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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. August 2020

"Liebe Kinder! Dies ist die Zeit der Gnade. Ich bin mit euch und ich rufe euch, meine lieben Kinder, von neuem auf, zu Gott und dem Gebet zurückzukehren, bis das Gebet euch zur Freude wird. Meine lieben Kinder, ihr habt keine Zukunft und keinen Frieden, bis euer Leben mit der persönlichen Bekehrung und der Veränderung zum Guten beginnt. Das Böse wird enden, und der Friede wird in euren Herzen und in der Welt herrschen. Deshalb, meine lieben Kinder, betet, betet, betet! Ich bin mit euch und ich halte vor meinem Sohn Jesus Fürsprache für jeden von euch. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.08.2020 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

Betrachtung von P. Donat Kestel ofm:

„Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe; denn von ihm kommt meine Hoffnung.“ (Ps. 62,6) Die Gospa wünscht uns, dass wir die Zeit, die uns Tag für Tag neu geschenkt wird, als eine Zeit der Gnade, als eine kostbare Zeit empfinden, als eine Zeit,  in der wir im Gebet zu Gott zurückkehren.  Wie viel ereignete sich gerade in unseren so leidvoll erlebten Tagen der Pandemie. Aber gerade deshalb  werden wir aufgefordert fest  und beharrlich in der heiligen Lehre der Apostel  zu verharren, an das Wort Gottes zu glauben. .Im Gebet, in der Liebe, in der ausdauernden Hoffnung wird uns jene Ruhe geschenkt, von der der Psalmist  verheißungsvoll versichert: Bei Gott kommt meine Seele zur Ruhe,  weil wir mit Gott vereint seinen Frieden finden.  „Dies ist die Zeit der Gnade“ Wir alle sehnen uns nach Frieden, Glück und Harmonie, dass wir ernst genommen, wahrgenommen werden, wer wir auch sein mögen. Maria versichert uns daher, dass sie für jeden von uns Fürsprache bei ihrem Sohn einlegt: Ich bin mit euch und ich rufe euch, meine lieben Kinder, von neuem auf, zu Gott und dem Gebet zurückzukehren…“ Maria  kennt selbst aus ihren Erdentagen wie sehr unser Leben belastet sein kann mit all den Beschäftigungen, Hetze und Eile, Arbeit und Plage,  Verdruss und  Versagen, dass wir dabei nicht zur Ruhe kommen, dass wir dabei die Frage nach Gott als zweitrangig abtun oder sie ganz und gar vernachlässigen. Es kommt zur Verflachung im Glauben und Vertrauen, zum Nachlassen im Gebet, zur Gleichgültigkeit im religiösen Leben. Daher  fordert uns die Gospa immer wieder erneut auf zu Gott und zum Gebet zurückzukehren, bis uns das  Gebet zur Freude wird, zu einer Selbstverständlichkeit.  Daher lädt uns Maria  immer wieder  und erneut dazu ein, dass wir uns Zeit nehmen zum Gebet, zur Kontemplation, zur Meditation, um Kraft zu schöpfen, um himmlisches Licht zu erbitten, das unser Tun und Lassen aufleuchten lässt und für das ewige Leben wirksam werden lässt. „Ihr habt keine Zukunft und keinen Frieden, bis euer Leben mit der persönlichen Bekehrung und der Veränderung zum Guten beginnt.“ Jeder von uns ist einmalig, unwiederbringlich, jeder hat seinen einmaligen Auftrag, seine ureigenste Berufung. Daher betont die Gospa in dieser Botschaft, dass sie für jeden Einzelnen  von uns Fürsprache einlegt- Und sie hofft, dass wir in uns das innere Bedürfnis spüren, dass Gott der letzte Garant unseres Lebens ist. Ihm gebührt daher Dankbarkeit, die Freude des Herzens, unser Lob und Preis. Jesus selbst  gibt uns das gute Beispiel: „In  aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort um zu beten.“ (Mk 1,35) Wie ungemein wichtig und für unser Leben wertvoll diese Gebetshaltung ist und sein sollt,  betont Maria mit der dreimaligen Aufforderung: “Betet, betet, betet.“ Welche Auswirkung aus dieser Gebetsaufforderung folgt, nennt uns die Gospa, auch: „Das Böse wird enden, und der Friede wird in euren Herzen und in der Welt herrschen.“  Ein Blick in das heutige Zeitgeschehen zeigt uns nur zu deutlich, wir leben in einer Epoche in der das Böse, in der uns die Versuchungen zum Bösen  handgreiflich, gegenwärtig, vielfältig  entgegenkommt, der Unfrieden  den Alltag beherrscht, schwere Ängste die Herzen erfasst: Gerade jetzt gilt uns das Wort Jesu: „Kommet alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt, ich werde euch Ruhe verschaffen.“ ( Mt 10,28)  Mit unserem Herrn, der für uns das schwere Kreuz getragen, für uns gelitten und am Kreuz gestorben ist, wird auch uns zugemutet: „Wer mein Jünger sein willen, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen  verliert, wird es retten“.  (Mk 8, 34-35) Maria sieht uns, weiß um  den guten Willen ihrer “lieben Kinder“,  weiß um unsere Sehnsucht und verspricht unserer Schwachheit zu Hilfe zu kommen, damit wir uns „persönlich bekehren und der Veränderung in unserem Leben“ entsprechen. Nehmen wir ihre Hilfe  an, um Gott näher zu kommen, ihm besser zu dienen  und seine Verheißung spüren: „Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe“ (Ps. 62,6)  Danke Gospa für Dein  unermüdliches Bemühen um unser Seelenheil. Hilf uns die Zeit der Gnade zu nutzten, damit wir einmal die Früchte unserer  Nachfolge Jesu  ernten dürfen. 

