Newsletter
Kontakt
Login
Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Juni 2020

"Liebe Kinder! Ich höre euer Flehen und eure Gebete und halte Fürsprache für euch vor meinem Sohn Jesus, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Meine lieben Kinder, kehrt zurück zum Gebet und öffnet eure Herzen in dieser Zeit der Gnade und geht den Weg der Bekehrung. Euer Leben ist vergänglich und ohne Gott hat es keinen Sinn. Deshalb bin ich bei euch, um euch zur Heiligkeit des Lebens zu führen, damit jeder von euch die Freude zu leben entdecke. Ich liebe euch alle, meine lieben Kinder, und segne euch mit meinem mütterlichen Segen. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Monats Botschaft vom 25.06.2020 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

Betrachtung von P. Donat Kestel ofm:

„Hört nicht auf zu beten und zu flehen. Betet jederzeit im Geist, seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.“ (Eph. 6,18) Wegen der  Corona-Pandemie durchlebt die ganze Menschheit schmerzhafte Zeiten; sie macht auch vor dem Alltag in der Kirche nicht halt. „Ich höre euer Flehen und eure Gebete und halte  Fürsprache für euch vor meinem Sohn Jesus, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.“  Unser Herr Jesus fordert uns auf wachsam zu sein, die Zeichen der Zeit zu erkennen, die Kraft  für den Alltag von oben zu erbitten. „Legt eure Gürtel nicht ab und lasst eure Lampen brennen.“ (Lk 12,35)  Maria umschreibt konkret diese Aufforderung, wenn sie uns sagt: “Meine lieben Kinder, kehrt zurück zum Gebet und öffnet eure Herzen in dieser Zeit der Gnade und geht den Weg der Bekehrung“.  Wachsam sein heißt also die eigene Zukunft im Auge zu behalten, nicht einfach in den Tag hinein leben, nach dem Motto: “Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot“. (vgl. 1. Kor. 32)  „Euer Leben ist vergänglich und ohne Gott hat es keinen Sinn.“ In Erwartung des kommenden Herrn, der richten wird die Lebenden und die Toten, sollen wir den Tag und die Stunde  erwarten, an dem es heißen wird: „Gib Rechenschaft von deiner Verwaltung“. (vgl. Lk 16,2)  Es gibt ein Leben nach dem Tod, es gibt ein Wiedersehen mit den schon Verstorbenen. Jesus versichert uns: “ Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen… Ich gehe um einen Platz für euch vorzubereiten .Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“ (Joh 14, 2-3) Maria will, dass wir aus dieser Perspektive unser Leben, unseren Alltag, betrachten:  „Deshalb bin ich bei euch, um euch zur Heiligkeit des Lebens zu führen, damit jeder von euch die Freude zu leben entdecke.“ Trotz aller schroffen Ereignisse in dieser Erdenzeit, die oft als sehr schmerzlich empfunden werden, soll im eigenen Herzen dennoch  die Freude überwiegen, die Freude darüber, dass wir nicht nur Kinder Gottes heißen, sondern dank der Taufe es auch sind. „Und sind wir Kinder Gottes, dann auch Erben…“ ( vgl. Röm 8,17)   Bei allen Beschwernissen im Leben sollen wir immer auch die andere Wirklichkeit im Auge behalten, unsere Vollendung, die Heimkehr ins Vaterhaus. Maria ist gerade in dieser Zeit der Drangsale, der Klimakatastrophen, all der Missstände und Skandale vom Himmel her zu uns  auf die Erde gekommen um uns zu versichern:“ Ich liebe euch alle, meine lieben Kinder, und segne euch mit meinem mütterlichen Segen.“ In der Geheimen Offenbarung wird uns Maria gezeigt  als die Frau, die mit der Sonne bekleidet ist, die den Mond unter ihren Füßen hält, die von einem Kranz von 12 Sternen  um ihr Haupt gekrönt ist. (vgl. Offb.. 12,1) Von Gott verherrlicht, weiß sie sich  dennoch als Königin der Kirche den  Angriffen Satans in dieser Zeit ausgesetzt. Der  Ausgang dieses Kampfes ist aber dem Sieg Mariens vorbehalten. Maria versichert uns: Am Ende  wird mein mütterliches Herz über all die  Attacken des bösen Feindes triumphieren.  Leider gibt es viele Menschen, auch Christen, die sehen und doch nicht sehen, die hören und doch nicht hören  und nichts verstehen wollen. (vgl. Mt. 13,13) Ein Verhalten, das uns an die Pharisäer erinnert, die angesichts der Heilung des blindgeborenen Zeitgenossen ihr Herz verschließen. Sie wussten um die Heilung des Sehendgewordenen, dennoch verweigern sie  die Einsicht und zogen eine falsche Schlussfolgerung. „Die Juden aber wollten nicht glauben, dass er blind gewesen und sehend geworden war“ . (Joh. 9, 18) Wie sehr wünscht Maria, dass auch wir aus den Nöten und Beschwernissen dieser Zeit die richtigen Schlussfolgerungen ziehen:  „Euer Leben ist vergänglich und hat ohne Gott keinen Sinn.“   Sie appelliert  immer wieder an alle  die den letzten Fragen und  Entscheidungen sorglos gegenüber treten, die sich in einen falschen Frieden wiegen: Bis zum Tod ist es ja noch lange hin, wir leben hier und heute…  Unsere Glaubensgewissheit ist mit  einem  Boot auf stürmischer See zu vergleichen. Jesus und Maria sind  mit uns im Boot. Auch uns fragt Jesus: „Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Er stand auf, drohte den Winden und dem See, und es trat völlige Stille ein“. (Mt. 8,26) Danke Gospa für Deine vielfältigen Anweisungen und Ratschläge uns für das ewige Leben, für die Heiligkeit, vorzubereiten. Hilf uns den Weg der Bekehrung  einzuschlagen und auf ihm beharrlich voranzuschreiten.

