deshalb ruft sie uns dazu auf, uns anders zu verhalten: Zu einer engagierten Liebe zu den Menschen. Ein Christ, der von dieser Liebe geleitet wird, ist nicht gleichgültig, ihm ist das Befinden anderer nicht gleichgültig, sondern er denkt an sie, sorgt sich um sie und versucht, etwas für sie zu tun.
Werden wir zu „Händen“ der Muttergottes
Er schaut nicht darauf, warum andere sich nicht engagieren, sondern ergreift selbst die Initiative. So wird er zu „Händen“ der Muttergottes; „Händen“ des Friedens und des Gebets. Die Muttergottes lehrt uns, dass wir andere lieben können, indem wir für sie beten. Wenn ein Christ für diejenigen betet, die den Frieden nicht lieben, nicht beten oder sich keinen Frieden wünschen, bringt er ihnen bereits seine Liebe entgegen. Das ist natürlich erst der Beginn der Liebe. Das Gebet soll ihn dazu bewegen, auch Werke zu vollbringen. Es stellt sich die Frage: Wem folge ich? Wer ist mein Vorbild und Maßstab für mein Verhalten? Werde ich den Menschen folgen, die vom Geist dieser Welt überwältigt wurden und mich von ihrem Egoismus anstecken lassen, oder werde ich der Muttergottes folgen und zu ihren Händen des Friedens und des Gebets werden, zu ihrer Liebe für die Menschen?
Werde ich nur für mich selbst leben, für meine kurzfristigen Freuden, und mich nur um meine Gesundheit und meinen Körper sorgen, nur um meinen Frieden und mein Geld? Oder werde ich diesen Moment der Gnade, den mir die Muttergottes schenkt, nicht verpassen und der Mutter helfen, die still, aber stark darum bittet, dass wir ihr helfen?
Der kommende Frühling bringt uns wunderschöne Botschaften. Wenn wir sie nur lesen könnten ...
Das Deutschsprachige Informationszentrum für Medjugorje dankt P. Marinko Šakota OFM für seine Betrachtung, die uns helfen soll, die Botschaften der Gottesmutter zu leben.