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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. August 2013

"Liebe Kinder! Auch heute gibt mir der Allerhöchste die Gnade, bei euch zu sein und dass ich euch zur Bekehrung führe. Jeden Tag säe ich und rufe euch zur Bekehrung auf, damit ihr Gebet, Friede, Liebe seid und das Weizenkorn, das sterbend hundertfach Frucht bringt. Liebe Kinder, ich möchte nicht, dass euch all das reut, was ihr gekonnt hättet, aber es nicht wolltet. Deshalb, meine lieben Kinder, sagt von neuem mit Begeisterung: „ Ich möchte den Anderen ein Zeichen sein“. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.08.2013 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

Maria sagte: „Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ (Lk 1,38). Auch in der himmlischen Herrlichkeit gilt für Maria, was der Herr uns zu beten gelehrt hat: “Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“. Nicht allein aus eigenem Wunsch, eigener Vollmacht und Zuständigkeit bemüht sich die Gospa um uns, ihre Geschwister, sondern auch dank der Vorsehung, Fügung und Weisung des „Allmächtigen“, der ihr „die Gnade“ gewährt für uns einzutreten, um uns zur beharrlichen Bekehrung und Heiligung anzuleiten. Wir sind und bleiben nun einmal  „mit mancherlei Beschwerden“, mit Unzulänglichkeiten, Halbherzigkeiten  und  Unvollkommenheiten unterwegs.  Die Bekehrung, d.h. die bewußt-kontinuierliche Hinwendung zu Gott bleibt eine Lebensaufgabe, die uns mal leichter, mal beschwerlicher erscheint. Unsere Seele wird hingerissen zwischen der Erfüllung der  Gebote Gottes und den Leidenschaften unseres  Herzens, zwischen dem Erhabenen und dem Gemeinen, zwischen  Verurteilung und Anerkennung. „Das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch.“ (Gal. 6,17). Jesus selbst beschreibt diesen Zustand der Seele mit Hilfe eines Gleichnisses: „Hört! Ein Sämann ging aufs Feld um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Grund, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war, als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil es keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat, und sie brachte keine Frucht. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boten  und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach. Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!“ ( Mk 4, 3-9).  Maria versichert uns, dass auch sie, wie der Sämann des Evangeliums für uns den Samen des Geistes, der Gottgefälligkeit aussät; auch sie wartet und wünscht, dieser Same möge keimen, blühen, hundertfältige Frucht bringen, die Früchte des Gebetes, des Friedens und der Liebe. Dazu verweist sie uns auf das Wunder des Weizenkorns:  „Das Weizenkorn muss sterben, sonst bleibt es ja allein...“ (GL nr. 620).  Wenn es sich aber aussäen lässt, dann kann es reiche Frucht bringen. Das Ja dazu, sich auswerfen zu lassen, sich dem Willen Gottes zu unterwerfen, fällt uns oft schwer. Wir wissen nicht, welche Konsequenzen dieses Ja nach sich ziehen könnte... Die Verweigerung „gutes Erdreich“ zu sein, könnte in uns aber einmal bittere Reue heraufbeschwören: „Liebe Kinder,  ich möchte nicht, dass euch all das reut, was ihr gekonnt hättet, aber es nicht wolltet.“ Ohne die Kraft von oben, ohne die siebenfältige Gabe des Heiligen Geistes, tun wir uns in der Tat darin schwer, wissentlich, willentlich, beharrlich auf dem Weg der Vervollkommnung voranzuschreiten. „Die Sache Jesu braucht Begeisterte...“ , braucht Menschen, die sich vom Geiste Gottes ansprechen lassen. Das große Pfingstwunder bewirkte einst, dass aus den verängstigt-eingeschüchterten Aposteln mutige, überzeugte Zeugen  des Glaubens wurden, die gerade dadurch den „Anderen“ zum Zeichen, zum Vorbild im Glauben wurden, zu Verkündern, dass der Herr lebt, von den Toten auferstanden ist und dass der Geist Gottes unter uns wirksam ist. Maria, das Urbild der Kirche,  wünscht, dass wir aus einer inneren Begeisterung heraus für die „Anderen“ zu einem pfingstlichen Zeichen werden. Mit dem hl. Paulus kann Maria sagen: „Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme. (1. Kor. 11,1). Zu allen Heilsereignissen  hat sie ihr Ja, ihr „Fiat“, gesprochen; zur Menschwerdung, zum Ostergeheimnis, zum Pfingstwunder. Mit ihr sollen auch wir uns auf den Weg der Nachfolge Christi machen. Für uns will sie ein Zeichen der Einheit, des Friedens und der Geschwisterlichkeit sein. Von Maria heißt es: „Sie bewahrte alles, was geschehen war in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ (Lk 2,19).  In der Nachfolge Mariens sollten auch wir „mit Begeisterung“ unseren Glauben annehmen, leben, meditieren und in die Tat umsetzen, um so mit „den  Anderen“ und für sie zum Zeichen, zu Zeugen der Frohbotschaft zu werden. Danke Gospa für Deine Anregungen; hilf uns, dass wir einmal keine bittere Reue darüber empfinden müssen, weil wir es zwar gekonnt hätten Ja zu sagen zum Willen Gottes, es aber  nicht wollten.

Pater Donat Kestel