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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Januar 2013

"Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch zum Gebet auf. Möge euer Gebet stark sein wie lebendiger Stein, bis ihr mit euren Leben zu Zeugen werdet. Bezeugt die Schönheit eures Glaubens. Ich bin bei euch und halte Fürsprache vor meinem Sohn für jeden von euch. Danke dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.01.2013 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Ich danke dir, dass du mich erhört hast; du bist für mich zum Retter geworden. Der Stein, den die Bauleute verworfen, er ist zum Eckstein geworden.“ (Ps.118.21.22) Dieser „lebendige Stein“, unser Herr Jesus Christus selbst, er ist der Eckstein auf dem wir unser Glaubens- und Lebensgebäude errichten sollen. Und die lebendigen Steine mit denen wir dieses geistige Haus errichten können, das sind die kontinuierlichen Gebete, zu denen  uns die Gospa erneut  aufruft. Wie wir beten können, aus welcher Gesinnung, aus welcher Geisteshaltung heraus, das sagt uns der, der uns selbst gelehrt hat zu beten.  „Sein Vater-Unser“ soll auch unsere Gebetshaltung bestimmen, es soll auch uns zur Anleitung dienen, zur Richtschnur unseren spirituellen Weg zu Ende zu gehen. Dieses Gebet ist aus sieben „Bausteinen “ zusammengefügt, sie helfen uns, dass wir in unseren Leben „zu Zeugen“ werden, zur Stadt auf dem Berge (Vgl. Mt. 5,14). Wir bezeugen und drücken die Schönheit unseres Glaubens aus, wenn wir  bewundernd und staunend die Größe Gottes, seine Allmacht, die sich in all seinen Werken widerspiegelt, würdigen: „Geheiligt werde dein Name.“ Dabei richtet sich unser Gebet an keinen kleinlichen Despoten, sondern an einen  „Abba“, an einen lieben Vater, der uns eines Tages zu sich in den Himmel einladen wird.  Denn: „im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen…“ (Joh. 14.2). Wenn wir darum beten  „dein Reich komme“, dann wissen wir, dass auf uns das Reich Gottes wartet,  ein Reich, das weit über die Grenzen von Raum und Zeit hinaus reicht. Es ist ein „Reich der Wahrheit und des Lebens, das Reich der Heiligkeit und der Gnade, das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe, und des Friedens“ (Präfation des Christkönigs-Festes).  Unser Wirken auf Erden ist viel zu oft durchsetzt und durchwirkt vom despotischen Machtwillen und Machtansprüchen unserer Mitbürger. Das Vater-Unser lehrt uns zu bitten: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“ Nach den Bitten, die uns die „Schönheiten unseres Glaubens“ vor Augen führen, folgen jene Wir-Bitten, die uns unsere Bedürftigkeit aufzeigen: das tägliche Brot, das wir alle brauchen, die Vergebung unserer Schuld, das  Bewahrt-Bleiben von Versuchungen, die über unsere Kräfte gehen, das Erlöst-Werden von allem Bösen. – Bei all diesen Bitten sind wir aber nie allein. Wir behalten stets unseren Mitmenschen, unseren „Nächsten“ im Auge, selbst dann,  wenn wir uns in unser „stilles Kämmerchen“ zurückziehen. Ich „bezeuge“ dann allemal, dass ich eintrete für eine gerechtere Verteilung des Brotes, das heißt für alle Güter dieser Erde, die uns anvertraut sind. Und wenn wir uns schuldig fühlen und schuldbeladen? Dann haben wir Fürsprecher beim Vater: „Ich bin bei euch  und halte Fürsprache vor meinem Sohn für jeden von euch.“ Als Schicksalsgemeinschaft stehen wir alle immer vor Gott. Wie ich muss auch mein Nächster um das tägliche Brot bitten, um die Vergebung der Schuld, um die  Bewahrung vor dem Bösen. Beten und handeln, Aufeinander-Angewiesen-Sein und  Aufeinander-Einwirken gehören zusammen. Wir alle dürfen aber auf die Fürsprache Mariens zählen, wohl wissend, dass wir nicht beschämt, bloßgestellt, verachtet und gar verdammt werden, dass wir vielmehr Vergebung erlangen, dass wir als  Kinder Gottes in seiner Gnade leben und als Erben und Miterben Christi das ewige Heil erwarten  dürfen (vgl. Röm 8,17). So dürfen wir dankbar, gut und gern einstimmen in den Schluss des Vater-Unser’s:  „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.“ Mit Recht fordert uns in jeder heiligen Messe die Kirche auf: „Lasset uns danksagen, dem Herrn unserem Gott“.  Sie tut es, sie kann es, weil sie aus der Überzeugung lebt, dass keiner zu kurz kommt,  dass keiner betrogen wird, weil sie aus dem Vertrauen lebt,  dass alle Weisungen und Winke Gottes dazu dienen, uns mehr und mehr in die Tiefe, in den Reichtum, in die Weisheit und in die Erkenntnis Gottes einzuführen  (vgl. Röm. 11.33), damit wir mit unserem Leben mehr und mehr „zu Zeugen“ werden können.

Danke Gospa für Deine  so oft gehörten Ratschläge, für Deine Fürsprache, für Deine mütterliche  Begleitung.

Pater Donat Kestel