Das Deutschsprachige Informationszentrum für Medjugorje dankt P. Donat Kestel ofm für die Bereitstellung.

 

Gedanken zur Botschaft von Pastor Gereon Beese, Bistum Münster:

Der 25. Juni ist ein besonderer Festtag in Medjugorje, er steht als Datum für den Beginn der Erscheinungen Mariens, nunmehr seit 39 Jahren. Von Jahr zu Jahr hat sich der Jahrestag zu einem großen,  internationalen Pilgertag entwickelt. Aus allen Kontinenten und vielen Ländern finden sich Pilger ein, um an der Nachtanbetung teilzunehmen, an der Friedenswallfahrt und natürlich am Rosenkranzgebet und an der Feier der Eucharistie. In diesem Jahr war es von den Zahlen her deutlich überschau- barer. Die Umstände der Pandemie erlauben noch keine gewohnte Reisemobilität und keine Massenveranstaltungen. Doch die Gospa hört die Gebete ihrer Kinder überall auf der Welt. Sie kennt auch unsere Sehnsucht nach festlichen, stimmungsvollen Gottesdiensten und stärkenden Wallfahrten. Ausdrücklich betont sie, dass sie unser Flehen und unsere Gebete hört und bei Jesus Fürsprache hält, der für uns „der Weg, die Wahrheit und das Leben ist“ (Joh 14,6).  Und sie betont die Dringlichkeit unserer Bekehrung und die Priorität des Gebetes. Gerade Zeiten der Krankheit erinnern uns an unsere Vergänglichkeit und  Sterblichkeit. Und an anderer Stelle mahnt die Gospa uns, zu bedenken, wie kurz dieses irdische Leben im Blick auf die Ewigkeit ist. Ohne Gott hat das alles hier keinen Sinn, was wir denken, planen und aufbauen. Die erste Hälfte des Jahres hat uns gezeigt, wie schnell ein ungeplantes Ereignis all unsere Rythmen, Gewohnheiten, geplanten Events und selbst die religiösen Höhepunkte einfach durchkreuzen kann. Wenn uns an Neujahr jemand gesagt hätte, dies Jahr fällt die Fußball-EM, die Olympiade, das Schützenfest und das Oktoberfest aus, wir hätten nur gelacht und mit dem Kopf geschüttelt. Und doch gibt es Lebensfreude, ja eine viel tiefere Freude als manches Vergnügen, das nun ausfallen muss. Maria führt uns zur Heiligkeit des Lebens, zu einer ganz ungewohnten Lebens- qualität, die sich nicht im Konsum oder im Genuss eines Konzertes oder einer kreativen Show äußert, sondern in der Erfahrung, dass wir Kinder Gottes sind und schon jetzt die unsichtbare Welt Gottes erfahren dürfen, wenn wir uns darauf einlassen. Aber gerade das geht nicht ohne Gebet. Und nicht ohne Glauben. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wenn wir beten, sind wir auf dem richtigen Weg. Wenn wir glauben, z.B. dass der Herr wirklich und persönlich in der Eucharistie zugegen ist, spüren wir seine Wahrheit und ahnen, was Kirche wirklich bedeutet und in dieser Zeit braucht. Wenn wir glauben, dass Christus den Tod überwunden hat, finden wir den Sinn unserer irdischen Zeit: Leben in Fülle, das uns niemand schenken kann als Jesus allein.

Das Deutschsprachige Informationszentrum für Medjugorje dankt Pastor Gereon Beese für die Bereitstellung.