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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Dezember 2014

"Liebe Kinder! Auch heute trage ich in meinen Armen meinen Sohn Jesus zu euch und ich erbitte von Ihm den Frieden für euch und den Frieden unter euch. Betet, und betet meinen Sohn an, damit in eure Herzen Sein Friede und Seine Freude einkehren. Ich bete für euch, damit ihr noch mehr dem Gebet gegenüber offen seid. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.12.2014 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Fürchtet euch nicht, denn ich verkündige euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; es ist der Messias, der Herr.“ (Lk 2,10-11) Vor etwa 2000 Jahren waren es die Hirten, die diese Engelsbotschaft vernahmen, staunten, glaubten, sich der Botschaft öffneten und sich auf den Weg machten. „Transeamus usque Bethlehem...“ 2000 Jahre später trägt die Gospa erneut ihren Sohn zu uns und versichert uns: „Ich erbitte von Ihm den Frieden für euch und den Frieden unter euch“. Die Weihnachtsbotschaft hat also nach wie vor seine Gültigkeit bewahrt, die Frohe Botschaft, den Hirten zugesprochen, sie gilt bis heute: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.“ (Lk 2 14) Wie die Hirten sollten auch wir heute innehalten, staunen und die Verheißung des Friedens auf uns wirken lassen.  Frieden, ein Sehnsuchtsschrei vieler Menschen im Laufe der kriegsbelasteten, Menschen verunsichernden  Jahrhunderte, ein Schrei aus dem Munde so vieler Menschen in so vielen Völkern, Kulturen, Rassen  und Religionen. Die „Frau aller Völker“ weiß um diesen Aufschrei und fordert uns auf  zu beten:  „Herr Jesus Christus … sende jetzt Deinen Geist über die Erde. Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg“. In die weltweite Friedensbewegung reiht sich der Aufruf Mariens, den vielfältigen  Friedensappell  ernst zu nehmen, zu beherzigen, ihn auch zu unserem innersten Anliegen zu machen „damit in eure Herzen Sein Friede und seine Freude einkehren“ können. Mit der Geburt Jesu, dem Friedensfürst, wurde uns der Friede als endzeitliche Größe zugesagt: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch, nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.“ (Joh.14,27) Dem ganzen Volk ist dieser  Friede Christi  verheißen, nicht nur den Hirten. Voraussetzung  ist aber: “Betet, betet meinen Sohn an“, öffnet eure Herzen diesem Friedensfürst, damit die Versöhnung, die Verständigung, ein friedvolles Zusammenleben gewährleistet werden kann. „Erbittet für Jerusalem Frieden! Wer dich liebt, sei in dir geborgen. Friede wohne in deinen Mauern, in deinen Häusern Geborgenheit. Wegen meiner Brüder und Freunde will ich sagen: In dir sei Friede. Wegen des Hauses des Herrn, unseres Gottes, will ich Dir Glück erflehen.“  (Ps. 122, 5-9) Die Geschichte der Geburt Jesu, sein Erscheinen in der  Fülle der Zeiten, offenbart uns einen Gott, der mit uns ist, der jeden einzelnen von uns  ernst nimmt, der sich unser „erbarmt von Geschlecht zu Geschlecht“,  der „die Niedrigen erhöht, der sich seines Knechtes Israel annimmt, der in seinem Erbarmen die alten Verheißungen Abraham und seinen Nachkommen gegeben für ewig erfüllt. (Vgl. das Magnifikat). Friede ist einerseits  Sache Gottes, Geschenk, Gabe, andrerseits aber auch Aufruf, Aufgabe für uns Menschen. „Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Hause“. (Lk 10,5) Selig werden jene gepriesen, die Frieden stiften. (vgl. Mt 5,9) In der Nachfolge Jesu sollen wir Zeichen der Versöhnung setzen, sollen  uns um Frieden untereinander bemühen, eintreten für Völkerverständigung, Frieden über Grenzen hinweg.  Wie sehr Maria selbst dazu beigetragen hat, durch ihr Gebet, durch ihr Erscheinen, dass „Friede werde unter uns“, zeigen die vielen Wallfahrtsorte, die zahlreichen Erscheinungsorte, angefangen von Guadalupe in Mexiko, über Lourdes, Fatima, Medjugorje etc. Immer wieder ruft uns Maria auf, Brücken zu bauen, Gegensätze zu überwinden, Vorurteile abzubauen und uns im Gebet mehr und mehr für den zu öffnen, der in der Heiligen Nacht den Friedensprozess in besonderer Weise in Gang gesetzt hat, um das Kommen des Reiches Gottes zu verwirklichen.
„Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten, denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war. (Lk 2. 20)  Mit den Hirten sollen auch wir uns, denkend und dankend,  auf dieses Weihnachtsgeschehen einlassen. In der Tiefe unseres Wesens sollen wir uns noch mehr im Gebet öffnen, trotz aller Unruhe, Eile, Schmerzen, Ungereimtheiten, die sich auf der Oberfläche unseres Alltags täglich abspielen. Maria selbst begleitet dieses Gebet  und wünscht, dass wir uns mehr und mehr auf Gott einlassen, uns ihm übergeben, in Ehrfurcht und Dankbarkeit jenes Geheimnis Gottes bewundernd: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“  (Joh.3,16)
Danke Gospa, dass Du  auf Deinen Armen uns erneut den Friedensfürst, Deinen Sohn Jesus, gezeigt hast, dass Du von Ihm beständig Frieden für uns und Frieden unter uns erbittest.

Pater Donat Kestel