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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Mai 2020

"Liebe Kinder! Betet mit mir für ein neues Leben für euch alle. In euren Herzen, meine lieben Kinder, wisst ihr, was ihr ändern müsst: Kehrt zu Gott und zu Seinen Geboten zurück, damit der Heilige Geist eure Leben und das Angesicht dieser Erde verändere, die der Erneuerung im Geiste bedarf. Meine lieben Kinder, seid Gebet für all jene, die nicht beten, seid Freude für all jene, die keinen Ausweg sehen, seid Träger des Lichts in der Dunkelheit dieser friedlosen Zeit. Betet, und ersucht um Hilfe und um den Schutz der Heiligen, damit auch ihr euch nach dem Himmel und den himmlischen Wirklichkeiten sehnen könnt. Ich bin bei euch und ich beschütze und segne euch alle mit meinem mütterlichen Segen. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid"

Monats Botschaft vom 25.05.2020 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

Betrachtung von P. Donat Kestel ofm:

„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium“. (Mk 1,15)  Dieses Wort Jesu, gleich zu Beginn seines öffentlichen Auftretens, wiederholt heute die Gottesmutter: „Kehrt zu Gott und zu seinen Geboten zurück, damit der Heilige Geist eure Leben und das Angesicht dieser Erde verändere.“ Das Wort Jesu zu Beginn seiner Lehrtätigkeit bleibt also aktuell und ist heute ebenso gültig wie vor 2000 Jahren. Es gilt aber auch leider das andere Wort des Johannesevangelisten: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen in nicht auf.“ (Joh 111)  Dennoch fährt der Evangelist zuversichtlich fort: „Allen aber die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.“ Das ist das große Anliegen Mariens gerade auch in Medjugorje: „Betet mit mir für ein neues Leben für euch alle. In euren Herzen, meine lieben Kinder, wisst ihr, was ihr ändern müsst.“ Das Wort Gottes konnte also nicht völlig ausgelöscht werden, das Reich Gottes ist kontinuierlich im Kommen. Es bleibt also die  Aufforderung an uns:“Meine lieben Kinder, seid Gebet für all jene, die nicht beten, seid Freude für all jene, die keinen Ausweg sehen, seid Träger des Lichtes in der Dunkelheit dieser friedlosen Zeit.“ Wenn wir glauben, uns um die Einhaltung der Gebote Gottes bemühen, hoffen und beten, den  Heilige Geist  in dieser Pfingstzeit besonders anrufen, dann kann er in uns wirken und das Angesicht dieser Erde verändern.  Diese Erneuerung  im Heiligen Geist erfordert, dass wir unsere Herzen öffnen. „Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.“ (Offb 3, 20) Maria weiß nur zu sehr, wie sehr wir in dieser so friedlosen Zeit angefochten werden. „Betet und ersucht um Hilfe und um Schutz der Heiligen, damit auch ihr euch nach dem Himmel und den himmlischen Wirklichkeiten sehnen könnt.“ Es ist schon eine großartige Verheißung, dass wir, trotz unserer Armut und Unvollkommenheit, einmal teilhaben dürfen, eingeladen sind zum himmlischen Hochzeitsmahl. Durch das, was ich bin und was ich habe, wie ich lebe und liebe, wie ich meinen Beruf ausübe und meine Freizeit gestalte, wie ich mich in meiner  Familie bewähre und einbringe und mein Schicksal ertrage:  in all dem kann sich das Reich Gottes entfalten: „Meine leiben Kinder seid Gebet…“ Das ist das große, die Würdigung unserer menschlichen Freiheit, dass uns Gott sein Reich nicht aufzwingen, von uns nicht erzwingen will, dass er seinen Willen von uns abhängig macht, uns bitten lässt: „Dein Wille geschehe im Himmel wie auf Erden.“ Es liegt auch an uns, ob wir den Geist der Wahrheit in unser Herz einladen. Er der Allmächtige und Allgegenwärtige, er vertraut unserer Bereitschaft, unserem Einverständnis an, ob sich und wie weit sich das Angesicht der Erde verändern wird, die Erneuerung im Geiste Gottes vollziehen kann. „In euren Herzen, meine lieben  Kinder, wisst ihr, was ihr ändern müsst.“ Das heißt, wenn wir nur mit lauen Herzen das Gute wollen, dann vollzieht sich auch das Kommen des Reiches Gottes nur mühsam und verdunkelt: daher die Aufforderung der Gospa:  „Seid Träger des Lichts in der Dunkelheit dieser friedlosen Zeit.“  Wir sollen also hier und heute dem Ruf des Herrn und der Bitte der Gospa unser Herz öffnen, uns dem Anliegen des Himmels nicht verschließen und in den Tag hinein leben. Mit dem Tod ist noch lange nicht alle aus, vielmehr sollen wir uns „nach dem Himmel und den himmlischen Wirklichkeiten“ sehnen. Maria ist und bleibt unsere Fürsprecherin: „Ich bin bei euch und beschütze und segne euch alle mit meinem mütterlichen Segen.“  Im Ort Kana, in Galiläa, wird eine Hochzeit gefeiert: Jesus, seine Jünger und auch Maria sind geladen. Maria, Hausfrau und Mutter spürt die Verlegenheit des jungen Brautpaares: „Sie haben keinen Wein mehr“ und sie macht Jesus auf diese peinliche Situation aufmerksam. (vgl. Joh. 2 1-12) Ähnlich verfährt Maria auch heute noch mit unseren Anliegen, Sorgen, Ängsten und Problemen, die wir ihr anvertrauen und vor sie hintragen. In wie viel Kirchen und Kapellen, die Maria geweiht sind, heißt es in den Votivtafeln: „Danke, Maria hat geholfen“. Ich bin bei euch, schütze, segne euch und bete mit euch für ein neues Leben, und das gilt für uns alle. Danke Gospa  für Dein unermüdlich-mütterliches Zureden. Hilf uns aber, dass auch wir uns dem Wirken des Heiligen Geistes öffnen.

