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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. April 2012

"Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch zum Gebet auf. Meine Kinder, möge sich euer Herz zu Gott öffnen, wie eine Blüte zur Wärme der Sonne. Ich bin mit euch und halte Fürsprache für euch alle. Danke dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.04.2012 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

"Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben... Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist." (Joh 16. 23-24) In dieser
Gebetshaltung soll sich unser Herz Gott gegenüber öffnen, "wie eine Blüte zur Wärme der
Sonne". Maria lehrt uns im Licht der österlichen Geheimnisse die Hoffnung. Wenn wir uns
der Sonne der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit zuwenden, werden wir, so wie Maria
selbst, den Sinn unseres Lebens, Leidens und Todes immer tiefer begreifen. Wir können die Widerwärtigkeiten unseres Lebens immer besser verstehen und annehmen, wenn wir dabei mehr auf seine Wirkungen schauen und weniger über die Ursachen jammern, über die vielen "Wenn und Aber". Im Nachtgebet der Kirche heißt es in einem Hymnus "Herr, deine Pläne bleiben uns dunkel. Doch singen Lob wir dir,dem dreieinen ewigen Gott." Wir Menschen leben aus der Hoffnung und brauchen sie so notwendig wie die Blüte die Wärme der Sonne braucht. Solange wir leben, hoffen wir, sagt man; die Umkehrung gilt aber auch: Solange wir hoffen, leben wir, dürfen wir an das ewige Leben in Gott glauben, und nicht nur nach dem Prinzip Hoffnung auf die irdische Zukunft. Wie oft hat uns die Gospa schon zum Gebet ermuntert und ermutigt, denn solange einer betet, wird er nie an der Langmut und Treue, an der Güte und Barmherzigkeit Gottes zweifeln. Es gibt zwei Arten der Sünde gegen die Hoffnung: die Verzweiflung und die Anmaßung. Verzweiflung, wenn man nicht an die Erlöserliebe des Gekreuzigten glaubt, auf die Zusage Jesu hofft: "Sei getrost, deine Sünden sind dir vergeben"; und Anmaßung, wenn man meint, man könne ohne eigene Verdienste erlöst werden. "Möge sich euer Herz zu Gott öffnen" sagt uns die Gospa: das heißt: man muss zum Willen Gottes seine Zustimmung geben: "Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden"."Fiat voluntas tua, Domine" In der Hoffnung nicht nachlassen, auch wenn uns Gott, so wie bei Maria, einiges zumutet; darauf vertrauen, dass bei Gott "kein Ding unmöglich ist". (vgl. Lk 1,37).Ein Mensch kommt auf Grund seiner Begrenztheit schnell ans Ende seiner Möglichkeiten: Gott kennt dieses Problem nicht. Und so wünscht die Gospa, dass wir aus der Hoffnung heraus aktiv werden. Dass wir uns Gott bewusst öffnen und so an unserer Heiligung mitwirken. "Denn wir sind gerettet", sagt der hl. Paulus, "doch in der Hoffnung... Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld."(Röm. 8,24) Das setzt voraus, dass wir von unserer Willensfreiheit Gebrauch machen; dass wir immer wieder unsere
Zustimmung, unsere Einwilligung geben. Hoffnung ist entschieden mehr als nur eine
gemütsvolle, schöne Stimmung im Herzen. Wer hofft, der weiß, dass ihm eine Aufgabe
gestellt ist, dass er einen Auftrag zu erfüllen hat. Aus der Hoffnung heraus wird sein Leben leichter, er wird eifriger im Gebet, gelassener und demütiger, gottergebener und
hingabebereiter. War das nicht auch die Haltung der Gospa, als sie unter dem Kreuze stehend ausharrte und so beim großen Erlösungswerk mitwirkte? Sie stimmte zu, dass durch das Leiden ihres Sohnes die Welt mit Gott versöhnt wird. Maria versichert uns, dass sie mit uns ist, das trifft gerade dann zu, wenn wir in der Gefahr stehen mit dem Willen Gottes zu hadern, sie verspricht, dass sie für uns alle Fürsprache einlegt, das gerade auch dann, wenn wir auf die Probe gestellt werden, entmutigt sind, versucht sind aufzugeben, wenn uns der Mut sinkt. Gerade dann dürfen und sollen wir mit dem Psalmisten beten: "Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.... Denn beim Herrn ist die Huld, bei ihm ist Erlösung in Fülle..." (Ps. 130,5-7).
Danke Maria Mutter der Hoffnung, dass Du bei uns bleibst und am Throne der Dreifaltigkeit für uns Fürsprache einlegst.

Pater Donat Kestel

Botschaft gesprochen und mit Musik umrahmt können Sie in der Mediathek anhören.