Newsletter
Kontakt
Login
Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. November 2014

"Liebe Kinder! Auf besondere Weise rufe ich euch heute zum Gebet auf. Betet, meine lieben Kinder, damit ihr begreift, wer ihr seid und wohin ihr gehen sollt. Seid Träger der frohen Botschaft und Menschen der Hoffnung. Seid Liebe für all jene, die ohne Liebe sind. Meine Kinder, ihr werdet nur dann alles sein und alles verwirklichen, wenn ihr betet und für den Willen Gottes offen seid, den Gott, der euch zum ewigen Leben führen möchte. Ich bin mit euch und halte von Tag zu Tag vor meinem Sohn Jesus Fürsprache für euch. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.11.2014 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Der Herr segne und behüte dich. Der Herr lasse sein Antlitz über dir leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“ (Num 6,24-26) Wenn uns diesmal die Gospa in ihrer Botschaft aufruft „auf besondere Weise“ Herz und Stimme, Hände und Gemüt betend zu Gott zu erheben, dann tut sie dies aus ihrem Wissen und ihrer Sehnsucht heraus, wir möchten erkennen und erfahren mit welcher Würde, mit welchem Ansehen wir von Gott ausgestattet sind. Sie selbst durfte erfahren: “Er hat auf die Niedrigkeit seiner Magd geschaut, siehe von nun werden mich selig preisen alle Geschlechter“. (Lk 1,47) In aller Demut und Bescheidenheit weiß sie wie sehr sie von Gott gesegnet und behütet wurde, was der Herr Großes an ihr getan hat. Bei aller menschlichen Armseligkeit und Schwäche dürfen auch wir uns fragen: Wer bin ich? Wohin führt uns unser Weg? „Was ist der Mensch, das du an ihn denkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst“? Der Psalmist gibt selbst die überraschend-erstaunliche Antwort: „Du hast ihn, (den Menschen) nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.“ (Ps 8, 6) Greifen wir die Frage der Gospa nochmals auf. Wer sind wir? Wohin gehen wir? Dann lautet mit dem Kirchenlied unsere Antwort: „Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu.“ (nGL nr 505) Als Erdenbürger müssen wir uns um das tägliche Brot abmühen, müssen uns, konfliktträchtig wie wir sind, mit den vielfältigen Versuchungen auseinandersetzen, wissen uns vom Bösen bedroht, leiderfahren, schuldbelastet und -beladen, bedroht von Todesgefahren. Was kann ich schon bewirken? Die Antwort der Gospa: „Seid Träger der frohen Botschaft und Menschen der Hoffnung.“ Was das konkret heißt, hat Maria, die auch durch den Dornwald von Beschwerden, Unsicherheiten , Fragen und Leiden gehen musste, selbst erfahren. Wie sollte sich die Frohe Botschaft erfüllen: Ihr Sohn werde den Thron Davids erben, seine Herrschaft werde ohne Grenzen sein, er werde sein Volk von den Sünden befreien? (vgl. Lk 1,32) Diese adventliche Botschaft steckte zwar voller Verheißungen, aber auch voller Fragen. „Wie soll das geschehen?“ Wie können durch mich diese Pläne Gottes verwirklicht werden? Die Antwort, die uns die Gospa mit auf den Weg gibt: „Seid Liebe für all jene, die ohne Liebe sind“. Der liebende und vergebende Gott, der uns in Jesus von Irrtum, Sünde und Tod befreit hat, will uns zum ewigen Leben führen. Für jeden Menschen gilt die Verheißung, die Jesaias erfahren durfte. „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir.“ (Jes.43,1) All das bestimmt schon jetzt unser Leben, all das wird sich aber vollends verwirklichen, wenn sich in der ewigen Seligkeit uns der Gang der göttlichen Führung und Fügung enthüllen wird. Zur Verwirklichung unseres Daseins, zum Ziel unseres Lebens, zählt die selige Anschauung Gottes, zählt die Erwählung an der Auferstehung Christi Anteil zu erhalten. Denn „so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder., der an ihn glaubt, das ewige Leben hat“ . (Joh 3,16) Zu unserer ewigen Bestimmung gehört es beizutragen zur Verherrlichung des Namen Gottes, gehört teilzuhaben am Reiche Gottes. So wie Gott unser Ursprung ist, so ist er auch unser letztes Ziel. Indem wir seiner Führung, seinem Willen, gehorchen, treu, willig, ausharrend, werden wir „all das sein“, was Gott uns verheißen hat, werden wir all das „verwirklichen“ , was uns zu unserer eigentlichen Bestimmung führt, dass wir in Wahrheit Kinder Gottes heißen und es auch sind. Dass wir Gott allein die Ehre geben, damit „die Gnade Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes“ in uns zum Tragen kommt. (2. Kor.13,13)
Der Schlüssel, diesen Plan Gottes mit uns, zu realisieren, ist das beharrlich-kontinuierliche Gebet. Betend werden wir mehr und mehr begreifen und erfahren, wer wir vor Gott sind, wie wir unser Leben verwirklichen können, wie wir Stufe für Stufe heranreifen für das ewige Leben und so unserer ewigen Vollendung entgegengehen. Möge der Geist der Wahrheit uns dabei immer mehr in die ganze Wahrheit einführen. (vgl. Joh. 16,13)
Erneut versichert uns die Gospa, dass wir ihre „lieben Kinder“ sind, dass wir den beschwerlichen Weg unseres Lebens nicht allein zu gehen brauchen. Mütterlich nimmt sie uns an die Hand und hält Tag für Tag neu Fürsprache für uns.
Danke Gospa für diesen Adventsaufruf „Träger der frohen Botschaft“ zu sein, damit wir als Menschen voller Hoffnung und Zuversicht unseren Lebensweg vollenden können.

Pater Donat Kestel