Das Deutschsprachige Informationszentrum für Medjugorje dankt P. Donat Kestel ofm für die Bereitstellung.

 

Gedanken zur Botschaft von Pastor Gereon Beese, Bistum Münster:

Bestimmt erinnern wir uns noch an Marias Wort aus der letzten Botschaft, wo sie uns aufruft, in Abgeschiedenheit den Heiligen Geist zu bitten, damit er uns die Gaben schenkt, um würdige Zeugen der Liebe zu werden. Nun ruft sie uns auf, Gebet zu sein, Freude zu sein, und zu Lichtträgern in der Dunkelheit dieser friedlosen Zeit zu werden. Wir spüren, dass sich in Kirche und Welt, in unserer Gesellschaft, ja auch in unserem Umfeld etwas verändert, aber wir wissen noch nicht so recht, welche Konsequenzen das auf Dauer hat und in welche Richtung genau es gehen wird. Wir spüren auch, dass ungute Kräfte die unsichere Situation nutzen möchten, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Das ist in der Politik und in der Wirtschaft so, aber leider auch in manchen kirchlichen Leitungsgremien und Pfarrgemeinden. Das Gebet um die Kraft und den Beistand des Heiligen Geistes ist in dieser Situation von ungeheurer Notwendigkeit und Wichtigkeit. Jesus Christus ist der Herr der Kirche und er hat ihr Dauer und Zukunft versprochen. Darauf können wir uns fest verlassen. Doch er legt uns – auch durch seine Mutter – die Bitte um die Gaben des Heiligen Geistes ans Herz. Zu allen Zeiten und besonders in Zeiten der Krise hat der Geist Gottes auf ungeahnte Weise neues Leben in der Kirche geweckt. Oft auch durch einfache Frauen und Männer, Heilige wie Katharina von Siena, Franz von Assisi oder Therese von Lisieux, die durch ihre überzeugende Art, ihre Liebenswürdigkeit und ihr Engagement das Evangelium und die heilige Kirche wieder zum Leuchten gebracht haben. Das alles kam nie durch menschliche Planung, dahinter steckte nie ein durchdachtes Konzept. Diese Aufbrüche kamen immer überraschend, und in ihrer Wirksamkeit und ihrem Elan konnten sie nur durch die Kraft des Heiligen Geistes angestoßen und befeuert werden. Auch heute dürfen wir fest darauf vertrauen, dass Gott einen neuen Plan mit seiner Kirche hat, den der Heilige Geist auf den Weg bringt. Die Gospa ruft uns heute auf dabei mitzuhelfen, dass die Menschen sich neu nach dem Himmel und der himmlischen Realität sehnen. Der Geist Gottes will das Angesicht der Erde erneuern – auch durch unser Gebet.

Das Deutschsprachige Informationszentrum für Medjugorje dankt Pastor Gereon Beese für die Bereitstellung.