Newsletter
Kontakt
Login
Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Juli 2014

"Liebe Kinder! Ihr seid euch nicht bewusst, welche Gnaden ihr lebt in dieser Zeit, in der euch der Allerhöchste Zeichen gibt, damit ihr euch öffnet und bekehrt. Kehrt zu Gott und dem Gebet zurück und es möge in euren Herzen, Familien und Gemeinschaften das Gebet zu herrschen beginnen, damit euch der Heilige Geist führt und anregt, damit ihr mit jedem Tag für den Willen Gottes und Seinen Plan für jeden von euch offener seid. Ich bin bei euch und halte mit den Heiligen und den Engeln für euch Fürsprache. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.07.2014 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; über die Himmel breitest du deine Hoheit aus“... (Ps. 8 ff). Obgleich uns unsere Mutter Erde, obgleich uns das immense Universum Tag für Tag den unermesslichen Reichtum der Schöpfung Gottes vor Augen führen, gibt es dennoch viele Menschen, die Augen haben und doch nicht sehen, die Ohren haben und dennoch nicht hören (vgl. Mt 13,15). Oft sieht es so aus, als ob Gott, der Allerhöchste, nicht mehr gefragt sei, als brauche man ihn für das alltägliche Leben nicht mehr. Sind wir nicht unabhängig geworden, wenn es um das tägliche Brot geht, haben wir nicht dank der Technik und der Medizin viele Seuchen und Plagen in den Griff bekommen? Wozu noch beten, wenn sich der Mensch seine Erde selbst untertan machen kann? Dank der ganzen Gentechnologie können wir das Leben weithin selbst meistern und steuern, eingreifen in die Lebensprozesse. Die Frage nach Gott, nach Gottes Wirken und Willen wird zu einer entscheidenden Frage: „Ihr seid euch nicht bewusst, welche Gnaden ihr lebt in dieser Zeit, in der euch der Allerhöchste Zeichen gibt.“ Wie schon so oft betont Maria, dass es an der Zeit ist zu begreifen, zu verstehen, dass wir Geschöpfe Gottes sind, nicht unsere eigenen Schöpfer, dass uns diese Erde nur anvertraut ist, dass unser Leben vorläufig ist. „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...“ (Mt 18,3). Kinder können noch staunen über die Vorgänge, die sich vor ihnen abspielen, über die Vorgaben, die sie sehend und hörend empfinden und vorfinden. Warum nehmen so viele Erwachsene die Welt so selbstverständlich hin, ohne Gott zu loben, zu preisen, zu danken, ohne das eigene Leben zu hinterfragen und Gottes Gegenwart zu erahnen? Maria mahnt:“ Kehrt zu Gott und dem Gebet zurück.“ Nichts sehnlicher wünscht sie, als dass wir uns für Gott und seine Schöpfung öffnen, uns in Demut zu ihm hinwenden, uns bekehren. Das Gegenteil des Sich-Öffnens ist das Sich-Verschließen. Wer im Frieden leben will, muss lernen all die negativen Gedanken, die im Herzen aufsteigen wollen, zu überwinden, all die giftigen Wünsche und zerstörerischen Begierden zu besiegen. „Aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Verleumdungen...“, sagt Jesus (Mt 15.18). Sich öffnen heißt insbesondere aber auch: Vergeben, all die Verbitterung, die Verhärtung der Herzen zu überwinden. „Was kränkt, macht krank“: Maria empfiehlt das Gebet als Mittel zur Gesundung und zur Genesung: „Es möge in euren Herzen, Familien und Gemeinschaften das Gebet zu herrschen beginnen.“ Wer nicht vergeben kann, wird umgekehrt beherrscht von Groll und Neid, von Wutanfällen bis hin zu Rachegedanken, die körperlich und seelisch das ganze Leben vergiften und zermürben, ganze Familien auseinander reißen, ganze Gemeinschaften in Konflikte, in Auseinandersetzungen verwickeln. Der Heilige Geist, der Geist der Liebe, will uns führen, anführen, anleiten, dass wir uns frei machen von all den negativen Bindungen, von all den giftigen Wurzeln, die unsere Herzen vergiften, unser Zusammenleben vergällen. Das Gebet macht's möglich, sagt Maria. Durch das Gebet werden wir angeregt, offener zu werden, uns dem Plan, dem Willen Gottes aufgeschlossen zu zeigen. „Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun“ (Lk 23,24). Das Vergeben gehört mit zum Erlösungsplan Gottes: Das ist mein Blut, das für Euch und für alle vergossen wird, zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis“: so heißt es in jeder heiligen Messe. Das Vergeben-können können wird als Voraussetzung für den inneren Frieden, für die Heilung der eigenen seelischen Verletzungen werten. Wir wissen uns hineingenommen, hinein verflochten in das große Netzwerk der Gnadenvermittlung, in das große Erlösungswerk Gottes: Wie dem Seher von Patmos, darf auch uns der Engel verheißen: „Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes. Da entrückte er mich in der Verzückung auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes....“(Offb 21,9-11). Die Zusage, die Jesus dem Schächer am Kreuz schenkte, möge auch jedem einzelnen von uns einmal gewährt werden: „Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein“ (Lk 23,43).
Danke Gospa, du selbst bist für uns ein Zeichen des Allerhöchsten; danke für deine Hinweise uns für die Liebe und die Barmherzigkeit Gottes zu öffnen, uns der Gnade bewusst zu werden, die Gott uns in dieser Zeit schenkt und ferner hin schenken will.

Pater Donat Kestel