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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Oktober 2014

"Liebe Kinder! Betet in dieser Zeit der Gnade und sucht die Fürsprache aller Heiligen, die bereits im Licht sind. Mögen sie euch von Tag zu Tag Vorbild und Ermutigung auf dem Weg eurer Bekehrung sein. Meine lieben Kinder, seid euch bewusst, dass euer Leben kurz und vergänglich ist. Deshalb, lechzt nach der Ewigkeit und bereitet eure Herzen im Gebet. Ich bin mit euch und halte Fürsprache vor meinem Sohn für jeden von euch, insbesondere für jene, die sich mir und meinem Sohn geweiht haben. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Monats Botschaft vom 25.10.2014 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Alle trugen... goldene Schalen voll von Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen und sie sangen... Du hast mit deinem Blut Menschen für Gott erworben aus allen Stämmen und Sprachen, aus allen Nationen und Völkern.“ (Offb 5, 8-9) Die Gospa gibt uns diesmal in Ihrer Botschaft den Rat, der vielen Heiligen, die schon im Lichte sind, zu gedenken, sie zu würdigen,ihre Fürsprache zu erflehen. In unserem eigenen Interesse dürfen wir diesem Rat folgen, denn die Heiligen können uns „Vorbild und Ermutigung“ sein auf unserem Weg zur Bekehrung. In uns soll das Verlangen wachsen, selbst einmal in dieser Gemeinschaft der Heiligen willkommen geheißen zu werden, des strahlenden Lichtes im himmlischen Jerusalem teilhaftig zu werden. „Die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, (die Stadt), und ihre Leuchte ist das Lamm. Die Völker werden in diesem Licht einhergehen.“ (Offb. 21, 23-24) Wie sehr wünscht die Gospa, dass auch wir einmal dieses Lichtes teilhaftig werden, Frieden und Freude, unsere Vollendung finden und erreichen. „Tag für Tag“ erneut sollen wir suchen, was „droben“ ist und über alles Vordergründige hinaus erkennen, dass unser „Leben kurz und vergänglich“ ist. An der Schwelle des Todes werden wir erwartet und die Gospa versichert uns ein um das andere Mal: „Ich bin mit euch und halte Fürsprache vor meinem Sohn für jeden von euch...“ In seinem Brief an die Philipper betont der hl. Paulus: “Unsere Heimat ist der Himmel. Von dort her erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes...“ (Phil.3,20) Die Heiligen, allen voran die Gospa selbst, haben auf Erden Zeugnis ihres Glaubens und ihrer Hoffnung abgelegt. In ihrer innigen Liebe zu Gott, in ihrer hilfreichen Zuneigung zum Nächsten, in ihren vielfältig–gütigen, erbarmungsreichen Beziehungen gegenüber den Bedürftigen empfanden sie deren Not hautnah mit. Ihnen allen gilt und galt die Verheißung: „Kommt her, die ihr ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist... Denn, was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“. (Mt. 25, 34; 40) Jetzt, da diese Gesegneten und Geladenen des Vaters schon zur Gemeinschaft der Heiligen zu gerechnet werden, hören sie nicht auf die Verbindung mit ihren Verehrern weiter zu knüpfen und aufrecht zu erhalten. Sie bleiben „Tag für Tag Vorbild und Ermutigung auf dem Weg“ unserer Bekehrung. Viele Heilige mussten mühsam diesen Weg der Bekehrung lernen, haben oft schmerzlich erfahren, was es heißt sich der göttlichen Führung und Fügung zu überlassen, mussten sich den Herausforderungen ihrer gottlosen Umgebung stellen, mussten dem hl. Paulus beipflichten: „Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.“ (Röm 8,18-19) Was uns in besonderer Weise zu den Heiligen führen, hinziehen könnte, ist der Wunsch bei ihnen sein zu dürfen, Anteil zu haben an ihrem schon vollendeten Leben. „Deshalb lechzt nach der Ewigkeit und bereitet eure Herzen im Gebet.“ Es gilt also im Gebet das Band jener Liebe zu knüpfen, die uns in die Gemeinschaft derer aufnimmt, die schon auf Erden diese Liebe gelebt und die jetzt in der Liebe Gottes ihre Vollendung gefunden haben, und die diese Liebe an uns weiterreichen wollen und dürfen, so wie Maria uns versichert, dass sie „mit uns ist und Fürsprache“ für uns hält. „Betet in dieser Zeit der Gnade“: Die vielen anonymen Heiligen, „diese große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen“ (Offb 7,9) das sind wir Menschen, ob alt oder jung, verheiratet oder ledig, gelehrt oder einfältig, die wir den Weg der Bekehrung beschritten haben, die sich vom Wort und vom Wirken Jesu erfassen lassen, die sich von der Gnade Gottes betroffen fühlen. So verschieden und vielfältig diese Menschen auch sein mögen, befrachtet mit der Last des eigenen Alltags, eines spiegelte sich in ihrem Leben wider: das Hören auf die Botschaft Jesu. In der Öffnung Gott gegenüber sollen wir unsere eigene Persönlichkeit entfalten, sollen wir Antwort finden auf die Nöte unserer Zeit, sollen wir uns bemühen, unseren so unterschiedlichen Aufgaben gerecht zu werden. Wer sich in diesem Lebensentwurf in besonderer Weise Gott weihen kann und will, dem verheißt die Gospa dass sie für ihn „insbesonders“ Fürsprache einlegt. Gutgeheißen aber wird jeder von ihrer mütterlichen Liebe. Danke Gospa, dass Du so innig für uns alle Partei ergreifst und uns „in dieser Zeit der Gnade“ reichlich Deine Zuwendung schenkst.

Pater Donat Kestel