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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Oktober 2013

"Liebe Kinder! Heute rufe ich euch auf, euch dem Gebet zu öffnen. Das Gebet wirkt Wunder in euch und durch euch. Deshalb, meine lieben Kinder, in der Einfachheit des Herzens erbittet vom Allmächtigen, dass Er euch die Kraft gibt, Kinder Gottes zu sein, damit Satan euch nicht rüttelt wie der Wind die Äste. Meine lieben Kinder, entscheidet euch von neuem für Gott und sucht Seinen Willen und dann werdet ihr in Ihm Freude und Frieden finden. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.10.2013 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh. 14.6). Mit dieser Selbstaussage umreißt Jesus seine Sendung, seine Erlöserliebe, seine Auferstehung, sein ganzes Wirken in dieser Welt, in Raum und Zeit. Ihm sich öffnen im Gebet, das sollte unsere Antwort sein. In der „Einfachheit des Herzens“, in der Bedürftigkeit des Vertrauens, in der Sehnsucht der Liebe, im Wissen um die vielen Probleme unseres Lebensweges geht es darum, dass wir uns eine tiefe Achtung, eine dankbare Grundeinstellung vor dem „Allmächtigen“, dem Schöpfer des Himmels und der Erde bewahren. Wenn uns das gelingt, so verheißt uns Jesus, werden Ströme lebendigen Wassers fließen“ (Joh. 7,38). Maria drückt es so aus: „Das Gebet wirkt Wunder in euch und durch euch.“ Gott tritt uns aber nicht entgegen als der „Übermächtige“, der Allerhöchste, sondern in erster Linie als der Vater, der uns die Kraft und die Würde schenkt seine Kinder zu sein. In der Freiheit der Kinder Gottes sollen wir stets ehrfurchtsvoll anerkennen, dass wir auf ihn, auf seine Kraft, seine Fürsorge, seine Vorsorge angewiesen sind. Er lässt aber keinen Zweifel aufkommen, dass diese Freiheit nicht missbraucht werden darf, dass jeder tun und lassen darf, was ihm gerade Lust, Laune und die Leidenschaft eingibt. In seinen Geboten nennt er die Grenzen mit Namen, wo die Ehre Gottes missachtet, der Mensch der Gefahr der Unmenschlichkeit ausgesetzt ist, wo die Selbstüberheblichkeit erkennbar wird. Mit aller Entschiedenheit sagt Gott: "ICH bin der Herr, euer Gott“ (Lev. 11,44). Mit aller Entschiedenheit weist er alle Egozentrik, Selbstherrlichkeit und Gottesverachtung in die Schranken. In dieses oft so selbstzerstörerische Ringen um die Vorherrschaft der Gefühle mischt sich Satan mit Vorliebe ein. Selbst Jesus wurde vom Teufel in der Wüste in Versuchungen geführt (vgl Lk 4,1-13). Satan will auch uns „rütteln, wie der Wind die Äste“ schüttelt. Sein erklärtes Ziel ist es, den Menschen zum Maß aller Dinge werden zu lassen, zum Mittelpunkt seiner Welt, als wäre er sich selbst allein Rechenschaft schuldig, und sonst niemand, auch nicht einem allmächtigen Gott. Seit dem Verlust des Paradieses bleibt diese uralte Versuchung bestehen und der hl. Michael fragt nach wie vor auch einen jeden einzelnen von uns: Quis ut Deus? Wer will dem Allmächtigen gleich sein? Maria sagt uns: DANN, wenn wir uns immer wieder von neuem für Gott entscheiden und seinen Willen suchen, dann werden wir Freude und Frieden finden. Gewiss es gibt genug Menschen, die das Wort Friede als Aushängeschild für die eigenen Interessen benützen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen, was immer sie darunter verstehen: Friede ein Allerweltswort. Jesus sagt: „Meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch“ (Joh 14,27). In all ihren Botschaften ist für Maria der Friede ein zentrales Anliegen. Wir sollen uns entscheiden; das heißt doch: auch wir könnten seine Botschaft ablehnen. „Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir den Frieden bringt“ (Lk 19,42). Schon über dem neugeborenen Kind auf den Fluren Bethlehems verkünden die Engel: „Auf Erden Friede bei den Menschen seiner Gnade“ (Lk 2,14). Der Friede ist also eine Gabe, ein Geschenk für alle, die bestrebt sind, so wie Maria, den Willen Gottes zu erfüllen: „Siehe ich bin die Magd des Herrn“. Als Jesus dann selbst als Wanderprediger seine 72 Jünger in die Dörfer aussendet, trägt er ihnen als erstes auf. „Wenn ihr in ein Haus kommt, sagt als erstes: „Friede diesem Haus“ (Lk 10,5). Die Jünger sollen also selbst schon diesen Frieden in ihren Herzen tragen, ihn schon mitbringen. Gepriesen werden dann alle, die auf diese Weise Frieden stiften, „sie werden Söhne Gottes genannt werden“ (Mt 5,9). „Suche den Frieden und jage ihm nach“ (Ps.34,15). Dieses Psalmwort greift der hl. Petrus in seinem ersten Brief auf (vgl. 1. Petr. 3,11) und im Hebräerbrief steht der Hinweis: “Strebt voll Eifer nach Frieden mit allen und nach der Heiligung, ohne die keiner den Herrn sehen wird“ (Hebr. 12,14). Friede ist also ein Gut, ein Heilsgut, das des ständigen Einsatzes und des Mitwirkens bedarf. Der endzeitliche Friede ist noch nicht angebrochen. Wir brauchen die Kraft von oben, wir brauchen den Heiligen Geist, damit wir uns als Friedensstifter bewähren können. Gott will Mitwirkende, Mitliebende, er wartet auf unser Ja. „Ich stehe vor der Tür und klopfe an... (Offb. 3,20). In einem modernen Kirchenlied (GL 870) heißt es darum mit Recht: „Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden, wie du ihn versprichst zum Wohl auf Erden...“
Danke Maria, Friedenskönigin, für Deine Aufforderung über den Wert, über die Bedeutung des Gebets nachzudenken; hilf uns den Frieden zu bewahren und zu verwirklichen.

Pater Donat Kestel