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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Mai 2013

"Liebe Kinder! Heute rufe ich euch auf, stark und entschlossen im Glauben und Gebet zu sein, bis eure Gebete so stark werden, dass sie das Herz meines geliebten Sohnes Jesus öffnen. Betet, meine lieben Kinder, betet unaufhörlich, bis sich euer Herz der Liebe Gottes öffnet. Ich bin mit euch und ich halte Fürsprache für euch alle und ich bete für eure Bekehrung. Danke dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.05.2013 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

Jesus bezeichnet sich selbst als der „Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Joh.14.6) Wie kein anderer Mensch dieser Erde hat Jesus den einzelnen Menschen  ernst genommen. Was er von uns aber am sehnlichsten wünscht, ist das Vertrauen. Wenn wir schon nicht seinen Worten glauben, sagt Jesus, sollten wir wenigstens seine Werke beachten und hinterfragen (vgl. Joh. 10.38).  Dabei respektiert Jesus  zutiefst unsere freie Entscheidung, unseren freien Willen. Bei ihm finden wir keine Spur von Nötigung oder geistiger Vergewaltigung, wir finden bei ihm kein despotisches Verhalten oder die Allüren eines Übermächtigen. Selbst seinen Jüngern lässt er die Freiheit, sich für ihn zu entscheiden.  „Wollt auch ihr weggehen“? Simon Petrus antwortet: „Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ ( vgl. Joh. 6,67-68).  Andrerseits zeigt Jesus sehr deutlich, dass nicht jeder aus Eigennutz oder Gewinnstreben alles tun oder  unterlassen darf, wie und was ihm beliebt, wozu er jeweils Lust und Laune hat. Er weist mit aller Entschiedenheit egozentrisches Verhalten und alle Selbstherrlichkeit in die Schranken. Die Gospa fordert uns darum in der heutigen Botschaft auf „stark und entschlossen“ im Gebet und im Glauben zu sein. Erst dann, wenn wir unsere Zweifel und unsere Unentschlossenheit, unseren Wankelmut überwunden haben, haben wir den Schlüssel zum Herzen Jesu gefunden. Wir öffnen uns zu wenig dem Herzen Jesu, sagt uns die Gospa, während dieses Herz Jesu für jeden von uns offen steht.  Einerseits möchte der Mensch selbstherrlich das Maß aller Dinge sein, sich zum Mittelpunkt „seiner“ Welt erklären, andererseits spüren wir nur zu deutlich unsere Abhängigkeit seitens einer höheren Macht, die die Welt ins Dasein rief, den Menschen nach seinem Bild und Gleichnis schuf, der in heiliger Liebe uns  Menschen von der Überheblichkeit, aber auch Ziellosigkeit befreien kann.  In diesen Zwiespalt des menschlichen Herzens hinein mahnt uns die Gospa zum „unaufhörlichen Gebet“, bis sich unser Herz demütig, entschieden und entschlossen auf die Seite Gottes, auf die Seite Christi stellt. Es geht der Gospa um die persönliche Einstellung, dass wir in Gott nicht einen Rivalen, einen „strengen Richter aller Sünden“, sondern einen liebenden Vater, einen Partner, einen Weggefährten, einen Freund sehen. „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“(Joh 3,16). Immer wieder bedankt sich die Gospa, weil viele ihrem Ruf folgend, im Gebet und in der persönlichen Bereitschaft Gott ihr Ja zu schenken und  sich dem Liebeswerben Gottes öffnen. Maria betet für unsere Bekehrung, für unsere bewusste und überzeugte Hinwendung zu Gott.  Aber sie kennt eben auch die Haltung der vielen, die ihr Leben ausschließlich auf diese Zeit und in dieser Welt auf das irdische Hier und Jetzt beschränken und die einem Wort von Bert Brecht Glauben schenken: “Lasst euch nicht verführen… ihr sterbt mit allen Tieren und es kommt nichts nachher.“  Dieser „Verführung“ setzt die Gospa die Bekehrung gegenüber. Sie versichert uns, dass es eine Zukunft gibt, eine Auferstehung. „Wenn die Toten nicht auferweckt werden, dann lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.“ (1. Kor. 15,32).  Der entscheidende  Angelpunkt unseres christlichen Glaubens ist darum die Auferstehung Jesu, ist die Zukunftserwartung aus dem Glauben: „Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr hat es gehört und in keines Menschen Herz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“. (1. Kor. 2,9). Das Eigentliche, die Vollendung all dessen, was wir jetzt ansatzweise und bruchstückhaft erleben und verwirklichen, wartet noch auf uns. „Jetzt schauen wir wie in einen Spiegel, sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie auch ich durch und durch erkannt worden bin“. (1 Kor. 13,12).  Maria, unsere Fürsprecherin, versichert uns,  dass sie für uns betet, dass sie in ihrem Gebet uns dieser Liebe Gottes näher bringen will, dass wir für die unermessliche Liebe Gottes geöffnet bleiben.
Danke Gospa für Deine Treue und Deine Fürsprache, für Deinen Aufruf zur Entschlossenheit und Beharrlichkeit im Gebet, damit  auch wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Pater Donat Kestel