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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Februar 2012

"Liebe Kinder! In dieser Zeit rufe ich euch auf besondere Weise: betet mit dem Herzen. Meine lieben Kinder, ihr sprecht viel und betet wenig. Lest, meditiert die Heilige Schrift, und die darin geschriebenen Worte mögen euch Leben sein. Ich ermutige und liebe euch, so dass ihr in Gott euren Frieden und die Freude des Lebens findet. Danke dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.02.2012 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Sursum corda“ – „Erhebet die Herzen“ – Zu Beginn der Präfation in der heiligen Messe antworten wir auf diese Gebetsaufforderung: „Wir haben sie beim Herrn“. Diese Grundhaltung, diese Grundeinstellung, erwartet von uns auch die Gospa, wenn sie uns auffordert: „betet mit dem Herzen“. Wer beten will, der betet schon: aber Grundvoraussetzung unseres Betens muss die Überstimmung mit den Anliegen des „Vater-unser“ sein: die Heiligung des Namens Gottes, die Erwartung des Reiches Gottes, die Erfüllung des Willens Gottes. In den zahlreichen Präfationen führt dann die Mutter Kirche aus, warum es im Einzelnen würdig und recht ist, Gott zu loben, zu danken, zu bitten, anzubeten. In wie vielen Gebeten, Psalmen und Lobgesängen, auch im Rosenkranzgebet werden uns die Heilsgeheimnisse näher gebracht. Maria meint nun: „Ihr sprecht viel und betet wenig“. Will uns Maria fragen, hinterfragen: Wo seid ihr mit Euren Gedanken, mit Euren Erwartungen, Wünschen, Hoffnungen und Klagen? Ihr sprecht zwar viel, aber liegt euch das Reich Gottes wirklich zuerst und zunächst am Herzen? So wie uns Jesus auffordert „Suchet zuerst das Reich Gottes…“ (Mt 6.33) oder bleiben wir Gefangene unseres Ichs, unserer irdischen Sehnsüchte. Jesus sagt: „Wenn ihr betet sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen…“ (Mt 6,7).  Die Texte der heiligen Schrift, vorformulierte Gebete, Psalmen und Hymnen, das Stundengebet, der Rosenkranz all das sind Gebetshilfen, Anregungen, die unser geistiges Leben vertiefen und verinnerlichen können. Nur: schöne Worte allein, niedergelegte Gedanken frommer Menschen sind noch nicht „meine“ Gebete, sind noch nicht mit „meinem“ Leben in Einklang gebracht worden. Sie wollen von uns meditiert, zu eigen gemacht werden, mit unserer Erfahrung konfrontiert werden. Es wird vielleicht nicht immer gelingen,  manche Psalmen werden uns z.B. fremd bleiben, aber mit vielen können wir freudig und übereinstimmend ins Lob Gottes einstimmen.  Maria, die um uns weiß, die uns persönlich kennt und segnet, sie will uns ermutigen, unser Leben immer mehr im Lichte Gottes zu sehen, der uns Friede und Freude schenken will. Den ersten Schritt auf uns zu  hat Gott längst getan, er hat uns gewollt, geschaffen, bejaht und geliebt. „Siehe her, ich habe dich eingezeichnet in meine Hände“. (Jes 49.16) Er kennt meine Not, schenkt mir seinen Segen, seine allgegenwärtige Nähe. Den zweiten Schritt erwartet aber Gott von mir: „Siehe ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.“ (Offb. 3,20) In der Freiheit der Kinder Gottes erwartet Gott mein Ja, dass ich ihm meine Herzenstür öffne, ihm in mein Leben Einlass gewähre. Ich könnte mich ihm ja auch verweigern und versperren: in Stolz und Überheblichkeit. Aber er erwartet, dass ich ihn anerkenne als meinen Schöpfer und Herrn, dass ich seine Liebe mit Gegenliebe erwidere, vielleicht schüchtern und demütig wie ein Petrus: „Herr, du weißt alles, du weißt auch, dass ich dich liebe…“ (Joh 21,17) Dass ich ihm mein Vertrauen schenke und seine Allmacht bewundere. So wie Maria voll Freude jubelt: „Meine Seele preist die Größe des Herrn“, so sollten auch wir staunen und uns wundern, bewundern, was der Herr auch an uns Großes getan hat und noch tun will, was Gott denen bereitet, die ihn lieben, ihn wieder lieben. Dass ich mit Dankbarkeit erfüllt bin, weil Gott in der Natur Vorsorge getroffen hat für unser irdisches Leben. Dass ich Verzeihung und Vergebung erlange, wenn ich mir wie ein Petrus demütig eingestehe: „Herr, ich bin ein sündiger Mensch“ (Lk 5,8). Dass ich Mut und Zuversicht schöpfen darf, wenn ich weiß, dass Gott immer mein Bestes will. Und dass ich auf die „unbegreifliche Tiefe seiner Barmherzigkeit“ hoffen und vertrauen darf, weil „Gott die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.“ (Joh. 3,16).
Danke Gospa, weil Du uns erneut in besonderer Weise zum Gebet anspornst und uns ermutigst auf Dein Rufen zu hören.

Pater Donat Kestel

Botschaft gesprochen und mit Musik umrahmt können Sie in der Mediathek anhören.