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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Januar 2012

"Liebe Kinder! Mit Freude rufe ich euch auch heute: öffnet eure Herzen und hört meinen Ruf. Ich möchte euch von neuem meinem unbefleckten Herzen näher bringen, wo ihr Zuflucht und Frieden finden werdet. Öffnet euch dem Gebet, bis es euch zur Freude wird. Durch das Gebet wird euch der Allmächtige die Fülle der Gnade geben und ihr werdet meine ausgestreckten Hände in dieser unruhigen Welt, die sich nach Frieden sehnt, werden. Meine lieben Kinder, bezeugt mit euren Leben den Glauben und betet, dass der Glaube von Tag zu Tag in euren Herzen wächst. Ich bin mit euch. Danke dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.01.2012 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.“ (Lk 1,45) In der heutigen Botschaft fordert uns erneut die Gospa auf, uns, ihre lieben Kinder, dass auch wir mit unserem Leben den Glauben bezeugen, dass wir darum beten, dass der Glaube von Tag zu Tag in unserem Herzen wachse. Maria mag uns darin das große Vorbild sein, wie in uns Vertrauen und Glauben wachsen kann. Das Leben der Gottesmutter in Nazareth war alles andere als spektakulär, herausgehoben aus der häuslichen Umgebung. Für ihre Verwandten, Bekannten und Nachbarn war sie die bescheidene, freundliche, junge Frau, die wie jede andere Frau den täglichen Pflichten nachkam. Ich würde gern der Lauretanischen Litanei die Anrufung hinzufügen: Maria, Mutter des grauen Alltags, bitte für uns! Das Einzigartige, Herausregende ihres Lebens ereignete sich als der Engel ihr die Botschaft übermittelte, Mutter des Erlösers zu werden. Ihr Fiat, Ihr „mir geschehe, wie Du gesagt hast“, ihre absolute Verfügbarkeit und Bereitschaft den Willen des Herrn an sich geschehen zu lassen, hebt sie heraus aus dem Alltag ihres Lebens. „Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes“, so bestätigt ihr Ihre Verwandte Elisabeth, welche Rolle sie im Heilsplan Gottes zu wirken hat. In der Freiheit ihres Wissens und Gewissens, in der Zustimmung und in der Hingabe ihres Gläubigen Herzens, sagt sie ihr Ja.  Sie mag die ungeheure Tragweite ihrer Antwort erahnt haben: „Selig werden mich preisen alle Geschlechter“, aber was dieses ihr „es geschehe mit mir“ einschließen würde, was im Heilsplan Gottes damit vorgesehen war,  das konnte Maria nicht wissen und ahnen, wie viele ihrer Kinder ihr das Herz öffnen würden, wie viele ihrem „Unbefleckten Herzen“ nahe kommen würden, wie viele in ihrer Not bei ihr Zuflucht und Frieden suchen würden. Der Gnadenfülle, - "du bist voll der Gnade", versichert ihr der Engel,  entspricht auf der anderen Seite ihre Beständigkeit im Gebet, die Tiefe ihres Glaubens. Auch  uns versichert Maria: „Durch das Gebet wird euch der Allmächtige die Fülle der Gnade geben. Öffnet euch dem Gebet, bis es euch zur Freude wird“. Das heißt doch, auch der Gebetseifer, der Glaube, das kindliche Vertrauen sind keine Selbstverständlichkeiten, sie müssen im Laufe der Zeit verinnerlicht, vertieft, zu einer Lebensgewohnheit, zu einer unentbehrlich,  fließenden Quelle werden, die uns mit Freude erfüllt. Die Welt um uns ist unruhig, hektisch, sie lädt nicht gerade zum Gebet ein, sie ist voll Unfriede, aber wie viele Menschen sehnen sich gerade deshalb  nach Ruhe und Frieden: und wie sehr wünscht Maria wir mögen für sie ihre ausgestreckten Hände sein. Wir können ihre gnadenspendenden Hände werden, wenn wir selbst im Glauben, im Vertrauen, und im Gebet erstarken. Wir sprechen gern vom Risiko des Glaubens. An Maria Lichtmess hören wir, wie der greise Simeon ihr prophezeit, welches Risiko des Glaubens auch sie eingegangen ist. Sie, die am Tag ihrer Empfängnis so zuversichtlich ihr Ja gesprochen hatte: „Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen“(Lk 2,35): Auch wir werden ermutigt: „Bezeugt  mit eurem Leben den Glauben und betet, dass der Glaube von Tag zu Tag in euren Herzen wächst.“ In der östlichen Kirche heißt das Fest der Darstellung des Herrn auch Fest der Begegnung. Vom Geist Gottes geführt kommen  Simeon und Hanna in den Tempel: gerecht und fromm haben sie ihr Leben lang gelebt und auf den Erlöser gewartet. Im Tempel begegnen sie nun dem, auf den sie gewartet: Ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für sein Volk Israel wird dieses Kind sein. Sie haben nicht umsonst gewartet und gelebt; sie können getrost ihr Abendgebet sprechen: „Nun lässt du Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden“.  Das Heil ist ihnen als Licht erschienen, leuchtete für sie und für uns auf. „Ich bin bei euch, sagt auch uns Maria an diesem Fest Mariäe Lichtmess: Wie an Weihnachten die vielen Lichter an den erinnern, der das Licht der Welt ist, so denken auch wir gern an diesem Festtag an jene Frau, die uns das Licht der Welt geboren hat. Wir sind  durch dieses weihnachtliche Geschehen dem Risiko des Glaubens zwar nicht entzogen, Leid und Tod werden auch uns begleiten, aber in diesem Jesus, den Maria im Tempel aufopferte, begegnen auch wir dem, der uns in seiner Hingabe den Weg vorausgegangen ist in eine Zukunft, die Gott denen bereitet, die ihn lieben.
Danke Gospa für diesen Aufruf, für Deine beständige Begleitung, dass wir so Deinem Unbefleckten Herzen näher kommen dürfen.

Pater Donat Kestel

Botschaft gesprochen und mit Musik umrahmt können Sie in der Mediathek anhören.