Das Deutschsprachige Informationszentrum für Medjugorje dankt P. Donat Kestel ofm für die Bereitstellung.

 

Gedanken zur Botschaft von Pastor Gereon Beese, Bistum Münster:

Auch wenn die Gottesmutter in ihren Botschaften selten auf konkrete Ereignisse ausdrücklich eingeht, spürt man doch, dass sie sehr wohl weiß, wie die Stimmung bei uns ist, was uns nachdenklich macht und was uns bedrückt. Irgendwie haben wir doch den Eindruck, dass das Böse Oberhand gewinnt und der Frieden in allen Bereichen auf der Strecke bleibt. Die Lage der Kirche – besonders in Deutschland – ist für die Gläubigen immer mehr ein Thema, das Sorgen bereitet. Zunehmend rufen auch Bischöfe ganz offen zur Konfrontation mit der Kirchenleitung in Rom auf. In Stellungnahmen, die eine Modernisierung der Kirche einfordern, kommt der Bezug zu Jesus Christus oft gar nicht mehr vor. Auch Maria wird in einer speziellen Reformbewegung nicht mehr als die „Magd des Herrn“ gesehen, sondern die, die auf ihre eigenen Bedürfnisse aufmerksam machen muss und sie möglichst laut einzuklagen hat. Das alles hat mit der biblischen Verkündigung und dem katholischen Glauben nichts mehr zu tun. Doch in der heutigen Botschaft kündet Maria klar und deutlich an: Das Böse wird enden!  Nicht irgendwann am Ende der Welt, sondern, wenn wir uns bekehren und beten. Die Versuchung besteht darin, aufzugeben, weil das Gebet ja scheinbar nichts bewirkt und die anderen Kräfte sowieso alles im Griff haben. Täuschen wir uns nicht. Kehren wir zum Gebet zurück und  machen wir uns klar, dass wir nur eine Zukunft haben und Frieden finden, wenn wir uns dem Guten, letztlich Gott selber, zuwenden. Es ist wirklich Zeit der Gnade, das heißt, der Himmel wendet uns Geschenke in einem bisher nicht gekannten Ausmaß zu. Allerdings wachsen auch die Widerstände und die Aktivitäten der anderen Seite, um uns zu verwirren und zu entmutigen. Maria hat uns im Blick und lässt uns nicht im Stich. Ihre Sendung in unserer Zeit bedeutet zunehmend, die Kirche auf die Vollendung und die Wiederkunft ihres Sohnes vorzubereiten. Mit dieser „letzten Zeit“ ist viel Unklarheit, Irrtum und Orientierungslosigkeit verbunden. Und mehr als in früheren Zeiten werden die treuen Beter, Gläubige und Hirten, von ihr gebeten, mit dem Himmel zu fühlen und durch Gebet und Opfer möglichst vielen zur Umkehr zu verhelfen. Viele Marienkinder haben im Moment den Eindruck, dass sie die Widerstände der Welt nun richtig um die Ohren bekommen. Dieser Eindruck ist durchaus realistisch. Leider wird dieser Kampf auch innerhalb der Kirche geführt. Lassen wir uns nicht entmutigen, sondern vertrauen wir darauf, dass am Ende ihr Unbeflecktes Herz triumphieren wird, wie sie es uns versprochen hat.

Das Deutschsprachige Informationszentrum für Medjugorje dankt Pastor Gereon Beese für die Bereitstellung.