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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. September 2016

"Liebe Kinder! Heute rufe ich euch zum Gebet auf. Das Gebet möge euch Leben sein. Nur so wird sich euer Herz mit Frieden und Freude erfüllen. Gott wird euch nahe sein und ihr werdet Ihn in eurem Herzen als Freund fühlen. Ihr werdet mit Ihm reden wie mit jemandem, den ihr kennt, und, meine lieben Kinder, ihr werdet das Bedürfnis haben, Zeugnis abzulegen, weil Jesus in eurem Herzen sein wird und ihr vereint in Ihm. Ich bin mit euch und liebe euch alle mit meiner mütterlichen Liebe. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.09.2016 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Singt dem Herrn und preiset seinen Namen, verkündet sein Heil von Tag zu Tag.“(Ps. 96,2). Für uns Christen sollte jeder Tag ein Tag des Heiles, ein Tag des Herrn sein. Nach dem Wunsch der Gottesmutter sollte das Gebet zur Grundhaltung unseres Lebens werden, zum Lobpreis für unseren Schöpfer. In unseren Herzen, in unserer ganzen Stimmung sollte Lob und Anbetung, Preis und Dank nicht verstummen. „Das Gebet möge euch Leben sein.“ Als Frucht dieser Haltung und Einstellung werden in unseren Herzen Friede und Freude reifen. Die Hinwendung zu Gott und den göttlichen Dingen schenkt uns das Wissen um die Nähe Gottes, das Gefühl Gott bleibt uns nahe als der Liebhaber unseres Daseins, unser ganzen Existenz. Die Empfänglichkeit für Gott und für „sein wunderbares Tun an uns Menschen“ (Ps. 107,8) wird  durch das Gebet vertieft und verinnerlicht. Gott ist uns nahe, aber er wartet auf unsere Antwort: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.“(Offb.3.20). Maria unterstreicht diese Vertrautheit mit Gott. “Ihr werdet Ihn in eurem Herzen als Freund fühlen. Ihr werdet mit ihm reden wie mit jemanden, den ihr kennt.“

Wie viele Menschen aber seufzen mit dem Psalmisten: „Denke ich an Gott muss ich seufzen, sinne ich nach, dann will mein Geist verzagen…. Hat Gott seine Gnade vergessen, im Zorn sein Erbarmen verschlossen?“(Ps. 77,4;10). Wie viele gibt es, die Vieles, das ihnen geschieht, nicht begreifen können, all das, was sich nicht mit ihrem Wissen, Denken und Erleben und Erwarten vereinbaren lässt. Wie viele meinen, Gott handle ungerecht, sei unbarmherzig, sei ein „strenger Richter aller Sünder“. Für viele bleibt die Frage offen:  „Warum, warum…, wenn es einen guten, gütigen Gott gibt, warum lässt er das alles zu?“ Und wie viele klagen über ihre eigene „Herzensdürre“, über die innere Trockenheit und Trostlosigkeit, dass ihnen das Gebet so nichts-sagend vorkommt, leer, taub, langweilig. Selbst die Jünger baten einst Jesus: „Herr, lehre uns beten.“ (Lk. 11,1). Diese Bitte zeigt, dass es offensichtlich selbst den Jüngern schwer fiel „im Geist und in der Wahrheit“, (Joh. 4,22) also aus ganzem Herzen heraus, zu beten. Und selbst der hl. Paulus klagt: „Wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, die wir nicht in Worte fassen können.“ (Röm. 8,26).  Gott, der uns stets  nahe ist, denn  „in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wird“, (Apg. 17,28) er wartet auf unseren guten Willen, dass wir ihm die Tür unseres Herzens öffnen. Wie viel Geduld Gott mit uns hat erzählt uns Jesus im Gleichnis vom Feigenbaum: „Herr lass ihn dieses Jahr noch stehen. Ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte“. ( Lk 13,9). Der Weingärtner ist Jesus selbst und er bestätigt uns, wie unfassbar, weitherzig und langmütig Gott mit uns umgeht. Wenn wir erst einmal erfassen, wie nahe uns Gott im Gebet kommt, wird in uns das Bedürfnis erwachen, selbst „Zeugnis abzulegen“, weil Jesus in unserem Herzen sein wird und wir vereint mit ihm. Er ist es, der in uns die Gesinnung weckt und stärkt, dass wir uns immer mehr aus den irdischen Sorgen und Dingen lösen, um uns der unvergänglichen Welt und der ewigen Wahrheit zu wenden. Wie den Jüngern von Emmaus möchte er uns als der geheimnisvolle Begleiter den Sinn unseres Lebens, den Sinn der Heiligen Schrift, erschließen (vgl. Lk.24,32), damit auch uns die Augen aufgehen für die bleibenden Werte, damit unser Glaube bestätigt, unsere Hoffnung gefestigt, unsere Liebe verinnerlicht wird. Den Emmausjünger überkam plötzlich das Bedürfnis Zeugnis abzulegen: „Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück…und erzählten, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er für sie das Brot brach.“ (Lk.24, 33;35).

Danke Gospa für Deine mütterliche Liebe,  für Deinen mütterlichen Schutz, für Dein Fürbittgebet. Hilf uns, dass auch wir in unserem Gebet Friede und Freude erfahren dürfen.

Pater Donat Kestel ofm