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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Juni 2013

"Liebe Kinder! Mit Freude im Herzen liebe ich euch alle und ich rufe euch auf, euch meinem Unbefleckten Herzen zu nähern, damit ich euch noch mehr meinem Sohn Jesus näher bringen kann, damit Er euch Seinen Frieden und die Liebe gibt, die Nahrung für jeden von euch sind. Meine lieben Kinder, öffnet euch dem Gebet, öffnet euch meiner Liebe. Ich bin eure Mutter und ich kann euch im Umherirren und in der Sünde nicht alleine lassen. Ihr, meine lieben Kinder, seid gerufen, meine Kinder zu sein, meine geliebten Kinder, damit ich euch alle meinem Sohn darbringen kann. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.06.2013 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.“  (Lk 1,45) Elisabeth ist die erste Frau, die erste Verehrerin, die die Größe, Würde und Bedeutung der Gottesmutter erfasst und gewürdigt hat. Im Laufe der weiteren Kirchengeschichte und der ganzen Weltgeschichte bewahrheitete sich, was Maria mit Recht von sich  sagen durfte: “Siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter“ (Lk 1,48). Und in der Tat keine Frau, keine Herrin oder auch keine Mutter wurde bis heute so geehrt und verehrt, wurden so viele Kirchen oder Denkmäler errichtet, wie dieser schlichten, demütigen Frau aus Nazareth. Wie sehr das aber auf Gegenseitigkeit beruht, auf Gegenliebe, das bestätigt uns erneut die Gospa in ihrer Junibotschaft: „ Mit Freude im Herzen liebe ich euch alle...“  Der tiefste Grund dieses gegenseitigen Vertrauens liegt darin, dass uns Maria dank ihres „Unbefleckten Herzens“ absolut glaubhaft, ohne Hintergedanken oder Machtgelüste sagen kann:“Ich bin eure Mutter und ich kann euch im Umherirren und in der Sünde nicht allein lassen.“  So wie sie vorbehaltlos ihren „Erstgeborenen“ liebte, so liebt sie auch uns ihre „Zweitgeborenen“, die sie stets mit “liebe Kinder“ anredet. Wir heißen nicht nur Kinder Gottes, wir sind es, dank der Erlösungstat Jesu Christi. In ihren Botschaften betont Maria immer wieder und erneut, wir sollten nicht sie in den Mittelpunkt unserer Verehrung stellen, sondern ihren Sohn, „damit er uns seinen Frieden und die Liebe gibt“, zur  Nahrung für jeden von uns wird. In der Eucharistie versichert uns Jesus: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag“. (Joh 6,54)  Maria zeigt uns einen bequem-gangbaren Weg, wie wir in unserer Gesinnung Jesus immer näher kommen können: es ist der Weg ihrer Vermittlung, ihrer Begleitung: „Durch Maria zu Jesus“.  „Öffnet euch dem Gebet, öffnet euch meiner Liebe. Ich bin eure Mutter...“  Nicht Majestät, nicht Unnahbarkeit sprechen aus diesen Worten, sondern persönliche Nähe, innige Liebe, mütterliche Zärtlichkeit. Maria sieht uns, kennt uns und weiß um einen jeden von uns persönlich, sie begleitet unseren Alltag mit all dem „Umherirren“ , mit all der Hektik, mit all den Sorgen und Nöten, mit all den Ängsten und Leiden, mit denen wir uns herumschlagen müssen, aber auch mit aller sündhaften Belastung, mit all unserer Verstrickung in Hass, Neid, Geiz, Lieblosigkeit und Rechthaberei. Sie weiß aber auch um unsere Sehnsucht, hört auf unsere Bitten, beantwortet unser Vertrauen. In wie viel Kirchen und Kapellen lesen wir: „Maria hat geholfen“ , wie viele haben laut oder im Stillen Maria ihren Dank abgestattet. Maria bedankt sich seit Jahren bei all  denen, die ihrem Ruf gefolgt sind.  “Ihr seid gerufen, meine Kinder zu sein“.  Wie viele Bildhauer und Maler, wie viele Komponisten und Dichter sehen und sahen in Maria den Inbegriff weiblicher Schönheit und Grazie und Harmonie. Maria will aber keineswegs, dass wir vor ihr bewundernd verweilen und staunend vor ihr stehen bleiben. Sie will uns viel mehr mütterlich bei der Hand nehmen, zu ihrem Sohn führen, uns ihrem Sohn „darbringen“. Zeitlebens lebte Maria nach der Devise: „Siehe ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort.“ (vgl. Lk 1,38). Durch diesen absoluten Gehorsam wird Maria zur „zweiten Eva“, zur „Ave Maria“, zur Schlangenbezwingerin [zur „te coatlaxopeuh“, wie sie  im Gnadenbild von Guatelupe, Mexiko, verehrt wird]  (Vgl. Offb. 12.14 ff). Unsere tägliche Erfahrung zeigt uns, wie sehr wir den Angriffen der Schlange, diesem Symbol der Gottwidrigkeit und dem Ungehorsam ausgesetzt sind, wie oft wir etwas als gut und richtig erkennen, aber nicht die Kraft haben es auch zu vollbringen; wie oft wir etwas als schlecht und verwerflich durchschauen, es aber dennoch nicht unterlassen. In diesen andauernden Kämpfen und innerer Zerrissenheit will uns die Immaculata, die „Unbefleckten Herzens“ ist, zur Seite stehen und helfen, die Erlösung in Christus, ihrem Sohn, wahrzunehmen und anzunehmen.
Danke Gospa, weil Du uns „mit Freude im Herzen“ liebst, uns an Deine Hand  nimmst, uns mehr und mehr deinem Sohne näher bringen willst und wirst.

Pater Donat Kestel