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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. März 2013

"Liebe Kinder! In dieser Gnadenzeit rufe ich euch auf, das Kreuz meines geliebten Sohnes Jesus in eure Hände zu nehmen und dass ihr über Sein Leiden und Seinen Tod nachdenkt. Mögen eure Leiden in Seinem Leiden vereint sein und die Liebe wird siegen, denn Er, der die Liebe ist, hat sich selbst aus Liebe hingegeben, um jeden von euch zu retten. Betet, betet, betet bis die Liebe und der Frieden in euren Herzen zu herrschen beginnen. Danke dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.03.2013 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen, die in der Welt waren liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung.“ (Joh. 13,1)  In dieser Aussage, in dieser Zusage, wird all das zusammengefasst, was Jesus in den Tagen seines Lebens und Leidens, aber auch seiner Auferstehung „um unseres Heiles willen“ getan, ertragen und über sich ergehen ließ. Eingehender könnte die „Gnadenzeit“, von der die Gospa spricht, nicht veranschaulicht werden. Die Gospa wünscht, dass wir das Kreuz ihre Sohnes, Zeichen der Hingabe, in unsere Hände nehmen, meditierend, nachdenkend, betend betrachten, was er in dieser besonderen Gnadenzeit für uns getan und durch gestanden hat: das Abendmahl, die Fußwaschung, den Kreuzweg, die Kreuzigung, den Tod am Kreuze. All das, und jedes Einzelne dieser Zeichen seiner Liebe, drückt jene Vollendung aus, die uns seinen erlösenden Dienst an uns Menschen offenbart, die unfassbare Tiefe seiner Selbsterniedrigung und seiner unerschöpflichen Barmherzigkeit. Im Exultet der Osternacht heißt es verheißungsvoll: „Oh unfassbare Liebe des Vaters: um den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn dahin… , oh glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden…“   Maria erinnert in dieser ihrer Botschaft an die beiden Aufträge, die Jesus während des Abendmahles am Gründonnerstag seinen Jüngern und damit auch uns ans Herz gelegt hat: Der erste Auftrag: „Tut dies zu meinem Gedächtnis: „Er, der die Liebe ist, hat sich selbst  aus Liebe hin gegeben“ und er tut es in jeder heiligen Messe erneut, wenn er durch den Priester sagen lässt:: „Dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“  Und der zweite Auftrag, nach der Fußwaschung: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe“. (Joh. 13,15) Unsere Antwort  auf diese „siegreiche“ Liebe, in der und durch die Jesus sich für uns, an uns, hingegeben hat, soll uns verdeutlichen, was Maria uns anrät: „Mögen eure Leiden in Seinem Leiden vereint sein und die Liebe wird siegen.“ Es geht darum, dass wir unserem Kreuz und Leiden nicht ausweichen. „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ ( Mk 8.34)  Indem wir unsere Alltagssorgen, unsere täglichen Beschwerden mit seinem Leiden verbinden, dürfen wir Kraft schöpfen, können wir unser Lebensschicksal bewältigen. Wenn wir auf das Kreuz schauen, wenn wir das Kreuz in unsere Hände nehmen, dann suchen auch wir nicht den Lebendigen bei den Toten (vgl. Lk 24,6), vielmehr gedenken wir dessen, der uns aus seiner barmherzigen Liebe heraus versichert: „Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen.“ (Joh. 12, 32)  Indem wir das Kreuz verehren, dürfen auch wir darauf vertrauen, dass uns für den Alltag jene Kraft geschenkt wird, die trägt und erträgt, orientiert und motiviert, den inneren Frieden schenkt, unsere Liebe zum Durchbruch verhilft. „Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen“. (Lk 24,26)  Der Auferstandene befreit uns durch diese Aussage von der Angst, dass unser Leben sinnlos sei, dass es für unser sterbliches Leben kein Ziel gebe, nichts wofür es zu leben lohnt, dass alles umsonst sei. Jesus rettet uns vor der Finsternis jener Verzweiflung, mit dem Tode sei alles zu Ende. „Er, der die Liebe ist, hat sich selbst aus Liebe hingegeben, um jeden von euch zu retten.“ Er schenkt uns die Gewissheit, dass unser Leben getragen ist und dass uns Gott erträgt, selbst wenn Schuld, Unglaube und Verzweiflung am Herzen nagen. In dieser Erkenntnis, dass der Gekreuzigte Gottes Sohn ist, wird jener Abgrund überwunden, wir seien von Gott verlassen, uns selbst überlassen. Kontinuierlich betend, feiernd, nachdenklich und erwartungsvoll dürfen wir hoffen, dass „die Liebe und der Frieden in unseren Herzen zu herrschen beginnen“, dass wir aus dem Abgrund der menschlichen Schuld das Licht des Ostermorgens erblicken dürfen, dass wir daraus, schon jetzt,  die Kraft schöpfen den Alltag unseres Lebens zu meistern.Danke Gospa für diesen Aufruf das Kreuz unseres Heilandes zu verehren, nachzudenken über sein Leiden und seinen Tod, um daraus Kraft zu schöpfen täglich unser Kreuz und Leid auf uns zu nehmen.

Pater Donat Kestel