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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Februar 2014

"Liebe Kinder! Ihr seht, hört, fühlt, dass es in den Herzen vieler Menschen Gott nicht gibt. Sie wollen Ihn nicht, weil sie fern vom Gebet sind und keinen Frieden haben. Ihr, meine lieben Kinder, betet, lebt die Gebote Gottes. Ihr seid das Gebet, ihr, die ihr von Anfang an „ja“ zu meinem Ruf gesagt habt. Bezeugt Gott und meine Anwesenheit und vergesst nicht, meine lieben Kinder, ich bin mit euch und liebe euch. Von Tag zu Tag bringe ich euch alle meinem Sohn Jesus dar. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.02.2014 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.“(2 Kor. 5, 21) Maria, die Gospa, kennt nur zu sehr den Seelenzustand so vieler Menschen, die in den Tag hinein leben, so als ob sie sich selbst genügen könnten, als ob sie nicht in allem angewiesen wären auf die Vorsehung Gottes. An uns, die wir bemüht sind, Ihren Ruf zu hören und zu folgen, wendet sie sich mit der Klage:“Ihr seht, hört, fühlt, dass es in den Herzen vieler Menschen Gott nicht gibt.“ Dabei verweist uns doch Jesus selbst eindringlich auf den Schöpfergott, auf unseren Vater im Himmel: „der seine Sonne aufgehen lässt über Böse und Gute, der regnen lässt über Gerechte und Ungerechte“. (Mt. 5. 45) Wenn wir Gott anerkennen, anbeten, können wir gar nicht anders als dankbar einzustimmen in das Sanctus der hl. Messe: „erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit“: Genau, diese dankerfüllte Anerkennung wollen viele Gott gegenüber nicht leisten. Sie sagen sich vielleicht, ob mit Recht oder Unrecht: „Reicht man Gott den kleinen Finger, dann will er gleich die ganze Hand“. Es ist die uralte Sünde der Stammeltern im Paradies, die selbstherrlich wie Gott sein wollten. (vgl. Gen 3. 4ff). Die Konsequenz aus diesem Ungehorsam sind Unfriede und Unzufriedenheit, die uralte Sehnsucht unabhängig, selbstbewusst und selbstgerecht, “gottlos“ das eigene Leben gestalten zu wollen. Der Blick bleibt dabei auf das eigene Selbst fixiert, ohne Rücksicht auf Gott oder die vielen geschenkten Güter, die aus dieser Selbstbespiegelung einfach ausgeblendet werden.Als Heilmittel gegen diese egozentrische Haltung und Einstellung nennt uns die Gospa: Gebet und Gehorsam. Im Dankgebet würdigen wir „Kinder Gottes“ unseren Schöpfer als den Geber aller Güter, als unseren Vater, als den Vollender unseres Lebens. In der demütigen Befolgung seiner Gebote bejahen wir seine Souveränität, seine Allmacht: „Denn du allein bist der Heilige, du allein der Herr, du allein der Höchste...“ Wenn wir auf diese Weise im Dankgebet und im Gehorsam Gott die Ehre geben, werden wir selbst zum Gebet, zu einem Menschen, der aus der Haltung heraus lebt: „Alles meinem Gott zu Ehren“. Einer der alten Kirchenväter, Johannes Chrysostomus (+407) umschreibt diesen Zustand meisterhaft:“ Das höchste Gut ist Gebet und Gespräch mit Gott; denn das ist Gemeinschaft und Vereinigung mit ihm. Wie die Augen des Leibes erleuchtet werden, wenn sie Licht sehen, so wird der Geist erleuchtet, wenn er sich auf Gott richtet, angestrahlt von seinem unsagbar hellen Licht. Ich meine aber ein Beten, das nicht nur gewohnheitsmäßig ist und eingeschränkt wird auf bestimmte Zeiten und Stunden, sondern ein Beten, das Tag und Nacht immer währt.“ (Die Feier des Stundengebetes, Lektionar II, S. 20). Auch die Gospa versteht unter Gebet eine Haltung, eine Grundeinstellung, eine Herzens-Gesinnung, die sich mit dem kleinen Wörtchen „Ja“ ausdrücken und umschreiben lässt. „ Siehe ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort.“ Es sind also nicht viele Worte ausschlaggebend, sondern das innige Verlangen nach Gott, ein Sich-Gott-Überlassen, das der hl. Paulus in seinem Römerbrief so ausdrückt: „Wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selbst tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, die wir nicht in Worte fassen können.“ (Röm 8,26)Die Gospa bedankt sich bei allen, die von Anfang an zu ihrem, und damit auch zu Gottes Ruf „JA“ gesagt haben. Was sie von uns wünscht: „Bezeugt Gott und meine Anwesenheit.“ Gemeint ist jene Lebenseinstellung, die sich an der Gerechtigkeit Gottes orientiert, das heißt an Gottes „richtiger“ Einstellung zu unserem Leben, zu unserer Schuld, zu unserer Vollendung. Um unserer Rechtfertigung willen hat Gott die Welt so sehr geliebt, dass er seinen eigenen Sohn dahin gab, damit jeder das ewige Leben erlangen kann...(vgl. Joh 3,16) Maria bekräftigt, dass sie uns als die Mutter des Herrn, „Tag für Tag“ ihren Sohn dem himmlischen Vater „darbringt“. Wie der irdische Jesus seine Wertmaßstäbe aus dem Willen des Vaters, aus seiner gelebten Gegenwart bezog, so sollen auch wir uns in seiner Nachfolge der Güte und der Menschenfreundlichkeit Gottes bewusst werden und bleiben, nicht „verkrallt“ in das eigene geschöpfliche Dasein, indem wir uns selbst zum Maßstab unseres Lebens machen. – Danke Gospa für Deine erneute Zusage, dass wir Dir als Deine Kinder am Herzen liegen, dass Du uns auf unserem Lebensweg begleitest, dass Du uns mütterlich liebst.

Pater Donat Kestel