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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Juni 2017

"Liebe Kinder! Heute möchte ich euch für eure Beständigkeit danken und euch aufrufen, dass ihr euch dem tiefen Gebet öffnet. Das Gebet, meine lieben Kinder, ist das Herz des Glaubens und die Hoffnung in das ewige Leben. Deshalb, betet mit dem Herzen bis euer Herz mit Dankbarkeit Gott dem Schöpfer singt, der euch das Leben gegeben hat. Ich bin mit euch, meine lieben Kinder, und ich bringe euch meinen mütterlichen Segen des Friedens. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Monats Botschaft vom 25.06.2017 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Ihr sollt ein Leben führen, das des Herrn würdig ist und in allem sein Gefallen findet, ihr sollt Frucht bringen in jeder Art von guten Werken und wachsen in der Erkenntnis Gottes. Er gebe euch in der Macht seiner Herrlichkeit viel Kraft, damit ihr in allem Geduld und Ausdauer habt.“ (Kol.1, 10-11) Seit Jahren begleitet uns die Gospa und versichert uns: “Ich bin mit euch, meine lieben Kinder und bringe euch meinen mütterlichen Segen des Friedens“. Dafür, dass wir ihre mütterliche Nähe annehmen, an diese Begegnungen glauben, aus ihnen Hoffnung und Kraft schöpfen, dafür bedankt sich diesmal die Gospa: „Heute möchte ich euch für eure Beständigkeit danken…“. Es ist das beständige, geduldige und beharrliche Gebet, in dem sich Himmel und Erde berühren, durch das wir uns  für die ewigen Wahrheiten offen halten. Mit Pilatus mögen sich heute viele fragen: „Was ist Wahrheit?“ (Joh 18,38) Die letzte Antwort darauf gibt uns Jesus selbst: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh.14,6) Im „tiefen“ Gebet öffnen wie uns für diesen Weg, finden wir die Wahrheit, bereiten wir uns für das ewige Leben vor. Das Gebet, so versichert uns die Gospa, „ist das Herz des Glaubens und die Hoffnung in das ewige Leben.“ In der Tiefe des Gebetes begegnen wir dem Willen Gottes: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.“ (Mt 6,10) Maria möchte uns dazu anleiten, dass auch wir beständig Akte der Hingabe an die Barmherzigkeit und Güte Gottes richten, dass wir auch in Kreuz und Leid unser Ja zum Willen Gottes sagen, dass wir aus dem Glauben und aus dem Wissen heraus leben, dass Gott allen, die ihn lieben, alles zum Besten gereichen lässt. (vgl. Röm 8,28) In den Psalmen finden wir eine gute Schule, wie man aus der Tiefe heraus zu Gott und zu den himmlischen Kräften und Mächten finden kann. Mit dem Psalmisten kann man loben, danken und preisen den Herrn, mit ihm kann man aber auch hadern und Zweifel hegen, anfragen, trauern, hoffen und vertrauen. Gewiss, nicht jeden der Psalmgesänge wird man für sich nachvollziehen können, für sich übernehmen wollen. Aber in den Psalmen ist die ganze Breite und Weite menschlichen Empfindens, Erahnens und Erfahrens zusammengefasst: „Wohl dem Mann…der Freude hat an der Weisung des Herrn, der über seine Weisungen nachsinnt bei Tag und bei Nacht.“ (Ps.1,2). Wenn uns auch Jesus auffordert: “Wachet und betet allezeit…“ (Lk 21,36), dann will er uns darauf hinweisen, dass wir in Gott unsere letzte Heimat, unser letztes Ziel erreichen. Es ist die „Gute Meinung“, die uns diesem Ziel nahe bringt: „Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh! Gottes Lob und Ehr’ zu mehren, ich verlang und alles tu.“ (GL 455). Zu den Gaben des Heiligen Geistes gehört die Gabe der Frömmigkeit. In ihrer Botschaft beschreibt Maria diese Gabe: „Betet mit dem Herzen bis euer Herz mit Dankbarkeit Gott dem Schöpfer singt, der euch das Leben gegeben hat.“ Wenn wir beten, tritt der Heilige Geist selbst für uns ein, wie uns der hl. Paulus bestätigt: „Der Geist selber tritt für uns ein mit Seufzen, die wir nicht in Worte fassen können. Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist…“ (Röm 8,26) Beten heißt also in der Tiefe des Herzens für Gott offen sein, für seine Gaben empfänglich bleiben, wissen, dass wir auf Gott angewiesen sind, dass wir ihm unsere Existenz verdanken. Beten bedeutet auch, dass wir zu unseren Gott und Vater kommen dürfen, schuldbeladen wie wir sind, nicht nur mit Lobpreis, sondern auch mit unserer Vergebensbitte, mit unserer Klage, mit unseren Bitten und mit unseren Anfragen. Durch das Gebet erfahren wir jene göttliche Liebe, die der hl. Paulus in seinem Korintherbrief so meisterhaft schildert: „Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie ereifert sich nicht, ….sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf...“ (1. Kor.14 -8)

„Ich bin mit euch…“ Danke Gospa, dass Du uns beständig auf dem Weg zu Gott begleitest, dass Du uns umsorgst, damit wir unser ewiges Ziel nicht verfehlen. Hilf uns, dass der Glaube in uns wachse, in uns die Hoffnung lebendig bleibe und die Liebe zu Gott in unseren Gebeten immer mehr vertieft werde.

P. Donat Kestel ofm