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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. November 2017

"Liebe Kinder! In dieser Gnadenzeit rufe ich euch zum Gebet auf. Betet und sucht den Frieden, meine lieben Kinder. Er, der hier auf die Erde gekommen ist, um euch wer oder was ihr auch seid, Seinen Frieden zu geben; Er, mein Sohn, euer Bruder, ruft euch durch mich zur Umkehr auf, denn ohne Gott habt ihr keine Zukunft und kein ewiges Leben. Deshalb, glaubt und betet und lebt in der Gnade und in der Erwartung eurer persönlichen Begegnung mit Ihm. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Monats Botschaft vom 25.11.2017 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Und ich hörte eine Stimme vom Himmel her rufen: schreibe! Selig die Toten, die im Herrn sterben, von jetzt an: Ja, spricht der Geist, sie sollen ausruhen von ihren Mühen, denn ihre Werke begleiten sie“ (Offb. 14,13) In diesem Aufruf in der Geheimen Offenbarung werden wir daran erinnert, dass wir in Gott eine Zukunft haben, dass wir in Gott ein ewiges Leben erwarten dürfen. „Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen…Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten.“ (Joh .14,2) Die Gospa verweist uns in ihrer Botschaft auf diese Erwartung: „Ohne Gott habt ihr keine Zukunft und kein ewiges Leben.“ Die Heiligen lebten in und aus dieser Erwartung einer persönlichen Begegnung mit ihm, ihrem Gott und Vollender ihres Lebens. Mit ihrer ganzen Lebenseinstellung, mit all ihren Problemen, bei all der Hässlichkeit, Gewalt, Unfrieden und Streit, denen auch sie ausgesetzt waren, haben sie die tägliche Umkehr vollzogen, d.h. sie haben aus dem Grundsatz heraus gelebt: „Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh…“, sie haben ihre Zukunft, das Ziel ihres Lebens nie aus dem Auge verloren, sie haben aus der Erwartung ihrer persönlichen Begegnung mit Gott gelebt. „Er, der hier auf Erden gekommen ist, um euch, wer oder was ihr auch seid, seinen Frieden zu geben, er will, dass wir uns selber annehmen, uns selbst bejahen. Zunächst einmal sind wir ja alle Geschöpfe Gottes, geschaffen nach Gottes Bild und Gleichnis. „Gott schuf den Menschen als sein Abbild, als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie.“ (Gen. 1, 27) Zu dieser Würde, die allen Menschen, „wer immer und was immer er auch sein mag“, zuteil wurde, schenkte uns Jesus, der Sohn Gottes, der “hier auf die Erde gekommen ist“, eine weitere viel höhere Würde. „Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es.“ (1. Joh. 3,1) Diesen seinen Geschöpfen, seinen Kindern hat Gott diese Erde anvertraut. „Er übertrug alle Verantwortung seinen Knechten, jedem eine bestimmte Aufgabe“. (Mk 13,34) Auch Jesus selbst, der unsere Menschennatur annahm, der in allem uns gleich wurde außer der Sünde, bezeichnete sich gern als Menschensohn. „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ (Joh. 1,14) Zu seinen wesentlichen Aufgaben, die er auf Erden zu erfüllen hatte, zählte und zählt die Gabe des Friedens: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch“. (Joh 14,27) In und mit seinem irdischen Leben hat uns Jesus vorgelebt, wie er sein Dasein verstanden wissen wollte. “Darum spricht Christus bei seinem Eintritt in die Welt: … einen Leib hast du mir geschaffen. Ja, ich komme - um deinen Willen, Gott, zu tun.„ (Hebr. 10, 5) Die Evangelien erzählen uns, wie Jesus mit allen seinen Sinnen sein Dasein lebte und erlebte. Er sah die Lilien auf dem Felde und hörte den Vögeln zu, er roch den Sauerteig und schmeckte das Brot und den Wein. Vor allem aber fühlte er die Nähe seiner Mitmenschen, er lachte und er weinte am Grab seines Freundes Lazarus. In allem erkannte er das Wirken seines himmlischen Vaters. Jesus, Er, mein Sohn und euer Bruder, so stellt ihn uns heute die Gospa vor, er sah die Welt mit den Augen seines Herzens. Aus  seiner Herzensmitte heraus sah er die Kranken und den tieferen Sinn des menschlichen Leidens, in den Gefangenen sah er schon die ewige Freiheit der Kinder Gottes, in all der Schuld und Sünde, in der Mensch verstrickt ist, erblickte er die „Felix Culpa“, die glückliche Schuld“, die ihn beten ließ: „Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht was sie tun.“ (Lk 23,34). Und in den Trauernden sah er bereits die Antwort aus seiner Auferstehung von den Toten. „Denn wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben.“ (Joh 5,26) Jesus zeigt uns durch seine Geburt, sein Leben, seinen Tod, seine Auferstehung und Himmelfahrt, was uns auch die Gospa einschärft: „Ohne Gott habt ihr keine Zukunft und kein ewiges Leben. Deshalb: glaubt und betet und lebt in der Gnade und in der Erwartung eurer persönlichen Begegnung mit ihm.“ Im Advent unseres Lebens sollen wir deshalb wachsam sein, damit wir nicht orientierungslos, ohne Sinn und Ziel die Zeit verplempern: das Leben ist höchst lebenswert und es gibt für uns eine Zukunft über das irdische Leben hinaus. Danke Gospa für Deinen Ruf zur Wachsamkeit. Hilf uns unsere Gnadenzeit wahrzunehmen, zu beten und den Frieden des Herrn zu suchen.

P. Donat Kestel ofm